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Depression (?), Krise und Beziehung

K&leen"e^_8x5


Den Satz muss ich mir merken :)z

Duie$ Ayn%onxyme


Oder meinst du, dass er durch den räumlichen Abstand gemerkt hat, was ihm die Beziehung wirklich bedeutet?

nein, das glaub ich eigentlich nicht...wie gesagt, er sagt selbst (auch jetzt noch), dass er immer sehr glücklich in der Beziehung war... :-/ und genau DAS versteh ich nicht...wie können denn da (bei einem gesunden Menschen) plötzlich ohne erkennbaren Grund die Gefühle einfach weg sein?

Ich an seiner Stelle würde mir erst mal ein bißchen Zeit und Freiraum wünschen um wirklich in Ruhe nachdenken zu können. Ewig soll das natürlich nicht dauern, aber 1-2 Wochen halte ich für angemessen. Danach sollte man zumindest reden.

ich hab mich ja schon mit einer "Beziehungspause" einverstanden erklärt, die er ja eigentlich nicht vorschlagen wollte, weil er selbst das schlimmer fände als Schluss machen...aber ich finde, dass man vorher zumindest mal persönlich geredet haben sollte, nicht nur per ICQ, Email und Telefon :°(

Er wird seine Gefühle schon wieder finden.

ich kann dir gar nicht sagen WIE sehr ich das hoffe :°( und er ja scheinbar seltsamerweise auch...

wir haben gerade lange telefoniert...wirklich viel schlauer bin ich jetzt auch nicht...es tut ihm alles furchtbar leid, er würde alles tun, wenn er wüsste, was...er weiß nicht, warum seine Gefühle plötzlich weg sind und ob sie wiederkommen werden...er macht sich Selbstvorwürfe...

Bei der Beratungsstelle bekommt er nächste Woche Bescheid und dann hoffentlich auch einen Termin...ich hab ihm vorgeschlagen, zusätzlich auch mal zum Arzt zu gehen (muss er ja im Falle eines Falles eh, falls er Antidepressiva brauchen sollte) :-/

auch eine gemeinsame Therapie haben wir mal nicht ausgeschlossen, wenn es was bringen könnte (wobei man das ja erst hinterher weiß)...ich weiß auch nicht... :°(

Heute redet er erstmal mit seinen Eltern...aber ich kann nicht einschätzen, ob das für uns positiv oder negativ sein wird...vielleicht sehen wir uns morgen...obwohl er meinte, er hat Angst davor... :-/

gkatro


wie können denn da (bei einem gesunden Menschen) plötzlich ohne erkennbaren Grund die Gefühle einfach weg sein?

Vielleicht sind sie gar nicht weg, sondern nur durch andere Gefühle überdeckt. Ich hatte vor 2 Jahren auch eine lange Phase, wo ich dachte meine Gefühle wären weg. Dabei war ich nur so sehr mit mir und meinem Gefühlschaos beschäftigt, dass ich die für meinen Freund nicht mehr gefühlt habe.

aber ich finde, dass man vorher zumindest mal persönlich geredet haben sollte

Ich hatte das so verstanden, dass er diese komischen Tage hatte, als ihr euch gesehen habt. Hast du das über das Telefon bemerkt? Diese ganzen Dinge, wie seine Gefühle, habt ihr also gar nicht persönlich besprochen?

Heute redet er erstmal mit seinen Eltern...aber ich kann nicht einschätzen, ob das für uns positiv oder negativ sein wird.

Worüber möchte er sprechen? Dass seine Gefühle zu dir weg sind? Oder dass er alles in Frage stellt?

Dpiep Anosnyme


Vielleicht sind sie gar nicht weg, sondern nur durch andere Gefühle überdeckt.

das wünsche ich mir so sehr...

Ich hatte das so verstanden, dass er diese komischen Tage hatte, als ihr euch gesehen habt. Hast du das über das Telefon bemerkt? Diese ganzen Dinge, wie seine Gefühle, habt ihr also gar nicht persönlich besprochen?

nein...zuletzt gesehen haben wir uns vorletztes Wochenende, da war er hier bei mir und ist dann am Montag zu seinen Eltern gefahren...da war für mich noch alles in Ordnung...an dem Mittwoch darauf hat es dann angefangen, das hat er mir über ICQ mitgeteilt...seither hatten wir nur per ICQ, Email und gerade eben per Telefon Kontakt :-(

Worüber möchte er sprechen? Dass seine Gefühle zu dir weg sind? Oder dass er alles in Frage stellt?

ich denke über die Gesamtsituation...dass es ihm so schlecht geht und er nicht weiß, was los ist...

gQato


an dem Mittwoch darauf hat es dann angefangen, das hat er mir über ICQ mitgeteilt...seither hatten wir nur per ICQ, Email und gerade eben per Telefon Kontakt :-(

Das ist natürlich echt unschön. Kein Wunder, dass dich das so mitnimmt. :°_ Ich befürchte aber, dass ein Treffen kaum etwas bringen wird. Die Fragen die du hast, kann er ja anscheind nicht beantworten. Deswegen will er vermutlich nachdenken. Was mir damals in meinem Gefühlschaos geholfen hat: mein Freund hat mir Zeit gegeben. Er war freundlich, hat liebevolle Dinge getan ohne mich damit zu erdrücken und nur, wenn ich es zuließ. Er hat mir jeder Zeit das Gefühl gegeben, dass ich die richtige Entscheidung treffen werde und dass er diese akzeptieren wird.

Dzie YAno9nyme


Ich befürchte aber, dass ein Treffen kaum etwas bringen wird.

ich weiß es nicht...aber SO halte ich das einfach nicht aus... :°( Zeit kann er danach gerne haben, wenn er das möchte...also nein, gerne natürlich nicht, aber ich werde sie ihm geben...

heute abend will er mir eine Email schreiben...ich hab jetzt schon Angst davor :-( ich werd ja selbst noch vollkommen bekloppt...

a`rbeit\undkixnd


Sehr gut möglich, dass dein Freund es jetzt – kurz bevor Ende seines Studiums – wirklich mit der Zukunftsangst zu tun bekommt. Ging mir auch so. Man merkt, dass man nun vor der beruflichen Ungewissheit steht, die relativ freie Zeit vorbei ist, an der Hochschule war man praktisch noch recht geschützt in seiner eigenen kleinen Welt. Hab damals alles, auch meine 5-jährige Beziehung (obwohl ich wusste, dass er der Richtige ist) in Frage gestellt weil ich einfach nur in Panik vor der Zukunft war und es in allen Bereichen langsam "ernst" wurde. Hab auch nicht bemerkt, dass ich meinem Partner mit meiner ständigen Zweifelei sehr weh getan habe, war leider zu sehr mit mir selbst beschäftigt um es zu bemerken.

Lass ihm einfach Zeit. Brauchte auch eine Weile um mich nach dem Studium zu "akklimatisieren". Glücklicherweise hat mein Partner mir viel Verständnis entgegen gebracht und stand hinter mir egal welchen Weg ich gegangen wäre. Auch eine "Beziehungspause" hätte er mitgemacht und gewartet. Ich muss sagen, wenn er damals nicht so verständnisvoll gewesen wäre, eine Beziehungspause nicht akzeptiert (zu der es dadurch nie gekommen ist) und mich vielleicht noch unter Druck gesetzt hätte, wäre unsere Beziehung mit höchster Wahrscheinlichkeit gescheitert.

Insofern ist es m.M.n. das Beste, wenn du ihm einfach Verständnis entgegen bringst, versuchst gute Stimmung zu verbreiten und ihm zwar zeigst wie wichtig er dir ist, ihn aber nicht unter Druck setzt. Vielleicht kommt es dann ganz von selbst wieder in Ordnung :)* :)* :)*

Ein Tipp: an der Hochschule gibt es doch immer eine (kostenlose) psychologische Beratung / Studienberatung. Vielleicht kann er sich da mal hinwenden oder mit einer sonstigen "unbeteiligten" Vertrauensperson sprechen?

g6atxo


ich hab jetzt schon Angst davor

Nutze die Zeit und mach etwas um auf andere Gedanken zu kommen. Sport, Kino, backen, shoppen, usw. Wird zwar nur bedingt helfen, aber dann geht die Zeit bis heute abend vielleicht schneller rum. @:) @:)

TElah<uizcalGpan;tecutxli


Ich selbst habe in depressiven Phasen schon Entscheidungen gefällt, die ich bei "normalem" wohlbefinden wieder bereut habe. Meine empfehlung daher, lass dir zeit bevor du definitive entscheidungen fällst und warte bis es dir wieder besser geht. Kümmere dich jetzt in erster linie um dich und lass es dir auch mal gutgehen. Mir hilft jeweils bewegung in der natur um wieder näher bei mir zu sein und mich besser zu fühlen. Ich wünsche dir viel Kraft und Glück. :)*

D(ie XAcnonHyme


ich bin leider grade zu absolut gar nichts fähig...weiß gar nicht, wie ich Montag und Dienstag überlebt habe mit 8h im Büro und bloß nix anmerken lassen {:( zum Shoppen hab ich auch keine Lust, was bei mir schon sehr bedenklich ist...trau mich nichtmal einkaufen zu gehen, weil ich ständig einfach losheule :°( und Hunger hab ich ja eh keinen...

Auch eine "Beziehungspause" hätte er mitgemacht und gewartet.

wie gesagt...diese Bereitschaft hab ich ihm ja auch schon signalisiert...

aber es tut gut zu hören, dass es noch mehr solcher Geschichten mit Happy End gibt...das macht mir ein bisschen Hoffnung...

Er hofft ja inzwischen sogar schon, dass er Depressionen hat... :-/

DJie 9Anonxyme


@ Tlahuizcalpantecutli (mein Gott,

was für ein Name :-o )

es geht ja nicht um mich, sondern um meinen Freund...somit sollte er sich deinen Rat wohl zu Herzen nehmen :-/

T5lahupizcaglpantec!utlxi


Sorry habs bloss überflogen, werd mich jetzt etwas tiefer einlesen shame on me |-o

KsleenFe_x85


@ Anonyme

der Name hört sich an wie ein Medikament,..... hatschi und gesundheit ;-D

Du packst das schon, mach dir eine Pizza auch wenn du keinen Hunger hast, dein Freund wird dich mit deinen ganzen Kräften benötigen und wenn du die letzten Tage gehungert hast, stehen die dir nicht zur Verfügung.

Also schnapp dir ne Pizza, Döner,.... und es bitte was. Du brauchst jetzt Kraft für 2 :)_

D~i[e A_nonyyme


naja, von Kraft kann keine Rede sein...hab jetzt wenigstens mal ne Brezel gegessen und nen Latte Macchiato getrunken...ich hoffe, ich sag dem heute nicht nochmal guten Tag... :-/

dein Freund wird dich mit deinen ganzen Kräften benötigen

ich hab eher das Gefühl, er braucht mich gar nicht...im Gegenteil :°(

Z#whack4x4


wie können denn da (bei einem gesunden Menschen) plötzlich ohne erkennbaren Grund die Gefühle einfach weg sein?

Das, Anonyme, ist eben der Knackpunkt: Dein Freund ist nicht gesund. Aus meiner eigenen Erfahrung, auf die ich gerne verzichtet hätte, will ich mal ein paar Gedanken beisteuern; vielleicht können sie etwas zum Verständnis beitragen.

Wer zum erstenmal in eine Depression fällt, ist genauso wenig vorbereitet wie jeder Dritte auch: Er hat keine Ahnung, was ihm fehlt; weil er den Begriff "Depression" immer mit Weinkrämpfen assoziiert hat, kann er es kaum glauben, wenn er dann mit der Diagnose konfrontiert wird. Damit ist er dann aber auch noch nicht viel weiter: Weil er nicht weiß, wie er sich seine Depression eingefangen hat, weiß er auch nicht, wie er sie wieder los wird. Die behandelnden Ärzte versprechen zu helfen, hüllen sich aber über die Behandlungsdauer in Schweigen, weil auf eine Behandlung jeder Patient anders reagiert. Das führt dann natürlich auch zur Frage, ob man die Depression jemals überwinden kann. Zuerst merkt man, dass alle Fähigkeiten brachliegen oder verschwinden, und man fragt sich natürlich auch, wo das enden wird. Wenn man berufstätig ist, quält einen die Frage, ob man denn jemals noch sein Brot wird verdienen können, und wenn man eine Familie hat, ob die unter der Belastung zerbrechen wird. Beides wird man als Katastrophe betrachten - allerdings als eine, der man völlig hilflos gegenübersteht.

An dieser Stelle ein paar Depressionssymptome, wie ich sie erlebt habe: innere Leere, fehlender Antrieb, Entscheidungsschwäche, Reizbarkeit, abrupte Stimmungswechsel, Unfähigkeit, Glück zu empfinden, "Wollen-aber-nicht-können", Gefühl, "alles breche über einem zusammen", Introvertiertheit, Sozialphobie, Schlafstörungen, Libidoverlust, evtl. Suizidgedanken. Ich denke, dass diese Merkmale fast alles nachvollziehbar machen, was Du gerade mit Deinem Freund erlebst. Er kann Dir seine Gefühle nicht erklären, weil er nicht viel fühlen kann; verlange von ihm keine Entscheidung, weil ihn Entscheidungen quälen (Es kann schon zu viel sein, ihn zu fragen, ob er ein Hähnchen oder eine Roulade essen möchte); selbstverständlich merkt er, dass er nicht leistungsfahig ist und muß daher seine Energie bündeln, um Geld zu verdienen und sein Studium abzuschließen. Ich hoffe, ich kann es rüberbringen: Wer unter extensivem Energieverlust leidet, muß sich einfach auf das Notwendigste zum "Überleben" beschränken, denn er ahnt ganz richtig: Am Ende steht der totale Zusammenbruch. Jeder Stress verschlimmert die Situation, und umgekehrt kann auch für einen depressiven Patienten eine Stressverminderung zu einer erholsamen Pause führen. Es kann sein, dass allein der Gedanke, er müsse einen Arzttermin vereinbaren, ihn so stresst, dass er dankbar wäre, wenn Du das übernähmst.

Die Ratschläge, die ich in diesem Faden gelesen habe, wären für mich nicht die richtigen gewesen - aber das mag bei jedem anders sein. Manchmal fühlt man sich so schwach, dass man einfach nicht vor die Türe gehen will; manchmal will man keinen Menschen sehen, liegt im Bett und zieht sich das Kissen über den Kopf; manchmal guckt man stundenlang aus dem Fenster, obwohl man weiß, dass etwas getan werden "müßte". Viele Ärzte raten zu Sport, sind aber selbst nie depressiv gewesen. Natürlich wissen wir, dass die dabei entstehenden Endorphine für Depressive gut sein könnten. Das funktioniert aber nur bei Leuten, die schon immer gerne Sport getrieben haben. Bei anderen kommt der "Sport" auf die Liste der unerledigten Dinge, für die einem aber die Energie fehlt, und belastet so den Kranken noch zusätzlich.

Ich habe Glück im Unglück gehabt: Bei meiner ersten schweren Depression waren wir schon 15 Jahre verheiratet, und ich war beruflich etabliert. Meine Familie hat mitgelitten, und zusammen haben wir es geschafft. In meinem Fall: rein medikamentös, 3 Monate stationär. 18 Jahre später hatte ich meine zweite schwere Depression; diesmal ambulant behandelt, keine krankheitsbedingten Fehlzeiten bis zur Pensionierung. Ich bin heute (mit 66) noch auf ADs angewiesen, weil meine Depression sonst zurückkommt, fühle mich aber gut eingestellt und führe ein normales Leben. Was man daraus lernen kann? Wenn man rechtzeitig Hilfe suchst, kann es einfacher sein - Man muß es ja nicht unbedingt zum Zusammenbruch kommen lassen.

Was ich Dir nur raten kann: Deinen Freund auf dem Weg über eine psychologische oder ärztliche Behandlung weitermarschierenzu lassen und ihn dann, wenn Dein Rat gefragt ist, zu bestärken, eine Behandlung auf sich zu nehmen, denn ich glaube nicht, dass er aus seinem tiefen Loch ohne fremde Hilfe herauskommt. Ich wünsche Euch beiden alles Gute.

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