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Depression (?), Krise und Beziehung

D^ie An]onyme


@ Zwack

danke dir für deine Erklärung...ja, WENN mein Freund wirklich eine Depression hat, sehe ich das ja alles ein...dann KANN er seine Gefühle nicht erklären, weil es ja genaugenommen gar nicht seine sind sondern die der Depression...aber NOCH steht das ja nicht fest, obwohl wir es wohl insgeheim beide hoffen :-/ einfach deswegen, weil es dann eine Chance auf Heilung gibt...weil es mit einem Schlag alles erklären würde (auch z.B. möglicherweise die Ansätze einer Sozialphobie, die er m.E. schon seit Jahren zeigt...seine relative Unfähigkeit, Gefühle (Freude, Trauer, Wut) zu zeigen, seine Unfähigkeit zu weinen und natürlich auch sein Verhalten jetzt) :-/ ich wäre selbstverständlich bereit, das mit ihm durchzustehen, für ihn dazusein, ihm irgendwie zu helfen...

Dtie A{nonxyme


hm...je mehr ich lese, umso mehr Symptome finde ich, die auf ihn zutreffen...auch solche, die man nicht auf den ersten Blick mit einer Depression in Verbindung bringen würde...aber ich hab auch Angst, mich zu sehr an diese Möglichkeit zu klammern :°(

ZEwOack4x4


Wenn das WENN noch so groß geschrieben wird, wäre es halt abzuklären. Möglicherweise hat Dein Freund dann doch nicht die Energie, die Entscheidung zu fällen, zum Psychiater zu gehen; Du könntest ihm dabei helfen. Du darfst nicht vergessen, dass sein Selbstwertgefühl aufgrund der Erlebnisse, die er mit sich selbst hat, wahrscheinlich auf den Nullpunkt gesunken ist. Gleichzeitig gilt auch, dass Dein Wunsch nach Bestätigung Euerer Beziehung nicht angesprochen werden sollte. Er kann Fragen dazu gar nicht ehrlich beantworten, weil er sich momentan sicher wünschen, aber nicht vorstellen kann, wieder ganz "der Alte" zu werden.

Dyiie An0onyme


Er kann Fragen dazu gar nicht ehrlich beantworten, weil er sich momentan sicher wünschen, aber nicht vorstellen kann, wieder ganz "der Alte" zu werden.

ja...so ist es wohl :°( ...aber wie soll unser Umgang miteinander denn aussehen, wenn alles so in der Luft hängt? ":/

Wenn das WENN noch so groß geschrieben wird, wäre es halt abzuklären. Möglicherweise hat Dein Freund dann doch nicht die Energie, die Entscheidung zu fällen, zum Psychiater zu gehen; Du könntest ihm dabei helfen.

aber wie kann ich ihm helfen?Ich kann ihn ja nicht an den Haaren irgendwo hinschleifen? :-/ ich hab ihm ja diverse Dinge vorgeschlagen, z.B. diese Beratungsstelle...darauf ist er ja auch eingegangen und hat dort angerufen...er wartet, bis die sich nächste Woche bei ihm melden...heute hab ich ihm vorgeschlagen, zum Arzt zu gehen...ich hab ihm auch angeboten, mit ihm zu dieser Notfallambulanz zu gehen...was kann ich noch tun?

Z9wacxk44


Anonyme, es kann sein, dass Dir ein bißchen Beruhigungsmittel helfen würde. Hast Du denn vielleicht Baldrian im Nachttisch? Du solltest nicht fürchten, Dich an die Möglichkeit einer Depression zu klammern. Angst ist nie ein guter Ratgeber. Versuch, die Situation mit dem Verstand anzugehen: Wenn schon so viele Symptome zutreffen, spricht ja einiges für diese Diagnose. Ihr klärt das, sucht dann einen möglichst guten Arzt, und wenn die Art der Behandlung feststeht, befaßt Ihr Euch damit.

DzieX AnonLyme


ich hab gestern abend schon 2 pflanzliche Schlaftabletten geschluckt...

Wenn schon so viele Symptome zutreffen, spricht ja einiges für diese Diagnose.

prinzipiell schon...aber ich fürchte, dass er einige davon gar nicht wahrnimmt bzw. ernst nimmt und sie daher auch bei einem Arzt oder Therapeuten nicht ansprechen wird ":/ und dass dieser dann zu einem anderen Schluss kommt...

Z-wa~ck4k4


wie soll unser Umgang miteinander denn aussehen, wenn alles so in der Luft hängt?

So, wie bei jeder anderen Krankheit auch: Der Patient ist ohne eigene Schuld zu seiner Krankheit gekommen, er kann nichts für die Symptome (die man ja auch nachlesen kann), man kann sie nur aushalten; also hilft man ihm bei den Dingen, die er krankheitsbedingt nicht selbst kann (falls er das zuläßt), und gibt man ihm seine "Medizin", bis er wieder gesund ist. Je mehr Du ihm zeigst, dass er sich wegen seines Zustandes weder schuldig zu fühlen noch entschuldigen braucht und Du versuchst, mit den Krankheitssymptomen klarzukommen, desto eher kann er kleine Hilfestellung von Dir annehmen.

Vielleicht darf ich aus meiner Sicht zur Notfallambulanz anmerken, dass man sich das sehr gut überlegen muß: Man wird dann eventuell stationär aufgenommen, und das ist später für einen Arbeitgeber keine Empfehlung und ein starkes Hemmnis für eine Berufsunfähigkeitsversicherung; es sollte also dem Notfall vorbehalten bleiben. Man darf zwar nicht vergessen, dass sich 15% unserer depressiven Mitmenschen das Leben nehmen, aber Dein Freund scheint ja jedenfalls im Augenblick noch den groben Überblick zu haben. Sei einfach nett und versuche, ihn nicht zu nerven.

Z^wacKk44


dass dieser dann zu einem anderen Schluss kommt...

Da vertraue in diesem Fall doch einfach einmal auf die Fachleute; die sind ja nicht darauf angewiesen, dass der Patient mit einer Selbstdiagnose in die Praxis marschiert.

DDie Anoenyme


So, wie bei jeder anderen Krankheit auch: Der Patient ist ohne eigene Schuld zu seiner Krankheit gekommen, er kann nichts für die Symptome (die man ja auch nachlesen kann), man kann sie nur aushalten; also hilft man ihm bei den Dingen, die er krankheitsbedingt nicht selbst kann (falls er das zuläßt), und gibt man ihm seine "Medizin", bis er wieder gesund ist. Je mehr Du ihm zeigst, dass er sich wegen seines Zustandes weder schuldig zu fühlen noch entschuldigen braucht und Du versuchst, mit den Krankheitssymptomen klarzukommen, desto eher kann er kleine Hilfestellung von Dir annehmen.

das ist mir ja durchaus klar...ich meine das viel banaler...aus welchem Grund sollen wir uns denn sehen?D.h. wie soll ich überhaupt in die Situation kommen, ihm helfen zu können?

Vielleicht darf ich aus meiner Sicht zur Notfallambulanz anmerken, dass man sich das sehr gut überlegen muß: Man wird dann eventuell stationär aufgenommen, und das ist später für einen Arbeitgeber keine Empfehlung und ein starkes Hemmnis für eine Berufsunfähigkeitsversicherung; es sollte also dem Notfall vorbehalten bleiben. Man darf zwar nicht vergessen, dass sich 15% unserer depressiven Mitmenschen das Leben nehmen, aber Dein Freund scheint ja jedenfalls im Augenblick noch den groben Überblick zu haben. Sei einfach nett und versuche, ihn nicht zu nerven.

hm...warum bezeichnen die sich selbst dann als erste Anlaufstelle?Wo kann man denn sonst schnelle Hilfe ohne wochenlange Wartezeit bekommen? ":/ und: dürfte das nicht eigentlich überhaupt nicht bekannt werden?Zumindest einem Arbeitgeber nicht?

Duie A>nonyxme


Da vertraue in diesem Fall doch einfach einmal auf die Fachleute; die sind ja nicht darauf angewiesen, dass der Patient mit einer Selbstdiagnose in die Praxis marschiert.

das nicht...aber wie will jemand eine richtige Diagnose stellen, wenn man ihm nichts über die Symptome erzählt? ":/ Die Frage ist keinesfalls provokativ gemeint, ich frag mich das ernsthaft...hab mit sowas auch keinerlei Erfahrung...

CChr-istoxph


Hey, kleine Anialel! :°_ Lass dich erst mal in den Arm nehmen. :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ Vielleicht geht's dir dann etwas besser. :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_ :)_

:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

Deie? AnonWyme


ich bin zwar nicht Anialel, aber trotzdem danke...

ich zähl vielleicht erstmal alle möglichen Symptome auf, von denen ICH weiß...dann könnt ihr euch vielleicht ein besseres Bild von der Sache machen...die Symptome hab ich von verschiedenen Internetseiten zum Thema Depression:

- oft ernster Gesichtsausdruck (zwar sehr unspezifisch, aber trifft zumindest zu)

- es hat den Anschein, als kann sich der Betroffene über nichts freuen (ist schon so, seit ich ihn kenne)

- Angst vor dem Leben (momentan scheint er vor allem Angst zu haben, scheint das einzige Gefühl zu sein, das er momentan empfindet)

- hoffnungslos, Gefühl von Hilflosigkeit (er würde die Situation so gerne ändern und wäre wieder der Alte, aber weiß nicht, was er dafür tun kann)

- Schuldgefühle (er macht sich die ganze Zeit Vorwürfe, weil er mir das antut)

- Interessenverlust (auf einmal hat er keine Lust mehr auf sein Studium, seinen geliebten Kneipenjob, die Organisation eines Festes usw. und ja, auf die Beziehung)

- Gefühllosigkeit (er sagt, er fühlt sich nur noch leer, empfindet einfach gar nichts mehr außer Angst und Leere)

- andauernd gedrückte Stimmung (zumindest seit 1 Woche durchgehend, davor nur mal phasenweise)

- andauernde Freudlosigkeit (siehe oben)

- Verlust von Interesse an Dingen, die den Erkrankten vorher interessiert haben (siehe oben)

-> auf der Seite gekennzeichnet als Hauptsymptome einer Depression

- Schlafstörungen (er sagt, er kann seit Tagen kaum noch schlafen wegen der Sache)

- als Flucht vor dem Leben: gesteigertes Schlafbedürfnis (er hat auch erzählt, dass er trotzdem viel geschlafen hat in letzter Zeit, vor allem in den ersten Tagen, als es noch nicht sooo schlimm zu sein schien)

- Sodbrennen, Verstopfung (hat er beides seit längerer Zeit immer mal wieder, Gründe sind nicht bekannt)

- Keine Lust auf Sexualität (so krass wohl nicht, aber eine besonders ausgeprägte Libido hat er wirklich nicht, auch schon seit ich ihn kenne)

jetzt von der nächsten Seite:

- Unfähigkeit, zwischenmenschliche Zuwendung und Wärme zu vermitteln (war immer schon ein Problem zwischen uns)

- Angst vor innerlichem Erkalten (dass seine Gefühle auf einmal weg sind, macht ihm Angst)

- Innere Leere mit Absterben aller Gefühle, Gefühl der Gefühllosigkeit, wie benommen, dumpf, ausgebrannt, versteinert (er sagt, er hat keine Kraft mehr, er weiß nicht ein noch aus, fühlt nichts mehr)

- Entfremdung: "ich bin nicht mehr ich" (er sagt, er kennt sich selbst nicht mehr, versteht nicht, was in seinem Kopf vor sich geht)

- tränenlose Trauer (er kann schon seit Jahren nicht mehr weinen)

- Völlegefühl, Aufstoßen, Magendruck, Verstopfung (ich weiß nicht, wie oft ich ihn deswegen schon zum Arzt schicken wollte)

- Nachlassen von sexuellem Verlangen (siehe oben)

":/

Das sind nur die Sachen, von denen ich weiß...wer weiß, was er selbst noch alles finden würde, was ebenfalls zutrifft...

CfhrisStoph


Ich hab' dich verwechselt. |-o |-o |-o |-o |-o |-o Meinte natürlich dich. :)_ :)_ :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

ZiwaQck44


Ganz andere Frage: Wie sieht es denn mit seinem Eisenwert (Ferritin), mit Vitaminen D und B12 und mit seiner Schilddrüse aus? Bevor er bei Psychologen/Psychiatern einen Termin bekommt, könntet Ihr ja schon etwas vorarbeiten: Vor einer Behandlung der Psyche wird immer abgeklärt, ob nicht etwa ein organischer Befund vorliegt. Andernfalls bestünde ja die Gefahr, dass man jahrelang nur deshhalb an der Psychofront kämpft, weil etwas Banales übersehen worden ist.

DBie ADnonEyme


keine Ahnung, wie es mit seinen Blutwerten aussieht... ":/ aber eigentlich wollte er eh mal so einen allgemeinen Check durchführen lassen...ich erinnere ihn nochmal dran...

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