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Wochenbettdepression?

awnni+4krümxel hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

woran erkennt man eine wochenbettdepression?

Ich habe vor 11 Tagen meinen Sohn auf die welt gebracht und komme aus dem heulen nicht mehr raus.

Er ist ständig am brüllen, obwohl er gefüttert und gewickelt wurde, wir gekuschelt haben und er totmüde ist.

meine hebamme war vorhin da und meinte, das er keine schmerzen zu haben scheint, er sieht total entspannt aus.

Aber warum brüllt er dann?

Ich bin allein mit ihm und Hund, mein mann ist 12Stunden am tag auf Arbeit.

Ich schaff das nicht mehr allein.

Die Hebamme sagt, ich soll ihn auch mal brüllen lassen, aber ich hab angst, das die nachbarn das mitbekommen und das jugendamt rufen, ich will meinen zwerg nicht verlieren.

ich hab solche angst :°(

Antworten
a6nni+!krümxel


:°( :°(

mhariWk4a sxtern


has du denn niemanden, der dir helfen kann?

meine hebamme hat mir damals verboten, die ersten wochen zuviel zu machen, eben deswegen, weil das zu depressionen führen kann.

apnni[+krüxmel


die ersten 4 Tage war meine Mum bei mir, hat mir viel geholfen, aber sie ist jetzt wieder bei sich zuhause (600km entfernt)

Ich habe nur meinen mann, und der ist arbeiten

aBnni.+kr\ümel


weiss keiner was? :°(

m[arika< 3stexrn


könnte deine mum denn theoretisch länger kommen oder dein mann sich urlaub nehmen?

ansonsten versuch doch, eine haushaltshilfe zu bekommen. ruf da am besten mal bei deiner krankenkasse an. jugendamt wär auch noch eine ption. die müßten auch wissen, was man dann machen kann.

lass :°_ dich mal drücken. ich stell mir deine situation gerad verdammt hart vor. und genau das solltest du dir auch vergegenwärtigen: es ist nicht normal, dass man die ersten wochen so komplett alleine dasteht und es ist bestimmt kein zeichen von schwäche oder versagen, dass du es nicht schaffst.

aznni+4k[rümeHl


nee meine mutter arbeitet ja auch und hat keinen urlaub mehr

sie ist ab august wieder bei uns in der stadt, abr das ist noch so lange :°(

mein mann hatte jetzt 2 wochen urlaub, er hat für das gesamte jahr nur noch 1woche zur verfügung, geht also auch nicht

mit dem haushalt komm ich ja super klar, es ist nur, das ich angst habe, dem kleinen geht es bei mir nicht gut, ch hab angst eine schlechte mutter zu sein

teilweise bereu ich sogar jetzt schon mutter zu sein (werde 22), aber ich liebe den zwerg so sehr, er ist mein ein und alles und ich würde ihn niewieder hergeben, aber es ist so schwer :°(

mmarikQa stxern


du bist keine schlechte mutter, so ein quatsch.

nur jede mutter muß sich erstmal in die rolle reinfinden – und das ist bei jeder frau (und ich denke, gerade wenn sie so jung ist) ein unheimlicher kraftaufwand, vor allen dingen psychisch und das bei körperlicher angeschlagenheit.

die hormone machen gerade auch ganz komische sachen in deinem körper nd dein kind und die welt müssen auch erstmal miteinander klarkommen.

ihr beide erlebt gerade die größten umbrüche, die man im leben erleben kann – da verschiebt sich alles.

und gerade, dass es sich bei dir so heftig verschiebt ist doch ein gar nicht mal so schlechtes zeichen.

wir haben halt alle diese bild der zeitschriften-fernseh-muti im hinterkopf. und das ist alles andere als realistisch ;-D. fotos der ersten lebenswochen meiner tochter kann man eigentlich niemandem zeigen – weil da ständig diese fertige olle, die es noch niemals geschafft hat, sich was richtiges anzuziehen und die offensichtlich seit tagen nicht gekämmten haare mit einmachgummis hochgezuzzelt hat, drauf ist ;-D.

und das war vielleicht das große geheimnis: es ist durchaus legitim, die ersten wochen die meiste zeit mit dem baby im bett zu verbingen und gar nichts zu tun – weil man genau dabei das macht, was gerade das wichtigste ist: die ganze welt ein kleines stück verändern, um platz für dieses wesen zu schaffen.

und wenn der platz da ist, dann hört es auch auf zu schreien, glaub mir :)*

H}oll<iWood


oh marika....dein beitrag ist so schön :-) ich glaube der gibt ganz vielen muttis kraft :-) und mir auch wenn ich irgendwann auch mal ein baby habe. x:)

M\o&ppxen


Anni, lass dich ganz doll :°_ :)_ :°_ :)_

Ich kann dich super gut verstehen. Meine Kleine ist im Januar gekommen. Wir hatten alles perfekt organisiert, damit ich die erste Zeit nicht allein zuhause bin. Mein Schatz hatte drei Wochen Urlaub+Überstundenfrei, insgesamt also fast vier Wochen frei. Das dumme: ich bin über Termin gegangen und der Tag der Entbindung war sein erster wieder-Arbeitstag. Das war so doof.

DO ist die Kleine gekommen, WE hatte er frei, MO bin ich heim mit ihr und ab DI musste er wieder arebeiten. Das war seine Spät-Woche und er war von 12 bis 22 Uhr weg. Ich dachte, ich geh kaputt. Nix hat geklappt. So kam es mir vor. Ich konnte die Kleine nicht beruhigen, war zu rappelig zum stillen, weil ich mich die ganze Zeit gefragt hab, habe ich genug Milch, lege ich sie richtig an? Kann ich eine gute Mutter sein? Vielleicht war es ein Fehler, en Kind zu bekommne? Werde ich sie jemals genug lieben können? Werde ich sie überhaupt jemals lieben können? Werde ich jemals aufhören, dieses neue Leben, in das ich mich selbst hineinmanövriert habe, zu hassen? Werden meine verängstigten KAtzen jemalsl wieder unter dem Bett hervorkommen? Werde ich es bis zum abend schaffen, wenn endlich, endlich men Schatz wieder kommt?

Ich hab die meiste Zeit nur geheult. Die ersten drei Wochen waren die schlimmsten. Alles ändert sich. Alles ist auf den Kopf gestellt und damit muss man erstmal klar kommen. Und das wobei man sich körperlich eh noch völlig fremd fühlt. Dieses schreiende, nicht glücklich zu machende Wesen soll das wunderbare, tretende Baby sein, das ich unter meiner Haut gespürt habe, dessen Herztönen ich bei jedem CTG voller Liebe gelauscht habe? Wo sind all die guten Gefühle hin?

Ich verspreche dir, sie kommen wieder. Es dauert ein bißchen, aber das wird. Auch wenn du es dir jetzt vielleicht nicht vorstellen kannst. Sie kommen wieder. Und sie werden noch tausend mal stärker und schöner. Glaub mir. Es muss nicht immer Liebe auf den ersten Blick sein.

Puckst du den Kleinen? Wenn nicht, versuch es. Lass es dir von dener Hebi zeigen. Das hat bei uns Wunder gewirkt. Du kannst ihn auch gepuckt stillen (wenn du stillst). Vielleicht schläft er dabei ein. Generell: wenn er schläft, leg dich hin. Versuch, dann auch zu schlafen. Oder tu irgendwas anderes, das dich entspannt. Sei gut zu dir. Vergiss nicht, genug zu essen und zu trinken.

Ganz viele :)* :)* :)* :)* :)* von mir. Man braucht sie am Anfang.

lYettheIreberxock


Fotos der ersten lebenswochen meiner tochter kann man eigentlich niemandem zeigen – weil da ständig diese fertige olle, die es noch niemals geschafft hat, sich was richtiges anzuziehen und die offensichtlich seit tagen nicht gekämmten haare mit einmachgummis hochgezuzzelt hat, drauf ist ;-D.

musste grade so lachen weil mich das an mich selbst erinnert. ich schau auf den fotos knapp vor und nach der geburt furchtbar aus. ich will die gar nimmer anschauen. ;-D

schau dich nach hilfe um anni! ich neige sowieso zu depressionen und habe dann noch meine wochenbettdepression verschleppt. ich kann dir sagen, das wünsch ich dir nicht, wie ich drauf war eineinhalb jahre nach der geburt. :|N

mrari ka s2terxn


wollt ihr nicht in dem lichtkristall-alleinerziehenden-faden mitmachen?

[[http://www.med1.de/Forum/Erziehung/534392/#p14787954]]

die hat nämlich gerade ähnlich wie du zu kämpfen, anni.

hcaphaizard


Liebe Anni,

nun werde ich ja erst im Oktober Mama, aber man hat mir dieses Buch empfohlen. Ich lese es auch gerade erst, aber vielleicht hilft es dir ja.

Lass dich mal :)_ . Ich wünsche dir alles Gute mit deinem Baby!

Deine Hap

awn`ni+Skr^ümexl


dank moppen und marika, ihr konntet mir ein kleines lächeln ins gesicht zaubern

der kleine hat jetzt mal ne halbe stunde vor sich hingedöst und liegt jetzt in meinem arm

stillen klappt nicht, er geht nicht an die brust, aber ich pumpe ab und gebe ihm die milch

pucken klappt nicht, er fuchtelt immer mit den ärmchen rum und wird zickig wenn das nicht geht

letthereberock, ich neige auch zu depressionen, fast alle frauen in meiner familie sind depressiv, teilweise bis zur suizidgefährdung

ich glaub mein süsser hat grad etwas mit hartem stuhlgang zu tun, kann ich da was machen?

ich fütter nur muttermilch und pre, tee soll ich noch nicht so

aWn;ni+krYümUexl


ich bin ja nicht alleinerziehend, da will ich den faden nicht stören

hap, die zeit zum lesen fehlt mir absolut, aber danke für den tip

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