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Neue Beziehung- Mann ist depressiv

bqilly i*d%ol hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin ratlos da sehr unerfahren mit meiner jetzigen Situation.

ich habe vor 3 Monaten einen tollen Mann kennen gelernt. Leider durch eine sehr traurige Sache, bzw. ein sehr trauriges Ereignis. Seine Frau ist vor einem halben Jahr nach langer Krankheit gestorben. Er hat sie sehr geliebt- sie war sein ganzes Leben und er hat 2 Jahre mit ihr gekämpft, gelitten und verloren.

Durch meine Anteilnahme haben wir uns kennen gelernt und sind dann zusammen gekommen. Das es nicht leicht wird, das da noch viel Trauer sein wird- das wußte ich/weiß ich!

Anfangs wunderte ich mich über soviel "Restfreude" am Leben, seine Motivation- es hat mich beeindruckt.

Jetzt kommt der Rückschlag. Alles was er erlebt hat holt ihn ein. Er ist mit seinen Kräften am Ende, weint viel, schläft nicht. Sagt alles sei sinnlos etc.

Ich versuche nach Kräften ihn aufzufangen, ihn zu unterstützen, da zu sein. Ich weiß nur nicht wie. Er zieht sich zurück, will alleine sein....hat keinerlei Motivation.

Natürlich weiß ich das das alles eben die Symptome einer Depression sind- nur ist es schwer es nicht persönlich zu nehmen. Es macht mich traurig, hilflos und ich habe angst.

was soll ich machen? lasse ich ihn besser alleine oder nicht? Kann ICH überhaupt helfen? Wenn ja, wie ??? ?

Dankbar für Antworten!!

Antworten
D7oriadn lD.Z Darkxbloom


Am allerwichtigsten ist das er sich in professionelle Behandlung begibt. Das sollte man so schnell wie möglich erreichen, man opfert der schwarzen Krake sonst nur unnötig Lebenszeit und -energie. Hilfreich ist wenn er die Krankheit einsieht (oder zumindest die Möglichkeit, dass es eine sein könnte).

Letzten Endes ist liegt es in seiner Verantwortung dagegen anzukämpfen und sich da wieder rauszukämpfen (was an und für sich mit ärtzlicher Unterstützung keine Unmöglichkeit ist), du selber solltest dir da auch nicht zu viel aufbürden, gar Co-Depressive werden.

Wenn ich jetzt kleine Ratschläge gebe, dann natürlich unter der Anmerkung, dass sie vollkommen subjektiv sind.

Du solltest niemals:

1. auf das herrliche Wetter hinweisen

2. "Reiß-Dich-Zusammen"-Parolen verwenden

3. ihm Schwäche vorwerfen

4. permanent (gutgemeinte) Ratschläge und Hinweise geben

5. krampfhaft versuchen ihn aufzumuntern (es soll ja Leute geben, die meinen eine Überraschungsparty wäre für Depressive genau das Richtige – Unfug!)

6. Vorwürfe machen, die in die Richtung zielen, er würde das alles nur der Aufmerksamkeit willens machen

7. anmerken, dass es den Äthiopiern schlechter geht und die trotzdem nicht jammern

8. auf das herrliche Wetter hinweisen (ganz ehrlich – gleichermaßen nervtötend und nutzlos)

Du kannst:

1. versuchen das Thema möglichst sensibel anzusprechen

2. ihm einfach nur zuhören

3. ihn mit sanften Zwang zum Arzt brigen

4. ihn entlasten (die Organisation des eigenen Lebens fällt schwerer)

5. ihn ermuntern Sport zu treiben

6. dafür sorgen dass er ein wenig Tageslicht abkriegt (schönes Wetter nervt – aber es hilft trotzdem ;-) )

b5illy% id^oxl


Vielen Dank. Dann habe ich im Grunde alles richtig gemacht. Leider hat er zischenzeitlich unsere Beziehung beendet weil er der Meinung ist es könne ihm keiner helfen.

:°(

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