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Zwangsmästung von Kindern in Mauretanien

N{ightxer


Na ja mit dem Wort "menschlich" verbinde ich etwas anderes, etwas was nicht negativ besetzt ist. Wer menschlich ist, zeigt Herz. Ohne Gutes gibt es auch nichts böses.

Ich glaube nicht, dass die Menschen, die ihre Kinder deratig mästzen, ihren Kindern Böses wollen oder es bzw. sich als Böse empfinden.

Wie auch bei uns häufig gehört, wollen sie sicher nur "das Beste" für ihr Kind.

Würde man diese Menschen damit konfrontieren, dass sie im Falle der Zwangsmast Foltern, wären sie ehrlich entrüstet und würden diese "infame Unterstellung" weit von sich weißen.

Böse ist für mich, wer Böses bewusst und aus genau diesem Grund tut .. um zu quälen und leiden zu lassen.

Das scheint mir hier nicht der Fall. Es wurde sogar dem "Reporter" in besten Wissen und Gewissen angeboten seine eigenen Kinder zum Mästen zu bringen .. quasi als eine Art Gastgeschenk für ihn und seine imaginäre Tochter.

In unserer Sichtweise sicher ganz anders. Keine Ahnung wie die Kinder das empfinden ... sowohl diejenigen die gemästet werden, als auch diejenigen die zwangsgemästet werden (ich sah da einen feinen Unterschied in dem Bericht)

shamgple


kein Grund, darüber nachzudenken oder Erklärungen zu suchen. Und wer es tut, der rechtfertigt ihr Verhalten und ist beinahe genauso schlimm (hey, dieser Thread hier ist ein perfektes Beispiel).

also ich hoffe mal, du meist jetzt nicht mich. ich habe niemals behauptet, es wäre nicht richtig nach erklärungen zu suchen und diese auch zu finden.

SSchwar8zes Blut


Ich persönlich finde es übrigens problematisch, dass das Wort "menschlich" im allgemeinen Sprachgebrauch so positiv belegt ist (um doch mal wieder einen Austausch zu starten, sorry, wenn es nicht gewünscht ist, muss ja keiner reagieren). Damit macht man es sich schön einfach: die Guten sind alle menschlich und die Bösen sind halt einfach unmenschliche Monster, Bestien, mit denen muss man sich nicht weiter beschäftigen. Monster werden geboren und tun Böses, weil das in ihrer Natur liegt – kein Grund, darüber nachzudenken oder Erklärungen zu suchen. Und wer es tut, der rechtfertigt ihr Verhalten und ist beinahe genauso schlimm (hey, dieser Thread hier ist ein perfektes Beispiel).

Ich habe keine Bezug geschrieben, das menschlich = Gut bedeutet und unmenschlich = Böse. Ich habe geschrieben

Na ja mit dem Wort "menschlich" verbinde ich etwas anderes, etwas was nicht negativ besetzt ist. Wer menschlich ist, zeigt Herz.

Das heisst nicht im Umkehrschluss, das Monster schon als Monster auf die Welt kommen. Monster werden Monster, weil manche Menschen "sie zum Monster machen" und das auch nur in Anführungsstrichen, weil ich immer noch glaube, das jeder Erwaschene eine Entscheidungsmöglichkeit hat. Wer das erste Monster war, werden wir wohl nicht ergründen.

Kvleixo


Schwarzes Blut

Na ja mit dem Wort "menschlich" verbinde ich etwas anderes, etwas was nicht negativ besetzt ist.

Ich verbinde mit menschlich das, was Mensch sein kann - allerdings auch hier sthet Menschlich für mich nicht als Wertung, sondern als sachlicher Begriff und somit neutral.

Wer menschlich ist, zeigt Herz.

Für mich ist Kategorie Mensch der Unterschied zum Tier und Herz hat auch schon Tier. Mensch unterscheidet sich zum Tier unter anderem durch seine Fähigkeit abstrakt zu denken. Menschlich ist für mich das, was Mensch ausmacht und das beinhaltet durchaus auch tierische Eigenschaften.

Ohne Gutes gibt es auch nichts böses. Ohne Gegensätze wäre es wohl auch langweilig (obwohl das Wort langweilig jetzt eigentlich etwas höhnisch klingt).

Nicht unbedingt - nur in der dualistischen Denkweise. In diesen Kategorien aber: Was für den einen gut ist, wertet der andere schlecht. Somit ist ein Mensch gut und böse. Somit hängt es vom Betrachter ab. Ein Kind, das von seiner Mutter gemästet wird, empfindet nicht die Mutter als nur böse, sondern nur dann, wenn sie ihr etwas tut, was sie nicht will, was gegen ihren Willen ist. Wenn sie sie umarmt, findet sie die Umarmung in der Regel nicht böse.

KBlxeio


a.fish

Indem wir alles Schlechte als unmeschlich erklären, weisen wir unsere Handlungsmöglichkeiten zurück und ziehen eine deutliche Grenze: hier wir und da die anderen und wir haben mit denen nix zu tun.

Viele wollen sich nicht eingestehen, dass alle unter gewissen Bedingungen Dinge tun würden, die sie verabscheuen. Mir hat diese Erkenntnis sehr in meiner Weltanschauung und dem Respekt vor anderen geholfen. Die Welle, Das Experiment, etc. - solche Versuche sind schon heftig, vor allem, wenn man von der Opferseite kommt,

Meiner Meinung nach ist Täterprävention immer noch die beste Opferprävention, denn um Opfer kann man sich immer erst kümmern, wenn sie schon welche geworden sind.

:)^ :)^

sXampxle


Meiner Meinung nach ist Täterprävention immer noch die beste Opferprävention, denn um Opfer kann man sich immer erst kümmern, wenn sie schon welche geworden sind.

wie wahr.

und genau das wünsche ich mir für gemästete, beschnittene, zwangsverheirateten mädchen.

SSchcwarzSes Blut


Ich persönlich finde es übrigens problematisch, dass das Wort "menschlich" im allgemeinen Sprachgebrauch so positiv belegt ist

Ich habe jetzt länger darüber nachgedacht, warum das Wort menschlich für mich nicht negativ besetzt ist. Und da muss ich tatsächlich Bezug auf mich selbst und meine Erfahrungen nehmen, ich möchte es damit nicht zu einer "allegemeinen Gültigkeit" machen. Mir sind in den vergangenen 3 Jahren sehr viele Menschen begegnet, sie für mich so viel Verständnis gezeigt haben und mir eine Menschlichkeit entgegengebracht haben, hatte ich bisher nicht erlebt. Und darüber bin ich sehr froh!

SXchwar7zes Bxlut


Was für den einen gut ist, wertet der andere schlecht. Somit ist ein Mensch gut und böse. Somit hängt es vom Betrachter ab. Ein Kind, das von seiner Mutter gemästet wird, empfindet nicht die Mutter als nur böse, sondern nur dann, wenn sie ihr etwas tut, was sie nicht will, was gegen ihren Willen ist. Wenn sie sie umarmt, findet sie die Umarmung in der Regel nicht böse.

Hä? Dem kann ich nicht folgen. Bei Folter gibt es für mich keine zwei Betrachtungsweisen. Es gibt einen der es ausführt, einen der es erträgt und in den meisten Fällen einen Beobachter. Der Beobachter kann entscheiden in "kann ich vertreten" oder "kann ich nicht verteten". Der Täter kann entscheiden "tu ich es" oder "tu ich es nicht". Das Opfer kann erstmal nur hinnehmen, zumindest wenn es Kind ist. Ist das Opfer ein Erwaschener kann es entscheiden "nehm ich es weiter so hin und wiederhole es u.U." oder "befreie ich mich aus der Opferrolle". Ich kann also nicht nur nach "gut" und "böse" sortieren. Allenfalls abwägen.

K6etzyerin


Das Auswärtige Amt sagt zu Mauretanien:

"Mauretanien ist ein muslimisch geprägtes Land. Der Verkauf von Alkohol, Drogenhandel und Prostitution sind verboten. Homosexuelle Handlungen sind verboten und können formell mit harten Strafen geahndet werden."-

Da weiß man Bescheid, was da für ein Geist herrscht...

K,etzerxin


Sowie

"Rund 60 Prozent der Bevölkerung sind Analphabeten."

SGhoxjo


"Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt. ist ein Mensch:"

Weil ich Kästner schätze, denke ich mir hier zwei Ergänzungen dazu: "Nur wer erwachsen wird und (in bestimmten Belangen) ein Kind bleibt, ist ein Mensch (nach meinem Geschmack)."

Sichwqarzeys Blxut


Weil ich Kästner schätze, denke ich mir hier zwei Ergänzungen dazu: "Nur wer erwachsen wird und (in bestimmten Belangen) ein Kind bleibt, ist ein Mensch (nach meinem Geschmack)."

Wieso 2? Ok, ich hab Kästner nicht gefragt, hier meine Interpretation: Nur wer sich an seine Kindheit erinnert und sich die guten, wie die schlechten Erfahrungen bewusst macht, hat auch die Möglichkeit die von Erwachsenen begangenen "Fehler/Unzulänglichkeiten" oder genosse Erziehung in eine andere Richtung zu korrigieren.

SVhojxo


Na, weil es zwei Ergänzungen sind - die beiden Teile in Klammern. ;-) Und eine Korrektur empfinde ich als dringend notwendig, weil die Definition dessen, was ein Mensch ist, zugleich diejenigen ausschließt, die diese Kriterien nicht erfüllen. Menschen neigen dazu, anderen die Menschlichkeit abzusprechen und daraus zu folgern, sie besäßen damit auch gewisse Rechte und Privilegien nicht mehr. Das will ich nun Kästner nicht unterstellen, aber ich bin mit der Definition von Menschlichkeit recht vorsichtig geworden. Jedes Geschöpf mit menschlicher DNS ist selbstverständlich ein Mensch. Nur eben nicht immer nach meinem Geschmack.

SThojxo


Bei Kästner kann ich mir übrigens auch vorstellen, dass er eher kindliche Wesenszüge meinte. "Wer kein Kindskopf mehr ist und von mir andauernd so spießigen Ernst verlangt, der ist doof!" ;-D

_zTsugnamxi_


"Die meisten Menschen legen ihre Kindheit ab wie einen alten Hut.

Sie vergessen sie wie eine Telefonnummer, die nicht mehr gilt.

Früher waren sie Kinder,

dann wurden sie Erwachsene,

aber was sind sie nun?

Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch."

– Erich Kästner

Ich denke, Kind meint in diese Falle unschuldig, unvoreingenommen und freudvoll.

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