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Zwangsmästung von Kindern in Mauretanien

E%mmDa_yPeel


Ich weiß nicht, warum das gerade bei diesem Thema miteinander verwoben sein soll und bei anderen Themen nicht.

Meines Erachtens ist das eben eine Frage der bewussten oder unbewussten Fehlinterpretation. Möglich, dass das Risiko bei derart emotional aufgeladenen Bereichen größer ist, aber das ändert nichts daran, dass die von mir und anderen getätigten Aussagen lediglich Erklärungsansätze liefern und nicht mal unterschwellig eine Rechtfertigung enthalten.

Ebenso kann ich beispielsweise die Taten eines Serienmörders ja moralisch absolut verwerflich finden, sie aber als beinahe logische Konsequenz seiner persönlichen Lebensgeschichte nachvollziehen. Erklären und entschuldigen sind eben zwei völlig verschiedene paar Schuhe.

S-hNojdo


Sample, ja, es erinnert mich tatsächlich daran. Schmerz und Qual. Damit sage ich ja nicht, dass es gleichwertig sei, aber die Richtung ist dieselbe und sogar zumindest zum Teil die Intention dahinter.

s:a mplXe


emma

ehrlich gesagt, meinte ich tatsächlich diesen thread und nicht das thema als solches.

s@ampxle


ach übrigens, hab grad gesehen, es gibt z zt. tatsächlich einen "massenmörder thread", hab da bislang noch nicht reingeschaut, weiß also nicht wie sich dieser thematisch entwickelt hat. aber wäre ja vielleicht ganz spannend, da im hin blick auf emmas vergleich mal reinzuschauen. ;-) *:)

Ezmma,_P9exel


ach übrigens, hab grad gesehen, es gibt z zt. tatsächlich einen "massenmörder thread", hab da bislang noch nicht reingeschaut, weiß also nicht wie sich dieser thematisch entwickelt hat. aber wäre ja vielleicht ganz spannend, da im hin blick auf emmas vergleich mal reinzuschauen.

Ich hatte diesen Faden gesehen, aber dort nicht geschrieben. Er brachte mich aber auf dieses Beispiel. :)z

Aber was versprichst du dir davon, dort "in Hinblick auf meinen Vergleich" mal reinzuschauen? ???

s"am"ple


na ja in beiden fällen gibt es opfer und täter (wobei ich im falle der mästungen, die eltern weniger als täter denn als tatwerkzeuge der vorherrschenden kultur betrachten würde), wobei diese täter/opfer situation unter, wie ich finde, genau gegensätzlichen vorzeichen stattfindet. hier, um dem opfer "was gutes zu tun" – dort um dem Opfer "das denkbar schlechteste, nämlich mord" anzutun.

hier wird die "gute Absicht" bereitwillig erklärt, dort müsste die "böse absicht" erklärt werden.

versprechen tu ich mir davon nichts, aber mich würde einfach interessieren, wie sich der thread unter genau diesem gesichtspunkt entwickeln würde.

E'mMma_0Peel


hier wird die "gute Absicht" bereitwillig erklärt, dort müsste die "böse absicht" erklärt werden.

Und genau hier bringst du selbst ein gutes Beispiel dafür, warum wir aneinander vorbei reden. ;-)

Ich erkläre (oder versuche es zumindest). Da gibt es bei mir zunächst keine Bewertung im Sinne von "gut" oder "böse" und aus diesem Grund kann es auch keine Rechtfertigung eines Verhaltens sein. Ob ich etwas moralisch verwerflich finde oder nicht, entscheide ich unabhängig davon, ob das Verhalten für mich erklärbar ist.

Sihoxjo


versprechen tu ich mir davon nichts, aber mich würde einfach interessieren, wie sich der thread unter genau diesem gesichtspunkt entwickeln würde.

Zu Blödsinn, schätze ich. Angesichts des Umstandes, dass Mord gegen die Normen der Gesellschaft verstößt, das Mästen in Mauretanien als "Tradition" ihnen entspricht, und im Fall des Mordes die Intention meist die ist, dem anderen zu schaden, während sie beim Mästen eher dahingehend lautet, für das Kind im Rahmen der Traditionen zu sorgen und ihm Gutes zu tun ... ich sehe da keine in irgendeiner Weise fruchtbaren Parallelen, die irgendwohin führen könnten. Außer in die Absurdität natürlich.

EommaK_Peexl


Oh man, hätte ich bloß nicht damit angefangen...

Shojo

Ist es echt so falsch angekommen, was ich mit diesem Beispiel aussagen wollte? Ich wollte doch nur an einem krassen Fall anschaulich machen, dass jemand, der ein Verhalten erklären kann es nicht automatisch gutheißen muss. Dann müsste ja jeder Psychiater das Fehlverhalten seiner Patienten billigen. ;-)

SShoxjo


Bei mir ist es absolut nicht falsch angekommen, dafür aber offensichtlich mein letzter Beitrag bei Dir. ;-) Zur Klärung Deines Standpunkts (Dinge erklären/logisch nachvollziehen, ohne sie gutzuheißen) taugt der Vergleich sehr gut, für irgendeine Art Täterrolle/Opferrolle-Abgleich mit irgendwelchen umgekehrten Vorzeichen eben gar nichts.

Ekmma_~Peel


Oh, okay, sorry! @:) Ja, genau darauf wollte ich auch hinaus. Deshalb ja auch meine Frage an sample, was ihr Vorschlag bringen soll, den anderen Faden hinsichtlich meiner Aussage beobachten zu wollen.

s&ampule


shojo, ich glaube du hast mich missverstanden.

mein interesse gilt folgender überlegung:

mir erscheint, wie ich es bereits schon mal geschrieben habe, das die erklärungen hier einen rechtfertigenden charakter. emma zb. empfindet sie als neutral.

würde in einem thread zu dem thema

"sind die taten eines Serienmörders die beinahe logische Konsequenz seiner persönlichen Lebensgeschichte? ja oder nein?"

diskutiert – dann würde es mich halt interessieren, wie die besagten erklärungen in diesem fall auf mich wirken würden.

S|hojgo


– dann würde es mich halt interessieren, wie die besagten erklärungen in diesem fall auf mich wirken würden.

Hm. Also, wenn die Erklärungen/Ergänzungen hier auf Dich rechtfertigend wirken, würde ich ja vermuten, das täten sie im Fall eines Serienmörders auch. Außerdem handelt es sich im einen Fall um eine Individualentwicklung gegen die Normen, im anderen eben um die gesellschaftliche Entwicklung von Normen. Falls Dich Deine eigenen Reaktionen darauf aber so sehr interessieren, dann lies doch einfach mal ein Buch zum Thema. ;-)

s#amrplxe


hab ich bereits – sogar diverse – bin da hin und her gerissen ;-D

nein im ernst, mich würde interessieren, wie die posts /meinungen der anderen user auf mich wirken würden – eher rechtfertigend, eher neutral, eher verurteilend.

aber ist wahrscheinlich müßig sich das zu fragen :=o ;-)

Sachwar\zes Bl8uxt


mir erscheint, wie ich es bereits schon mal geschrieben habe, das die erklärungen hier einen rechtfertigenden charakter. emma zb. empfindet sie als neutral.

Mein Eindruck war auch eher, das die Erklärungen einen rechtfertigen Charaktar haben. Zumal ich nach wie vor, zumindest beim Thema Mästen, eher der Meinung bin, die Frauen haben eine "Entscheidungsmöglichkeit" unabhängig von der Tradition.

nein im ernst, mich würde interessieren, wie die posts /meinungen der anderen user auf mich wirken würden – eher rechtfertigend, eher neutral, eher verurteilend.

Was Serienmörder angeht, bin ich da ganz anderer Meinung. Bei diesen werte ich die persönlichen Erlebnisse einer traumatischen Kindheit, als weniger "überwindbar", da sie doch einen stark beigesetzen Geschmack von zusätzlicher psychischer Folter haben, die begleitend mitwirkt. Diese Strukturen zu erkennen ist wesentlich schwieriger. Da hab ich tatsächlich teilweise eine Art von mehr "erklärendem Verständnis". Hast du mal die Bücher von Alice Miller gelesen?

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