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Zwangsmästung von Kindern in Mauretanien

suamplxe


werteimperialismus betreiben ist auf jeden fall die falsche lösung. das ist doch die wurzel der probleme: irgendeine gruppe zwängt einer anderen die werte auf und heraus kommen dann zum beispiel beschnittene und gemästete mädchen.

also bei dieser argumentation erschließt sich mir leider nicht die wie auch immer geartete lösung.

ist es gerechtfertigt wegzusehen, zu sagen, na ja ist ja ein anderes wertesytem, da wird halt traditionell beschnitten, gemästet, zwangsverheirated etc – bei uns haben es die kinder zwar (mittlerweile – vor x?100 jahren war das noch ganz anders) traditionell besser – aber wenn eine kultur ihre kinder quälen will, dann soll sie es doch aus ihrer tradition heraus tun?!

nein! nach wie vor – aus meiner sicht ein klares nein.

s5aHm,plne


werde ich mich nicht moralisch über menschen erheben, die einfach nur irgendwie überleben wollen.

und um irgendwie überleben zu wollen, bedarf es sicher nicht bis zu 10.000 kalorien täglich in die eigene tochter hinein zu pumpen. das kapital dafür – wenn es denn schon vorhanden ist – könnnte man sicherlich sinnvoller anlegen. schulbildung z.b. – aber – da könnten die kleinen mädchen, später erwachsene frauen – doch tatsächlich das traditionelle patriachat in frage stellen.

und nochmals: ein klares nein für eine solche "kultur"!

Akn(vaxl


An alle die sich Aufregen:

Die Eltern dort währen genau so entsetzt wenn sie eine Reportage über die dünn gehungert und durch Vorbilder wie Germanys Topmodel unter druck gesetzten Hungerhaken in Deutschland sehen würden.

Ihr könnt nicht einfach deren Gesellschaftliches System betrachten und es als Falsch abstempeln. Dort gibt es nun mal andere Sitten und Werte.

s4ampl?e


Dort gibt es nun mal andere Sitten und Werte.

solange diese anderen sitten und werte nicht barbarisch und jenseits der menschenwürde sind – ok, dann habe ich keinerlei probleme damit. aber bei zwangsmästungen, beschneidung und zwangsheirat von kindern/mädchen gibt es von meiner seite keinerlei verständnis.

Die Eltern dort währen genau so entsetzt wenn sie eine Reportage über die dünn gehungert und durch Vorbilder wie Germanys Topmodel unter druck gesetzten Hungerhaken in Deutschland sehen würden.

verantwortungsvolle menschen/eltern hierzulande werden ihren kindern sicher nicht zwangsweise den finger in den hals stecken, um ein neues germany top model zu kreieren.

genauso wenig wie verantwortungsvolle/fortschrittliche mauretanische eltern ihren kindern 10.000 kalorien zwangsweise verabreichen.

Ryatloo}sexr


Ein hochspannender Faden.

Die erste Nacht war emotional überladen, ist aber auch verständlich. Wer bei solchen Themen ruhig bleibt, sollte seinen Puls fühlen.

Mich packt sowas auch immer auf das Heftigste.

Doch wo liegen die Ursachen?

Es sind grundlegende, menschlich/natürliche Gegebenheiten, die hier zusammenkommen, die noch nicht "genetisch" mit unserer modernen Lebenswirklichkeit abgestimmt wurden. Versetzen wir und mal einen Moment einige 10.000 Jahre in die Vergangenheit. Der "Silberrücken" der Horde, also der alte Sack, hat das Recht der Begattung. Er will in seiner Horde nur seinen Nachwuchs, also müssen alle Weibchen "unschwanger" sein. Das geht über die Maßnahme der absoluten Kontrolle der heranwachsenden Weibchen und deren Begattung, so früh es geht.

Auf eine antike oder frühmittelalterliche Zivilisation übertragen heißt das, Mädchen werden möglichst in der Zeit unmittelbar VOR ihrer Geschlechtsreife, d.h. mit 12, an einen reichen Sack (= Silberrücken) verkauft, damit dieser sicher sein kann, nur seine "Brut" großzuziehen und damit nur seine Gene weitervererbt werden. Von Schwangerschaftstests, Empfängnisverhütung etc. hatte man ja noch nichts gehört.

Aus diesem Denken heraus haben sich die absurdesten Verhaltensweisen entwickelt, wie Zunähen bereits entjungferter (= entwerterter) Frauen etc.

Die Religion war gewissermaßen Motor und Moderator dieser Entwicklung, indem z.B. Keuchheit gepredigt wurde und das vor der Ehe kein Sex gehabt werden durfte. Dies wurde mit göttlichen Geboten begründet und mit schwersten Strafen geahndet.

Dabei ging es immer um einen einzigen Fakt: Eine Frau durfte unter gar keinen Umständen einem Mann ein Kuckuckskind unterjubeln, das er dann mühsam in der Familie ernährt. Und um Mädchen "verkaufbar" zu machen, sie waren ja ansonsten "wertlos", wurden sie so "gestaltet", dass sie für einen möglichst guten Preis über die Theke gingen. Ob das Halsverlängerungen, Lippen-/Ohrenvergrößerungen, Mästungen, Beschneidungen oder sonstige Perversionen waren, spielte nur vor dem jeweiligen, kulturellen Hintergrund eine Rolle.

Mädchen haben keine Rechte, sie werden so gut es geht verkauft und sollen als Zuchtmaschinen in ihrer neuen Familie funktionieren.

Heute sind wir im Westen Gottseidank weiter. Zum einen hat die Pille/das Kondom die Frauen unabhängiger gemacht (ist die Kirche deshalb so dagegen?) und zum anderen hat es eine tiefgreifende Gleichberechtigung gegeben, so dass Frauen lernen und arbeiten DÜRFEN! Dieses Lernendürfen nun mit dem Prinzip, das hinter dem Mästen steht, gleichsetzen zu wollen (= Leistungsdruck), ist absurd.

Viele afrikanische, aber auch asiatische und südamerikanische Kulturen leben leider noch immer in mittelalterlichen Strukturen und auch unsere Kirchen sind noch nicht ganz in der Moderne angekommen. Sie tradieren ein Jahrtausende altes Verhalten, dass einst von Silberrücken so bestimmt wurde.

Da die Religion in diesen Ländern eine maßgebliche Bedeutung hat, müsste diese sich reformieren, um dann von innern heraus ein Umdenken herbeizuführen. Doch genau das will man dort nicht, weil diese Religion von den Silberrücken = alten Säcken beherrscht wird. Sie fahren doch gut damit, warum sollten sie diese Macht freiwillig aufgeben?

Und internationale Interventionen werden ein abgelegendes Beduinendorf nicht die Bohne interessieren.

Ich halte es für einen aussichtslosen Kampf, der noch Jahrhunderte so weitergehen wird. Missionieren hilft, aber eben nicht mit neuer Religion, sondern mit Aufklärung. Das geschieht ja auch und führt, wie im Fall der Mädchenbeschneidungen, bereits zu einigen Erfolgen. Es ist die Politik der kleinen Schritte, die hier, wenn überhaupt, helfen kann.

Lhola20x10


:-o Gute Frage....ich frag mich jeden Tag warum die Welt so verdammt ungerecht und beschissen ist :-o !

Wie schon erwähnt wurde, Beschneidungen gibt es ja auch noch immer, finde das noch viel furchtbarer, ich den das ist mit das Furchtbarste was es gibt... >:( .In vielen Ländern werden Kindern auch noch die Füße jahrelang so abgeschnürt, dass sie nicht mehr wachsen können...weil es dort angesagt ist kleine Füße zu haben...oder so viele Metallringe um den Hals zu bekommen, dass dieser dann irgendwann 30 cm lang ist. Das ist sozusagen "ihre Kultur".

Um auf deine Frage zurück zu kommen...weil es einfach viele seltsame, wenn nicht sogar gestörte Menschen auf dieser Welt gibt...konnt auch noch nie verstehen wie ein Mensch darauf kommt sich das Recht rauszunehmen einem anderen weh zu tun...Dann halt noch die ganzen psychisch gestörten Menschen: Vergewaltiger, Mörder, Kinderschänder, Menschenhändler...ich denke darauf wird ein normal denkender Mensch niemals eine Antwort finden können...

_TTsu}namxi_


was man als einzelner machen kann, ist dafür zu sorgen, dass "das gute" in der welt vermehrt wird. das klingt pathetisch, ist aber das einzige, was auf lange sicht funktioniert.

Das ist vollkommen richtig. :)^

Man kann sich selbst und anderen helfen. Die Zeit und Möglichkeiten sind da. Die einen tun es nicht, weil sie zu schwach sind, die anderen tun es nicht, weil sie zu bequem sind.

Es gibt in der Geschichte und auch heute ein paar löbliche Ausnahmen, doch das ist nicht die Masse. Das gilt für Deutschland wie es auch für Mauretanien und jedes andere Land gilt.

Man muss sich jeden Tag nur kurz die aktuellen Nachrichten im Radio anhören und die zugrunde liegenden Motivationen für Katastrophen und Miseren nachvollziehen, ob nun die Gesellschaft oder Einzelschicksale betreffend, um zu verstehen, dass auch in Deutschland das Wertesystem und die psychische Gesundheit ein kritisches Niveau haben. Was es besser als in "armen Ländern" aussehen lässt, und dadurch erträglich macht, ist hauptsächlich durch Wohlstand/Reichtum bedingt.

Man schicke Deutschland in die wirtschaftlichen und geschichtlichen Verhältnisse von Mauretanien. Was glaubt ihr, was passiert?

Sei der Wandel, den du in der Welt sehen willst.

– Mahatma Ghandi

K\leVio


sample

nein! nach wie vor – aus meiner sicht ein klares nein.

Aber darum geht es doch nicht. Dass jeder Gewalt gegen Kinder hier verurteilt, ist doch gar keine Frage. Was bringt es das nun ständig zu wiederholen? Ja, Gewalt gegen Kinder ist verwerflich - aber was nun? Setzt man sich mit dem Thema auseinander, versucht die Ursachen zu verstehen oder wiederholt es weiterhin, wie schlecht es doch ist.

aber bei zwangsmästungen, beschneidung und zwangsheirat von kindern/mädchen gibt es von meiner seite keinerlei verständnis.

Verständnis bedeutet doch nicht, dass man etwas gutheißt - oder es nicht tut. Ich muss eine Sache verstehen, damit ich sie beurteilen kann.

genauso wenig wie verantwortungsvolle/fortschrittliche mauretanische eltern ihren kindern 10.000 kalorien zwangsweise verabreichen.

Soweit in den Artikeln zu lesen war, ist es ja auch nicht die Masse, die ihre Töchter mästet. Nur, weil hier eine Mehrheit (ja auch nicht alle) die hiesigen Wertforstellungen als fortschlittlich definieren, bedeutet es noch nicht, dass es woanders auch so ist.

Man kann doch etwas unternehmen - man kann Unterschriften sammeln, boykottieren, etc. Wie weit man dann kommt, hängt von den Kategorien ab, in denen man denkt und wertet.

Kxleixo


Ratlooser

Ich halte es für einen aussichtslosen Kampf, der noch Jahrhunderte so weitergehen wird. Missionieren hilft, aber eben nicht mit neuer Religion, sondern mit Aufklärung. Das geschieht ja auch und führt, wie im Fall der Mädchenbeschneidungen, bereits zu einigen Erfolgen. Es ist die Politik der kleinen Schritte, die hier, wenn überhaupt, helfen kann.

Das sind natürlich spekulationen, aber gerade diese Länder, die wir so gerne als unmodern bezeichnen haben einen Bevölkerungswachstum und die so genannten moderenen Länder eher nicht. Ob dieser Kampf als wirklich aussicht hat, ist die Frage. Erleben werde ich es zumindest nicht. Wie wir sehen, breitet sich der Islam auch hier beträchtlich aus. Vielleicht wird es hier auch bald notwendig sein die gegenwärtigen Werte zu erhalten, geschweige denn unsere Werte zu verbreiten. ":/

sHchnGeckeQ198x5


Wie wunderbar es funktioniert, wenn man anderen Kulturen die tollen westlichen Werte bringen will, haben wir ja am Beispiel Irak und Afghanistan gesehen. *Ironiemodus off*

Wie Ratlooser schon schrieb, es handelt sich hierbei um Kulturen, die vor einem Jahrhundert noch in der Steinzeit lebten. Und wie schwer es ist, mit tradierten moralischen Werten zu brechen zeigt doch alleine die Tatsache, wie viele Leute immer noch kirchlich heiraten oder ihre Kinder taufen lassen, "weil sich das nunmal gehört" und nicht, weil sie mit Religion was am Hut haben. Jedes Volk durchläuft seine eigene Entwicklung und da gehört nunmal Zeit dazu und ein moralisch erhobener Zeigefinger führt nur zur Verfestigung von solchen althergebrachten Riten. Da ist Einfühlungsvermögen in die "psychisch kranken Wilden" nun mal gefragt, dann wird und kann sich auch langfristig was ändern. Und nochmal: Jemand, der ohne schlechtes Gewissen Baumwollshirts für 2 Euro kauft, der ist in meinen Augen nicht so viel besser, weil er dadurch ebenso schreckliches menschliches Leid in Kauf nimmt.

m>ari"ka stCerin


hat sich hier irgendwer außer mir eigentlich zumindest die wikipedia-artikel über mauretanien durchgelesen? in dem über "sklaverei in mauretanien" steht zum beispiel der schöne satz

Die Regierung verneinte lange die Existenz von Sklaverei und behinderte die Arbeit von Menschenrechtsorganisationen gegen diese Praxis.

mauretanien an sich läßt sich also nicht wirklich gerne missionieren ;-)

ganz ehrlich: ich denke nicht, dass man als außenstehender, "normaler" deutscher besonders viel machen kann und ich denke auch nicht, dass es sinn macht.

gesellschaften müssen sich von selber entwickeln. ihnen von außen etwas (sei es jetzt mädchenmästerei, beschneidung oder sklaverei) wegzunehmen, dass die gesellschaft am funktionieren erhält, ohne dafür alternativen anzubieten, endet meistens fatal.

irgendwer hier hat etwas von "kleinen schritten" geschrieben – das wäre zum beispiel etwas, dass funktionieren kann.

aber mit der westlichen brechstange anzukommen, weil wir wohlstandsmenschen ach so betroffen sind und deswegen unser eigenes befinden durch die zustände in anderen ländern gefährdet sehen, ist etwas sehr kurzsichtig gedacht.

S-chw$arzets Bxlut


Die Eltern dort währen genau so entsetzt wenn sie eine Reportage über die dünn gehungert und durch Vorbilder wie Germanys Topmodel unter druck gesetzten Hungerhaken in Deutschland sehen würden.

In unserer westlichen Welt entscheiden sie aber selbst, ob sie hungern wollen oder nicht. Keiner schreibt mir vor diesem Idealbild zu folgen. Und wenn Kinder und Jugendliche Magersüchtig werden, dann gibt es massig Hilfsangebote.

Die Kinder dort dürfen nicht entscheiden. Kinder sind das Schwächste Glied in der Gesellschaft. Und es geht auch nicht um missionieren. Ich will niemanden seinen Glauben absprechen. Es gilt die Frauen in diesem Land zu sensibilisieren um vielleicht die Chance zu haben den Kreislauf zu durchbrechen. Damit Frauen begreifen dass auch sie selbst Mensch sind und für sich entscheiden dürfen, was sie möchten und was nicht. Das dass eine lange Zeit brauchen wird ist klar. Und das lässt sich nicht ganz mit unserer Gesellschaft vergleichen. Hier haben die Frauen die Wahl, wenn eine das Heimchen am Herd sein will, dann ist es ihre Entscheidung. Wenn in Mauretanien eine erwachsene Frau entscheidet, sich fett zu essen, um ihrer Liebe zu gefallen, bitte kann sie ja machen, würde ich den Kopfschütteln, aber es ihe freie Wahl. Die Emanzipation ist bei uns einfach weiter entwickelt.

KINDER haben keine Wahl.

Schojxo


Versetzen wir und mal einen Moment einige 10.000 Jahre in die Vergangenheit. Der "Silberrücken" der Horde, also der alte Sack, hat das Recht der Begattung. Er will in seiner Horde nur seinen Nachwuchs, also müssen alle Weibchen "unschwanger" sein. Das geht über die Maßnahme der absoluten Kontrolle der heranwachsenden Weibchen und deren Begattung, so früh es geht.

Ruhig, Brauner! ;-D Wir haben keine Ahnung, welches soziales Gefüge vor 10.000 Jahren herrschte. Und bei unseren äffischen Brüdern und Schwestern geht es absolut nicht immer so schlicht und brachial-patriarchal zu, wie Du offenbar meinst. Es gibt sogar Matriarchate - seltsam, nicht? Also nicht auf Gorillas und Konsorten rumhacken - die jüngere Entwicklung der jeweiligen Kulturen ist überschaubarer und immerhin zum Teil dokumentiert und reicht ebenfalls zur Erklärung. Lange her ist nicht immer gleich primitiver. ;-)

Szchwayrzdes xBlut


Letzlich geht es einfach um einen gesunden Menschenverstand.

mEarika; qstexrn


Letzlich geht es einfach um einen gesunden Menschenverstand.

da möchte ich jetzt gerne ne erklärung zu. was hat das eine mit dem anderen zu tun ???

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