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Große Angst vorm Autofahren :-(

l+eideYr kei4n eDngxel hat die Diskussion gestartet


Hallo, liebe med1-Gemeinde.

Ich (27) habe erst vor kurzem (ist 4 Monate her) meinen Führerschein gemacht. Ich muss sagen, ich bin jemand, der noch nie groß das Bedürfnis hatte, selbst Auto zu fahren. Wo andere sich gefreut hätten, endlich den Schein zu haben, habe ich immer nur abgewunken. Meine Eltern wollten allerdings unbedingt, dass ich den Führerschein machen und haben mich buchstäblich mit 17 in die Fahrschule geschleppt. Der theoretische Unterricht ging ja noch, aber sobald der praktische Fahrteil kam, hatte ich fürchterliche Angst, trotz Fahrlehrer. Die hämischen Kommentare des Fahrelehrers halfen mir leider auch nicht weiter. Es kam dazu, dass ich vor jeder Stunde so große Angst hatte, dass ich brechen musste oder Durchfall bekam. Ich musste die ganze Sache abblasen.

Heute, viele, viele Jahre später, habe ich initiativ das Bedürfnis verspürt, es nochmal zu probieren. Man wächst ja über die Jahre an seinen Fähigkeiten. Außerdem wollte ich nicht ständig fragen, ob man mich wohin fahren kann.

Nun, die praktischen Fahrstunden waren für mich ebenfalls die Hölle. Ich habe so schreckliche Angst, keine Kontrolle zu haben und jemanden zu verletzen, zudem hatte ich mit meinem Fahrlehrer noch größeres Pech gehabt (war ein älterer, der keine Nerven/Geduld mehr hatte und auch noch Frech wurde). Ich habe aber durchgehalten und es doch irgendwie geschafft, sogar beim ersten Anlauf.

Ein Autochen habe ich nun zwar auch, aber ich schaffe es einfach nicht, mich reinzusetzen und mal genüsslich wohin zu fahren. Komme auch mit der Umstellung auf dieses Auto (vom Fahrschulauto) gar nicht klar. Meine größten Ängste sind Kreuzungen (wohne in Großstadt), Beschleunigungsstreifen, Kurven... Jedesmal, wenn ich fahre, verkrampft sich mir der Magen, ich kriege Schweißausbrüche, Übelkeitsanfälle, Herzrasen. So dass ich oft abbrechen muss, weil mir alles aus der Hand gleitet. In dem Zustand wäre ich auch ein Gefährdung für andere Verkehrsteilnehmer. Der Teufelskreis ist, dass man so natürlich auch wenig Fahrpraxis bekommt.

Andererseits ist es leider nicht getan mit "Einfach üben, üben, üben, dann kommt das schon." Mein Problem ist auch, dass meine Sorgen auf wenig Verständnis treffen. Meine Freunde beschwichtigen mich mit Sätzen wie "Ach was, einfach schalten, so schwer ist das nicht." oder "Das lernt man". Auch meine Eltern können das überhaupt nicht verstehen. Meine Mutter ruft sogar dauernd an und sagt "Stehe hier, kannst du mich mit dem Wagen abholen", dabei weiß sie, dass ich diese Ängste habe und noch keine einzige Fahrt alleine hingekriegt habe.

Das geht soweit, dass ich meinen Führerschein am liebsten abgeben und das Auto verschenken würde, ich würde nix vermissen.

Was soll ich nur machen? :(

Antworten
szomejone tmo trust


Was soll ich nur machen? :(

Jedenfalls nicht Autofahren :). Stattdessen musst du wohl zu den Ursprüngen der Angst zurückkehren bzw. diese erörtern. Was du beim Autofahren verspürst, sind Panikattacken – du hast also irgendwann mal gelernt, eventuell durch traumatische oder stark belastend Erlebnisse, dass Autofahren gefährlich und bedrohlich sei. Folglich kann deine Psyche damit nicht umgehen.

Die Ursachen hat man aber meistens auch verdrängt. Hast du mal einen Unfall miterlebt? Ist jemand Bekanntes/Verwandtes bei einem Autounfall gestorben? Kannst du Kritik nur schwer aushalten, wie sie z.B. von den anderen Verkehrsteilnehmern kommt, wenn einem Fehler unterlaufen oder hast du vielleicht Angst, wenn du Dinge in die Hand nehmen musst?

Das kann man mit einem Therapeuten erörtern.

Mit dem Verständnis ist das so eine Sache, auf die man nicht hoffen darf im NICHT betroffenen Umfeld. Davon können viele andere Paniker auch ein Lied singen.

Warum haben deine Eltern dich überhaupt gezwungen? ":/

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