» »

Warum sind Massenmoerder meist Maenner?

gfoakiSnd-xnenya


Warum ist das so schwer rauszufinden?

Weil der mensch sehr komplex ist und jeder Mord andere Gründe hat. Es gibt nicht DEN Grund für Mord oder Verbrechen. Außerdem suchen wir besonders nach gesellschaftlichen Gründen. Es gab immer viele Forschungsansätze (lies mal Bücher von 1900, da kugelst du dich "Frauen morden weil sie während ihrer Menstruation in einen Wahn verfallen – Käthe Hagedorn angeblich) – aber die Gründe für Gewalt sind vielfältig. Es müssen besondere gesellschaftliche und psychologische achen zusammenkommen, denn manche morden und andere nicht.

Frauen sind leichtere Opfer als Männer, weil sie körperlich schwächer sind. Wie schon gesagt, jeder Jäger sucht sich schwache Opfer und nicht den stärksten Gegner, da sonst die Gefahr selbst verletzt zu werden ansteigt.

So einfach ist es aber nicht, denn Männer sind viel häufiger Opfer als Frauen. Außerdem sucht ein Mörder seine Opfer längst nicht immer nach dem Prinzip des Schwächeren, sondern nach anderen Merkmalen.

Und wir sind KEINE Affen. So nett die Vergleiche auch wären, sie ziehen nicht.

@ a fish:

das hab ICH aber nicht geschrieben ;-D . Ich weiß, dass Gewalt häufig eher von jungen Männern aus unteren Schichten begangen wird. Aber bei Serientätern allgemein bin ich da ein Wenig überfragt.

HZan]s106x6


Weil Maenner eher "einsame" Woelfe sind und Isolation generell Aengste oder auch Vorstellungen von

Erwaehltheit, Minderwertigkeit verstaerkt. Zum anderen weil Maenner sich staerker nach Kontrolle sehnen. Da kann man dann eher darauf kommen, dass man sich Kontrolle dadurch beschaft, dass man Leute ermordet und somit auch deren Leben kontrolliert, die ultimative Form der Macht und Kontrolle.

aa.fmisxh


@ nenya

das hab ICH aber nicht geschrieben

Ich weiß. :-) Aber Du bist doch hier die Expertin. ;-D

So einfach ist es aber nicht, denn Männer sind viel häufiger Opfer als Frauen.

Ich finde es seltsam, dass da das Bild (auch mein eigenes Empfinden) so völlig verschoben ist. Das "klassische" Opfer von Gewalt ist in unseren Köpfen doch weiblich.. dabei sind Männer viel, viel häufiger Opfer von Gewalt (jetzt nicht nur tötlicher).

K;iratxh


Ich finde es seltsam, dass da das Bild (auch mein eigenes Empfinden) so völlig verschoben ist. Das "klassische" Opfer von Gewalt ist in unseren Köpfen doch weiblich.. dabei sind Männer viel, viel häufiger Opfer von Gewalt (jetzt nicht nur tötlicher).

Wenn es um häusliche Gewalt geht sind die Rollen ja auch klar verteilt. Bei uns hängt ein Plakat in der U-Bahn, auf dem "Eine von fünf Frauen wird in ihrem Leben Opfer von häuslicher Gewalt" und "...zum Schutz vor Männergewalt..." steht. :-/

a@.fxish


"Eine von fünf Frauen wird in ihrem Leben Opfer von häuslicher Gewalt"

Nun, dass Frauen häufiger Opfer von häuslicher Gewalt werden, mag sein (ist aber glaube ich, auch nicht wirklich wahr, zumindest nicht viel häufiger) – sagt aber nichts über ihre Quote bei den Gewaltopfern überhaupt aus. Männer werden definitiv im öffentlichen Raum häufiger angegriffen, angepöbelt oder in Schlägereien verwickelt, nur als Beispiele.

Männer sind zwar die mehrheitlich in der Kriminalstatistik ausgewiesenen Täter, aber auch mehrheitlich die Opfer von Gewalttaten (ca. 70 Prozent). Bei Körperverletzungen überwiegt der Männeranteil in allen Altersklassen. Die erwähnte repräsentative Opferbefragung des KFN schreibt: «Für Gewaltdelikte weisen 16- bis 24-jährige Männer die höchsten Opferraten auf.»

[[http://www.maennerschmerz.com/mannalsopfer.htm Quelle]]

SJhIo(jo


Ist das wirklich so? Man meint es immer, aber lässt sich das belegen?

Natürlich nur bei denen, die man erwischt hat. ;-D

Soweit ich weiß, gibt es einige sehr typische Entwicklungen, jedenfalls bei dem organisierten Typ. Die wichtigste Unterscheidung ist ja die in organisierte und desorganisierte Serienkiller - also quasi die antisozialen und die wirklich geisteskranken, die oft eher unter Wahnvorstellungen leiden als unter herzloser Hanniballigkeit.

Zur ganz klassischen Entwicklung gehört laut Robert Ressler (einer der Vorreiter des Profiling), dass der Vater abwesend ist und die Mutter "abusive". Der abwesende Vater kann auch ein gleichgültiger sein oder aber auch am Missbrauch beteiligt, und der Missbrauch muss absolut kein physischer sein. "Whoever fights monsters" von Ressler ist zu dem Thema ziemlich interessant, wobei man hier und da ein bisschen ausblenden muss, wie begeistert er von sich selbst ist, und ein recht großer Teil des Buchs handelt auch von der Geschichte des Profiling, wie es entstanden ist und sich etabliert hat, nicht zentral von den Killern selbst.

Ich könnte mir vorstellen, dass einer der vielen Gründe für die Geschlechterverteilung darin liegt, dass die Eltern eine zentrale Rolle dabei spielen, welche Beziehung man zu seinen Mitmenschen und auch zu den jeweiligen Geschlechtern entwickelt, und Väter neigen eben mehr zur Abwesenheit und Mütter mehr zu der einen oder anderen Art von (emotionalem) Missbrauch, was sich evolutionsbiologisch herleiten lässt. Da ein großer Teil der Serienmorde in unterschiedlicher Ausprägung sexuell motiviert ist, kann man schon auf die Idee kommen, dass die Wurzel oft in einem gestörten Verhältnis insbesondere zum anderen Geschlecht und der eigenen Sexualität liegt. Und es ist aus körperlichen Gründen naheliegender und ungefährlicher für einen Mann, eine Frau zu töten, als andersrum. Zudem werden Männern weniger empathische Qualitäten abgefordert als Frauen, was schon recht früh beginnt.

Ich habe bisher noch von keinem Serienkiller gelesen, der aus einer liebevollen Familie stammt, die sich nicht auffallend übergriffig verhält, auf den Körper und/oder die Psyche des Kindes bezogen. Allerdings ist natürlich auch immer die Frage, wie Familienumstände (im Nachhinein) interpretiert werden.

a#.fisxh


Natürlich nur bei denen, die man erwischt hat.

Stimmt, wir müssen immer bedenken, dass wir nur die Trottel unter den Mördern begutachten können. ;-D Wahrscheinlich knirschen die ganzen perfekten (Serien-)Mörder, deren Taten niemals als Mord aufgedeckt wurden, ob der Erkenntnisse über ihre Art unablässig mit den Zähnen und ärgern sich.

Soweit ich weiß, gibt es einige sehr typische Entwicklungen, jedenfalls bei dem organisierten Typ. Die wichtigste Unterscheidung ist ja die in organisierte und desorganisierte Serienkiller – also quasi die antisozialen und die wirklich geisteskranken, die oft eher unter Wahnvorstellungen leiden als unter herzloser Hanniballigkeit.

Ich habe gelesen, dass gerade diese Unterteilung sehr umstritten ist (zu grob, zu flach, zu unstimmig mit der Realität) und das große Teile der Forschung aus den USA in anderen Studien widerlegt wurden. In den USA wird sich auch meist auf sexuell motivierte Morde bezogen, wobei diese nur einen geringen Prozentsatz gegenüber Raubmorden oder Beziehungstaten ausmachen. ":/

m+albguctkn3x1


Weil der mensch sehr komplex ist und jeder Mord andere Gründe hat. Es gibt nicht DEN Grund für Mord oder Verbrechen.

Reden wir jetzt von Serienmördern oder allgemein von Mördern?

Ein Serienmörder sucht sich dsein Opfer gezielt aus, während der eifersüchtige Ehemann, der seine Frau mit einem anderen Mann erwischt, dieses nicht ausgesucht hat. Unterm Strich betrachtet sind beide Mörder, oder?

aber die Gründe für Gewalt sind vielfältig.

Geht es jetzt allgemein um Gewalttäter oder um spezielle Gewalttäter wie Serienmörder?

So einfach ist es aber nicht, denn Männer sind viel häufiger Opfer als Frauen.

Von Serienmördern oder allgemein?

Natürlich gibt es auch Serienmörder wie Jeffrey Dahmer, die ausschließlich Männer umgebracht haben, das bestreite ich gar nicht. Worauf ich hinaus wollte, es macht keinen Sinn, ein "Opfer" herauszusuchen, welches ein Tier von einem Mann ist und bis an die Zähne bewaffnet ist.

Anders gefragt, wieviele Serienmörder haben sich stärkere "Opfer" als sie selbst waren, rausgesucht?

Und wir sind KEINE Affen. So nett die Vergleiche auch wären, sie ziehen nicht.

Sie sind aber unserer nächsten Verwandten. Aber ganz allgemein gesprochen gilt das Gesetz von Jäger und Opfer im gesamten Tierreich. Ein Jäger sucht sich immer ein schwächeres Opfer als er selber aus. Alles andere ist für ihn zu gefährlich.

m1alguc>kn31


Und es ist aus körperlichen Gründen naheliegender und ungefährlicher für einen Mann, eine Frau zu töten, als andersrum

So sehe ich das auch! Deswegen sind vorwiegend Jugendliche, Kinder oder Frauen, eben schwächere Menschen als der Mörder selbst.

Kxir@ath


[[http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Denke Papa Denke]]

Da bekomme ich irgendwie ein mulmiges Gefühl im Bauch, wenn ich das lese. :-|

aI.fisxh


Ein Jäger sucht sich immer ein schwächeres Opfer als er selber aus. Alles andere ist für ihn zu gefährlich.

Ich denke nicht, dass das das wichtigste Kriterium bei einer pathologisch bedingten Tötung ist. Bei Serienraubmorden könnte es eine Rolle spielen, aber wie gesagt: Frauen haben da eine große Auswahl von Opfern, die schwächer sind als sie. Oder sie nehmen einfach eine Wumme, dann kann der andere ein 2 Meter Schrank sein und es spielt keine Rolle. ;-)

m?algu,ckNn31


Frauen haben da eine große Auswahl von Opfern, die schwächer sind als sie.

Ja klar, Kinder, Jugendliche oder alte Menschen. Die Gewalt geht wohl eher vom Stärkeren zum Schwächeren. Die meisten Täter suchen doch nach Opfern und nicht nach gleichwertigen Gegnern

Oder sie nehmen einfach eine Wumme, dann kann der andere ein 2 Meter Schrank sein und es spielt keine Rolle.

Das macht nur eine dumme Frau. Eine geschickte Frau sucht sich einen Mann und becirct ihn. Sie schaut, dass er sich in sie verliebt und als Liebesbeweis darf dieser dann mit der Wumme zum 2-Meter Mann laufen. ;-)

a@.fixsh


Ja klar, Kinder, Jugendliche oder alte Menschen.

Was? :-D Du bist ja putzig.

Sie schaut, dass er sich in sie verliebt und als Liebesbeweis darf dieser dann mit der Wumme zum 2-Meter Mann laufen.

Pf, nie darf man als Frau mal Spaß haben.

KClexio


a.fish

Kleio, ja, die Verteilung auf m/w bei Gewalttaten gleicht sich ja zunehmen an, also denke ich, dass es in Zukunft auch mehr weibliche Serienmörder geben wird (auch wenn echte Serienmörder überhaupt ja glücklicherweise ein eher seltenes Phänomen sind, also wirds wohl noch eine ganze Weile dauern, bis sich das ausgeglichen hat, wenn es sich denn ausgleicht).

Naja, so optimistisch bin ich nicht, wobei es schon davon abhängt, was Du mit "einer Weile" meinst. :-/

Zumindest bei häuslicher Gewalt scheint es da kaum mehr Unterschiede zu geben. :-/

KOleixo


Shojo

Ich habe bisher noch von keinem Serienkiller gelesen, der aus einer liebevollen Familie stammt, die sich nicht auffallend übergriffig verhält, auf den Körper und/oder die Psyche des Kindes bezogen. Allerdings ist natürlich auch immer die Frage, wie Familienumstände (im Nachhinein) interpretiert werden.

Zumindest wird so jemand wirklich eine psychische Störung haben, als aus "reiner" Mordlust zu morden. Hingegen werden eben die meisten Serienmörder gemacht.

Da ein großer Teil der Serienmorde in unterschiedlicher Ausprägung sexuell motiviert ist, kann man schon auf die Idee kommen, dass die Wurzel oft in einem gestörten Verhältnis insbesondere zum anderen Geschlecht und der eigenen Sexualität liegt.

Wirklich? Das habe ich bisher so nirgends gelesen. Fällt mir im Moment auch recht schwer, es anzunehmen, da ich scheinbar genau andere Täterprofile kenne, also eher Vergewaltiger, die dann irgendwann morden. :-/

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH