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Warum sind Massenmoerder meist Maenner?

LUian-SJixll


das Genie beherrscht das Chaos.

Dieser Spruch steht zwar auf der Kaffeetasse meines Kollegen am Schreibtisch gegenüber; ich fürchte nur, dass ihm die Situation inzwischen entglitten ist :-/ ;-D .

gJoakind-Enenya


*loool*. Ja ganz ehrlich, ich glaub ich bin in der Forschung an der Uni auch besser aufgehoben. Ich glaub in der freien Wirtschaft könnt ich kaum bestehen :-D . In 30 Jahren bin ich dann der Prototyp einer zerstreuten Professorin... ;-D

Jaallxi


Du gehst davon aus, dass alle geschnappt werden. Ich denke die Dunkelziffer bei Frauen ist deutlich höher. Statistisch werden ja nur die Morde nach Geschlecht erfasst, die aufgeklärt werden, es gibt jede Menge unaufgeklärte Fälle.

g!oakin7d-nenxya


Aufgeklärte oder aber auch nur Verdächtige...

Ich mein es ist kein Geheimnis, dass 1. viele Morde nicht aufgedeckt werden und 2. viele Morde von Frauen nicht entdeckt werden. Da würd ich gern auch mal ne richtige Dunkelfeldstudie zu lesen. Ich weiß gar nicht ob es da ernstzunehmende gibt.

MUaste~r xThief


Das könnte aber dann wiederum mit der Tötungsart zu tun haben. Es wird in Pathologen- und Ermittlerkreisen schon seit geraumer Zeit beklagt, daß vermutlich eine relativ hohe Dunkelziffer an nichtnatürlichen Todesfällen (bei denen u.U. jemand nachgeholfen haben könnte) nie als solche entdeckt wird, weil aufgrund der ungenügenden Anzahl an qualifizierten Rechtsmedizinern nicht soviele Obduktionen durchgeführt werden können, wie es aus kriminalistischer Sicht wünschenswert wäre.

Wenn man also voraussetzt, daß weibliche Mörder mehr zu versteckten Tötungsarten neigen, würde das zu dem Schluß führen, daß sie vermutlich in dieser Dunkelziffer mehr vertreten sind.

g(oakin3d-nenxya


anzunehmen. Grade wenn man davon ausgeht, dass Frauen öfter daheim alte Leute pflegen und sie aus verschiedenen Gründen umbringen – und kein Arzt kommt drauf, denn der Mensch war ja eh krank und alt. Allerdings sind das dann keine Serienmörderinnen (mal abgesehen von Maria Velten und Gesche Gottfried vielleicht ;-D )

Ernigmlan+exra


Je mehr ich ueber dieses Thema erfahre, desto klarer wird das eigentlich sowieso offensichtliche Schema: Hass.

Jeder Fall hat irgendwie mit Hass zu tun, gegen sich selber, andere oder die Welt.

Nur worin unterscheidet sich dann das ausleben dieses Hasses zwischen Mann und Frau? Empfinden Maenner mehr Hass als Frauen oder fuehr dieses dann nur zu anderen Aktionen?

Wenn die Theorie dessen stimmt, dass Frauen nur seltener erwischt werden, ist es nicht noch viel schockierender und hartgesottener, dass Frauen dass alles so geplant und ueber laengere Zeit hindurch ausfuehren?

gAo4aki?nd-rnenyxa


Wenn Frauen aber körperlich unterlegen sind müssen sie entweder auf den Überraschungsmoment setzen, oder aber mit Gift morden. Und ein Mord mit Gift ist eben an Fremden eher schwer möglich und MUSS geplant werden. Ich glaub da Frauen seit jeder Pflegen und bekochen ist es besonders drastisch, wenn sie diese Fürsorge ins Gegenteil verkehren. Andererseits morden Männer durchaus auch auf diese Weise (sie wurden dann früher als verweiblicht hingestellt).

Ich glaube aber nicht, dass alles Hass ist. Gesche Gottfried sprach von einer Art Stimme, die sie immer dazu gedrängt hat. Christa Lehmann war zumindest bei den ersten beiden Morden eindeutig ein Opfer, das sich zu befreien suchte. Und ich nehme an, dass viele Pflegende einfach überfordert sind und dadurch psychisch angeschlagen. Frauen, die ihre Kinder töten sind in aller Regel auch nicht hasserfüllt.

Warum Frauen ihren Hass anders ausleben ist, denke ich mir, abgesehen vom Körperlichen, auch gesellschaftlich bedingt. Frauen oder kleinen Mädchen wird von anfang an erzählt "Mädchen schlagen sich nicht". Jungs dagegen sollen raufen. Die Aggression wird auch durch gesellschaftliche Sozialisation bei Mädchen eher gegen sich selber gelenkt, bei Jungen gegen andere. Wobei das nicht pauschalisierbar ist. Einerseits kämpften Mädels anders (Haareziehen, Kneifen), andererseits nutzen sie heute genauso Waffen wie Jungs, grade was dieses "Abziehen" auf der Straße angeht.

S1hojxo


Wenn man sich Fälle anschaut, in denen aus Wahnvorstellungen heraus gemordet wird, kann ich da auch nicht zwingend Hass als Grundmuster erkennen. ;-)

aZ.ffiTsxh


Und bei den Menschen, die einfach aus "praktischen" Gründen morden (Geld, Zeugen beseitigen ..) spielt Hass auch selten eine Rolle, sondern eher das viel gefährlichere Gefühl: Gleichgültigkeit.

Swhoxjo


Aber bei mindestens 70% der übriggebliebenen Fälle, Enigmera, ist Deine Erkenntnis bestimmt ungemein wertvoll! :)^ ;-)

Smhojxo


* Enigmanera

E"nigm0anexra


Ach so, hmmm... In meinen Vorstellungen entsteht Geldgier und Gleichgueltigkeit auch aus dem Keim des Hasses... Auch Wahnvorstellungen haben doch etwas mit einem ungesunden Geist zu tun... Ob das dann wirklich physische Defekte im Hirn sind, oder auch mit Gefuehlen zu tun hat...

Ich weiss es jetzt nicht gewiss, aber ich dachte all dies hat mit Traumas, schlechter Kindheit, schlechtem Umgang uswusf zu tun...

aN.fixsh


In meinen Vorstellungen entsteht Geldgier und Gleichgueltigkeit auch aus dem Keim des Hasses...

Dem Gedankengang kann ich ein Stück weit folgen. Auch wenn "Hass" ein Gefühl ist, dass ich dem Gefühlsleben nur weniger Menschen zutrauen würde.

Aber das hier:

Auch Wahnvorstellungen haben doch etwas mit einem ungesunden Geist zu tun... Ob das dann wirklich physische Defekte im Hirn sind, oder auch mit Gefuehlen zu tun hat...

Da tust Du einer Menge Menschen sehr Unrecht. Wahnvorstellungen sind ein Symptom verschiedener Erkrankungen und die lassen sich sicherlich nicht alle auf ein gestörtes Verhältnis zu den eigenen Gefühlen oder der Umwelt zurückführen. Die Unterscheidung zwischem "physischen Defekt" und "Gefühl" würde ich so gar nicht treffen. Ein Ungleichgewicht im Neurotransmittergleichgewicht ist beides – eine real existierende physische Störung und die Quelle von allerlei Gefühlen. Gefühle sind ja nicht vom physischen Körper abgekoppelt, sondern nur eine für uns wenig greifbar erscheinende Funktion von ihm.

sPamxple


kennt jemand von euch die dokumentationsserie "die stone-skala" zum thema mord/serienmord etc?

einige folgen sind sehr interessant und aufschlussreich.

wen's interessiert, der kann ja mal reinschauen.

gibt es hier bei yotube

[[http://www.youtube.com/user/medicalautopsie#p/c/78D74BFBF8B31A64/18/qOcpx3lhAY8]]

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