» »

Verzweiflung – Wohnung ist dauerhaft unordentlich.

S,ch,la+mpxie hat die Diskussion gestartet


Hallo

Ich habe ein arges Problem mit Ordnung, ich weiß da gar nicht wo ich anfangen soll.

Also vielleicht mit der Wohnung: 2 Zimmer, kleines Bad mit Wc, durchgangsmini küche, etwas größeres bad mit wanne. die einrichtung ist zusammengewürfelt aus dingen die wir (ich und mein freund) beim zusammenziehen aus unsren jugendzimmern / alter WG mitgebracht haben. nichts passt zusammen. dazu ist alles recht lieblos eingerichtet. die möbel wurden halt hingestellt wo platz war und damit hatte es sich beim einziehen, mehr wurde seitdem nicht gemacht nach dem einziehen, deko gibts es ... naja ich würde nicht sagen gar nicht, obwohl doch eigentlich schon, es gibt überhaupt keine deko, nichts an den wänden, keine pflanzen. selbst nach 15 monaten (da sind wir eingezogen) haben wir es nicht geschafft vorhänge anzubringen, im bad hängt ein altes bettdeckenüberzug über der balkontür, im schlafzimmer hängt ein altes seidenlaken überm fenster. in den monaten hatten wir im wohnzimmer einen versuch, mal ne vorhangstange samt vorhang anzubringen, das ganze scheiterte, ich weiß noch nicht mal warum genau, vllt liegts an den verdammt alten wänden wo alles rausbröselte und die dübel nicht hielten. danach hab ich persönlich es aufgegeben mit vorhängen.

die küche ist wahnsinnig klein es passt ein kühlschrank rein ein herd, eine geschirrspülmaschine und ein regal und damit ist die küche voll. dh da kann man auch nicht drin essen, zum kochen also richtung arbeitsplatte geht auch nichts. eine spüle haben wir ebenfalls nicht, dazu nutzen wir immer das spülbecken im angrenzenden bad (mit badewanne).

joa soviel zum hintergrund, erzähle ich deswegen, weil ich diese wohnung teilweise wirklich angefangen habe zu "hassen", der einzige grund warum ich noch nicht geflüchtet bin ist, dass die lage einfach super ist, der preis so niedrig wie man ihn sonst nur in plattenbauten am rande der stadt findet und ich wahrscheinlich nächstes jahr spätestens übernächstes jahr eh umziehen muss, von daher lohnt ein umzug nicht wirklich.

dazu kommt wie gesagt das weder ich noch mein freund ein händchen fürs dekorieren haben von daher ist alles ganz lieblos wie gesagt möbel rein und fertig. nichts an den wänden, keine pflanzen, vorhänge auch nicht. yoa.

DAZU kommt noch dazu dass sowohl ich als auch mein freund weder regelmäßigkeit noch ordnung gelernt haben. ich wurde emotional vernachlässigt und schon in der grundschule komplett mir selbst überlassen wenn das zimmer unordentlich war wurde zwar mal gemeckert, aber wenns so blieb blieb es halt so. zwei bis dreimal im jahr wurde mal große reine gemacht (weihnachten ostern und im august zu meinem geburtstag), weil meine eltern dann ein druckmittel hatten. bei meinem freund wars ähnlich, nur dass es so ausging, dass wenn er es nicht gemacht hat, eben seine mutter übernommen hat.

das erzähle ich weil wir im prinzip in diesem muster verlieben sind. mich packt zweimal im jahr die große verzweiflung dann pack ichs an und räume und putze und säubere in einer hauruckaktion einen der großen räume.. mal das schlafzimmer, mal das wohnzimmer.. dafür habe ich jeweils immer so 8-9h gebraucht, aber dann war auch alles sauber. (nur mal um einen umfang dafür zu bekommen wie unordentlich es ist, dh solange habe ich gebraucht um komplett alles aufzuräumen, fenster reinigen boden staubsaugen wischen, müll runterbringen usw). die toilette säubere ich schon häufiger so einmal im monat, das bad alle zwei so ungefähr, die küche habe ich ebenfalls schon aufgegeben weil ich gar nicht weiß WIE genau ich da ordnung schaffen soll.

denn zu unsrer unordnung gehört auch dass wir alles stehen und liegen lassen wo wir es gerade benutzt haben.

noch dazu kommt dass wir meines erachtens so sachen hier rumliegen haben, teilweise tatsache müll sowas wie kartons plastiktüten, wasserflaschen, aber auch klamotten die wir nicht mehr tragen oder einfach nutzloser klimbim den wir nie wieder brauchen oder eigentlich nicht nutzen.

naja. mein freund ist wie schon gesagt eher vom typus "wenn es ein anderer für mich tut ist das gut so" allerdings macht er auch etwas, er wäscht einmal pro woche die wäsche, räumt den wohnzimmertisch auf, schmeißt die geschirrspülmaschine an, staubsaugt die wohnung naja. er ist da regelmäßiger als ich, aber was er tut ist leider auch irgendwie nur ein tropfen auf den heißen stein.

aber alles in allem tun wir beide viel zu wenig und ich weiß einfach nicht, wie wir zu einem geregelten ordentlichen haushalt kommen können, ich weiß einfach nicht wie das zu funktionieren hat und wie ich da rauskommen kann.

tut mir leid dass es so lang geworden ist, aber ich fühle mich einfach nicht wohl und das frustriert mich so dermaßen.

ich hatte mich eigentlich sehr gefreut darauf endlich endlich endlich nach einer dreier wg mit meinem freund alleine zu wohnen. aber.. tja. :°( :°( :°(

Antworten
CIamanxa


Ja du, ich kenne das auch... kann also wenig Lösungsvorschläge anbieten, aber dafür umso mehr Mitgefühl :)_

Ich hab neben Studium und Nebenjob abends bzw an meinen freien Tagen auch keinen Nerv mehr nebenher etwas aufzuräumen... und irgendwie – so OFT man sich auch sagt "räums sofort weg" funktionierts doch niemals vollständig.... hier und da liegen Bücher, leere Flaschen, ganz schlimm sind Werbeprospekte die die Wohnung pflastern...

Mit dem Staubsaugen kommt man kaum hinterher... inzwischen haben wir Gott sei Dank ne Mini-Spülmaschine, so dass wir zumindest den Geschirrbergen Herr werden :)^

Klamotten die man einmal angezogen hat, aber "noch gehen" bleiben liegen, aus Ermangelung eines vernünftigen Kleiderständers halt auch mal notfalls aufm Schreibtisch usw...

Man sollte dazu sagen dass unsere Wohnung mit 45 qm für zwei Personen (u.a. eine gigantische, etwas schwer einrichtbare Küche die fast 16 qm davon einnimmt) etwas klein geraten ist wenn man ziemlich viel Krams hat...

So, jetzt sind wir schon zwei die Jammern :)

W2atxerli


Also ich glaub das Hauptproblem ist erstmal Platz... also habt ihr genug Schränke für euer Zeug oder quillt alles über? Wenns überquillt, solltet ihr einfach alles wegschmeißen oder Mutti geben, was nicht mehr benötigt wird (ich hab meiner Mutter halt 4 Kisten voll Kram bei jedem Umzug anvertraut, die haben Platz, nen Haus mit Riesenkeller, da kann man sich verlaufen... ;-D ).

Bei den anderen Sachen muss ich sagen ich mach das auch fast nur, wenn Besuch kommt, weil ich einfach auch keinen Nerv dafür hab... am besten ist wirklich man schmeißt es nicht rum (also zumindest einen Wäschekorb mit Deckel anschaffen und dann wirklich alles DA reinwerfen, dafür muss der aber auch immer ein bisschen leer sein... oh mann...). Also das wichtigste ist wirklich, dass alles seinen Platz hat. Meine Mutter treibt das bis ins Extrem, da hat jedes Brotdöschen seinen Platz und wenn man sie falsch stapelt, dann passen sie nicht in den Schrank.

Am besten ihr mistet erstmal aus und danach schreibt ihr euch auf, was ihr noch an Schränken oder sowas braucht und kauft es ein.. dann zum Schluss jemand anders bitten, die Gardinenstange anzubringen und einfach putzen, wenn es dreckig ist... das ist halt wirklich gar nicht so oft, wenn man nicht alles rumschmeißt... aber wenns da so aussieht, dann macht das keinen Spaß irgendwas nicht rumzuschmeißen... :-(

L8adyxZ


Als ich Deinen Bericht gelesen haben vielen mir spontan ein oder zwei Dinge ein....

Der gut alte und wahre Spruch "Was Haenschen nicht lernt lerns Hans nimmer mehr" und dann als zweites weiss ich, dass es unheimlich schwer faellt Saunerkeit und Ordnung zu halten, wenn einem das heim nicht gefaellt. Dadurch kommt man in eine Spirale aus noch mehr Unordnung und Dreck der dan nur dazu fuehrt, dass man sich noch unwohler fuehlt.

Mein Rat waere, dass Ihr mal wieder so eine Putz- und Entruempelungsaktion macht. Dann setzt Ihr Euch hin und ueberlegt, weie Ihr Eure Wohnung mit ein paar Bildern, ein paar Deko Artikeln und einer ansprechenden Moeberlaufstellung so gestalltet, wie es Euch gefaellt und es Eure Mittel erlauben. Und dann nehmt Ihr Euch einfach vor eine kontinuierliche Ornung zu halten. Das ist gar nicht so schwer....wenn Du z.B. die Wohnung verlaesst nimmst Du den Muell gleich mit. ZGehst Du abens in die Kueche um Dir noch ein paar Chips zu holen, dann nimm doch das Geschii welches am Wohnzimmertisch steht gleich mit. Waerend Du wartest, dass das Essen fertig kocht raeum die Spuehlmaschine aus und das schutzige Geschirr rein. Nutz einfach Wege, die Du ohnehin tust um Dinge mitzunehmen bzw. Zeit die Du warten musst um Dinge aufzuraeumen.

Ein Klo gehoert schon aus Hygienegruenden oefftes geputzt....es geht ja auch schnell...Kloreiniger rein...20 Minute warten - mit der Buerste durchsausen...uener und unter der Brille wischen...fertig.

Es gibt mitlerweile tolle und preisguenstige Putzmittel, die es einem Leicht machen.

Versucht einfach eine kontinuerliche Ordnung zu halten und dann ist alles halb so wild.

*:)

m|arika7 stexrn


ich hab mir so ein paar sachen angewöhnt, die seltsamerweise schon echt viel ausmachen.

- während das kaffeewasser kocht, abgetropftes geschirr vom vortag wegräumen

- vorm kochen immer spülen (jaja, ich weiß, anständige leute machen es danach ;-D )

- nach dem anziehen 10 sachen im schlafzimmer wegräumen

- selbiges, bevor man morgens das bad verlässt

- gemeinschaftsräume (wohnzimmer, küche, bad, flur) haben prioritätsstufe 1

- ab und an mal meine oft erwähnte hundert-sachen-aktion: in dem zimmer, in dem so ein diffuses gefühl von unordnung herrrscht, eine vorher festgelegte zahl von sachen wegräumen. müssen nicht hundert sein, im kinderzimmer sind das auch gerne mal 500, im flur 10

- gegessen und getrunken wird nur in der küche

- dreckiges geschirr wandert sofort in die spüle

- diese hundert-sachen.geschichte eignet sich auch wunderbar zum wegschmeißen. einfach mal jedesmal vorm rausgehen krampfhaft 10 sachen suchen, die man mit runter in den müll nimmt.

akdaxmev


@ Marika:

:)=

Marika hat es schon gut beschrieben. Was uns auch geholfen hat, ist, dass jeder "seinen" Bereich hat, den er sauber und ordentlich halten muss!

Das "Revier" von meinem Freund ist die Küche, meins dafür das Wohnzimmer usw. Und die anderen Sachen werden immer umschichtig gemacht oder gemeinsam.

Außerdem sollte man sich vor dem "großen" Stress bewahren alles an einem Tag zu machen. Jeden Tag ein bißchen und schon läuft es von alleine. Am Anfang ist es natürlich ein Berg, der vor einem steht, aber man muss es durchziehen und vielleicht hilft es dir ja auch eine Liste zu machen und zwar keine, wo nur das steht "Wohnzimmer aufgeräumt und sauber", sondern "Geschirr aus dem Wohnzimmer beseitigen" etc. und dann abzustreichen, was man geschafft hat.

Ansonsten muss man sich auch einfach mal trennen von Dingen, die einen "belasten". Wir haben alles, was wir einen Monat lang nicht benutzt haben, in den Keller geräumt und ein halbes Jahr später weiter aussortiert und sind damit auf den Flohmarkt gegangen und haben es zu Geld gemacht!

Das mit der Deko, ich habe es auch nicht so damit. Aber ein bißchen wohnlich mag ich es schon. Fängt mit einem Tischläufer an und hört halt mit Pflanzen auf.

m`aorika Hstexrn


und jede rote-kreut-klamottensammlung und jeden flohmarkt mitnehmen, der geht ;-D

persönlich denke ich aber auch, dass aufräumen im kopf anfängt. ich selber komme aus einer familie, in der nichts weggeschmissen wird, weil "man könnte es ja noch brauchen". im rückblick ist das teilweise sogar absurd. wenn man esals kind gelernt hat, dass es im keller einen ganzen schrank voll mit alten kaputten unterhosen gibt, damit man für die nächsten 30 jahre putzlappen hat ;-D tut man sich ziemlich schwer damit, so etwas nützliches wie ein zwar unmögliches, aber noch heiles t-shirt wegzugeben – es könnten ja mal härtere zeiten kommen ;-D

bei meinen eltern war das ne ein problem, weil die ein riesenhaus haben, dass zu einem großteil aus dachboden, keller, gerümpelkammern, schuppen, etc. besteht.

in meiner kleinen wohnung sieht die sache anders aus ;-D

geholfen hat mir da die simple rechnung: hey, raum kostet miete. wenn ich also etwas, was einen euro wert ist, 10 jahre lang aufbewahre, hab ich da das zehnfache in miete reingesteckt – also weg damit.

DXumxal


Schlampie

Wenn ihr beide nie gelernt habt "ordentlich" zu sein und ein wenig Ordnung zu halten, ist es natürlich etwas schwieriger, aber alles andere als unmöglich. Ihr könntet und solltet damit beginnen, dass ihr einmal gemeinsam ausmistet. Ein paar größere Mülltüten besorgt und alles weg, was ihr nicht braucht. (Jeder Gegenstand für den ihr keine Erklärung habt, wieso ihr in braucht ist entbehrlich.) Dann organisiert euch. Welche Dinge sollten regelmäßig getan werden? Welche Dinge können nebenbei gemacht werden? Welche Gegenstände sollten einen festen Platz haben?

Schreibt euch alles auf, was euch in den Sinn kommt. Die Liste(n) könnt ihr später noch kürzen.

Das schwierigste wird eurer innerer Schweinehund sein. Da werdet ihr euch zwingen müssen es zu tun. Zu Beginn nicht ganz so leicht, aber ihr werdet euch daran gewöhnen.

m:arika ssterxn


Welche Gegenstände sollten einen festen Platz haben?

alle natürlich :)z ;-D

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH