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Beziehungsende wegen Borderline- Syndrom

fvrank] k. hat die Diskussion gestartet


hab eine beziehung geführt, die im absoluten chaos geendet ist. man kann sagen es kann von dem grad der verletztheit von nichts getoppt werden. so eine schwierigen beziehung habe ich noch nie in meinem leben geführt. Extrem viel liebe und am ende gähnende leere.

sie leidet an dem borderline-syntrom, wie ich nach wochen der trennung erfahren habe und mache mir vorwürfe, dass ich es nicht schon früher bemerkt habe. ist es eigentlich möglich, so etwas zu erkennen??

Antworten
g!e9nhtle


ja, hatte sowas bei meiner ex, habe es halt erkannt, dass sie sich ger*t*t hat, hatte Hoffnung dass ich es schaffen könnte, aber ohne professionelle Hilfe geht da nichts, hab es auch irgendwann nicht mehr ausgehalten und es nicht geschafft, aber sie ist durch mich auf Hilfe gekommen,

wenn da noch was ist, und beide wollen, unterstütz sie, aber versuch ihr nicht zu helfen, hör ihr zu und nim

m sie in den arm

viel glück!

RwedSzonyxa


Wie verhalten sich Leute, die ein Borderline-Syndrom haben?

fUranLk xk.


extremes verlangen nach liebe und zuneigung, mehr als sag ich mal gesund ist.

sobald man diese zuneigung nicht mehr geben kann stellt sich eine unzufriedenheit ein. ich in diesem fall bin leider auch noch der schuldige weil ich diesen dauerdruck nicht ausgehalten habe. dazu kommen noch sehr starke cholerische anfälle, egoismus, lügen (so schlimm das man es schon fast selber glaubt, obwohl man das was geschehen ist mit eigenen augen gesehen hat). und in der trennungsphase keine aussprachen mehr, nur wortwörtlich: verpiss dich.

leider hab ich mir nichts vorzuwerfen, hab alles versucht (vom klaren menschenverstand). den kann man aber leider verlieren, wenn man diese probleme versucht zu lösen...

lg

-yp%h:ovebe-


xx

na, holla...so kann man das aber nicht stehen lassen. Das trifft aber nicht auf alle zu!!!!!

f[ran2k k.


sicherlich trifft es nicht auf alle zu phoebe.aber es ist unheimlich schwierig mit einem menschen eine beziehung zu führen der diese symptome hat, die man erst nach der trennung mit namen benennen kann. kann einen schon zur verzweiflung bringen wenn man nicht weiss was mit seiner partnerin nicht stimmt.

R}edS+onyxa


Ich glaube, nicht jeder, der diese Symptome aufweist, ist zwingend eine Borderline-Persönlichkeit. Ich hoffe nicht.

Mba}urxice


Es ist verdammt schwierig mit solchen Personen zusammen zu leben. Ich mache das jetzt schon seit über 3 1/2 Jahren und es wird immer schwieriger.

Du musst schon verdammt stark in deinen eigenen Schuhen stehen und dich selber dabei niemals verlieren, sonst war es das.

Bin mal gespannt ob sich das jemals ändert.

f,raAnk k.


meiner meinung nach tut man sich nichts gutes diese symptome bei seinem partner/in länger zu ertragen als man selber in der lage ist. geht man über diesen punkt hinaus(so wie ich) fügt man sich selber schaden zu. ich weiss leider nicht genug über borderline, denke aber die betroffene person sollte sich selber helfen. so leid es mir selber tut, es ist einfach zu energieraubend.

lg

k)oFra


ok, ich leide auch an dem borderline-syndrom, zwar nicht ganz extrem ausgeprägt, aber es zieht mich schon ziemlich runter. hab eine beziehung verhaun, weil ich es nicht aushalten konnte, wenn er sich mit anderen mädchen nur trifft. wenn ich meine "phasen" hab (depressionen, psychoanfälle), ritz ich mir in den arm und hoffe, dass was passiert, stoße meine freunde weg und zieh mich zurück etc.

war auch schon bei 2 psychologen, aber die haben mir auch nicht helfen können (und ich selbst schaff es kaum, nur manchmal fühle ich mich richtig gut). sie haben mir nur geraten "du mußt lernen, mehr zu genießen etc.". aber ich hab an allem zweifel. jetzt hab ich einen freund, aber ich habe irrsinnige angst, dass er mich verläßt, ich lasse mir nichts anmerken, aber bin eigentlich ständig in einem vollen gefühlchaos. ich will da raus!

S8chqnTee_ball


Darum sind Beziehungen mit Borderlinern so schwierig:

Dem späteren Borderline-Patienten fehlen ausreichend gute frühe Erfahrungen,

des aufgehoben und geschützt und wertgeschätzt worden seins. Es handelt sich um eine frühe Störung in der Mutter-Kind-Beziehung, wo es um die Bildung von Urvertrauen geht. Häufig gab es schwerwiegende Entbehrungen, traumatische und andere entwicklungs-hemmende Erfahrungen in der frühen Kindheit; z.B. Armut, Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, Alkoholmißbrauch, Scheidung der Eltern, Gewalt in der Familie, ...

Es müssen aber keine Traumatisierungen passiert sein, vielmehr kann auch ein Klima, das die Entwicklung von Autonomie (2. und 3.Lebensjahr) nach der Symbiose-Phase, also in der Subphase der Wiederannäherung (M. Mahler) konflikthaft gestaltet, pathogen sein.

Die Folgen:

§ schwerwiegende Beziehungsstörungen

§ hochgespannte Aggressivität durch "narzißtische Wut"

§ vorzeitige Ödipalisierung = allzu rasche Pseudo-progression,

um der allzu schwierigen Aufgabe der Autonomie-Entwicklung zu entkommen;

- wie ein Suchen nach dem Dritten, dem Anderen, dem Vater, nachdem es mit der Mutter so schwer war/ist.

- so geschieht die Auseinandersetzung mit dem Vater mit der Hypothek von all dem, was mit der Mutter ungelöst ist. "Die nicht gegessene Suppe erschwert die Aufnahme der Hauptspeise"

§ übermäßige Ambivalenz

unerfüllte Wünsche nach Nähe und Wiedergutmachung

und zugleich ganz große Angst enttäuscht zu werden.

§ Die Ängste des Borderline-Patienten:

a) Angst verlassen zu werden, Objektverlust-Angst

"ich bin zu schlecht, deswegen werde ich vom Anderen verlassen,

der Andere ist zu schlecht, deswegen verlassen ich ihn"

und das geht einher mit:

' Selbstabwertung "da ich uninteressant und minderwertig bin,

hat der Andere nur recht, wenn er mich verläßt"

' Objektabwertung "im Grunde habe ich immer schon erwartet, daß er geht; er taugt eben nichts, er ist kalt und gemein".

b) Angst der fehlenden Existenzberechtigung;

Angst, im Kern für schlecht gehalten zu werden,

nicht erwünscht, nicht gewollt, nicht gemeint sein;

keine positive Repräsentanz im Anderen haben; es fehlt die frühkindliche Erfahrung,

daß der Andere Vertrauen in meine Entwicklung hat.

c) Angst, von Affekten überflutet zu werden

Angst, die Ich-Kontrolle/Herrschaft zu verlieren

nach G. Lyon

fYra>nk xk.


danke schneeball, für die definition.erkenne einige dinge wieder.

h7aiopxei


Re: Beziehungsende wegen Borderline- Syntrom

Hallo,

bin erstmal betroffen, mir ging es vor zwei Jahren ähnlich.

Ein paar frage:

Was hat Dich denn nach der Trennung darauf gebracht dass sie Borderlinerin ist?

Und ist sie denn noch zugänglich/ hast Du noch den Willen, das traumatische Ende zu ändern?

Ausserdem klingt für mich heraus, dass Du sehr verletzt und fertig bist. Wird das alles bleiben, was (von Euch) übrigbleibt?

Das klingt nach einer Erkenntnis, die erst nach der Trennung stattgefunden hat schade.

Lichtvolle Grüsse -

Haiopei.

h4aioxpei


Re: Beziehungsende wegen Borderline- Syntrom

Ist mir noch eingefallen:

Hast Du denn Hilfe gehabt? Freunde, einen Therapeuten?

fbrankv k.


hi haiopei,

habe wochen nach der trennung von einer freundin erfahren das sie in therapeutischer behandlung wegen des syntroms ist. leider haben wir keinen kontakt mehr, habe es ein paar mal versucht, aber ihre wutausbhrüche sind unerträglich. sie absolut nicht mehr zugänglich(d.h. nach stundenlangen diskussionen, am thema vorbei) kommt sie langsam runter) und denke es ist besser wenn ich sie meide. d.h. es wäre ein harter kampf bis ich es geschaft hätte das wir normale dialoge führen könnten. dazu bin ich im moment nicht in der lage, weil ich selber noch ziemlich ausgelaugt bin von der beziehung mit ihr. wie ist es dir ergangen?

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