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menschen hassen- krankheit?

w3en--do hat die Diskussion gestartet


ich habe vor längerer zeit mal erfahren, dass eine nachbarin von mir menschen hasst und das dies eine krankheit sein soll. nun frage ich mich, ob es das wirklich gibt. der name dieser krankheit ist mir leider entfallen.

zu ihr: sie lebt zurückgezogen, geht kaum raus und spielt pausenlos "ballerspiele". ihr freund, der mir das alles erzählt hat, meinte: "sie lächelt dich an und im inneren wertet sie dich ab, entwickelt hass". ich finde das angsteinflößend, vor allem weil ihr verhalten (habe sie so 2-3 mal kurz gesehen, einmal etwas länger) irgendwie "komisch" ist. ich kann es nicht beschreiben. da ihr freund mir auch noch gesagt hat, was sie für gedanken hegt, bin ich echt vorsichtig und unsicher.

nun meine frage, gibt es das wirklich, also als krankheit?

Antworten
a?.fixsh


Der Hass auf Menschen kann eine Folge verschiedener Geisteszustände sein.. Depression, soziale Phobien u.ä. Vielleicht ist sie auch einfach nur schlecht drauf, so von Natur aus. Wer kann das sagen.. aber eine direkte Krankheit wäre mir nicht bekannt.

wTe3n-do


hmm, bin mal auf weitere meinungten gespannt.

auch wie so etwas sich entwickelt. ich denke mal schlechte erfahrungen. ich weiß auch, dass sie keine therapie macht. irgendwie komisch alles.

M_ariYec:hen8x4


hm, klingt irgendwie nach Misanthropie: [[http://de.wikipedia.org/wiki/Misanthropie]]

Kenn ich eigentlich nur aus der Literatur (Molière, der Misanthrop). Das gibt es aber anscheinend auch im realen Leben.

a{.fSish


Kenn ich eigentlich nur aus der Literatur

Echt? Dann kenn ich die falschen Leute. ":/

C}onso/nanxce


Ja, das kenne ich. Ich hatte auch mal einen Nachbarn, der mir irgendwie komisch vorkam. Seine Freundin hat mir dann irgendwann erzählt, dass er zur Hälfte extraterrestrisches Genmaterial in sich trägt und sich den ganzen Tag nur E.T und Bienenhonig reinzieht. Als seine Freundin dann noch erwähnte, dass er Lichtstrahlen in hochenergetisches Licht umwandeln kann, was ihm eine Art Röntgenblick ermöglicht, bin ich gleich in der nächsten Woche weggezogen. Also, sowas muss ich wirklich nicht haben.

wLen-Idxo


mariechen, das kannte ich noch nicht! ":/

consonance, glaubst du das? ;-D

K2le)iHo


wen-do

Kenn ich eigentlich nur aus der Literatur (Molière, der Misanthrop). Das gibt es aber anscheinend auch im realen Leben.

Ich kenne auch im realen Leben Menschen, die andere Menschen bzw. auch die Menschheit als begrifft nicht sonderlich achten. Allerdings würde ich es nicht als Krankheit bezeichnen.

Das Zitat im übertragenen Sinne:

Ich habe Menschen nie gemocht, mich aber immer für sie interessiert.

ist von einem meiner Lieblingsautoren: W. S. Maugham. Das muss also gar keine Krankheit sein, sondern einfach die Erfahrung eines Lebens.

Hass ist natürlich noch eine Steigerung als nicht mögen, aber auch das muss nicht unbedingt zu einer Handlung führen, sondern eine Haltung gegenüber anderen Menschen sein. So ganz kann sie ja Menschen nicht hassen, sonst wäre sie ja auch nicht mit ihrem Freund zusammen, oder?

S.innesetätexr


Ich dachte eigentlich Misanthropie wäre doch recht weit verbreitet ":/ Und ich würde das jetzt auch nicht unbedingt als Krankheit werten, eher als Weltanschauung oder Lebenseinstellung.

Eine Krankheit wäre es in meinen Augen erst, wenn sie Menschen hasst, aber das eigentlich gar nicht will, und darunter leidet.

ssomeonne t(o/ xtrust


Wo wir bei Literatur sind, DAS Mistantrophen-Werk schlechthin ist für mich Die Gesänge des Maldoror von Isidore Ducasse. Das Buch ist allerdings gar nichts für schwache Nerven oder Zartbesaitete, sondern nur sehr hart zu ertragen.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Gesänge_des_Maldoror]]

Misantrophie ist aber keine ,,Krankheit", sondern bestenfalls eine Begleiterscheinung einer psychischen Störung wie Depressionen, Soziophobie und Belastungsstörungen.

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