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Von Ärzten respektiert werden, wenn ich etwas nicht möchte

a!wovman


ich finde das verhalten der ärzte, die ich bereits besucht habe, ebenfalls vollkommen unverschämt. die meinen wirklich sie könnten alles für einen entscheiden und wüssten immer was der patient braucht. ich bin der meinung, dass man selbst bei schweren krankheiten oft besser weiß was man braucht und was nicht. die medizin ist nichts weiter als eine empirische wissenschaft.

das problem liegt aber nicht nur an der arroganz der ärzte, sondern auch daran, dass sie eben kein geld dafür bekommen einen menschen gesund zu halten, sondern nur dafür ihn zu untersuchen, auch wenn die untersuchungen überflüssig sind.

RNFickhte


...ich denke, du hast teilweise leider völlig Recht.

sduns@hineD83


Gut, viele Ärzte verhalten sich vielleicht etwas von oben herab, aber ich finde man sollte sich daran gewöhnen sich beim Arzt auszuziehen. Der Arzt sieht das tagtäglich. Für den ist sowas ganz normal.

RwFi[chte


Bedenken muss man aber auch, dass sie für Operationen viel Geld bekommen. Es gibt bspw.Studien, nicht aus Deutschland, wo die Häufigkeit von Mandeloperationen untersucht wurde.

Es kam heraus, dass in einer armen Gegend ungeheuer viele dieser OPs vorgenommen wurden, in einer wohlhabenden Gegend nur wenige. Das heißt, die gebildeten Eltern haben die Notwendigkeit und das Risiko selbst abgeschätzt und zumeist klar "Nein" gesagt.

P8ongxo


Bedenken muss man aber auch, dass sie für Operationen viel Geld bekommen.

Heute bekommt ein Krankenhaus sogenannte "Fallpauschalen"...dies Geld muß dann auch für die Nachsorge "reichen". Wenn ein Pat. "mehr Nachsorge wie der Durschnittspat." braucht, legt das Krankenhaus drauf.

So einfach ist das.

RxFichxte


Der Arzt sieht das tagtäglich. Für den ist sowas ganz normal.

sunshine83

Diesen Irrtum, den man im Laufe der Jahre zahllose Male in den Foren, auch auf anderen Webseiten, gelesen hat, möchte ich mal an einem Beispiel widerlegen.

Es gab hier einen Orthopäden, der war der erste in der Stadt und hat jahrzehntelang praktiziert, bis er vor 10 Jahren im biblischen Alter von 99 Jahren starb. Hat noch kurz vorher etwas gearbeitet – in eigener Klinik.

Von ihm wusste die halbe Stadt, dass sich alle immer nackt ausziehen mussten, auch bei Kleinigkeiten... (also, ich habe das nur von Frauen gehört).

Jetzt hat eine Bekannte ein Buch über ihn veröffentlicht. Dort geht sie auch mit ein paar Zeilen auf das bekannte "Phänomen" ein. Sie schreibt: "...vor allem jene augenscheinlich "leichten" Fälle, was wissen sie über den Sinn ungewöhnlicher Präzision bei der Erstuntersuchung? Sie kommen mit Schmerzen im Fuß, im Knie...und schauen ungläubig, wenn es heißt "Na, Mä'chen, dann werden wir uns mal ausziehen" Manche fragt: "Wie...,alles etwa? "

Die kurze Passage endet mit dem folgenden Satz der Autorin: "Man muss als Arzt auch mal eine Freude haben!"

Das ganze Buch ist eine Lobeshymne auf den Mann, der ansonsten wirklich als außergewöhnlich verdienstvoll galt und schon bei den Bombenangriffen 1945 rastlos notoperiert hat.

Das fürs Erste. Ich kenne zu obigem mehrere Geschichten ;-) , die ich euch aber vorenthalten werde, weil sie aus einer vergangenen Zeit stammen und sie nicht mehr typisch sind für heutige Ärzte.

R}Fi chxte


legt das Krankenhaus drauf.

So einfach ist das.

Pongo

und wie oft kommt das bei einem guten Arzt, der gewissenhaft operiert, vor?

Und was macht ein Krankenhaus, wo ein Arzt versucht, Operationen nur im absolut unumgänglichen Fall zu machen? Das müsste dann wohl schließen. Das wäre eigentlich der Idealfall.

P`ongxo


@ RFichte

1. Die Phase nach der Operation (Post-OP), ist bekanntlich die Phase, die entscheidet über den weiteren Verlauf der Genesung des Pat. Diese Phase ist abhängig von den verschiedensten Faktoren wie z.B.: Allgemeinzustand des Pat., Ernährungszustand, Körpergewicht, Immunologische Lage des Pat., Alter, Körperliche Konstitution, Vorerkrankungen und, und, und... es ist absolut falsch, das Ergebnis eines Eingriffes nur von der Gewissenhaftigkeit des Arztes abhängig zu machen, wobei du in diesem Satz unterstellst, dasss manche Ärzte nicht gewissenhaft operieren.

2.

Und was macht ein Krankenhaus, wo ein Arzt versucht, Operationen nur im absolut unumgänglichen Fall zu machen?

Ähh, versteh jetzt nicht ganz, was du damit sagen willst %-| ":/

3.

Das müsste dann wohl schließen. Das wäre eigentlich der Idealfall.

Was, das das Krankenhaus dann schliesst, wäre der Idealfall? Was soll DAS jetzt in diesem Zusammenhang ???

R7Ficxhte


Na, dann könnte das Problem der Unbezahlbarkeit des gegenwärtigen Gesundheitswesens vielleicht gelöst werden, wenn weniger stationär behandelt werden muss...ist aber ein fiktiver Gedanke.

Ich bin schon der Meinung, dass die Kunst des Chirurgen entscheidend ist, wie der Patient sein weiteres Leben bewältigen kann.

Ich stehe auf Krankenschwestern, deshalb brauchst du keine Angst zu haben, ich könnte sie vergessen. Aber den Laden bspw. keimfrei zu halten, ist selbstverständliches Handwerk. Für bettlägerige Patienten sind die Krankenschwestern die Rettung...hoffe jedenfalls, dass es jeweils noch genügend gibt, um den schweren Fällen optimal helfen zu können.

PYonEgo


Ich stehe auf Krankenschwestern

:-o :-o :-o :-o :-o :-o

Was hat das jetzt alles mit Krankenschwestern zu tun, und, ob ich Angst habe, dass du sie vergessen könntest ??? ??? %-|

Ich meinte damit nicht nur die Pflege.

Aber den Laden bspw. keimfrei zu halten, ist selbstverständliches Handwerk.

Welchen "Laden " meinst du denn?

P0ongo


dass die Kunst des Chirurgen entscheidend ist, wie der Patient sein weiteres Leben bewältigen kann.

Damit hast du nicht ganz unrecht, ist aber nicht alles.

G"ouqrm}eta


Der Arzt sieht das tagtäglich. Für den ist sowas ganz normal.

Das hört man immer wieder, stimmt so aber nicht.

Ich musste als angehende Schwesternschülerin zu einer Einstellunguntersuchung beim Hochschularzt. Dort musste ich den kompletten Oberkörper "freimachen", damit der Herr Doktor das Herz abhören konnte, was er sehr lange und gewissenhaft tat. Naja, nach und nach lernte man in der Ausbildung seine Kurskollegen kennen. Was kan da raus: Alle weiblichen Patienten haben sich bei desem Mann ausziehen müssen, die Männer nicht. Da war anscheinend das Herz gar nicht wichtig, weil er es bei denen gar nicht erst abgehört hatte. Auch die Mädels, die bei der Hochschulärztin waren, musste sich nicht ausziehen.

Fakt ist: Auch in der Ärzteschaft gibt es geile Böcke. Die habe nur das "Glück" und können sich unter dem Deckmäntelchen "notwendige Untersuchung" verstecken.

Warum vertraut man plötzlich einem Menschen so viel Intimes an, nur, weil er Medizin studiert hat?

Ich bin seit diesem Vorfall äußerst skeptisch und vorsichtig geworden.

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Meinem Freund ging es vor ein paar Tagen ähnlich bei einem Haut-Check. Ärzte benutzen auch in gewissen Momenten einfach den Überraschungseffekt. Lassen den Patienten nicht zum Überlegen kommen, nehmen ein Zögern als ein Ok oder übersehen es bewußt.

Ich habe unser Erlebnis hier im Forum in der Spalte Dermatologie/Hautscreening niedergeschrieben.

Ich weiß leider nicht, wie der Link dahin geht. Ich hoffe aber, ihr findet es und es trägt etwas zum Thema bei.

Liebe Grüße Ulrike

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