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Von Ärzten respektiert werden, wenn ich etwas nicht möchte

ax.fi;s2h


Wenn eine Frau eine Missbrauchserfahrung hat, kann sie ihrer Ärztin ja sagen, dass sie sich deshalb nicht nackt vor ihr zeigen will. Das müsste die Ärztin doch verstehen.

Man sollte sich überhaupt nicht rechtfertigen müssen. Wenn man etwsas nicht will, will man das nicht, Punkt. Da hat niemand dran herumzukritteln oder gar noch Druck zu machen. Was für eine Unverschämtheit!

Kpla3rice


@ schnecke1985

Ich finde es aber gut, dass du dich traust deine Grenzen als Patient vor dem Arzt durchzusetzen :)^ vielleicht bewirkt das ja irgendwann was

Danke @:)

@ Herman_the_German

Naja, ein bisschen lächerlich ist es schon, sich als Frau vor einer Ärztin nicht nackt zeigen zu wollen.

Weißt du, ich habe zum Beispiel gar keine Angst vorm Zahnarzt, aber ich käme nie auf die Idee, Menschen mit Dentalphobie zu belächeln, nur weil mir Bohren und Zähneziehen nichts ausmacht. Jeder hat halt andere Erfahrungen und Ängste, da gibt es für mich nichts, was ich als lächerlich bezeichnen würde. Dieser Spott hilft Betroffenen auch nicht.

Wenn eine Frau eine Missbrauchserfahrung hat, kann sie ihrer Ärztin ja sagen, dass sie sich deshalb nicht nackt vor ihr zeigen will.

Sollte ein Arzt ein "NEIN" aber nicht sowieso immer akzeptieren? Ich meine, Gründe wird es für den Patienten ja immer geben und verbale Standpauken, wie sie mir gehalten wurden, sorgen nicht unbedingt für eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der man bereit ist, sich so zu offenbaren.

Ich finde, die Aussage "das möchte ich nicht" ist klar und sollte ausreichen. Nicht jede/r ist in der Lage, die Hintergründe zu schildern. Mal davon abgesehen, dass mich in der Situation auch noch nie jemand danach gefragt hat. Es hieß immer nur gleich, ich solle mich nicht so anstellen, ohne zu fragen, warum ich das ablehne. Hätte da jemand ruhig nachgefragt, welche Bedenken ich habe, hätte ich evtl. auch gesagt, dass ich schlechte Erfahrungen gemacht und deshalb ein Problem damit habe.

SdP20


Boah!

Ja, bei sowas könnt ich kotzen!

Ich habe mich einmal in einem anderen Bundesland am Fuß verletzt und musste dort ins Krankenhaus.

Die Ärzte dort waren die uren Trottel!

Mega unfreundlich, ich wurde sogar geschimpft und gefragt, was ich mir einbilde, nicht zu mir Nachhause zu fahren und dort ins Krankenhaus zu gehen!

Dann hat ein Arzt ohne Erklärung an meinem Bein und Fuß herumgezogen, nen Verband rumgemacht und eine Schwester hat mir ne Spritze ins Bein gehaut.

Er meinte dann – das kann ich jetzt jeden Tag selber machen – Rezept und tschüss...

S*ilbgermoUndauxge


also ehrlich

beim gyn ganz ohne daliegen muessen, im behandlungszimmer oben ohne oder in unterwaesche sitzen muessen bis der arzt 10 min spaeter mal kommt, sich bis auf die unterwaesche ausziehen muessen obwohl es auch im shirt ginge, das sind alles sachen die muessen nicht sein ! kommen aber oft vor

A>leonxor


Bei meinem ExGyn wurde man direkt ins Behandlungszimmer gebeten und sollte sich da dann schonmal frei machen. 10-15min später kam er dann reingeschwebt, hopp auf den Stuhl, Abstrich, Abtasten, oben rum frei machen, Abtasten und husch war er wieder weg ...

M!ayaCnxa


Wenn ich zu einem Hautscreenig gehe, erfolgt dies ärztlicherseits zu Bedingungen, die festgelegt sind, eben als gewisser Standard. Nachdem diese Praxis wegen genau dieser Handhabung vielleicht sogar ein Zertifikat erhält.

Ich kann mich damit arrangieren, oder ich kann es ganz bleiben lassen. Halbe Sachen sind nie gut.

Ein Arzt darf sich nicht darauf verlassen, dass Patient behauptet, dort wäre eben nichts. Genau das könnte ihm zum Verhängnis werden, wenn er es unterläßt bei jemandem zu schauen, der meint, das kleine Leberfleckchen sei ja nix oder so.

Und im Anfangstadium wäre dort vielleicht doch etwas zu finden. Und der Arzt schaut ja auch hinten, wo man sich selbst nicht wirklich gut sehen kann (außer man hat zu Hause eine Spiegelgalerie...) Aber wer hat die schon....

Ich finde, hier wird sich künstlich über etwas erregt, was höchstens 1 Minute beim Arzt ausmacht. Und in den wirklichen Intimbereich schaut er eh nicht....

KBlarixce


@ SP20

Wieso sollte ich mich vor der Hautärztin ganz ausziehen, wenn ich weiß, dass ich da keine Muttermale habe!??

Ich durfte mir anhören, dass ich wohl kaum jede Stelle meines Körpers sehen und deshalb gar nicht wissen könne, ob ich nicht doch irgendwo dort ein Muttermal habe. Das fand ich auch unglaublich anmaßend, ich werde meinen eigenen Körper wohl besser kennen, als diese Dame!

Und selbst wenn ich dort ein Muttermal hätte, ist es immer noch meine Sache, ob ich es der Ärztin zeigen möchte oder nicht. Das "Risiko" ist es mir ja vielleicht wert... Man kann es drehen und wenden wie man will, am Ende kommt für mich dabei immer heraus: Es ist mein Körper und da entscheide ich – sonst niemand!

Da kann man sich auch in der Disco vor allen ausziehen, wenn das lächerlich ist, dann wäre es überhaupt lächerlich an warmen Tagen Kleidung zu tragen!

;-D :)=

@ a.fish

Niemand sollte gezwungen werden, über seine eigene Schamgrenze zu gehen (Ausnahmen bei med. Notfällen etc. jetzt mal außen vor). Ganz egal, was dahinter steckt, persönliche Grenzen hat man zu akzeptieren, auch wenn man einen weißen Kittel trägt.

Besser hätte ich es nicht formulieren können :)^ Bin froh, dass ich das nicht alleine so sehe :-D

Klarice, ich finde es super, dass Du da konsequent geblieben bist. Ich lass mich immer viel zu schnell einschüchtern.

Ich war da leider auch nicht immer so konsequent. Aber einmal fühlte ich mich so beschämt (musste zur Impfung, wollte die Tetanusspritze in den Arm, es war aber ein Vertretungsarzt, der meinte, er impft das nur in den Oberschenkel/Po). Da habe ich mich so blöd gefühlt danach, weil ich wusste, dass es nicht notwendig war und ich nur nachgegeben habe, wegen seiner barschen Art... da schwor ich mir, mich nie mehr derart überrumpeln zu lassen.

Bei meiner letzten Frauenärztin sollte ich nach der Untersuchung noch die Burst abgetastet bekommen, ich war also noch unten ohne und sie forderte mich auf, mein Oberteil auszuziehen, im Behandlungsraum.

Unmöglich sowas! Nur damit es schnell schnell geht, wie am Fließband. Wie man sich dabei als Patient/in vorkommt, ist scheinbar egal. Ich weiß schon, dass die Ärzte heutzutage viel Druck von außen haben, Gesundheitsreform etc., aber es ist trotzdem nicht in Ordnung, die Leute deshalb so abzufertigen.

Ein anderer Arzt, der sich absolut respektlos verhalten hat, war der Neurologe bei dem ich mal mit meiner Mutter war. Der hat konsequent nur in der dritten Person über mich mit meiner Mutter gesprochen (ich saß daneben) und war in seiner Wortwahl auch nicht gerade umsichtig.

Sowas ist mir als Jugendliche auch öfter passiert :(v

SwP2x0


Da hast du schon Recht, aber wenn man da Komplexe hat, wünscht man sich trotzdem, anders behandelt zu werden und zwingen kann einen auch ein Arzt nicht!

Ich bin immer noch selbst für mich verantwortlich!

A~leo>nojr


Wenn ich zu einem Hautscreenig gehe, erfolgt dies ärztlicherseits zu Bedingungen, die festgelegt sind, eben als gewisser Standard. Nachdem diese Praxis wegen genau dieser Handhabung vielleicht sogar ein Zertifikat erhält.

Komisch, bei meinem Hautkrebsscreening konnte ich meinen Slip anlassen. Mein Doc hat mich lediglich gefragt ob da Muttermale sind.

Ich finde, hier wird sich künstlich über etwas erregt, was höchstens 1 Minute beim Arzt ausmacht. Und in den wirklichen Intimbereich schaut er eh nicht....

Es hat halt jeder ne andere Schmerzgrenze. Und ein Arzt behandelt den ganzen Menschen. Dazu gehört auch der Respekt vor dieser Person.

S)P2x0


- an Mayana

SxP2}0


Ps.: Ich kenne meinen Körper in und auswendig! Und ja auch mit Spiegeln, kann mir nicht vorstellen, das jemand sich in der Pubertät nicht von alles Seiten betrachtet hat?? ;-D *gggg*

KAlqarice


@ Mayana

Wenn ich zu einem Hautscreenig gehe, erfolgt dies ärztlicherseits zu Bedingungen, die festgelegt sind, eben als gewisser Standard. Nachdem diese Praxis wegen genau dieser Handhabung vielleicht sogar ein Zertifikat erhält.

So ein Screening ist doch aber nur ein Angebot, das ich annehmen kann. Es wurde mir nicht verordnet, ich habe es privat machen lassen, also kann doch auch ich entscheiden, wie viel ich davon in Anspruch nehmen möchte. Natürlich kann mich der Arzt auf den Standard hinweisen und mir sagen, was in der Regel alles dazu gehört, aber deshalb bin ich doch noch lange nicht verpflichtet, alles machen zu lassen, oder? ":/

Ich kann mich damit arrangieren, oder ich kann es ganz bleiben lassen. Halbe Sachen sind nie gut.

Du würdest mir also raten, den Großteil meiner Hautoberfläche besser gar nicht checken zu lassen, nur weil ich einen kleinen Bereich meines Körpers von der Untersuchung ausklammern möchte ??? Das finde ich seltsam. Halbe Sachen mögen schlechter sein, als ganze, aber doch besser, als gar nichts, finde ich.

Ein Arzt darf sich nicht darauf verlassen, dass Patient behauptet, dort wäre eben nichts. Genau das könnte ihm zum Verhängnis werden, wenn er es unterläßt bei jemandem zu schauen, der meint, das kleine Leberfleckchen sei ja nix oder so.

Inwiefern wird ihm das zum Verhängnis? Ich kann ihn danach doch nicht haftbar machen, wenn ich explizit darum gebeten habe, gewisse Stellen nicht zu untersuchen. Es kann höchstens mir zum Verhängnis werden, aber das ist ja, wie bereits gesagt, meine Sache.

Ich finde, hier wird sich künstlich über etwas erregt, was höchstens 1 Minute beim Arzt ausmacht

Für mich wäre diese 1 Minute eben schlimm, aber es geht hier ja auch eher um das Grundsätzliche. Nämlich respektiert zu werden, wenn man etwas nicht möchte. Das mit der Hautärztin war ja nur ein Beispiel.

K&lar1icxe


@ Aleonor

Und ein Arzt behandelt den ganzen Menschen. Dazu gehört auch der Respekt vor dieser Person.

Schön gesagt, genau so sehe ich das auch :)^

RUFichxte


also, ich habe es mir vor längerer Zeit angewöhnt, bei Ärzten völlig emotionslos "Ja" oder "Nein" zu sagen. Das geht super, wenn sie das sofort merken. ;-D

Insbesondere bei Eingriffen (OPs) auch kleiner Art sollte man sich grundsätzlich nicht von der Ärzteschaft drängen lassen. Man hört immer wieder von Kritikern der Gesundheitsindustrie, dass zu viel operiert wird.

Ich zitiere mal ein drastisches Beispiel: Gerd Gigerenzer (Psychologe), Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. In seinem Buch "Das Einmaleins der Skepsis – über den richtigen Umgang mit Zahlen und Risiken" schreibt er, grob gesagt, auch über Irrtümer und falsche Diagnose von Medizinern. Da ist dann bspw. zu lesen, dass es bei Diagnoseverfahren eben auch falsch-positive Ergebnisse gibt. Und er sagt, was aber inzwischen schon nicht mehr neu ist : " Jedes Jahr werden rund 100.000 deutsche Frauen, die keinen Brustkrebs haben, nach einem positiv ausgefallenen Screening- Mammogramm operiert (Biopsie) oder ihnen werden die Brüste teilweise oder ganz amputiert; nur wenige dieser Frauen wissen, dass die meisten positiven Mammogramme falsch-positiv sind."

Da kann einem doch schlecht werde...sage ich.

Bei Hautchecks habe ich hier zuverlässig gehört, dass vorher schriftlich erklärt werden muss, ob man im Intimbereich auch untersucht werden will oder nicht.

Ich bin ein freizügiger Mensch, aber wenn mir Arzt/Ärztin unsympathisch sind, würde ich mich "prophylaktisch" nicht ausziehen. Man stößt an seine Grenzen als Patient, wenn man dort wohnt, wo sich nicht so leicht ein Arzt hinverirrt und also lieber viele Absolventen in die Pharmaindustrie und andere patientenfreie Tätigkeitsfelder gehen.

Stellen Sie sich nicht so an, habe ich – zum Glück für die Ärzteschaft ;-) – noch nicht gehört.

Als Bürger muss man sich m.E. immer bewusst machen, dass man Arzt oder Ärztin sehr gut und immer höher bezahlt. Wenn die Zahlung durch die Krankenkasse erfolgt, muss man immer daran denken, dass viele dort jahrelang nicht niedrige Beiträge bezahlt haben, die die tatsächlichen Arztkosten im Ernstfall oft weit übersteigen.

Also, ich fühle mich bei Ärzten gar nicht unsicher, nur insofern, dass ich ihre Diagnosen nicht so einfach überprüfen kann. Aber ich kann eben "Nein" sagen und wieder gehen, um vielleicht später wiederzukommen, nachdem ich mich bei med1 ;-) und anderen selbst schlauer gemacht habe.

Emhem)alige:r Nut$zer (#J32573x1)


Wieso sollte ich mich vor der Hautärztin ganz ausziehen, wenn ich weiß, dass ich da keine Muttermale habe!??

Also ind em Falle: entweder ich mache ein komplettes screening oder lasse es ganz bleiben. Wenn mir sowas zu peinlich ist dann brauche ich auch nicht zum Arzt gehen.... aber jeder wie er meint ...

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