» »

Von Ärzten respektiert werden, wenn ich etwas nicht möchte

SFchwVar=ze(s Blxut


Ich bin 25..

Ich wollte das nur wegen den 35€ wissen, ab dem 35. Lebensjahr wird der Check von der Kasse gezahlt.

Die Angst ist, durch die Weigerung erst recht in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zurücken

Bei wem rückst du damit in den Mittelpunkt. Du weigerst dich ja nicht im Wartezimmer. Ein Arzt hat das zu akzeptieren, fertig. Es geht um deine Befindlichkeiten, nicht um die des Arztes.

FaentFa


Klarice

Das stimmt ja alles, aber ich möchte es eben nicht, es ist doch mein Körper und meine Sache, was davon ich untersuchen lasse und was nicht, oder?

Ja, ist es. Ich habe einige Monat im Zuge meines Studiums in einer dermatologischen Ambulanz gearbeitet und dort unter anderem auch bei der Begutachtung von Muttermalen geholfen. Dementsprechend war diese Klinik eine Uniklinik und diese sind für gewöhnlich nicht für besonders einfühlsames Verhalten bekannt. ;-D Bei uns wurde aber IMMER gefragt, ob im Intimbereich Muttermale vorhanden sind und wenn gesagt wurde "Nein" war die Sache gegessen. Wenn jemand gesagt hat "Ja, aber ich möchte diese nicht herzeigen", wurde EIN Mal auf die Risiken hingewiesen und erklärt, dass die Untersuchung sehr schnell vonstatten geht. Wenn das nicht gewünscht wird, dann ist das mE so hinzunehmen (und wurde auch so hingenommen). Manche Patienten waren auch bereit ihre Muttermale im Intimbereich zu zeigen, wenn sie sich nicht vollständig freimachen mussten (wenn also bei einem Muttermal am Schamhügel oder an den äußeren Schamlippen nur der Slip ein wenig zur Seite geschoben wurde).

Wenn du etwas nicht willst, dann hat der Arzt das hinzunehmen. Dass Patienten etwas ablehnen kommt häufig vor, besonders zB wenn es um rektale Untersuchungen geht. Nach einem Hinweis wie schnell und schmerzlos das Ganze abläuft, und dass es nicht unerheblich wäre, dort zu tasten ob alles in Ordnung ist, ist eine Verweigerung hinzunehmen. Manche Ärzte scheinen das aber tatsächlich schon als persönlichen Angriff zu werten. ":/

gjrimxoire


@ klarice:

Was willst du eigentlich? Ich hab dir doch recht gegeben. Sogar noch ein zweites Mal als ich auf einen anderen Kommentar Bezug nahm. Aber erklären werde ich dir ja wohl noch etwas dürfen.

Herzlichen Glückwunsch zu deinem Verhältnis zu deinem Körper.

Sztalftyr


und machte mir schwere Vorwürfe. Ich handle fahrlässig, benehme mich unvernünftig und kindisch. Muss ich so mit mir reden lassen?

Musst du nicht. Andererseits hat die Ärztin recht. Eine ÄrztIN ist erstens auch eine Frau und geht zweitens, was noch viel wichtiger ist, täglich mit menschlichen Körpern um - das ist quasi ihr "Arbeitsmaterial". Wenn das nicht ein gewaltiger Unterschied zum Ausziehen in der Disko ist dann weiß ich auch nicht. Was sollen junge Männer bei der Musterung sagen? Auch hier untersucht oft eine Ärztin. Auch ich habe schon vor meiner Ärztin die Buxe runtergelassen. Sich als Frau vor einer Ärztin so zu genieren ist in der Tat kindisch hoch 10.

Klar bist du zu nichts gezwungen und kannst das auch durchsetzen, aber bevor man hier nur auf die ach so bösen Ärzte eindrischt sollte man auch sein eigenes Verhalten kritisch hinterfragen. Wenn dann eine Krankheit vorliegt heißt es nachher nämlich "Der/die hat das nicht entdeckt obwohl ich bei der Untersuchung war". "Der/Die hat es nicht entdeckt weil ich zu feige war mich 10 Sekunden frei zu machen" wird dann garantiert nicht gesagt.

Habe mir einfach eingeredet, dass das alles für meine Gesundheit ist und sie das jeden Tag macht. Besser alles kontrollieren und richtig machen und nicht nur kurz ein paar Stellen ansehen.

Genau so sieht es ja auch aus!

Ob ich dieses Jahr sagen soll, dass ich nicht mehr am Intimbereich untersucht werden will?

Warum, wo du doch eine Zeile darüber eine so plausible Erklärung geliefert hast.

-=Toffui*fee-


Warum, wo du doch eine Zeile darüber eine so plausible Erklärung geliefert hast.

Sie hat letztes Jahr keine gefunden und etwas unangenehm ist die Situation ja schon ;-)

EshemAaligeEr [NutzEer ('#2'82877x)


Was sollen junge Männer bei der Musterung sagen? Auch hier untersucht oft eine Ärztin.

Diese jungen Männer haben das Recht einen Urologen ihres Vertrauens aufzusuchen und die entsprechenden Befunde zur Musterung mitzubringen.

;-)

w,ald@wuffxel 78


Hallo,

auch ich habe hin und wieder mal zu bestimmten Untersuchungen "Nein" gesagt und bin damit auf geteiltes Echo gestoßen. Meist konnte ich das aber ganz gut klären. Was jedoch hier einige erlebt haben, ist einfach nur "Unter der Gürtellinie"!

Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass Krankenschwestern (wie Mellimaus21) oder anderes Pflegepresonal richtig böse (und zum Teil auch beleidingend)wird, wenn man denen widerspricht. Als ich wegen einer Fuß-Op Thrombosespritzen im KH benötigte und mir diese nicht in den Bauch geben lassen wollte, wurde die Krankenschwester richtig ausfallend. Und das habe ich bereits immer wieder gehört und zum Teil auch erlebt. Wer sich als solches Personal nicht ein klein wenig in die Patienten einfühlen kann, der hat in diesem Beruf nicht verloren. Denn die meisten Patieten sind nicht bösartig und kein natürlicher Feind.

viele Grüße

wPaldAwufflel 78


soll natürlich beleidigend heißen

S]tal:fyr


Sie hat letztes Jahr keine gefunden und etwas unangenehm ist die Situation ja schon

Natürlich. Aber sie ist schnell vorbei und bedarf in diesem Zusammenhang keinerlei Scham. Ich finde die Situation, mit offenem Mund auf dem Zahnarztstuhl zu sitzen, nicht nur als etwas unangenehm (auch wenn ich kein Extremphobiker bin). Soll ich deshalb die Lippen zusammenpressen und meinem ZA sagen "Stellen Sie die Diagnose wie sie wollen, aber den Mund mach ich nicht auf!"? ;-)

@ Aleonor:

Nun, zumindest vor einem Arzt müssen sie dann aber die Hüllen fallen lassen. Dass das dann eben auch ein Mann sein kann ändert wenig am thematischen Kontext, denn hier war es ja im Falle der TE auch eine Ärztin.

EwheemaligerT Nu'tzer7 (#28x2877)


Sie können auch schlicht verweigern ^^

K7larixce


@ schnecke1985

Ich habe leider schon zig Beispiele im nahen Bekanntenkreis gehört, wo es gleich ablief: Die Ärzte konnten nicht eingestehen, dass sie mit einem Fall überfordert waren und haben dann einfach irgendwie rumgedoktert, bis schließlich bleibende Schäden wg. der Falschbehandlung da waren. Und das alles nur, weil sie nicht auf den Patienten und seine Beschwerden gehört haben :(v

Ja, das ist wirklich schlimm, wenn so auch noch richtige Schäden verursacht werden. Ich bin den Fehlbehandlungen zum Glück meistens entgangen, aber ich hätte auch schon das ein oder andere mal unnötig operiert werden sollen.

Als ich mir im Skiurlaub das Knie verdrehte, meinte der erste Arzt gleich "Tausend Mal gesehen, Kreuzbandriss, wir operieren dann morgen früh". Mir ging das zu schnell, ich ließ mich auf eigene Gefahr und Kosten nach Hause transportieren, dort ging ich dann zu meinem Orthopäden, MRT, Resultat: Nichts gerissen, Arthroskopie überflüssig. Bekam Krankengymnastik und nach einigen Wochen waren die Beschwerden weg.

@ haphazard

"Stellen sie sich nicht so an, sie hatten doch schon Verkehr." ??? Himmel, bei mir gingen gleich alle Schleusen auf und ich fing an zu heulen. Ich fühlte mich so schutzlos auf diesem Stuhl... :°(

Dann kam noch so eine Kommentar: "Warum heulen sie denn jetzt?"

"Hat bei Ihnen schon mal ein Frauenarzt den Anus abgetastet?" Und ich voller Panik. "Nein, das will ich aber auch nicht." Herr Dr. aber: "Was ??? das muss aber sein!" Und schon hatte ich seinen Finger im Arsch."

Ich bin dann nach der Untersuchung ganz schnell mit dem Pillenrezept aus der Praxis geflüchtet. Das war so schlimm!

:-o :|N Wirklich entsetzlich :°_

@ Der kleine Prinz

ich liege öfter mal im Krkhs, normalerweise immer im Zwei- oder Einbettzimmer und mit Chefarztbehandlung. Da gab es nie ein Problem damit, dass jemand über meinen Kopf hinweg entschieden hätte.

Ging mir leider ganz anders, ich bin auch privat versichert mit allem drum und dran und gerade die Chefärzte haben kaum mit sich reden lassen. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass mir gerade WEIL ich privat versichert bin unnötiges Zeug aufgeschwatzt werden sollte.

Und auch schlimm, wenn man aus dem goldenen Käfig nicht rauskommt: Als ich mit gyn. Beschwerden ins Krankenhaus kam, bat ich darum, von einer weiblichen Ärztin untersucht zu werden. Aussage: "Das geht nicht, sie haben Chefarztbehandlung und der ist nun mal ein Mann". Ich sagte, dass ich mich aber grundsätzlich nicht von Männern gyn. untersuchen lasse (da aus der Verzweiflung heraus sogar mit dem Zusatz "weil ich in der Kindheit sex. missbraucht wurde"). Daraufhin Stirnrunzeln und Schweigen, dann "ok, gehen sie in Behandlungszimmer 5, wir schicken eine Ärztin". Ich warte dort und falle fast um, als doch der männliche Chefarzt hereinkommt. Seine Aussage "Wieso wollen sie eine schlechtere Behandlung, als ihnen zusteht?" :-| Und das nur, weil ich durch meine Versicherung das Recht auf Chefarztbehandlung habe. Ich wusste nicht, dass es zur Pflicht werden kann :(v

@ -Toffifee-

Ob ich dieses Jahr sagen soll, dass ich nicht mehr am Intimbereich untersucht werden will?

Wenn du dort nicht untersucht werden willst, dann solltest du das auch sagen, ja. Du musst abwägen, was dir wichtiger ist bzw. wie sinnvoll die Untersuchung für dich ist. Ich werde das das nächste Mal auch gleich vorher klären, also noch bevor ich irgendetwas ausziehe und schon untersucht werde.

@ Fenta

Wenn jemand gesagt hat "Ja, aber ich möchte diese nicht herzeigen", wurde EIN Mal auf die Risiken hingewiesen und erklärt, dass die Untersuchung sehr schnell vonstatten geht.

So finde ich das auch in Ordnung :)z

Wenn das nicht gewünscht wird, dann ist das mE so hinzunehmen (und wurde auch so hingenommen).

:)^

Wenn du etwas nicht willst, dann hat der Arzt das hinzunehmen. Dass Patienten etwas ablehnen kommt häufig vor, besonders zB wenn es um rektale Untersuchungen geht. Nach einem Hinweis wie schnell und schmerzlos das Ganze abläuft, und dass es nicht unerheblich wäre, dort zu tasten ob alles in Ordnung ist, ist eine Verweigerung hinzunehmen. Manche Ärzte scheinen das aber tatsächlich schon als persönlichen Angriff zu werten.

Ja, scheinbar :-/

@ grimoire

Was willst du eigentlich?

Ich wollte nur nochmal erklären, dass ich die Risiken kenne und es auch gut finde, auf sie hingewiesen zu werden. Das ist die Aufgabe des Arztes, aber eben nicht auf Biegen und Brechen versuchen, mich zu überreden. Und das mit Druck und blöden Sprüchen.

@ Stalfyr

Eine ÄrztIN ist erstens auch eine Frau und geht zweitens, was noch viel wichtiger ist, täglich mit menschlichen Körpern um – das ist quasi ihr "Arbeitsmaterial"

Mag sein, aber das ist für mich kein Grund, ihr meinen Intimbereich "unnötig" zu zeigen. Wie gesagt, ich weiß, dass ich keine Leberflecken dort habe und ich nehme das Restrisiko (evtl. unentdeckte Veränderung im Anfangsstadium) hin. Das muss doch ich entscheiden und nicht die Ärztin. Sie kann mir einen gutgemeinten ärztlichen Rat geben, wenn es ihr wirklich um meine Gesundheit geht, aber mich nicht so runterbuttern, als bin ich ihr irgendwie Rechenschaft schuldig.

Was sollen junge Männer bei der Musterung sagen?

Erstens können sie die Untersuchung des Intimbereichs verweigern (wissen einige vielleicht auch nicht, aber man muss den berühmten "Kontrollgriff" nicht vornehmen lassen und sich auch nicht bücken...). Zweitens macht ein "Unrecht" ein anderes nicht besser. Ich finde es grundsätzlich auch nicht in Ordnung, dass sich junge Männer überhaupt mustern lassen müssen. Unterschreibe jede Petition dagegen, keine Bange.

Wenn dann eine Krankheit vorliegt heißt es nachher nämlich "Der/die hat das nicht entdeckt obwohl ich bei der Untersuchung war". "Der/Die hat es nicht entdeckt weil ich zu feige war mich 10 Sekunden frei zu machen" wird dann garantiert nicht gesagt.

Wirst du wahrscheinlich nicht glauben, aber ich wäre tatsächlich so ehrlich. Ich käme nie auf die Idee, der Hautärztin in 5 Jahren vorzuwerfen, dass sie eine Veränderung an meinen Schamlippen nicht entdeckt hat, wenn ich doch selbst darauf bestand, dass sie diesen Bereich auslässt. Finde ich völlig absurd. Mir geht es ja gerade um MEINE Verantwortung für meinen Körper.

S2talxfyr


Das glaube ich dir gerne dass du so ehrlich bist. Das weiß aber die Ärztin nicht. Ihre Pflicht ist es, dich gründlich zu untersuchen. Für halbherzige Untersuchungen wird sie nicht bezahlt. Sieh es aus der Perspektive der Ärztin: die hat eine erwachsene Frau vor sich, die sich freiwillig untersuchen lässt und dann plötzlich bockt wie ein Kind, das 'ne Spritze in den Allerwertesten kriegen soll. Es ist kontraproduktiv und unreif, hier die Mitwirkung zu verweigern. Aber hey, jedem das Seine. Gezwungen bist du ja nicht. :)z Ich bin auch gegen Zwang, aber dass die Ärztin da mal den Kopf schüttelt ist nicht verwunderlich.

Das Verweigerungsrecht bezüglich der Musterung kannte ich in der Tat nicht. Allerdings nehmen es wohl auch die wenigsten in Anspruch. Ich war damals z.B. ganz froh, mal gründlich am ganzen Körper und auch "da unten" gecheckt worden zu sein.

s"weelja87


Also ich wär sofort aufgestanden und gegangen! Sowas muss man sich nicht bieten lassen!!!

E;hemaliger Nkutzer (#1282877x)


und dann plötzlich bockt wie ein Kind, das 'ne Spritze in den Allerwertesten kriegen soll.

Der Vergleich hinkt ja wohl gewaltig. Wenn ich als mündige Patientin eine Untersuchung/Behandlung ablehne nachdem ich über die möglichen Risiken aufgeklärt bin bin ich doch nicht bockig? Ich bin schlicht und ergreifend nicht Autoritätsblind. :|N

Es ist kontraproduktiv und unreif, hier die Mitwirkung zu verweigern.

Wenn es danach ginge hätte ich meinem ExGyn jedes Jahr knapp 100€ in den Rachen werfen können...

aber dass die Ärztin da mal den Kopf schüttelt ist nicht verwunderlich.

Die Ärztin hat aber ihren Patienten und seine Wünsche zu respektieren und sich nicht so anzustellen wie ein Kind dem man den Schnuller klaut (um mal bei deinem Vergleich zu bleiben)

Sdpnrincgchxild


Ich hab jetzt ehrlich gesagt nicht alles gelesen, wollte mich aber auch mal zu Wort melden bzw. einfach meinem Ärger Luft machen, weil es mir beim Frauenarzt sehr oft so geht, dass ich als Vaginismus-Patientin auf den Stuhl gezwungen werde, obwohl ich genau weiß, dass ich nicht untersucht werden KANN (da geht es nicht mal um's Wollen; natürlich will ich untersucht werden, ich hab ja schließlich genauso wenig Lust auf Gebärmutterhalskrebs wie jede andere).

Und dabei rede ich nicht von einem bestimmten Frauenarzt oder von zwei schwarzen Schafen, sondern von ALLEN Frauenärzten, bei denen ich in meinem Leben war (gefühlte hundert, in Wahrheit vermutlich so um die 15).

Ich bin immer noch auf der Suche nach einem Frauenarzt, bei dem es dann nicht heißt: "Kommen Sie, wir versuchen es mal" und dann auf meine Einwände keine andere Antwort mehr kommt, bis ich auf dem Stuhl sitze.

Weigere ich mich erfolgreich, heißt es: "Wenn ich Sie nicht untersuchen kann, dann kann ich Ihnen auch nicht helfen". Es hat noch kein einziger Frauenarzt als seine Aufgabe betrachtet, mir dabei behilflich zu sein, in eine Position zu gelangen, in der ich mich schmerzfrei untersuchen lassen kann. Die teuren Dilatoren zur Selbstbehandlung wurden mir nicht etwa verschrieben, sondern ich musste sie mir selbst kaufen. Die einzige "Hilfe", die ich erhalten habe, waren Überweisungen zu Psychologen.

Ich habe mich erfolgreich selbst behandelt, und die einzige Situation, in der ich mich aus psychischen Gründen nach wie vor verkrampfe, ist die Untersuchung beim Frauenarzt.

Und dabei versuche ich so kooperativ zu sein wie nur irgend möglich. Ich bitte darum, mir Spekulum und Vaginalsonde selbst einführen zu dürfen, und die Hand an den Geräten behalten zu dürfen, um mich sicherer zu fühlen. Bei den bisher zwei Vaginal-Ultraschall-Untersuchungen, zu denen ich meinen Körper überreden konnte, wurde dann rücksichtslos an der Sonde geruckelt, bis das Ding aus mir rausschoss wie ein Sektkorken, weil mein Beckenboden gekrampft hat. Ganz abgesehen davon, dass ich mir nach dem wahnsinnig schmerzhaften Versuch, mir das Spekulum einzuführen, anhören durfte, damit könne ich mir gar nicht wehtun, weil die Ecken abgerundet waren. Mag sein, aber es fühlte sich trotzdem an, als würd ich mir da unten alles aufschneiden.

Ich fühle mich nach Frauenarztbesuchen immer so richtig mies, und das liegt nicht nur an meinem Ehrgeiz, diese blöde Untersuchung endlich mal erfolgreich hinter mich zu bringen, und daran, dass ich die Notwendigkeit einer Krebsvorsorge-Untersuchung erkenne, sondern zu einem nicht zu verachtenden Anteil daran, dass ich von Frauenärzten nicht ernst genommen und übergangen werde, wenn ich sage, dass ich auf diese oder jene Art nicht angefasst werden möchte, weil ich genau weiß, dass dann mein Beckenboden krampft.

Da ich sowieso Schwierigkeiten habe, Ärzten zu vertrauen, seitdem ich als Kind mal von drei Leuten zwecks einer Blutabnahme festgehalten wurde, wird mir diese Sache wohl noch einiges Kopfzerbrechen bereiten, denn jeder Besuch bei einem Frauenarzt kostet mich mehr Überwindung.

Dabei spielt Schamgefühl oder ähnliches nicht einmal eine Rolle. Ich hab einfach Angst vor den Schmerzen, die kommen, wenn man mich falsch anfasst. Und für diese sehr reale Angst fallen mir sogar Lösungswege ein, aber ich finde einfach keinen Frauenarzt, der sich dazu herablässt, mir behilflich zu sein. Die Hilfe von einem Frauenarzt bräuchte ich dabei aber ganz dringend, denn zuhause und allein habe ich nicht die geringsten Probleme dabei, mir ein Spekulum einführen und es öffnen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH