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Von Ärzten respektiert werden, wenn ich etwas nicht möchte

K!la3rrice


@ Stalfyr

Ihre Pflicht ist es, dich gründlich zu untersuchen.

Ja, deshalb ist es ja auch gut, wenn sie mir den vollen Umfang der Untersuchung anbietet. Das ist ihre Aufgabe, ich kann es in Anspruch nehmen. Es ist aber keineswegs ihre Pflicht, mir Dinge aufzudrängen, die ich nicht möchte.

Sieh es aus der Perspektive der Ärztin: die hat eine erwachsene Frau vor sich, die sich freiwillig untersuchen lässt und dann plötzlich bockt wie ein Kind

Das ist ja genau das, was mich stört. Wenn man als Patient etwas ablehnt, wird man mit einem bockigen Kind verglichen. Das finde ich so unverschämt, so anmaßend. Sobald man eine eigene Entscheidung trifft, wird man blöd angemacht. Ich verstehe nicht, was es mit Bocken zu tun hat, wenn ich einen Teil der Untersuchung dankend ablehne.

Ich war damals z.B. ganz froh, mal gründlich am ganzen Körper und auch "da unten" gecheckt worden zu sein.

Das hättest du aber auch jederzeit bei deinem Hausarzt machen lassen können. Ich will es ja nicht schlecht reden, wenn jemand seine Musterung gut fand, aber ich finde es schade, wenn andere, die das nicht wollen, dazu gezwungen werden.

S.taLlCfyr


Sagte ich ja auch eingangs. Gebetsmühlenartige Vorwürfe sind überzogen.

SItalsfyr


Der vorige Beitrag ging an Aleonor.

@ Klarice:

Wenn man als Patient etwas ablehnt, wird man mit einem bockigen Kind verglichen.

Ablehnung und Ablehnung sind zwei Paar Schuhe. Wenn ich z.B. ständige Röntgenuntersuchungen ablehne hat das eher etwas mit aufgeklärter Mündigkeit zu tun als die Verweigerung, sich vor der bösen voyeuristischen Ärztin nackig zu machen. ;-) Aber hey, wenn du das für dich okay findest dann ist es auch okay, keine Frage. Du bestimmst über deinen Körper. Aber leb damit dass nicht alle sagen "Oh ja wie recht du hast, die fiese Ärztin!" :)^

S,ta*lafyxr


nochmal @ Aleonor:

Ich bin schlicht und ergreifend nicht Autoritätsblind.

Mit Authoritätsblindheit hat das nullkommagarnichts zu tun. Der Arzt ist keine Authorität. Ich gehe jedenfalls zum Arzt, um sichere Diagnosen zu bekommen. Wenn ich selbst meine zu wissen, was ich wo habe, ist ein Arztbesuch vielleicht überflüssig?

@ Springchild:

Da liegt der Fall schon ganz anders. Von unsanften Frauenärzt(inn)en hört man tatsächlich des Öfteren. Angst vor Schmerzen oder zu grober Behandlung sind definitiv ein guter Grund, sich etwas zu scheuen. Ich drücke dir die Daumen, dass du noch einen einfühlsamen Gynäkologen findest.

K@la;ricGe


@ Springchild

Ich hab einfach Angst vor den Schmerzen, die kommen, wenn man mich falsch anfasst. Und für diese sehr reale Angst fallen mir sogar Lösungswege ein, aber ich finde einfach keinen Frauenarzt, der sich dazu herablässt, mir behilflich zu sein.

Das finde ich wirklich traurig :°_ Und es macht mich auch schrecklich wütend. Beim Lesen deines Beitrages dachte ich gefühlte hundertmal "Das darf doch nicht wahr sein!"

Hier in dem Faden finden wir wahrscheinlich keine direkte Lösung für unsere Probleme, aber vielleicht hilft es ja, sich einfach mal darüber auszutauschen. Ich fühle mich jetzt jedenfalls schon nicht mehr so verloren, nachdem ich gelesen habe, dass es einigen anderen auch so geht. Wobei ich es natürlich besser fände, wenn gar niemand solche Erfahrungen machen müsste.

Mir hat es übrigens geholfen, manche Ärzte vorab per E-Mail zu kontaktieren und so schon zu sondieren, inwiefern sie gesprächsbereit sind und auf meine Schwierigkeiten eingehen. Vielleicht kannst du so auch einen Arzt finden, der nicht einfach versucht dich möglichst schnell auf den Stuhl zu kriegen, gemäß der schmerzvollen "jaja, kriegen wir schon hin"-Taktik? :)* @:)

EAhemaliFgIer Nutpzer> (#6282877x)


Mit Authoritätsblindheit hat das nullkommagarnichts zu tun. Der Arzt ist keine Authorität.

Und ob.

Ich gehe jedenfalls zum Arzt, um sichere Diagnosen zu bekommen. Wenn ich selbst meine zu wissen, was ich wo habe, ist ein Arztbesuch vielleicht überflüssig?

Nö, es braucht ja immer noch einen für den Rezeptblock. Aber ein informierter Patient kann seinem Arzt durchaus auch was voraus haben.

Und wenn ich als informierter Patient eine Behandlung ablehne, dann bin ich weder bockig noch zickig noch sonst irgendwas. Dann habe ich meine Gründe und gut ist. Natürlich nehme ich dafür Abschläge bei der Diagnostik in Kauf, aber sowas kann man als erwachsener Mensch ja abwägen.

S~pringxchild


@ Klarice & Stalfyr:

Danke, ich schätze ich musste einfach mal Dampf ablassen. Momentan ist meine große Hoffnung eine Frauenärztin, die mir von einer Bekannten empfohlen wurde, weil ihre Tochter sie gut findet (die ist 16 Jahre alt und hat Angst vor Ärzten). Mir wurde versichert, dass sie sehr nett ist, und ich werde sagen, dass ich erstmal nur ein Gespräch möchte.

K7la?ricxe


@ Stalfyr

Ablehnung und Ablehnung sind zwei Paar Schuhe. Wenn ich z.B. ständige Röntgenuntersuchungen ablehne hat das eher etwas mit aufgeklärter Mündigkeit zu tun als die Verweigerung, sich vor der bösen voyeuristischen Ärztin nackig zu machen. ;-)

Ich finde es nicht in Ordnung, wie du das hinstellst. Ich schrieb in keiner Zeile etwas von einer "bösen voyeuristischen" Ärztin. Aber ich sehe schon, du akzeptierst Scham (resultierend aus gewissen Erfahrungen) nicht als Grund. Da bist du in bester Gesellschaft, wie ich leider schon oft feststellen musste. Du redest in etwa so, wie all die Ärzte, um die es mir hier ging. Stellen sie sich nicht so an, ich hab schon viele Frauen nackt gesehen... Und so weiter.

Finde es sehr schade, dass man als erwachsene Frau nicht einfach "nein" zu gewissen Dingen sagen darf, ohne dafür belächelt und verspottet zu werden. Es hat halt jeder andere Erfahrungen gemacht. Ich könnte dein Unbehagen beim Zahnarzt auch durch den Kakao ziehen, weil das für mich ein Witz ist, mir macht es gar nichts aus, zum Zahnarzt zu gehen. Aber ich respektiere die Gefühle, Ängste und Grenzen anderer. Weil ich weiß, dass man nicht alles erklären kann und es einem nicht hilft, gesagt zu bekommen, man brauche dies oder jenes doch gar nicht so empfinden.

Angst vor Schmerzen oder zu grober Behandlung sind definitiv ein guter Grund, sich etwas zu scheuen

Wenigstens hast du dafür Verständnis... Das haben die meisten, weil es um physische, greifbare Dinge geht. Einen gebrochenen Fuß erkennt jeder am Gips, da nimmt man Rücksicht, stellt dem Betroffenen kein Bein. Eine gebrochene Seele erkennt man nicht so leicht, deshalb interessieren diese unsichtbaren Narben auch nicht viele. Da tut man die Ängste dann einfach ab... Kann doch alles nicht so schlimm sein, ich weiß {:(

K8larixce


wenn ich als informierter Patient eine Behandlung ablehne, dann bin ich weder bockig noch zickig noch sonst irgendwas. Dann habe ich meine Gründe und gut ist. Natürlich nehme ich dafür Abschläge bei der Diagnostik in Kauf, aber sowas kann man als erwachsener Mensch ja abwägen

Sehe ich ganz genau so :)z

M"a+ndy6x8


Ich denke jeder Patient hat das Recht Untersuchungen, Therapien abzulehnen oder dem zuzustimmen. Wenn die Ablehnung einer Maßnahme negative Folgen hat, dann hat das Risiko der Patient zu tragen. Wir sind doch alle Selbstbestimmt und sollten es auch bleiben.

Vielleicht liegt es auch an der mangelnden Aufklärung der Ärzte in Verbindung mit dem Zeitmangel und der Pro-Kopf-Pauschale. Ich selbst habe positive wie negative Erfahrungen gemacht und ich nehme mir auch das Recht Dinge die mir nicht logisch sind anzusprechen. Manche Ärzte sind das wohl auch nicht gewohnt.

S:talKfyLr


@ Aleonor:

Inwiefern ist der Arzt Authorität? Ich betrachte ihn eher als professionellen Helfer...manchmal auch fast schon als "Vetragspartner"! ;-D

@ Klarice:

Dass deine Scham aus gewissen Erfahrungen resultiert habe ich bislang überlesen. Dann liegt der Fall allerdings anders und ich revidiere meine Meinung in deinem Fall, tut mir leid! :)_ @:)

Die Ärztin hat das aber vermutlich nicht gewusst. Ist ja auch klar, dass man nicht jedem Arzt seine gesamte Lebensgeschichte erzählt. Insofern verstehe ich die Genervtheit der Ärztin auch, nur hat sie halt in der Reaktion übertrieben.

SJtalfryr


Vielleicht liegt es auch an der mangelnden Aufklärung der Ärzte in Verbindung mit dem Zeitmangel und der Pro-Kopf-Pauschale.

In diesem Zusammenhang ist es ja schon lobenswert, wenn man überhaupt mal gründlich untersucht wird. Man hört derzeit so oft von Patienten, die keine 2 Minuten nach dem Händeschütteln mit Rezept in der Hand schon wieder vor der Tür standen.

aP.fisxh


Eine gebrochene Seele erkennt man nicht so leicht, deshalb interessieren diese unsichtbaren Narben auch nicht viele. Da tut man die Ängste dann einfach ab... Kann doch alles nicht so schlimm sein, ich weiß

:°_

Ach, Klarice, ich hoffe, Du lässt Dich von den vereinzelnten Ignoranten hier nicht runterziehen. :)_

Nein heißt Nein und über die Gründe braucht man sich nicht zu rechtfertigen – versucht man nicht das auch Kindern beizubringen, um sie vor Übergriffen zu schützen. Aber sobald eine Autorität vor einem steht, soll das alles nicht mehr zählen und solche Übergriffigkeiten werden verteidigt und die Betroffenen in ihrem Anspruch auf Grenzen lächerlich gemacht. Fürchterlich. Mit welchem Recht erheben sich Ärzte und medizinisches Personal in diese Stellung, jaja, sie wissens besser und der Patient ist das dumme Schaf, das wenn notwendig auch mit Druck in die richtige Richtung getrieben werden muss.

sNchn]eck5e1985


Mich wunderts nicht, dass Leute Angst vor Ärzten oder Untersuchungen haben...

Bei meiner Gastroskopie wurde ich aufgefordert, den Mund zu öffnen, damit mir Betäubungsspray in den Rachen gespritzt werden konnte. Die Krankenschwester zog das Spray raus und ich wollte grad nach einer Betäubung fragen (hatte also den Mund geöffnet), da bekam ich schon das Endoskop in den Mund gestoßen {:( %:| die glaubten wohl, durch den Überraschungseffekt wär ich lockerer, aber ich hab mich einfach scheiße gefühlt, lag hilflos würgend auf dem Tisch, konnte nichts sagen... echt schlimm so eine Behandlung

E&he@maliger Nu}tzer (A#282877x)


Inwiefern ist der Arzt Authorität?

Ärzte, Richter, Polizisten, Feuerwehrleute usw. sind alles Personengruppen denen im allgemeinen ein hohes Maß an Respekt entgegengebracht wird und die, als Begleiterscheinung quasi, als Autoritäten gesehen werden.

Ich betrachte ihn eher als professionellen Helfer...manchmal auch fast schon als "Vetragspartner"!

Gerade von einem Helfer oder Partner erwarte ich das mir so geholfen wird wo ich Hilfe will.

Und mit einem Partner befinde ich mich auf Augenhöhe. Auch da gehe ich davon aus das meine Wünsche und Ansichten respektiert werden und ich nicht kommentar- und wiederspruchslos alles hinnehmen muss was mein Gegenüber für richtig hält.

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