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Die Angst

M#ila$8x8 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen

Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll. Momentan fühle ich mich einfach so eingeengt in meinem Tun, nicht zulassen können glücklich zu sein, nicht Spass haben können. Alles fing in der Grundschule an als ich vor Aufregung auf einer Klassenfahrt mich vor einigen aus meiner Klasse übergeben musste, ab dann hatte ich wochenlang vor solchen Ausflügen schon total Angst, dass mir wieder schlecht sein würde und ich mich wieder blamiere.

Logischerweise wurde mir natürlich wieder total übel (vor lauter Angst) und das ab dort ziemlich vor allen "Events" sei es Hochzeiten wo ich teilnehmen (musste) oder auch vor Ferien. Es gab immer wieder Phasen wo ich mich mehr im Griff hatte und Zeiten wo ich bei auch nur banalen Dingen die totale Angst bekam.

Momentan (ich bin 22 Jahre alt) bin ich wieder in einer stärkeren Phase, jedoch ist es jetzt ein wenig anders geworden. Ich esse etwas und bekommen inmitten im Essen die Angst mir könnte schlecht werden und ich bekomm keinen Bissen mehr runter wäre nicht so schlimm, könnte ja einfach aufhören zu essen jedoch reagiert mein Umfeld dann auch etwas verwirrt, was ich total verstehen kann, da sie ja nichts von meinem Problem wissen. Und ich kann ja nicht in einem Menü einfach abbrechen und aufhören. Kleines Beispiel, ich "musste" zu einem Hochzeitsapero und ich dachte es gäbe kleine Snacks und zu trinken, jedoch wurde ein richtiges Menü serviert und ich bekam schon Panik wobei ich noch keinen Bissen gegessen hatte. Ich ging auf Toilette um mich zu beruhigen (bekommen totale Panik, nasse Hände, Puls sicher auch 120 und totale Übelkeit) ging zurück an den Tisch, alle um mich herum am essen, ich ging dann nach draussen, mir war total schlecht (Gedanke du musst jetzt essen, was denken die andern ect) und musste mich übergeben (Horror für micht, nicht das Übergeben selbst sondern quasi gegen meine Angst verlohren zu haben).

Anderes Beispiel: Wir gehen an den See baden und urplötzlich wie aus dem Nichts bekomme ich totale Panik, dass mir schlecht werden könnte, legte mich dann hin versuchte ruhig zu atmen, mich zu beruhigen. Ich hielt es fast nicht aus und wäre am liebsten gegangen, aber was sollte ich sagen? Sind ja gerade erst angekommen. Ging dann auch Toilette und nahm eine Beruhigungstablette. Schlussentlich konnte ich mich tatsächlich noch beruhigen und der Nachmittag verlief ganz ohne Probleme.

Ich weiss alles ist total unverständlich für quasi "nicht Betroffene" aber es schränkt mein Leben momentan total ein. Ich weiss nicht mehr weiter, dabei würde ich so gerne mein Leben geniessen, in die Ferien fahren, etwas unternehmen ect. Manchmal klappt es auch und dann sind es wochenweise Phasen wo es nicht eine einzige Panikattake gibt.

Was soll ich nur tun? :-(

Antworten
M!isla88


Noch etwas hatte ich vergessen, das war auch der Grund warum ich verhältnissmässig erst mit 19 mein 1. Mal hatte, da ich auch das betreffend totale Panik bekam. Auch die Nähe zulassen wobei dies seeeehr gebessert hatte was mich zwar überwindung gekostet hatte aber worauf ich auf mich selbst Stolz bin :)z

Uplcexra


Hast du mal darüber nachgedacht eine Therapie gegen deine Angststörung zu machen?

und nahm eine Beruhigungstablette.

Was für eine und woher hattest du sie?

Uslcexra


Noch etwas:

Ich weiss alles ist total unverständlich für quasi "nicht Betroffene" aber es schränkt mein Leben momentan total ein.

Nein, garnicht unverständlich, auch wenn ich nicht betroffen bin. Und die Einschränkung hast du ja gut beschrieben. Also mach dir da schonmal keinen Kopf.

M^ilax88


Nein eine Therapie habe ich nicht gemacht, momentan möchte ich das au nicht, da niemand davon weiss.

Ich arbeite beim Arzt, wenn es ganz schlimm ist nehme ich 1-2 Lorasifar oder Seresta

UNlcerxa


Nein eine Therapie habe ich nicht gemacht, momentan möchte ich das au nicht, da niemand davon weiss.

Du musst es doch niemandem erzählen, wenn du es nicht willst. Selber aus dem Teufelskreis rauskommen ist schwierig. Mit Logik kommt man bei Ängsten halt nicht weit. Aber du musst ja selbst entscheiden, wie groß dein Leidensdruck ist.

Ich arbeite beim Arzt, wenn es ganz schlimm ist nehme ich 1-2 Lorasifar oder Seresta

Naja, solang du nicht übertreibst, ist dagegen auch nichts zu sagen. Aber das weisst du sicher auch selbst.

Also, du möchtest keine Therapie machen. Wie stellst du dir die Hilfe vor? Was erwartest du von uns Usern hier?

MCilia88


Da ich momentan wieder bei meinen Eltern wohne möchte ich nicht dass die was mitbekommen, aber ich ziehe anfang des neuen Jahres wahrscheinlich aus, dann wäri eine Therapie eine Alternative doch ich kann mir irgendwie kaum vorstellen aus dem Teufelskreis heraus zu kommen. Es ist ja nicht so dass mich die Ängste immer beeinflussen, bei der Arbeit und auch wenn ich alleine bin habe ich überhaupt keine Probleme nur wenn ich "gezwungen" bin etwas zu tun wie gesagt bestimmte Anlässe bekomme ich einfach Panik und mir wird sterbenselend.

Und mit den Tabletten übertreibe ich schon nicht, bin ja quasi vom Fach ;-) eine 50er Packung Lorasifar hält jetzt schon über ein Jahr. Ich habe einfach das Gefühl ich bin ganz alleine damit und niemand wird mein Problem verstehen können (kann ich ja selbst kaum).

UPlcerxa


Da ich momentan wieder bei meinen Eltern wohne möchte ich nicht dass die was mitbekommen, aber ich ziehe anfang des neuen Jahres wahrscheinlich aus, dann wäri eine Therapie eine Alternative doch ich kann mir irgendwie kaum vorstellen aus dem Teufelskreis heraus zu kommen

Ok, das ist ja eventuell dann eine Möglichkeit. Und wenn es dir meist bei feierlichen Anlässen oder in Gesellschaft so geht, dann kann man das sicher mit Medikamenten planbar machen.

Mit Ängsten ist es halt so eine Sache, meist sind sie tatsächlich für einen selbst unverständlich. Und Logik bringt einen auch nicht weiter. Schau mal hier, vielleicht sind da noch ein paar Tips für dich:

U)lce&rxa


Sorry, hier der Link:

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/167949/58/]]

M(ilVa8x8


Und ich finde es immer so schade, denn auf manche Dinge freue ich mich total und denke gar nicht daran dass ich Panik bekommen könnte (mit Panik meine ich wirklich die totale Angst und am liebsten würde ich direkt nach Hause flüchten und mich verkriechen) und plötzlich wie aus dem Nichts bum! ist es da :(

Würde gerne in die Ferien fliegen ect doch momentan ist es einfach nicht möglich (villeicht wenn ich ganz alleine gehen würde, was jedoch nicht das Ziel ist). Oder mal wieder an ein Openair. Wie gesagt es ist nicht so dass ich nicht arbeiten könnte, ich denke niemand würde auch nur ahnen was manchmal so in mir vor geht. Ich komm mir schon nicht mehr normal vor, wieso kann ich nicht einfach wie alle andern ohne das alles sein.

U^lcxera


Ich komm mir schon nicht mehr normal vor, wieso kann ich nicht einfach wie alle andern ohne das alles sein.

Mit dieser Frage drehst du dich im Kreis. Es wird zum Müßiggang. Und mal unter uns: "Was ist schon normal?"

Und ich finde es immer so schade, denn auf manche Dinge freue ich mich total und denke gar nicht daran dass ich Panik bekommen könnte (mit Panik meine ich wirklich die totale Angst und am liebsten würde ich direkt nach Hause flüchten und mich verkriechen) und plötzlich wie aus dem Nichts bum! ist es da :(

Verständlich. Mach dir doch einfach eine Notfalltablette in die Handtasche. Nicht dass ich von Medikamenten so überzeugt bin und von Benzos schon garnicht. Aber ich habe herausgelesen, dass es dir hilft. Dann find ich das auch durchaus legitim, solang man bewusst mit den Medikamenten umgeht und das tust du ja.

M ila8x8


Ich habe einfach ein besseres Gefühl wenn ich weiss, dass ich eine Tablette dabei habe, da kommt die Angst schon weniger auf, jedoch wens akut ist wirkt die Tablette ja nicht sofort, mit einer halben Stunde herumquälen muss ich leben. Ich habe einfach Angst, dass ich einfach auf Unverständiss bei meinen Mitmenschen stosse (wie gesagt, wenn ichs nicht hätte würde ichs ja auch nicht verstehen).

U\lNcera


Ich habe einfach Angst, dass ich einfach auf Unverständiss bei meinen Mitmenschen stosse (wie gesagt, wenn ichs nicht hätte würde ichs ja auch nicht verstehen).

Meine Erfahrung, mit Problemen mit denen ich offen umgegangen bin, bin ich bisher nicht auf die Nase geflogen. Natürlich geht man nicht hausieren damit. Aber ich war froh, letztlich doch ein paar Freunde informiert zu haben, ich war erstaunt, wie "gut" das aufgenommen wurde und welches Verständnis man mir entgegengebracht hat. Ich möchte nicht ausschliessen das sich jemand abwendet, aber dann war er es wohl auch nicht wert.

M9inlax88


Was ist den dein "Problem" wenn ich fragen darf?

U0lScerxa


Was ist den dein "Problem" wenn ich fragen darf?

Da ich hier im Forum eher auf der Helfer/Berater Seite stehe, habe ich mein Kapitel unter Lebenserfahrungen abgeschlossen. ;-)

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