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Depressionen, Angst und Alkohol

h,en5rNy4 hat die Diskussion gestartet


Ich habe schon ab und zu hier geschrieben, aber befinde mich jetzt in einer akuten "Notphase"

Hier eine "kurze" Zusammenfassung meines bisherigen "Leidensweges"!

Aufgrund massiver Ängste, Panickattacken und Depressionen habe ich mich vor langer Zeit zu einer Psychoanalyse entschlossen. Die Therapie dauerte fast 8 Jahre.

Ängste und Depressionen begleiten mich dennoch durch den Alltag und so habe ich mich entschieden, einen Psychiater/Neurologen aufzusuchen, der mir zur Einnahme eines Antidepressivums riet. Ich nehme jetzt seit 2 1/2 Jahren erst Trevilor und jetzt seit Dezember Cipralex.

In dieser Zeit habe ich verstärkt angefangen zu trinken, was natürlich verheerende Folgen in Kombination mit den Tabletten hat. Mein ehem. Psychiater hat mir sogar noch zu "einem Glas Wein" am abend geraten - um "runterzukommen".

Tja, aus ein/zwei Gläsern ist ganz rasch fast eine ganze Flasche am Abend geworden.

Die Folgen kann man sich vorstellen.....

Mir geht es schlecht! Ich weiß, daß ich mit dem Alkohol meine entsetzliche innere Leere füllen möchte. Ich denke morgens an den Wein abends, bin unruhig, wenn ich keinen Wein im Kühlschrank habe. Nie vor 19.00 das erste Glas, doch dann.....

Anfangs habe ich mich, wie viele anderen Menschen sich auch, als sogen. "Wohlstands-Alkoholiker" bezeichnet, doch langsam erkenne ich die grausame Gefahr.

Mir wäre es sehr wichtig mit jemandem darüber zu sprechen. Für meinen Mann ist dieses Thema zu komplex. Der kann die ganze Woche nichts trinken, und "nuckelt" dann am Wochenende den ganzen Abend an einem Glas Wein herum. Ich kann nur ganz oder gar nicht. Doch gar nicht ist so furchtbar leer

Eine gute Woche habe ich es ausgehalten keinen Wein zu trinken. Dann war ich "auch noch" für eine Woche im Urlaub, und das ohne Wein...? ging nicht.

Doch ich grüble, und denke, denke, denke und habe am WE einen neuen Versuch gestartet OHNE.

Zudem lese ich sehr viel im Internet über den Zusammenhang zwischen Alkoholsucht und Depressionen. Alkoholsucht verursacht Depressionen, Depressionen aber auch - und das trifft genau auf mich zu - Alkoholsucht. Bei Menschen wie mir, die bei Depressionen und Ängsten mit Antidepressiva behandelt werden, ist die Gefahr fast doppelt so hoch, abhängig zu werden. Warum ???

Mein nächster Schritt ist das Beenden der Einnahme meines Medikaments.

Wie ich geschrieben habe, nehme ich AD jetzt seit über 2 1/2 Jahren. Unter der Einnahme nahm auch das Trinken zu! Es fing ganz schleichend an. Aus zwei Gläsern wurden drei, dann vier, usw.

Wie aber kann es sein, daß Medikamente, die eigentl. helfen sollen, soetwas bewirken ??? ? Angstpatienten neigen zu Süchten, das ist mir klar, doch warum trinkt man unter AD mehr ??? ?

[[http://gesundesleben.at/seele-psyche/sucht-und-drogen/alkohol/helfen-antidepressiva-bei-alkoholproblemen]]

Ich dachte immer, die Tabletten sollen einem dabei helfen "den Sinn des Lebens " zu finden.

Ich habe gar nichts gefunden außer einen unglaublichen inneren Leere. Zudem kommen allgemeine Unruhe und große Schlafstörungen dazu. Das ist normal, ich weiß!

Was sollte mein nächster Schritt sein? Mein Psychiater denkt nur an medikamentöse Behandlung und ist vollkommen unzugänglich für "psychologische Themen". Er sagt, alles sei nur ein Mangel an Serotonin und eine Fehlschaltung der Synapsen/Neurotransmitter.

Was eine Zufuhr an Serotonin bewirkt, habe ich ja jetzt gemerkt

Vor einigen Wochen war ich bei meinem ehemaligen Psychoanalytiker. Er hatte mir zugesagt, daß ich immer wieder kommen könne, wenn es nicht mehr weiter ginge. 4 Jahre ist die Therapie jetzt beendet, und natürlich ist nichts mehr wie es war. Es ist nicht möglich da wieder anzusetzen wo man aufhörte, doch daß er mir direkt sagte, er könne mir auch nicht dabei helfen herauszufinden wozu ich Lust und Spaß hätte um meine "Langeweile" zu überwinden, das hat mir fast den Boden unter den Füßen weggerissen.

So, und nun stehe ich da....

Was soll ich tun?

Sammylein

Antworten
gxrla0uxm


Dass dein Psychiater nur an Medikamente denkt ist nicht ungewöhnlich. Ihre Fachrichtung ist es nun mal alles mit Medikamenten zu behandeln.

Ich kenne dein Problem nur zu gut. Zur Zeit nehme ich AD und kann es trotzdem nicht lassen Alkohol zu trinken. Ich habe es insofern im Griff dass ich für eine Flasche drei Tage brauche. Vor der Einnahme von AD habe ich den Alkohol nicht gebraucht. Aber ich weiss nicht ob es nicht einfach daran liegt dass mir das AD nicht gut genug hilft um schlafen zu können.

Leider ist es so dass Alkohol da besser hilft, die Angst ist plötzlich weg oder nur noch ganz klein. Wenn das Zeug nicht so gefährlich wäre, wäre es besser als jedes AD , jedenfalls geht es mir so.

Du kannst versuchen auf Leichtbier umzusteigen, der Hopfen hat eine beruhigende Wirkung und man kann sich zumindest die Wirkung des Alkohols einbilden.

Zumindest hat es mir früher geholfen Abstand von zuviel davon zu bekommen.

sGunslh@iney


hört sich übel an.........ich kann nur von mir reden, habe seit 23 angst, panikattacken und depressionen........habe jahrelang medikamente genommen die mir helfen sollten...........eines tages dachte ich schluss damit, ich nehme jetzt schon ewig nichts mehr und es geht mir deswegen nicht schlechter..........ich habe soviele verschiedene medis ausprobiert und nichts hat geholfen , also lass ich sie weg.

zu deinem alkoholproblem.......wenn es schon so schlimm ist das du es brauchst wird dir nur eine stationäre behandlung helfen oder......eiserner wille ":/

ich wünsch dir alles gute :)*

s0u&n<shxiney


23 jahren mein ich |-o

hnenrqyx4


Danke für die Antworten!

@ graum

Ja, ich weiß, daß des Psychiaters Fachgebiet in erster Linie das Verschreiben von Medikamenten ist, leider. Ich hätte nur gehofft, daß er zumindest etwas oder nur ein ganz kleines Bisschen Verständnis für meinen Zustand aufbringen würde :°( Statt dessen hat er mir erzählt, daß er auch immer Angst (er meint wohl eher Lampenfieber) vor Vorträgen hat. Ängste sind ganz normal.

Tja aber leider nicht, wenn sie den Alltag bestimmen.

Mein Cipralex nehme ich jetzt nicht mehr. Ich sollte, nach anfänglich geringerer Dosis (5mg), 10mg pro Tag nehmen. Davon habe ich aber diese sog. "restless legs" (unruhige Beine) bekommen. Also habe ich selber wieder auf 5mg reduziert. Ich merkte ehrlich gesagt keinen Unterschied.

@ sunshiney

wie gehst Du denn damit um? Wie sieht Dein Tag aus? Arbeiten kann ich schon lange nicht mehr.

Mein nächster Gang wird wohl der zum Hausarzt sein.

Gruß

henry4

saunsJhinxey


wie ich damit umgehe........tja es ist ein auf und ab, aber das wirst du ja wahrscheinlich kennen, inzwischen glaub ich auch nicht mehr an eine heilung, man müsste sich mit dieser krankheit arrangieren........muss nur noch herausfinden wie :-/

rPberVgmanxn1


Hallo Ihr...

Also ohne eine vernünftige Beratung in einer guten Suchtberatungsstelle geht fast garnichts. Bei mir war es auch erst der Alkohol. Dann kamen noch ein paar Probleme mehr auf mich zu und ich bekam die Depressionen. Ohne Medis ging garnichts. Als Vertreter Depressionen haben, heisst nichts verkaufen. Also kam abends dann noch mehr Alkohol auf die Tabletten. Hat auch nur soweit geholfen, dass ich mir einbildete besser einschlafen zu können. Nur das der Schlaf überhaupt nicht mehr zur Erholung beitrug. Alkohol ging Tagsüber ja nicht wegen der Arbeit, also morgens zwei Diazepam rein, mittags auch noch eine und dann abends gleich zwei eingeworfen und mit einem großen Glas Rotwein runtergespült. Dann wenn meine Frau im BEtt war, hab ich mir noch ein paar Weinbrand reingetan und den Rest von der Literflasche Rotwein. Das ging gute 12 Monae so, bis ich merkte, dass ich auch abends nicht mehr bis 18 oder 19 Uhr mit dem Wein wartete, sondern schon früher zum Alk griff. Ich bewegte mich wie ein Hamster im Laufrad. Dann am 09.11.2008 bin ich um 18 Uhr 15 an den Kühlschrank und habe mir die Flasche Rotwein mit 2 Diazepam an den Mund gesetzt und habe einen kräftigen Schluck genommen, bin ins Bett und schlief ein. Um 4 Uhr morgens bin ich wieder wach geworden, Schweiss gebadet, hellwach und total am zittern. Da stand für mich fest das ich was tun musste. Ich habe meine Frau geweckt und habe mit ihr darüber gesprochen, das ich in die Diakonie des Landkreises OSnabrück gehe und mich selber zur Entgiftung einlieferte. Da hab ich dann eine Woche lang mit Medis entgiftet und die ersten Kontakte zu Therapeuten geknüoft. Die Gespräche waren gut und ich habe im Anschluss daran noch eine 3 wöchige stationäre bBehandlung mit Psychoherapeuten gemacht. Seit dieser ZEit bin ich in Ambulanter Therapie die am 24.08.10 endet. Habe keinen Rückfall gebaut und fühle mich seit dem Zeitpunkt richtig gut, mein Selbsbewusstesein hat dadurch extrem gut zugenommen und alles ist besser. Daher kann ich euch nur raten, geht zu einer proffessionellen Suchtberatung und lasst euch da beraten, bindet eure Partner und Kinder da mit ein und kommt runter von dem Zeug, wenn ihr es nicht wirklich braucht. Es gibt ein Leben ohne Alk und MEdis. Versucht es, ich drücke euch die Daumen!!!

Gruß

Ich

h(e*nxry4


@ rbergmann1

Das ist ein sehr offener und trauriger Bericht von Dir!

Es ist erschreckend, wie viele Menschen man im "Netz trifft" die zugeben ein massives Alkoholproblem zu haben, und in seinem eigenen Bekanntenkreis gilt es als vollkommen normal jeden abend eine Flasche zu leeren. Ich Alkoholproblem? Quatsch!

Meine Schwiegermutter sagte mir nur, wenn man darüber nachdenkt ganz, oder quartalsweise mit dem Alkohol aufzuhören, hat man bereits ein Problem!

Ich denke, es liegt daran, wie man damit umgeht. Eine Freundin von mir trinkt unter der Woche gar nicht, die andere nur alle paar Tage mal, die nächste nur bei Geselligkeiten, dann die nächste jeden Tag. Die machen sich gar keine Gedanken darum. Ohne den Prosecco am Abend ist's doch langweilig, was macht man denn dann?

Die denken einfach nicht darüber nach, evtl. süchtig zu sein.

Da genau liegt das Problem: was mache ich dann? Wie kann ich meine schreckliche innere Leere ausfüllen? Da hat mir niemand (Psychologe, Psychoanalytiker, Psychiater, Tabletten) helfen können - bis jetzt! Da tat es eben der Alkohol. Die ersten 1-2 Gläser habe ich getrunken wie Wasser, runter damit. Was für ein wunderschöner Moment mit dem Glas in der Hand zu kochen, durch die Wohnung gehen, einrichten, umstellen.

Nach dem letzten Glas schlägt dann die Stimmung radikal um in eine fruchtbare Traurigkeit. Tja, und da steht man nun, und am nächsten Morgen ist alles noch viel viel schlimmer!

Wie gesagt, mein nächster Gang wird der zu meinem Hausarzt/auch Psychologe, sein. Entgiften brauche ich glaube ich nicht. Trinke jetzt seit ein paar Tagen nix mehr, und mir geht es zumindest körperlich o.k.! Entscheidend ist noch, wie ich das Absetzen des Cipralex' vertrage.

Mal sehen. Beim Absetzen von Trevilor ging es mir nicht so gut, habe es aber trotzdem geschafft. Trevilor ist ja bekannt dafür, massive Absetzerscheinungen hervorzurufen.

r6beprgma;nn*1


Ja, das wird dann schwieriger mit dem absetzen der MEdis. Aber das wirst du dann ja wohl mit Ärztlicher Aufsicht machen, oder?? Es stimmt auch, dass die ersten Abende in "Freiheit" eine grosse Umstellung waren. Was mache ich mit der Zeit die ich dan habe?? Sitze ja nicht mehr in mich gekehrt auf dem Sofa und trauer der schönenalten Zeit nach. Hab mir dann schnell was gesucht um mich zu beschäfftigen. Basteln. Baue sehr viel seit dem Zeitpunkt aus Holz. Gartenliegen, Gartenduschen und viele andere Sachen. Man hat ja auf einmal viel mehr Zeit. Wann und wie fingen bei dir die Probleme an?? Es muss doch auch bei dir einen Auslöser gegeben haben?? Bei mir waren es der Tod meines Vaters und der Selbstmord einer meiner besten Freunde. Hast du ne AHnung wann und wie es bei dir anfing??

hcenruy4


@ rbergmann1

Nee, ich mache das nicht unter ärztlicher Aufsicht..... |-o . Denke aber, daß das auch so geht. Ich kenne die Absetzsymptome - da muß man durch, leider. Ich glaube, daß es nicht so anstrengend wird, wie beim Trevilor damals.

1. weil ich meine Cipralex-Dosis schon vor Monaten von 10mg auf 5mg reduziert habe, und 2. weil ich nichts mehr trinke.... :-) mal sehen.

Nun, wie alles begann? 8 Jahre Psychoanalyse sagt vielleicht schon einiges aus. Ängste habe ich schon seit meiner Kindheit. Ich wuchs unter einer übervorsorglichen, aber sehr, sehr strengen, strafgewaltigen Mutter und einem "schwachen" Vater auf. "Sei so wie ich Dich haben will, damit es mir gut geht!" Ein klassischer, beliebter Fall in der Psychologie. Heran wächst ein Mensch ohne Selbstvertrauen, vollgepackt mit Ängsten, nur immer alles richtig zu machen um der Mutter zu gefallen. Ein Mensch "ohne Eigenleben", innerlich leer. Dieses Päckchen trage ich nun seit über 40! Jahren mit mir herum! Und mancher wird sagen, jetzt nimm Dich mal zusammen, auf, auf, mach endlich was, aber es geht nicht. Da konnte mir auch die Therapie nicht wirklich helfen. Irgendwann ist vielleicht auch "der Zug abgefahren", um es mal so lässig auszudrücken.

Mein Mann arbeitet in einer anderen Stadt, so bin ich unter der Woche allein.

Tja, was macht man da die ganze Zeit? Ich habe ein Pferd, und das erfüllt meinen Tag weitestgehed - wenn man das so sagen darf. So komme ich zumindest raus und sitze nicht den ganzen Tag in der Wohnung. Dieses Hobby ist für mich sehr, sehr wichtig!

Viele sind wahrscheinlich der Meinung: "WAS FÜR EIN LUXUSLEBEN!" Aber was dahinter steckt ist schlimm und traurig.

Getrunken habe ich immer schon, aber nie so unkontrolliert wie in den letzten 2 1/2 Jahren seit dem ich die AD nehme. Ich konnte gut an einem Abend nur 1-2 Gläser trinken, dann mal wieder nicht, dann mal wieder. Diese Sucht gleich ist es 19.00 Uhr, und dann kann ich den Kühlschrank aufmachen, hat sich gefährlich schleichend entwickelt.

Ich weiß nicht was die Tabletten da mit einem machen, daß sich so etwas entwickelt.

Nun komme ich auch noch aus einer suchtgefährdeten vorbelasteten Familie. Mein Großvater war "Quartal-Säufer" und starb an Speiseröhrenkrebs, mein Onkel ist Trinker. Ein Onkel von mir hat sich das Leben genommen, meine Tante hat es schon mehrmals versucht. Sie lebt jetzt mit schwerer Depression in einem Heim für betreutes Wohnen.

Ach ja, gearbeitet habe ich auch mal ;-) , übe aber meinen Beruf (den ich immer gehasst habe) seit über 10 Jahren nicht mehr aus.

Unsere Geschichte unterscheidet sich daher schon ziemlich. Ich denke mein Weg zu meiner jetzigen Lage war schon lange/immer geebnet. Bei Dir ist der Auslöser ein traumatisches Erlebnis.

Wie geht Deine Therapie? Was ist das für eine Therapie?

Gut, daß sie Dir hilft!

Gruß

h(enryx4


Ich trinke jetzt seit fast 2 Wochen keinen Alkohol mehr und bin eigentlich ganz stolz auf mich....

Das Ausschleichen aus dem Cipralex klappt ganz gut. Leichte "Zapps" im Kopf habe ich zwar ab und zu, aber das ist auszuhalten.

Die Traurigkeit wird wiederkommen, das weiß ich. Sie schleicht schon um's Haus. Ganz weg war sie ja nie, nur gedeckelt durch das Medikament (...und den Alkohol). Vielleicht muß die Dunkelheit erst wieder vollkommen erreicht werden, um die Katastrophe zu erkennen.

Meine Therapie/Psychoanalyse ist seit 4 Jahren beendet. Es gibt nichts mehr zu klären. Ich weiß jetzt alles über mich, meine Kindheit, meine Eltern, warum sie reagieren/ten, wie sie reagieren/ten, wie das Leben verlief. Und nun? Jetzt stehe ich da und sollte wohl mal anfangen; doch es geht nicht, und das ist schlimm.

Zur Erklärung: nach Beendigung der Analyse sind wir umgezogen, ich habe meine gewohnte Umgebung verlassen müssen. Alles war neu. Dennoch, um es kurz zu sagen: wir, ganz besonders ich, haben uns in der neuen Stadt nie richtig wohl gefühlt. Letztes Jahr sind wir dann wieder in unsere alte Heimat zurückgezogen. Doch: man nimnmt sich ja immer mit!!!

Jetzt habe ich sie wieder, meine alte Umgebung. Alles könnte perfekt sein. Nichts ist perfekt. Da hat mir auch kein Trevilor, kein Cipralex und kein Alkohol geholfen. Es hat's "gedeckelt". Ich hatte während der Einnahme immer das latente Gefühl, die ganz große Schwermut schläft nur, oder ist betäubt.

Natürlich hätte ich die Dosis erhöhen können. Fast ein Jahr habe ich 150mg Trevilor genommen, doch neben einer Gewichtszunahme von über 5 Kilo, fing auch die Trinkerei an.

Tja, und nun?

s`chräSgDek`anxte31


Hast du schon mal versucht, die Hilfe die du immer aussen suchst in dir zu finden? Das Glück in dir zu finden? Die Liebe? Das ist bei jedem möglich, gleich was geschehen ist. Vergangenheit ist passe, es gibt das jetzt, den Moment in dem du lebst. Schau dir die Natur an, kannst du das nicht geniessen?

Also, mich hätte acht Jahre Psychoanalyse auch eher unglücklicher gemacht, allein weil ich da nicht viel von halte.

Vielleicht hast du ja Lust, ein paar Spirituelle Bücher zu lesen, oder Yoga/qi Gong/Tai Chi etc zu machen. Ich glaube auch das manche Nahrungsmittel uns unglücklich machen. Ich finde es schön, dass du ein Pferd hast und somit öfter draussen bist und Kontakt zu einem warmen Wesen hast :)^

(Mir hat das Lesen und Yoga aus einer jahrelangen Krise hinausgeholfen, und eine Psychotherapie bei einer Frau, die Therapie bei ihr war ein wenig anders als bei anderen Therapeuten)

hUeLnrxy4


@ schrägkante

Hast du schon mal versucht, die Hilfe die du immer aussen suchst in dir zu finden?

Leider ist es genau das, worum es geht! Es ist diese unglaubliche innere Leere. Da ist nichts zu finden.

Ich lebe nun ja nicht erst seit einiger Zeit so, sondern bereits mein ganzes Leben lang. Zugegeben: die Analyse hat mir dabei auch nicht richtig geholfen :-( .

Die Gründe meiner Situation kenne ich, doch einen Ausweg daraus habe ich nicht finden können. Typisch für Menschen mit meinen/ähnlichen Krankheitssymptomen.

Eltern sagen einem was zu denken, fühlen, sagen, handeln ist - eine eigene Entwicklung ist nicht "nötig"/möglich. Reize/Anregungen/etc. kommen immer nur von aussen - man selber ist zur Eigenentwicklung derer nicht in der Lage.

Man will, aber man kann nicht

s&chräTgekanxte31


Klar kannst du, aber du willst nicht. Das ist meine Antwort. Solange du immer noch in der Opferrolle der Vergangenheit steckst, und dir immer sagst: "JA, aber ich kann doch nicht, ich hatte ja diese schwere Kindheit" wird sich gar nichts ändern. Natürlich hat die Vergangenheit ein wenig Einfluß auf des jetzt, aber du selbst kannst steuern, ob du dich denn immer noch davon runter ziehen lassen willst. Kleine, meinetwegen Klitzlekleine Schritte führen dich in eine glücklicheres erleben.

Ich weiß ja, deine Analyse ist beendet (ich frag mich sowieso, wie ein Psychologe sowas 8 Jahre macht mit einem, ist kein Vorwurf an dich, du hast ja nur Hilfe gesucht) aber soetwas fesselt einem doch auch nur an die Vergangenheit. Es gibt ja auch Therapieformen, die dir helfen können deine Einstellung positiv zu verändern, und mehr auf die Zukunft ausgelegt sind.

W`ar m+al dLer Katexr


Das wäre auch mein Einwand..Psychoanalyse 8 Jahre ? Eigentlich wäre doch vor allem bei Angst eine Verhaltenstherapie angesagt, da wird nicht ewig in der Vergangenheit rumgestochert, sondern nach Bewältigungsstrategien bei den aktuellen Problemen gesucht.

Einsicht alleine reicht eben nicht aus, meiner Meinung nach sind Verhaltens- und Denkveränderungen viel entscheidender. Eben raus aus der erlernten Hilflosigkeit.

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