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Depressionen, Angst und Alkohol

rsbermgmalnn1


@ henry4

Unsere Geschichte ist so verschieden??

Mein Vater war Alki, sein Vater auch. Viele, nein sehr viele in meinem Bekannten-Verwandten-Freundeskreis sind Alkis.

Dein Weg war geebnet?? Also war es deine Vorbestimmung zu saufen und Medis zu nehmen??

Na, dann war es meiner nicht minder.

30 Jahre einen saufenden Vater und saufende Onkels und Tanten, Gewalt die gegenwärtigg war..

Was du machst ist, ist dich einfach ergeben in Selbstmitleid. Weil dein Leben ja so verlaufen musste. So ein Schwanchsinn. Einer ist immer der erste der aus der Folge der saufenden und prügelnden Generationen ausbricht. Bei mir ist es zum Beispiel das gute gewesen, dass ich nicht wie meine Verwandten oder mein Vater ein Gewalttätiges Arschloch war. Das ich nicht Frau und Kinder verprügelt habe und sie zu Sachen missbraucht habe, wie es mein Vater und seine Brüder machten. Ich bin aus der Folge ausgetreten, weil ich keine Gewalt anwende und mein Sohn erst garkein Alki wird, weil ich mit ihm auch darüber rede, was es kaputt gemacht hat in mir. Ich rede mit meinen Kindern über diese Probleme, auch wenn sie erst 18, 17 und 10 sind.

Du ergibst dich doch in deinem Mitleid und suchst weiter die Schuld bei allen anderen nur nicht bei dir.

Du bist es , die die Medis frisst. Du bist es die den Alk trinkt.

Und nur du bist es, die auch mit einer vernünftigen Suchtberatung und vernünftigen Therapeuten den Weg aus dem Mist finden kann und muss. Warte nicht auf Hilfe von anderen, solange du dir nicht selber hilfst, wirst du elendig an deiner Sucht zugrunde gehen.

Zieh dich an deinem Schopf aus dem Sumpf raus. Besser heue noch als bis morgen zu warten.....

h|e|n7ryx4


@ schrägekante

Klar kannst du, aber du willst nicht. Das ist meine Antwort. Solange du immer noch in der Opferrolle der Vergangenheit steckst, und dir immer sagst: "JA, aber ich kann doch nicht, ich hatte ja diese schwere Kindheit" wird sich gar nichts ändern.

Moment, moment: ich habe nicht gesagt, daß ich aufgrund meiner Kindheit nicht kann. Mich quasi darauf berufe, nichts zu tun. Um Himmels Willen, wenn die Erklärung so einfach wäre. Es ist so schwer zu beschreiben, aber es gibt einfach so viele Tage, da sind die Füße am Boden festgewachsen, die Arme lahm, und ich lebe ohne jegliches Denken. Ich stehe im Supermarkt und überlege 1/2 Std., welchen Kaffee ich kaufen soll. Ich gehe dann rau, und habe nichts gekauft.

Ich komme nicht dazu mich selbst zu bemitleiden, das kannst Du mir glauben. Es ist wirklich so.

Ich sitze morgens auf der Bettkante und schaffe es nicht mir die 2. Socke anzuziehen.

@ war mal der kater

Psychoanalyse 8 Jahre ? Eigentlich wäre doch vor allem bei Angst eine Verhaltenstherapie angesagt

Ich bin damals zum "Institut für Tiefenpsychologie" gegangen, dort wurde, nach mehreren Einzelgesprächen, über die richtige Therapie für mich entschieden. Das es sich bei meinen Schwindel- ,Übelkeits-,etc. Attacken um Angst ff. handelt, habe ich zu der Zeit noch gar nicht gewußt. Ich dachte ich sei ernsthaft körperlich kank.

Eine Analyse erschien mir als die richtige Wahl damals, aber sicher nicht für jeden geeignet......und wenn man erst einmal in der Mühle drin ist. Nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen, den Therapeuten zu wechseln. Warum auch...? Ich war ja der Meinung, die richtige Wahl für mich getroffen zu haben.

........raus aus der erlernten Hilflosigkeit

jaja "learned helplessness", ich weiß, ich weiß.......

@ rbergmann

Was du machst ist dich einfach ergeben in Selbstmitleid. Weil dein Leben ja so verlaufen musste

aber ich bemitleide mich doch gar nicht selber! :-o

Ich hatte den Eindruck einen klaren, sachlichen Bericht über meine Lage zuschreiben. Wo bin ich da larmoyant? Nun denn, kam wahrscheinlich falsch rüber

Du ergibst dich doch in deinem Mitleid und suchst weiter die Schuld bei allen anderen nur nicht bei dir

um Schuld geht es doch gar nicht, sondern um Verstehen. Ich habe nie von Schuld gesprochen - was ich hier geschrieben habe, diente zum besseren Verständnis meiner Lage - mehr nicht.

Ich würde nie hergehen, und z.B. meinen Eltern Schuld an meinem Leben geben. Das würden sie nicht verstehen - sie sind meine Eltern. Also: Schuldzuweisungen sinnlos.... ;-)

Ja, der Alkohol. Ich trinke seit 2 Wochen nichts mehr, und die AD habe ich auch abgesetzt. Restbestände des Cipralex befinden sich sicherlich noch in mir, ich merke es durch die Zaps im Kopf, die ab und zu kommen, aber das ist auszuhalten. Die Neurotransmitter müssen sich erst wieder ordnen... ;-)

Bezügl. des Alkohols: also eine sog. Entgiftung brauche ich wohl nicht. Im Gegenteil, mir geht es körperlich besser. Ich schlafe besser, und das Verlangen nach dem Wein ist jetzt auch nicht übermäßig groß. Ich denke auch, daß ich die berühmte Weinbrandbohne (das soll bitte nur ein Beispiel sein) essen könnte ohne "rückfällig" zu werden.

Momentan bin ich sehr am routieren. Durch die Hitze ist das zwar alles etwas schwierig, aber ich versuche mich zu beschäftigen. Es muß gehen. Einige Stunden verbringe ich dann bei meinem Pferd, da ist der halbe Tag schon mal vorbei. Das schlimmste sind die Abendstunden und ich habe jetzt angefangen zu häkeln (oh jehmineh... |-o) um mich zu beschäftigen. Dann kann man auch schon wieder ins Bett gehen.

Ich schlafe sehr, sehr viel. Die Flucht aus dem Alltag - ist mir aber auch egal. Erstaunlicherweise denke ich morgens nicht mehr an den Wein abends. Und das ist doch schon mal was :)^

Ach ja, essen tue ich auch noch, aber ich wiege alles haarklein ab; ich habe mir streng vorgenommen abzunehmen! Die 5 kg (mind), die ich durch die AD zugenommen habe, müssen runter

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