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An was denkt ein Mensch wenn er sterben will?

HOasnerl hat die Diskussion gestartet


Hallo, in meiner Familie hat sich ein Angehöriger das Leben genommen. Jetzt frage ich mich was er sich dabei gedacht hat? Was denkt ein Mensch der es tatsächlich auch tut was er vor hat. Ich denke selber sehr oft an Selbstmord da ich Null Sinn in meinem Leben sehe. Aber irgendwie fehlt mir der Mut es wirklich zu tun. Manchmal denke ich das es doch eh ganz schnell geht, aber irgendwas hält mich davon ab... und das ist nicht nur die Angst das es schief geht. Oder doch?... ":/

Antworten
A9ndeErsw3eltlxer


Ich glaub die Frage "An was denkt ein Mensch wenn er sterben will?" kann man so nicht pauschal beantworten, da es wohl von Mensch zu Mensch verschieden ist.

Manchmal denke ich das es doch eh ganz schnell geht, aber irgendwas hält mich davon ab... und das ist nicht nur die Angst das es schief geht. Oder doch?...

Der natürliche Lebenserhaltungstrieb spielt da auch eine entscheidene Rolle würde ich sagen. Außerdem, wer stirbt schon gerne?

HGaseprxl


Naja ich denke schon das man gerne sterben kann. Wenn das Leben total im Eimer ist....

Aber die seelische Verfassung einer Person die den Schritt wagt würde mich interessieren.

Mein Angehöriger hat ja sogar einen langen Brief hinterlassen. Das bedeutet für mich das es gut überlegt war. :°(

K>al2iAR6HP


Hi Haserl,

ich hoffe, du kommst von deinen Selbstmordgedanken wieder ab!

Zu deiner Frage denk ich, dass es da mehrere Möglichkeiten gibt, in welche Richtung jmd. denken könnte, wenn er sich das Leben nimmt:

er könnte unheilbar krank sein und sich die letzte böse Strecke ersparen wollen.

Sind es aber persönliche Gründe, ist es oft ein grosser Hass auf bestimmte Personen oder auch die Umstände, unter denen er lebt.

Dann traut er sich aber nicht, das direkt auszudrücken oder weiss sich nicht zu helfen, wie die Umstände zu ändern sind.

Die Wut bleibt aber trotzdem und das richtet sich dann gegen die Person selber.

Sollte es dir so gehen: Bring dich bloss nicht um!

Denn wenn dich Leute sehr quälen und dein Leben zur Hölle machen, machst du es denen ja verdammt einfach und bequem, wenn du dich aus der Welt pustest! Dann wären sie dich ja los!

... und wir auch. Das wäre schade.

:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

*:)

HZase.rl


Ja das mit den Selbstmordgedanken ist momentan ganz schlimm. Bin krank, hab keinen Job und und und.

Mein Angehöriger hat Selbstmord begangen auch weil er krank war. Er hatte Krebs im Anfangsstadium. Aber andere haben auch Krebs und machen das nicht was er gemacht hat...

Danke für die Kraftsterne, Kali.. @:)

K&aliARxHP


Hallo Haserl,

ich hoffe du gehst mal zum Arzt, weil was du schreibst, klingt nicht gut. Vllt solltest du dir was zum Beruhigen verschreiben lassen und dann evtl. eine Therapie in Erwägung ziehen?

Denn wenn man oft solche Selbstmordgedanken hat, ists schon was Ernsteres.

Ich war vor 10 jahren mal in ähnlicher Lage: Job weg, Freund weg, Mutter lag im Sterben, ich war pleite und beim Umzug in eine billigere Whg bin ich auch noch ganz schlimm die Treppe runtergefallen.

Da hab ich immer öfter und intensiver über Selbstmord nachgedacht, bin zum Doc und habe eine Therapie angefangen.

War einer der besten Entschlüsse meines Lebens! Heute gehts mir wieder sehr gut.

Also noch mal Haserl: tus nicht.

Man kann sich aus solchen Problemlagen wieder hervorwurschteln.

Noch mal viele :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

von

*:) @:)

t:hefrie=ndlythelpxer


Niemand ist gleich, es gibt keine pauschalantwort. Außerdem spielen die Gefühle eine große Rolle, da muss es nicht so viel ums denken gehen.

sJch5atz ülxi


Ich denke du hast noch genügend Verstand, um zu wissen, dass dich andere Leute brauchen :)^ ..

Ich denk mal die hatten eine schlechte Kindheit oder fühlen sich nicht geliebt..

Aber ich hoffe du machst es nicht wirklich :°_

Eympyre5an91


Hab schon mehrere Selbstmordversuche hinter mir. Die Gedanken dabei sind eigentlich immer sehr verschieden. Bei allen Versuchen war aber der Gedanke da, endlich einmal etwas "anständiges" fertig gebracht zu haben. Also einmal im Leben etwas zu Ende gebracht zu haben. Außerdem war bei allen Versuchen die Angst da vor dem Unbekannten. Und der Gedanke "Tus doch einfach, trau dich, los". Bei einem Versuch wurde es extrem knapp für mich, ich hätte es fast "geschafft" gehabt (bin dann aber gefunden und gerettet worden). Kurz, bevor ich das Bewusstsein verloren hatte, hab ich übergroße Freude darüber empfunden, mich zu etwas überwinden zu können und, wie gesagt, etwas zu Ende zu bringen. D. h. wär ich gestorben, wärs mir in den letzten Sekunden wirklich gut gegangen.

Ich weiß nicht, ob das bei jedem so ist, aber ich kann mir gut vorstellen, dass, wenn man WIRKLICH sterben will, es einem im letzten Moment gut geht und man (relativ - je nach Methode) in Frieden stirbt.

ghrxaum


hm.. ich kann es nicht wirklich nachvollziehen, ich war nie in der Situation.

Aber ich denke dass niemand es sich wirklich wünscht zu sterben. Es sind doch die Situationen die Ausweglos erscheinen die einen dazu bringen diesen Zustand zu beenden.

AdFiMncshen


Manchmal ist es aber auch einfach nur grenzenlose Erleichterung dem Leben endlich den Rücken kehren zu können und nicht immer wieder auf´s neue emotionale und seelische Tiefschläge einstecken zu müssen (die meist andere Leute (subjektiv empfunden) Schuld sind)

gwrauxm


Finchen – das meinte ich :°_

BUarcZelonxeta


"In gänzlicher Verlassenheit, im Bewusstsein des Nichts,

ist dem Einsamen der freiwillige Untergang wie eine Heimkehr zu sich selbst.

Gepeinigt in der Welt, ohnmächtig, den Kampf mit sich und der Welt fortzuführen,

in Krankheit oder Alter dem Versinken in Kümmerlichkeit ausgesetzt,

von dem Herabgleiten unter das Niveau des eigenen Wesens bedroht,

wird es ein tröstender Gedanke, sich das Leben nehmen zu können, weil der Tod wie eine Rettung erscheint."

(Karl Jaspers)

Ich weiß, dass man gerne Sterben kann, weil ich das von mir selbst her kenne. Und ich denke, dass da auch der Wunsch, endlich Kontrolle über das eigene Schicksal zu erlangen, eine große Rolle spielt. Und das daher auch ein in dem Moment ein sehr positives Gefühl vorherrschen kann. Trotzdem sollte man sich verdeutlichen, dass man nur diesen einen Versuch hat um zu leben. Und man kann, wenn man schon bereit ist, alles aufzugeben, das ganze vielleicht lieber dazu nutzen, um einen radikalen Schnitt zu wagen, die Zelte abzubrechen und es woanders oder auf eine ganz andere Art nochmal zu versuchen.

H[asexrl


Danke für eure Antworten. Ich denke halt immer das wenn ich plötzlich sterben würde wäre es das beste was mir passieren könnte. Ich bin körperlich krank, habe psychische Probleme (Borderline, Zwangsgedanken), keine Freunde, keinen Job, keine Familie. Es ist nichts da was mich hält, ausser eben dieser Selbsterhaltungstrieb.

@ Empyrean91

Tut mir leid das es dir so schlecht geht. Ich habe es auch schon probiert. Aber vermutlich nicht ernsthaft genug.. sonst hätte es ja funktioniert.. Das Lebe ist ja auch ein Geschenk und kann sehr schön sein, nur nicht das was ich gerade führe... :-/ Ich glaube das es das ist was mich abhält, vielleicht wird alles wieder gut. Aber seit über 3 Jahren ist es naja, schlimmer gehts nimmer...

@ graum

Ja, ich denke auch das niemand zu 100% sterben will... Bei meinem Verwandten hat man am Hals mehrere tiefe Kratzer gefunden....... :°(

@ Barceloneta

Gute, interessante Worte. So sehe ich das auch. Es hat einen Sinn warum Gott uns diese Option gegeben hat. Angeblich gibt es auch Tiere-Selbstmörder. Unser alter, schwerkranker Kater ist damals vor Jahren aus dem Fenster gefallen. Er ist sein Leben lang ganz normal am Fenster gesessen... ich glaube der wollte nicht mehr..

Ich glaube man hat Angst vor dem Tod einfach weil man nicht wirklich weiss was es ist. Man kennt und ja nur das Leben, das ist alles was man hat.

KFal%iARHxP


@ Haserl

die Angst vor dem Tod ist ja ganz logisch. Man hat im Leben nur seinen Körper, der einem durch die Wahrnehmungsfähigkeit Eindrücke vo der Welt vermittelt.

Ist man tot, hat man davon gar nichts mehr.

Also man hat kein Gehirn zum Denken mehr, keine Augen, nichts, womit man irgendwas hören oder fühlen könnte.

Die Nahtoderfahrungen finden immer noch im Leben statt, ganz nah an der Grenze zum Blackout.

Insofern schliessen sich Leben und Tod gegenseitig komplett aus.

Darum sind alle Vermutungen über ein Leben danach, eine Wiedergeburt, Geister, Seelenwanderung und sowas reine Spekulation. Naklar in der Hoffnung, nach dem Tode doch noch an irgendetwas festhalten zu können.

Ich wollt auch mal Selbstmord machen. Mir gings psychisch sau- dreckig. Ich hatte Angstzustände und Depressionen und wusste nicht mehr ein und aus.

Da gab es so einen friedlichen kleinen Teich, der hat mich magisch angezogen, da reizugehen und nie mehr rauszukommen, und meine ganzen Probleme drin zu ersäufen. Mich dann halt auch, weil ich nicht wusste, wie ich die ganzen Probs ohne mich da reinkriegen würde.

Das war vor 10 Jahren.

Heute gehts mir im Vergleich dazu mega-gut.

Ich glaube nach meinen OP Erfahrungen, der Tod ist einer Vollnarkose nicht unähnlich. Zack, biste weg. Nur, aus der Narkose wacht man in den meisten Fällen wieder auf, wer wirklich tot ist, bleibts.

Aus diesem Grund hab ich mich dafür entschieden, mich nicht umzubringen. Was hab ich davon? Nichts. Denn ich hab dann ja kein Vehikel mehr, mit dem ich die herrliche Ruhe und den wunderbaren Frieden geniessen könnte, die ich mir dadurch erhoffen würde.

Übrigens ist nach dem Tod garantiert keine Ruhe. Der Körper zerfällt zwar, aber seine Bestandteile gehn nicht verloren und trudeln ewig weiter durch den endlosen Kreislauf der Natur und im Kosmos. Und da geht das grosse Finden und Verlieren, das sich- Treffen und wieder Trennen weiter.

Das Leben ist mühsam und schmerzhaft, aber nichts mehr merken ist auch wieder nicht mein Ding.

@:) @:)

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