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An was denkt ein Mensch wenn er sterben will?

HgaseYrl


@ Kali

Das hast du sehr schön geschrieben. Ich sehe das genauso wie du mit dem Tod. Es ist wie mit den Jahreszeiten. Nach dem Winter kommt der Frühling und irgendwann kommt wieder der Winter. Und so befindet sich auch unser Körper in einem ewigen Kreislauf. Irgendwie habe ich auch das Gefühl das es mein "ich" schon immer gab... keine Ahnung warum, ist halt so ein Gefühl.

Es freut mich das du deine Depressionen überwunden hast und es dir seit langem wieder gut geht. Bei mir sind aber nicht nur die rein psychische Komponente ein Grund. Ich bin krank und habe Angst vor körperlichen Qualen. Aber viele meinen ich solle kämpfen, meine Therapien machen... naja, wer weiss, vielleicht wird es mal besser und ich lache in 20 Jahren darüber.

K-raf>tlosexr


Wenn du selber auch an Selbstmord denkst kannst du dir ja ungefähr orstellen was er gedacht hatte. Nur mit dem Unterschied das er genug Mut hatte. Entweder war er froh, dass er es geschafft hat oder er war´schlecht drauf, verzweifelt usw. Ich denke das man event. auch Angst haben kann wenn man sich umbringt.

Suche selber nach Möglichkeiten sich leicht umzubringen. Leider gibt es da keine sicheren Methoden. Bei so einfachen Sachen wie Schmerztabletten hab ich Angst vor den Schmerzen. Bei Sachen wie vorm Zug oder Hochhaus springen fehlt mir der Mut diesen letzten Schritt zu tun.

Ich denke wenn ich auf ner Brücke oder so stehen würde hätte ich eher Angst als alles andere.

d9ermqogwaxi


Was ein Mensch dazu bringt?

Wenn er in der Gesellschaft nicht akzeptiert wurde, den heimatort auf angebot eines anderen freundes wechselt, die sache einen haken hat sodaß es der familie nicht passt und die dich wie dreck behandeln und dir alles kaputt machen. Ich hatte vor kurzem noch mit einer Herzangst zu tun. jetzt würde ich mich fast schon freuen, wenn es bald soweit wäre....

grüße

der mogwai

k#ati}sfly


ich denk mal kurz vor dem tod denkt er über sein bisheriges leben nach und darüber weshalb er sterben will. und dann denkt er sicher noch drüber nach ob er wirklich sterben will.

Z!wa#ck44


Was schon leicht angeklungen ist: Es muß nicht immer eine rationale Entscheidung sein. Schwere Depressionen können so grausam qualvoll sein, dass einem das Lebensende als die einzige Rettungsmöglichkeit erscheint. Mein Bild ist folgendes: Es ist etwa, als stünde man bei Flut im tiefen Wasser; das Wasser steigt und die Wellen werden höher; man erlebt quasi körperlich, dass einem allmählich die Selbstbestimmung entgleitet und man zum Spielball von Strömungen und Strudeln wird, denen man nicht mehr entkommt.

UIlcxera


Manchmal erscheint der Tod, als die einzige Möglichkeit um den Qualen der Depressionein Ende zu setzen. Jedes Versprechen, jedes liebgemeinte Wort, jede Fürsorge von Aussenstehenden ist wie ein Hohn. Ja, die Depression lacht sie alle aus. Die Depression lässt alle als Lügner da stehen, als Unwissende, als Feinde. Nur der Tod ist ehrlich und erlösend.

smchnatetergnusche


Haserl, ein Selbstmord ist wohl in vielen Fällen eine Verzweiflungstat. So unterschiedlich die Gründe und Ursachen der Verzweiflung sind, so verschieden werden auch die Gedanken sein.

Als es mir einmal sehr dreckig ging und mir mein Leben keinen Pfifferling wert schien, habe ich mich in Gedanken nicht nur auf den Mond geschossen, sondern noch viel weiter ins All rausgepustet. Und von da habe ich versucht, meine Probleme neu zu bewerten. Das war ordentliche Arbeit, denn ich hatte einen ganzen Sack voller Probleme, die mich erdrückt haben. Aber dieser Gedankenflug war sehr hilfreich für mich. Ich mußte erstmal lachen. Was waren das doch im Grunde für winzige Problemchen! Und nachdem ich sie aus diesem Abstand sortiert hatte, kam sogar die Lösung zum Vorschein. Ich mußte mich ja gar nicht mit den vielen Dingen beschäftigen und mich von ihnen erschlagen lassen. Ich mußte nur ein Problem lösen, damit sich die anderen mit auflösen konnten.

Das eine zu lösen war einfach. Naja, "einfach"... Im Grunde hat das sieben Jahre gedauert. Aber ich konnte wieder sehen, wo ich hin wollte. Und da bin ich einfach losgelaufen. Ich finde, der einzig sinnvolle Weg, vor Problemen wegzulaufen, ist der, auf ihre wirkliche Lösung durch einen selbst zuzugehen. Ich bin immer noch auf diesem Weg. Das Ziel habe ich inzwischen erreicht. Aber dahinter ging der Weg weiter. Und weil er mir bisher so gut getan hat, bleibe ich auf ihm.

Vor ein paar Jahren meinte eine Kollegin, der ich mal davon erzählt habe, daß sie das niemals gedacht hätte. Andere hätten sich wohl in so einer Krise das Leben genommen. Damals steckte ich noch mitten drin. Aber mir war der Ausweg klar. Dadurch hatte ich auch die Gewißheit, daß meine Chance so lange dauern würde, wie ich weitergehe. Hätte ich mir das Leben genommen, dann hätte ich mich vor allem der Möglichkeit beraubt, den Ausweg zu finden und das Schöne im Leben neu zu entdecken.

Wenn Du "Null Sinn in Deinem Leben" siehst, dann kann der erste Schritt schon darin bestehen, daß Du Dir überlegst, welchen Sinn Du gern in ihm finden würdest.

Mtaur=icOeBLN


Alle Probleme außer schwerer Krankheit kann man lösen, da ist es nicht wert sich für umzubringen. Anders sieht das wieder bei unheilbaren Erkrankungen aus, da kann ich gut verstehen, wenn sich jemand nicht mehr quälen möchte und sich selbst das Leben nimmt.

KpaliAZRHP


Hallo haserl,

Angst vor körperlichen Qualen zu haben ist total schlimm, und ich hoffe, dass es dir in diesem Punkt zur Zeit gut geht, und dass sowas für dich auch nicht eintreffen wird.

:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

Du hast deinen Freund durch Krebs verloren und da hast du bestimmt so einiges gesehen :°( :[]

was man sich und anderen lieber nicht wünschen möchte.

Damit es dir besser geht, empfehle ich dir zu versuchen, diese Bilder des Leidens nach und nach irgendwie ein bisschen in den Hintergrund zu schieben. Behalte alle gesund und froh in Erinnerung!

Damit bist du weder gemein noch herzlos!

Aber dein Leben geht weiter.

Krebs kann totale Angst auslösen, dass man es auch kriegen könnte.

Todesfälle könen einen in tiefe Unsicherheit und Verzweiflung stürzen, da möcht man am liebsten gleich selber hinterher gehen, damit mans nur endlich hinter sich hat.

Ich kenne das alles aus meiner eigenen Familie und rufe mich strengstens zur Ordnung, wenn Bilder von meiner sterbenden Mutter, meinem todkranken Vater und der nun vor kurzem gestorbenen Schwiegermutter in mir hochkommen.

So grausam wie es sich jetzt lesen mag:

Es macht meine verlorenen Lieben weder wieder gesund noch holt es sie zu uns zurück, wenn ich mein weiteres Leben leidend verbringe.

Es ist vollkommen ok, wenn man

versucht, nach einer gewissen Zeit der Trauer auch wieder nach vorne zu blicken.

Andersrum gedacht:

all deine Lieben, die du durch tragische Umstände und Krankheit verloren hast, haben dich bestimmt sehr geliebt.

Es wär nicht in ihrem Sinne, wenn du dich nicht wieder dem Leben zuwenden würdest, fast so, als wären sie alle noch da.

Das und noch viel mehr Gutes würden sie dir gegönnt haben :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* da bn ich sicher!

und du hast bestimmt auch die Möglichkeiten, gute Dinge in deinem Leben zu geniessen, und wenn es nur ein bisschen ist, jeden Tag.

Tu dir jeden Tag was Gutes und denk an dabei an deine Lieben, damit ehrst du sie nämlich.

Warum?

Du weisst selber, dass wir alle mal den letzten Weg gehen.

Wenn du gut lebst, bis du mal dran bist, ist es nur recht und billig, wenn du dich in deiem Leben so gut wie möglich fühlst.

Das hätten alle, die tot sind, nämlich genau so versucht, hätten sie nur gekonnt.

:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

@:) @:)

K&al6iARHxP


@ Haserl

... Da sind mir grad ein paar Sachen im letzten Posting durcheinandergekomen, die ich an jmd. anders schreiben wollte!

Bitte nicht bös sein ":/ |-o |-o , ist schon spät grade.

Auch wenn du jetzt grade keinen Freund durch Krankheit verloren hast, sondern einen anderen Angehörigen, der sich das Leben genommen hat, bleib ich aber bei den anderen Sachen die ich geschrieben hab.

Dein Angehöriger hat keinen Weg mehr gefunden, wie er seinem Leben etwas abgewinnen konnte, und das ist für die Zurückgebliebenen sehr schlimm.

Vielleicht überlegst du gerade jetzt besonders, ob dieser weg nicht auch was für dich wäre.

Du hast auch erwähnt, dass du eine Therapie machst?

Ich würde auf jeden Fall damit weitermachen.

Es ist nicht mehr rückgängig zu machen, wenn man sich umbringt.

Bis man das tut, sollte man wirklich alles versucht haben,

und vor allem sollte man viel Zeit zum Überlegen vergehn lassen.

Zum Beispiel, bis die Trauer ein bisschen nachlässt und man wieder Mut fasst.

*:) *:) @:) @:)

HdaseLrxl


Der Thread beweist wieder mal das so gut wie jeder mit diesem Gedanken schon mal gespielt hat.

Ich würde mich primär nicht wegen Depris umbringen sondern weil ich krank und verhindert bin normal zu leben + diese körperlichen Qualen. %:|

Alles andere ist lösbar, das stimmt. Obwohl ich schon solche Depressionen und seelische Qualen hatte das ich ebenfalls an den Tod geacht habe. Ich muss (wenn es mir körperlich besser geht) immer an unangenehme Dinge denken die mich dann schrecklich belasten.

Und stimmt, eine wirklich sichere Methode gibt es nicht. Ausser natürlich Sterbehilfe. Aber alles andere kann schief gehen und dann ist alles noch viel schlimmer. Man landet in einem noch schlimmeren Zustand querschnittgelähmt im Bett und das für immer. :[] %:| {:( :-(

Darum denke ich mal das alles einen Sinn hat. Jedes Schicksal. Das muss man dann wohl auch tragen...

KAaliMARxHP


Hallo Haserl,

dass sehr viele schon mal über Selbstmord nachgedacht hben, liegt naklar in der Natur der Dinge, grad weil wir ja wissen, dass wir sterben.

Wir wissen auch, wie man sowas aktiv anfangen könnte.

Wenn es dir körperlich mal besser geht, kommen dir schreckliche Bilder in den Kopf, und das kann dir ja die etwas wohleren Zeiten auch noch total vermiesen :-o :-o !

Ich kenne mich nicht so gut mit den verschiedenen Therapien aus (hatte halt mal ne Verhaltenstherapie)

Eine Freundin von mir ist Psychologin und die gibt u. a. Traumatherapie. Da geht es darum, dass die Leute, die unter schrecklichen Bildern leiden, lernen, diese immer kleiner werden zu lassen, damit sie wieder ungestört in die ganz alltägliche und normale Welt blicken können.

Es ist jetzt fast 3 Monate her, dass bei uns die Schwiegermutter gestorben ist, und das war eine fürchterliche Sache.

Wenn ich abends nicht rechtzeitig zu Bett geh, werd ich zu müde, um mich zu konzentrieren. Dann kommen die ganzen Bilder aus der letzten Zeit mit ihr hoch.

Tagsüber hab ich das zum Glück inzwischen nicht mehr.

Lieg ich im Bett und es geht los damit, dann versuche ich, mich einfach auf was Schönes zu konzentrieren und diese

Sachen beiseite zu schieben.

Dann sag ich der Schwiegermutter:

Du musst jetzt nicht mehr zum x-ten Mal vor dich hinsterben, du hasts längst hinter.

Und ich muss das nicht zum x-ten Mal sehen, ich weiss Bescheid, wie es war.

Dann wirds besser.

Na jedenfalls würd ich mir nicht das Leben nehmen, nur weil andere auch schon tot sind.

Ich hätts auch nicht verdient, krank zu sein, nur weils andere auch sind.

Letztes Jahr hatte ich diese schwere Kopf OP- die hab ich auch nicht verdient, nur weils der Schwiegermutter zu der Zeit auch schon total schlecht ging.

Und naklar hast auch du deine ganzen Krankheiten und Depressionen nicht verdient. ich hoffe, du schaffst es, die Zeiten in denen es dir besser geht, auch entsprechend gut zu gestalten und das immer mehr auszudehnen.

:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

@:) @:) @:) @:)

H^aser<l


Das mit deiner Schwiegermutter tut mir leid, Kali, das ist echt schlimm wenn ein Angehöriger gehen muss. Natürlich denkt man tagsüber kaum an sowas, man ist abgelenkt, hat Stress im Beruf oder erlebt einfach angenehme Dinge. Und wenn man dann im Bett liegt stürzt alles auf einen ein. Man fühlt sich den negativen Gedanken ausgeliefert, mir geht es oft auch so..

Ich weiss nicht was für eine Art von Psychotherapie ich mache aber es ist keine Verhaltenstherapie... ich muss mal fragen wie sie heisst. Ich habe einen sehr lieben, verständnisvollen Therapeuten. Er ist nicht authoritär sondern hat eine starke soziale Ader und versucht mir wirklich zu helfen. Ich habe auch schon schlimme Erfahrungen mit Psychiatoren und Therapeuten gemacht. Eine hat mich und meine (sehr nette!!) Mutter sogar angeschrieen und beschimpft. ":/

Danke für die vielen Kraftsterne. Von meinem Kiefer her ist es mir heute abschleulich gegangen. Habe wieder Mal Selbstmordpläne geschmieded. Ich stelle mir immer vor das ich wo runterspringe. Mir ging es 2007 so schlecht das ich nur noch mit weit aufgerissenen Augen im Bett gelegen bin und betete. Ich habe momentan so Angst das es wieder so sein wird. :°(

KlaliA*RxHP


Hi Haserl,

mensch sag mal, was ist denn mit deinem Kiefer los, dass du solche Schmerzen hast ?

:°_ :°_ :°_ :°_ :°_

Hyas)erl


Kali, ich schreibe dir morgen ne PN. Bin grad voll müd. *:)

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