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Angst und Panikattacken nach Absetzen von Seroxat/Paroxetin

AcnniA-3vTersrary33 hat die Diskussion gestartet


Liebe Mitglieder,

ich bin 33 undhabe wegen generalisierter Angst/Hypochondrie seit ca. 10 Jahren Seroxat heute Paroxetin genommen. Habe Sie damals bei einem Klinik Aufenthalt bekommen.Zuerst eine Dosis von 2 Tabletten täglich, dann nach einer Weile 1 Tablette. Diese Dosis habe ich jahrelang genommen. Ich weis es nicht genau aber eine paar Jahre lang habe ich nur noch eine halbe genommen da es mir besser ging und mir zur Stabilisierung dienen sollte. Ca., 2 Jahre habe ich nur noch eine halbe unregelmässig genommen . Das heist eine halbe mal ein paar Tage hintereinander dann wieder ein paar Tage ausgesetzt da ich langsam absetzten wollte. Denke das der Effekt nur noch Placeboartig war. Nun seitdem ich ca 2 Monate keine mehr nehme, denke ich doch anders. Seit ca. 1 Monat habe ich Panikattacken die ich nie in dem Ausmass hatte. Das heist akkute Atemnot mit dem Resultat das ich nachts zum Notartz bin. Alles wurde untersucht aber nichts hatte ich, Diagnose-Hyperventilation. Tagelang hatte ich diese Attacken keine Tag wo ich körperlich nichts hatte. War in kurzer Zeit bei verschiedenen Ärzten da ich so akute Symptome hatte wie Herzrasen, svhwindel, Zittern , Benommenheit, Druckgefühle, Depressionen usw. War beim Kardiologen, Pulmologen, Neurologen usw. Nichts!!! Aber ich fühle mich so schlecht. Habe nächtse Woche einen Termin beim Psychologen da ich es nicht mehr alleine schaffe und keine Lust mehr habe zu allen Ärzten zu laufen. Habe zwar paar private Sorgen aber früher mit Seroxat konnte ich auch mit um, kann mir nicht vorstellen das mich das alles aufeinmal so aus der Bahn wirft. Habe schon überlegt alleine wieder anzufangen da ich noch eine Packung habe aber ich warte wohl lieber auf den Arzttermin. Hat jemand hier auch solche Erfahrungen gemacht? Und hat jemand Tipps die Angst in den Griff zubekommen??

Antworten
ZLwackx44


Hallo Anni-versary33, habe ich das richtig gelesen: Du hast x Ärzte konsultiert, aber den, der zuständig gewesen wäre, nämlich einen Psychiater, zielsicher umschifft? Ich bin nur depressionserfahren, aber für mich sieht das wie ein Rückfall aus. Die Faustregel lautet ja, dass man Psychopharmaka 6-12 Monate nach Verschwinden der letzten Symptome weiternehmen soll. Das hast Du sicher getan. Dann kann man einen Absetzversuch machen, aber es gibt keine Erfolgsgarantie. Allerdings war Deine Absetzmethodik ja nicht gerade das, was allgemein empfohlen wird, aber das weißt Du ja selbst. Dein Psychiater wird Dir vermutlich raten, erst einmal wieder Paroxetin zu nehmen und das dann laaangsam und systematisch auszuschleichen. Wenn das wieder schiefgeht, könnte vielleicht ein Medikamentenwechsel mit nachfolgendem Ausschleichen des Ersatzmedikaments helfen. Manche Patienten haben mit Absetzen von Psychopharmaka kaum Probleme, andere sehr heftige. Wenn Du zur zweiten Gruppe gehörst, könnte Dir vielleicht für ab und an aufkommende Panik ein "Notfallmedikament" aus der Benzo-Klasse helfen, die allerdings wegen ihres Suchtpotentials für eine Dauermedikation nicht geeignet sind. Ich wünsche Dir alles Gute!

A9nni-mvers[axry33


Hallo, vielen Dank für die Antwort. Ja schon komisch das ich alle Ärzte ausser den Psychologen aufgesucht habe, aber da ich unter Angst vor Krankheiten leide denke ich als letztes an die Psyche sonder glaube immer meine Symtome auch wenn sie von der Psyche kommen sind was Ernstes, und will es deshalb unbedingt abklären. Vielleicht sollte ich wirklich wieder anfangen mit Seroxat da es mir das Leben erleichtert. Vielen Menschen müssen ein lebenlang Tabletten nehmen, und meine Bluwerte lasse ich ja regelmässig kontrollieren. Nur habe ich Angst das wieder die Anfangsymptome kommen wie Sehstörungen, Übelkeit Benommenheit.. avh man das ist alles ein Teufelskreis. :°(

ZTwac{k4x4


Dein Hauptproblem scheint schon die Psyche zu sein. Wenn Du das AD einschleichst, sinkt das Risiko, dass Nebenwirkungen auftreten könnten.

AJnn@i-ve;rsar?y3x3


Was ist AD? Und heute ist schon wieder so ein Tag, konnte die ganze Nacht nicht schlafen wegen Atemnot, ok die Wärme tut auch Ihren beitrag dazu und jetzt sitze ich habe aber das Gefühl das mein ganzer Körper zittert und verfalle wieder in Panik . Ich wünschte ich hätte nie mit den Seroxat aufgehört.Kann man alleine wieder anfangen wenn man weis das Blutwerte ok sind?

ZYw[ackx44


AD = Antidepressivum. Ich glaube, wenn Du mit Peroxatin wieder anfängst, kann es nur besser werden.

A*nni-dversaury3=3


Jadaran habre ich auch schon gedacht aber von alleine? Wenn dann nur ne halbe weil ich Angst habe vor den Nebenwirkungen die damals schon heftig waren. Sehstörungen, Benommenheit, Übelkeit alles Dinge die mir noch mehr Panik machen würden. Hab ja morgen Termin beim Psychol. nur denke ich das bei der ersten Sitzung nicht viel rauskommen wird. Man ich denke auch nur negativ :(v .Das Wochenende war extrem schlimm, war irgendwie agressiv wegen der Hitze, hab nur rumgemotzt auch weil ich wieder was entdeckt habe, nbe Entzündung hinter dem Ohr und kann mir nicht erklären warum, resultat Angst und ständiges anfassen.Werd aber erstmal nicht zum Arzterst ne Woche abwarten vielleicht gehts von alleine weg. Ist schwer das auszuhalten. Fühl mich auch voll depressiv, hab das Gefühl das nichts mehr im Leben kommt das eher alles noch schlimmer wird, weil man ja älter wird und die Beschwerden stärker werden. Hab so schon extreme Verspannungen, und davon denke ichist auch der Schwindel und die komischen Empfindungen im Nacken. Ich könnte jetzt stundenlang schreiben aber ich frage mal was Dich hier herführt Zwack 44 und danke für die Antworten. *:)

Z\w]ack4x4


Dann nimm doch ab morgen eine halbe Tablette Paroxetin. Da das Mittel für Dich nicht neu ist, kann es ja nur besser werden als beim letzten Mal. Allerdings erreichst Du mit der halben Tablette vermutlich nicht die kleinste wirksame Dosis, d.h. einen großen Effekt auf Deine depressive Stimmung ist da eher noch nicht zu erwarten. Ich glaube aber, dass Du wegen Deiner Ängste vor diesem AD diese kleinen Schrittchen brauchst. Zudem beinhaltet das Einschleichen ja auch die Chance auf weniger Nebenwirkungen. Wenn Du dann 1 Woche mit der halben Tablette klargekommen bist, kannst Du ja im zweiten Schritt auf eine ganze Tablette gehen.

Und was mich hierher führt? Ich habe viel unter Depressionen gelitten und habe über 20 ADs ausprobiert. Ich finde, dass Psychiater (jedenfalls die jenigen, die mir begegnet sind) eher wenig erzählen, welche Kriterien man beim Konsum von ADs beachten sollte. Wenn ich hier stöbere, finde ich ab und zu einen Faden, wo ich mich einschalte. Ich kann aus eigener Erfahrung nachfühlen, was depressive Patienten empfinden, und denke, dass ich deswegen manchmal helfen kann.

A}nni-Vverjsarxy33


Ja das mit den Tabletten habe ich mr auch schon so gedacht da ich merke das es so nicht weiter geht und es mir jahrelang mit Paroxetin bedeutend besser ging, ich hatte zumindest keine starken Depris und Panikattacken und habe das Leben ganz gut gemeistert. Aber zur Zeit ist es Horror.Es ist ales so sinnlos wie noch nie zuvor. Ich denke Du weist was ich meine. Wie gehts Dir denn zur Zeit und nimmst Du AD? Hab morgen Termin beim Psychologen aber ich lege nicht allzuviel Hoffnung in das erste Gespräch. Ich berichte dann. LG :-)

Avnni-bversla%ry3x3


So ich war heute beim Psychodoc und der meinte es sind definitiv Absetzsymptome. Er meinte eine Angststörung wie ich sie habe basiert auf eine Stoffwechselstörung, irgendwas wird da gebildet oder nicht so das ich die Ängste habe , und das Paroxetin hilft dagegen.Er meint ich soll wieder mit 10mg anfangen und sehen ob es besser wird und dann eventuell so bleiben oder steigern. Ach man wollt doch weg davon aber andererseits gings mir damit besser. Zusätzlich soll ich ne Verhaltenstherapie machen. Habjetzt einen Termin anfang August zum Erstgespräch...man das zieht sich so in die Länge. Mache aber noch paar andere Termine bei anderen Psychologen man weis ja nie ob die Chemie stimmt, finde das ist wichtig wenn man schon sein ganzes Leben ausbreitet.Schlimm das die alle so voll sind so das man gar nicht anders kann als erstmal Halt in den Tabletten zu finden. Hae eben meine erste halbe Tablette genommen nach paar Monaten.. Mulmig.. hm jetzt ne halbe Stunde später gehts mir bissel schlecht, schwindel, bissel übel und so benommen.. Angst oder Nebenwirkungen ??? Hab soviel vor die Tage, Familienfeier und Urlaub hab so angst das entweder die Nebenwirkungen oder die Angst selbst alles kaputt machen... :°(

ZqwHacxk44


Na, ich glaube, das größte Übel ist die eigene Angst. Wenn Du erst einmal ein paar Tage wieder Paroxetin genommen hast, sieht die Welt schon wieder anders aus. Ich (66) bin auch auf ADs angewiesen, weil meine Depression sonst zurückkommt, aber mit 60 mg Cymbalta fühle ich mich gut eingestellt.

A<nni-vewrsaxry33


Ja ich hoffe Du hast recht. Darf ich überhaupt Du sagen? ":/ Der Doc sagte auch das 10mg sehr wenig ist das manche 60mg nehmen. Wie lange nimmst Du schon die AD? Schonmal versucht abzusetzten? Ach ich sage mir sehr viele Menschen müssen ein Leben lang gegen alles Mögliche Tabletten nehmen damit Sie überhaupt ein Leben haben,und bei mir ist es ja nur das eine Medikament und meine Leberwerte lass ich ja regelmässig kontrollieren.Hast Du den auch Erfahrungne mit Paroxetin?LG

Z|wac]k44


Hallo Anni-versary33, nein, Paroxetin gehört zu den wenigen ADs, die ich noch nicht probiert habe. Ich hatte meine erste schwere Depression mit 39, 3 Monate stationäre Psychiatrie, rein medikamentöse Behandlung, danach wieder arbeitsfähig, irgendwann ADs weggelassen; zweite schwere Depression mit 57, von Anfang an ambulante Behandlung (man lernt ja dazu), keine krankheitsbedingten Fehlzeiten bis zur Pensionierung. Nachdem zwei Absetzversuche fehlschlugen (Depression kam zurück), nehme ich halt weiterhin Cymbalta.

A^nn}i-veersavryi33


Ich glaube es gehört irgendwann zu Leben dazu , Dir geht es doch jetzt auch besser oder? warum absetzten und wieder in ein Loch fallen? Ich nehme es jetzt und hoffe das es mir bald wieder besser geht. Zumal meine Beziehung unter der Angst leidet und mein berufliches ach mein ganzes Leben, kann ja nur besser werden oder?Auch Dir ales gute.

ZRiegAex1


Hallo!

Ich nehme mittlerweile seit 9 Jahren Paroxetin 20 mg ein. Ich hatte Panikattaken, Angstzustände, später dann Depressionen. Ich mußte ca. 1 Jahr 2 Tabl. täglich einnehmen. Die Dosierung war gut, sie schlugen sehr gut an.Dann haben wir runterdosiert auf 20 mg. Auch alles bestens. Dann so nach 3 Jahren erster Auschleichungsversuch. Ging nach wenigen Tagen total schief. Dann habe ich weiterhin die Tabl eingenommen, und ich glaube nach 2 Jahren, noch einmal einen Versuch gestartet. Nach 6 Wochen ging es wieder los. Nun nehme ich Paroxetin bis heute. Jetzt will ich es noch einmal probieren. Ich bin sehr stabil. Ich möchte nur noch jeden zweiten Tag eine Tabl. nehmen.

Soviel zu meinen Erfahrungen. Also als ich diese Akutphasen hatte mußte ich jedesmal direkt wieder 40 mg einnehmen. Das klappte ja dann auch ganz gut.

Lieben Gruß und alles Gute!

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