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Stationäre Psychotherapie (Erfahrungen und kurze Einblicke)

Tqroxomp hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich werde diesen Monat noch in eine Klinik gehen um dort meine Depressionen und andere Probleme in den Griff zu bekommen.

Nun würde ich gerne, bevor ich dort anfange eure Erfahrungsberichte lesen, wie ihr euch darauf vorbereitet habt und wie der Anfang der Therapie war. Ich bin unschlüssig was ich alles brauchen werde, Laptop ist zwar Verboten aber Handy ist erlaubt sofern man nicht 24/7 damit rumhantiert. Die maximale aufenthaltsdauer beträgt ja 12 Wochen und auch wenn man nach den ersten 2 Wochen am Wochenende zuhause schlafen kann, werde ich diese möglichkeit eher selten in Anspruch nehmen(wohne auch nicht in unmittelbarer nähe) und brauche vermutlich einiges an Klamotten und anderen krahm.

Was habt ihr alles zur Therapie mitgenommen, oder sogar im nachhinein gewünscht das ihr es mitgenommen hättet? Ich möchte bestmöglichst darauf vorbereitet sein, und hoffe hier einiges an Erfahrungen und hilfreiche Informationen aufzuschnappen damit ich nachher nicht wie ein begossener Pudel dastehe. x:)

Ich danke schonmal allen, die sich zu dem Thema äußern werden. Natürlich dürfen auch alle die, die auch demnächst eine Therapie beginnen werden, hier reinschreiben. *:)

Antworten
T9rZooxmp


Nicht so schüchtern. :)=

s!ucvci1


hallo

ich war schon in verschiedenen kliniken.auch stationär.ich habe genug kleider,unter anderem auch bequeme sachen wie trainer mitgenommen.cd player mit ein paar meiner lieblingsmusik.nintendo ds,fotos, :°( mein kuschelkissen damit ich ein bisschen zuhause dabei habe, :°( handy.und bei uns wäre laptop nicht verboten:::: ":/

vorbereitet hab ich mich eigentlich nicht wirklich.meine erfahrungen waren je nach klinik unterschiedlich.mal sehr gut betreut und tolle mitpatienten oder halt auch nicht.

sTucjcpi1


ich weis halt nicht wies in deutschland ist aber bei mir in der schweiz gabs verschiedene therapiestunden.kusik,maltherapie,sport,soziales,skills,kochen,tanztherapie,entspannung wie yoga,pilates,chi gong,physiotherapie,gespräch in gruppe und einzel..... und man konnte bei gewissen dingen mitbestimmen was man tun wollte.

s=ucc>i1


die gespräche mit gewissen mitpatienten haben mir sehr geholfen!!!weil da leute aus erfahrung sprachen und nicht "nur" den titel psychiater hatten

HReliCa 8x0


Hallo Troomp, na dann fang ich mal gleich an! :-D

Also, ich war 2005 auf einer Psychotherapeutischen Station. Das Handy war erlaubt, solange es nicht ständig am klingeln war. Also Ton aus. Zumindest während der Therapiestunden. Von Montag bis Freitag war ich auf Station. Am Samstag morgen durfte, wer will und konnte, nach Hause fahren und mußte spätestens am Sonntag abend wieder da sein. Ich glaube die Frist war 21 Uhr. ":/ Pflegepersonal war zwischen Samstag Mittag und Sonntag Abend nicht anwesend. Wenn was war, man was brauchte sollte man sich an die Schwester der Nachbarstation wenden. Am ersten Wochenende mußte man dableiben.

Es gab die Möglichkeit auf Station kostenlos seine Wäsche zu waschen und zu trocknen.

Man konnte sich auch selber etwas zu essen machen, solange man die dafür benötigten Lebensmittel selber einkaufte.

Ich habe damals genug Wäsche für 5 Tage eingepackt, ein paar Bücher, Hygieneartikel und Hausschuhe. Nimm lieber nicht zuviel mit, du wirst jede Menge Sachen aus der Therapie mit nach Hause nehmen. Sachen die du in Ergotherapie gebastelt hast, Geschenke von Mitpatienten. Ich kam mit 1 Tasche und ging mit 3 Taschen und 4 Plastiktüten nach Hause. ;-D

Ich hatte damals so eine Art Stundenplan. Wie in der Schule. Also 2 Stunden Ergotherapie danach Pause und anschl. Musiktherapie. Es gab auch freie Nachmittage. Ich glaub es waren zwei in der Woche. Da konnte man einkaufen gehen, durch die Stadt bummeln, zum Baden gehen..

Ich würde dir auch empfehlen die Badesachen einzupacken. Bei uns z.B. gab es im Krankenhaus ein Schwimmbad.

Ich wünsche dir erstmal alles Gute, du packst das schon! Da bin ich mir sicher!

Wenn du noch Fragen hast, jederzeit gerne! Lg @:) :)*

K>etzeCrixn


Also bei mir gab es schon vor der Aufnahme schriftlich Stationsregeln und eine Liste, was man alles mitbringen sollte (auch für die Therapie) von dem Krankenhaus.

Hast du bei deinem Krankenhaus da mal nachgefragt?

K'etz]erixn


Ich habe mich gar nicht darauf vorbereitet, weil ich vorher keine Vorstellung hatte was mich erwartet. Ich hatte auch vorher keine ambulante Therapie oder so gemacht. Wie ist das bei dir? Ich denke, dann hat man schon eine bessere Vorstellung was kommen könnte.

Dabei hatte ich u.a. ein Notizbuch und Bücher und Zeitschrifen, so ähnlich wie für einen "normalen" Krankenhausaufenthalt.

R[onjPa


Was für ein Luxus! Malen, Musik, Tanzen, Baden , Yoga x:) x:) nicht arbeiten ---> Ein Traum!

Nein, ist natürlich nur halbernst gemeint, die Probleme von den Menschen die dort hin müssen, möchte ich nicht haben trotz dem ansprechenden Programm .....

HReliHa x80


@ ketzerin

Ich hatte auch vorher keine ambulante Therapie oder so gemacht. Wie ist das bei dir? Ich denke, dann hat man schon eine bessere Vorstellung was kommen könnte.

Hast du mich gemeint oder den TE?

Nein, ist natürlich nur halbernst gemeint, die Probleme von den Menschen die dort hin müssen, möchte ich nicht haben trotz dem ansprechenden Programm .....

Das ist kein "Programm" sondern Therapie. Und da können so schöne Dinge wie Tanzen oder Musik durchaus sehr sehr unangenehm werden. Man geht da ja schließlich nicht zur Unterhaltung hin. Da werden Dinge aus dem Gedächtnis hervorgekramt, da wird in deinem Seelenleben rumgestochert... Das malen usw ist nur Mittel zum Zweck um dem Ganzen Ausdruck zu verleihen. Um es leichter zu machen tief in sein Seelenleben und in seine Abgründe einzutauchen.

Ich darf gar nicht daran denken was dieses KBT bei mir alles ausgelöst hat, das hat mich an meine Grenzen getrieben. Obwohl es eigentlich eine ganz banale, simple Sache ist.

KgetzGerixn


"Hast du mich gemeint oder den TE?"-

Den TE.

TQroogmp


Hallo, danke erstmal für die bisherigen Beiträge. :)^

Es ist meine erste Therapie, daher weiß ich nicht was auf mich zukommt und wollte mich eben deswegen etwas drauf vorbereiten. Eine Liste was mitzubringen gab es nicht, nur halt der Hinweis das man Sportsachen und Duschzeug mitbringen sollte. Das Programm ist ganz ähnlich gestaltet wie hier schon erwähnt, es gibt Malen, Musik, Sport, Tanzen und Ergotherapie und sicher noch andere Dinge die ich vergessen habe. Frühstück gibt es wohl um 8 und danach fängt dann halt die Therapie an. Zu den Essenszeiten muss man anwesend sein, darf sich davon also nicht ausschließen. Zu den Therapien wird man glaube ich zugeteilt, man kann aber wohl 2 Wünsche äußern was man gerne machen möchte. Ansonsten weiß ich nur das es wohl schwierig sein wird ein Einzelzimmer zu bekommen, warum auch immer. :|N Da muss ich unbedingt nochmal mit denen darüber reden, ich habe starke Einschlafprobleme Abends und wenn ich dann Abends rumtiger will ich auch nicht unbedingt meinen Zimmergenossen wach halten. :-o Ich stelle es mir irgendwie schwierig vor mich zu Therapieren wenn ich auch Soziale probleme habe, aber die Therapie meistens in der Gruppe stattfindet. ":/ Insgesamt gibt es auch nur eine Stunde in der Woche einzelgespräche, das finde ich schon recht wenig, wie war das bei euch? Und was wenn ich Tanztherapie machen muss, dies aber garnicht will, muss ich das dann machen eben weils zur Therapie gehört auch wenn mir sowas absolut nicht liegt oder gefällt? Vorallem wenn ich mir vorstelle mit irgendwelchen Wildfremden Menschen da rumzutanzen um uns gegenseitig zu Therapieren. :-/ Hätte es auch besser gefunden nicht so früh zu beginnen, ich meine ich gehe doch dahin um mich zu erholen und dann muss ich um kurz vor 7 aufstehen damit ich genügend Zeit zum Duschen und Frühstücken habe, das scheint mir doch etwas heftig. Wäsche waschen kann man da auch, allerdings muss man dafür 1€ bezahlen, ansonsten gibt es auf dem Geländer in einem anderen Haus eine Cafeteria und einen kleinen Laden sowie Telefone. Viel unternehmen kann man da sicher nicht, ist halt ein kleiner Ort und zum nächsten Ort fährt man auch eine gute halbe Stunde mit dem Bus, aber naja bin ja auch nicht da um was zu Unternehmen. Wie schnell vergehen die 12 Wochen, hört sich recht lang an wenn man bedenkt das dann Oktober ist wenn ich wieder rauskomme. Musstet ihr auch für 28 Tage, je Tag 10€ bezahlen? Fandet ihr schnell Kontakt zu anderen Patienten, unterhält man sich auch Privat mit denen oder konzentriert sich da jeder auf sich und seine eigene Behandlung? Wie war der Altersdurchschnitt bei euch? Ich bin noch relativ jung mit mitte 20, habe dort recht viele "ältere Frauen" gesehen und kann mir nicht vorstellen mit denen irgendwie längere Gespräche zu führen, eben weil die Interessen und Erfahrungen ganz andere sind. Ach ich habe soviele Fragen, aber alle in Worte fassen würde wohl das Forum hier sprengen.

Danke euch für eure Antworten. :)*

a`lon$eatxhome


Ich bewundere euch wie luftig, locker und leicht ihr in die Klinik spaziert. Ich werde eventuell auch eine stationäre Therapie machen und hab echt Angst davor. Ich würde von dem Essen erstmal keinen bissen runterbekommen. Das WC würde bestimmt auch mein bester Freund werden weil meine Nerven den Magen zu Verzweiflung treibt.

cTonespieranzxa


@ troomp

Hallo troomp,

ich bin gerade erst am Dienstag aus einer orthopädischen Reha entlassen worden mit der Empfehlung, eine psychologische Schmerztherapie zu machen. Diese soll mich bei der sog. Wiedereingliederung ins Arbeitsleben begleiten. Allerdings wurde mir gesagt, dass, falls die Wiedereingliederung nicht klappt, ich evtl. in eine psychosomatische Klinik gehen sollte. Das ist sicher ähnlich wie Deine stationäre Psychotherapie.

In der gerade beendeten Reha hatte ich zu viel mitgenommen. Allerdings würde ich genau das auch wieder einpacken. Überleg Dir einfach, was Du zu Hause machst, bzw. schon immer machen wolltest, wenn Du nur Zeit hättest. Bücher, Kreuzworträtsel, Strickzeug, Malsachen, Gameboy, alles, was Dir so einfällt. Meine Erfahrung ist, dass man nicht so viel Zeit hat, um alles zu nutzen, denn man trifft sich ja auch mit anderen Patienten und geht abends evtl. noch kurz aus. Was man sich hierbei erzählt, hängt von jedem selbst ab. Zu einer Person fühlt man sich hingezogen, der wird man mehr erzählen, bei anderen bleibt es bei oberflächlichen Unterhaltungen, was ja auch was hat. Ich denke, das merkt jeder selbst, wem man was erzählen möchte. Im Gegenteil finde ich es eher wichtig, darauf zu achten, dass man nicht als "seelischer Mülleimer" benutzt wird. Es ist wichtig, sich abzugrenzen, wenn man etwas nicht möchte oder kann. Das betrifft auch die Therapien, geht Dir irgendetwas völlig gegen den Strich, sag’ das dem betreffenden Therapeuten oder dem Arzt, der soll dann die Termine rausnehmen oder ersetzen. Schließlich geht es in diesen Therapien auch immer darum, auf sich selbst zu achten und zu sehen, was einem gut tut oder schadet.

Ich würde in keine Klinik gehen, die mir kein Einzelzimmer zur Verfügung stellen kann. Man braucht schon Zeit für sich und ein fremder Mensch mit allen "Macken" und Geräuschen würde mir nicht gut tun.

Klamotten, Sportsachen für zwei Wochen finde ich ausreichend, denn waschen kann man ja wohl mittlerweile in jeder Einrichtung, ob mit oder ohne Bezahlung.

Ich würde mich nach den Ausgehzeiten erkundigen, denn falls man nicht sofort auch mal ins Städtchen gehen darf, würde ich mir Kleinigkeiten zum Essen mitnehmen, denn die Essenszeiten sind meistens sehr früh und wenn Du Abendbrot um 18.00 Uhr hattest, hast Du evtl. um 21.00 Uhr schon wieder Appetit, aber die Küche hat zu. Ich habe mir Knäckebrot, Obst und ein bisschen Süßkram gekauft. Evtl. gibt es ja auch einen Kiosk.

In meiner Reha gab es auch die Möglichkeit, an den Wochenenden Busfahrten zu machen, oder auch unter der Woche abends auch andere Aktivitäten wie Malen, Tanzen, Wellness o.ä.

In den ersten Wochen knallt man sich erfahrungsgemäß den Terminkalender ziemlich voll, das lässt aber nach spätestens drei Wochen nach. Mach’ Dich darauf gefasst, dass Du auch mal gewisse Tiefs haben wirst, sowohl körperlich als auch seelisch, es schlaucht schon.

Ich wünsche Dir alles Gute, lass mal hören, wie es Dir ergangen ist.

svuccxi1


ich hatte auch probleme mit der tanztherapie.aber es kommt nicht drauf an "schön" oder"cool" zu tanzen!!!manche in der tanztheralie schlenderten auch einfach soo rum während andere sich mühe gaben sich toll zu bewegen.ich hab dann mit dem therapeuten gesprochen und musste begründen warum ich nicht mehr gehen will,dann wars ok und ich ging nicht mehr in die tanztherapie.es gibt ja auch alt und jung in der klinik und das ist spannend sich mit anderen altersgruppen auszutauschen.wenn man will.man kann über private,persönliche sachen reden,oder über die therapie.man kann aber auch zusammen lachen und einfach mal blödeln,tut auch mal gut *:)

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