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Stationäre Psychotherapie (Erfahrungen und kurze Einblicke)

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Hallo Troomp!

Ansonsten weiß ich nur das es wohl schwierig sein wird ein Einzelzimmer zu bekommen, warum auch immer.

Bei uns damals gab es nur 2 bett Zimmer. Ich hatte allerdings das Glück das ich die erste Woche alleine ein Zimmer hatte da ich Nr. 21 auf der Station war. Danach kannte ich meine Mitpatienten schon etwas besser und wurde dann von einer gefragt ob ich ihre neue Zimmergenossin sein wolle. Ihre war grade entlassen worden.

Man durfte aber nicht nach Herzenlust tauschen und umziehen. Jeder durfte nur einmal das Zimmer wechseln bzw. den Partner.

Insgesamt gibt es auch nur eine Stunde in der Woche einzelgespräche, das finde ich schon recht wenig, wie war das bei euch?

Es gab beim Arzt 1 Einzelgespräch die Woche, einmal die Woche eine Visite mit 3 Ärzten, weitere Termine nach Vereinbarung. Dazu zweimal die Woche Gruppentherapie. Dazu die Möglichkeit jederzeit mit den Pflegekräften zu sprechen. Man bekam zu Anfang eine Bezugspflege zugewiesen, die war der erste Ansprechpartner. Sie konnte auch nicht getauscht werden. Aber ich habs da auch recht gut erwischt. War die Bezugspflege nicht da übernahmen die anderen Pflegekräfte das Gespräch. Also wenns ein Problem gab, kurz zu den Schwestern: "Hallo, ich möchte gerne reden" und dann gings auch gleich los.

Bei den Musik und Ergotherapeuten konnte man auch Einzelgespräche vereinbaren.

Wie schnell vergehen die 12 Wochen, hört sich recht lang an wenn man bedenkt das dann Oktober ist wenn ich wieder rauskomme

Schnell! Ich war 13 Wochen, das ging so ruckzuck vorbei, man glaubt es kaum! ;-D

Wie war der Altersdurchschnitt bei euch? Ich bin noch relativ jung mit mitte 20, habe dort recht viele "ältere Frauen" gesehen und kann mir nicht vorstellen mit denen irgendwie längere Gespräche zu führen, eben weil die Interessen und Erfahrungen ganz andere sind.

Es gab damals einen Mitpatienten, der kam gleich auf mich zu und stellte sich mir als Tutor vor. Er zeigte mir die Abläufe, die Station, stellte mich den Mitpatienten vor. So ging das eigentlich recht schnell. Wir waren so um die 20 Personen. Die jüngsten so um die 17 die ältesten so um die 38. Also bunt gemischt. Ich lag mit meinen 25 im Mittelfeld.

Ich finde man kann das gar nicht mit dem Alltag vergleichen. Man lernt sich besser und intensiver kennen, deine Mitpatienten werden Dinge von dir erfahren die wohl deine besten Freunde nicht wissen. Das kann alles ganz positiv sein, kann aber auch nach Hinten losgehen. Ich finde die Bekanntschaften in einer Therapie haben ihre ganz eigene Dynamik. Schwer zu erklären, alle sitzen im gleichen Boot und du wirst Verständnis finden. Andererseits wirds wohl auch den ein oder anderen geben mit dem du nicht kannst. Oder der mit dir nicht kann. ":/

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Noch 3 Tage, dann ist es soweit. :-o

Ich kann echt nur hoffen das es gut wird, möchte natürlich auch alles von meiner Seite dafür tun das dem so wird. Ich weiß ja das es eine große menge Eigenarbeit ist die den Erfolg der Therapie ausmachen. Ich hatte noch mal mit der Station gesprochen, ein Einzelzimmer wird wohl nicht möglich sein, obwohl derzeit relativ viele Betten frei sind, wegen der Sommerflaute. Ich kanns einfach nicht verstehen, aber man wollte sich dazu auch nicht wirklich äußern, ich soll erstmal ankommen und dann wird entschieden. :-/

Wie habt ihr das mit eurer Post gemacht, hattet ihr jemanden zu Hause der den Briefkasten geleert hat für euch und ggf an die Klinik weitergeleitet hat? Was passiert wenn man in der Klinik krank wird oder Zahnschmerzen bekommt, kann mir nicht vorstellen das die dort für alles gewabnet sind. Denn ich gehe eigentlich ausschließlich zu meinem Zahnarzt, nur dem Vertraue ich meinen Mund an. :=o

Kann man eigentlich aus der Therapie geworfen werden? Beispielsweise wenn ich starke Probleme habe mit dem Aufstehen oder generell mit der konzentration und aufmerksamkeit bei den Therapien, denn ich bin den ganzen Tag immer enorm Müde, wenn ich könnte würde ich 24h am Tag schlafen. :(v

Bin immer aufgeregter, huijuijui... %:|

Danke noch mal für eure Antworten und bisherigen Beiträge, helfen mir wirklich ungemein. :)^

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Ich habe so einen stationäre Therapie auch schon hinter mir. Ich bin da mit unguten und gemischten Gefühlen hingegangen "ich hab doch keine Depressionen! Ich geh doch nicht in ne Psychoklinik, in ne Irrenanstalt"

Hatte dann erst ein Aufnahmegespräch in dem ich halt erklären sollte was mich alles so bedrückt und was ich für Probleme hätte. Das Gespräch hatte auf mich aber eher den Eindruck eines Verhörs gemacht bei dem die Psychologin immer tiefer und immer kräftiger in der seelischen Wunde rumstocherte. War aber wohl so beabsichtigt. Naja dann war es überstanden und eine Pflegerin der Station hat mich kurz über die Station geführt. Dann hieß es noch man würde mir Bescheid geben wann der nächste Platz frei ist.

Ein paar Wochen später war es dann soweit. Ich bekam einen Anruf und sollte doch bitte übermorgen in der Klinik erscheinen. Die Aufnahme dort erfolgte auch recht problemlos, ich bekam mein Zimmer zugewiesen, packte meine Sachen aus und dann kam eine Ärztin und hat mich erst mal körperlich untersucht und dann ein erstes Therapiegespräch mit mir geführt. Diese Ärztin sollte dann auch während meines Aufenthaltes meine Therapeutin sein.

Anschließend wurde ich von einem Mitpatienten nochmals genau über die Station und das Klinikgelände geführt, er zeigte mir wo welche Therapien stattfinden, wie das mit den Essenszeiten ist und mit Tisch- und Stationsdienst.

Essen gab es morgens, mittags und abends und es wurde in einem großen Esssaal eingenommen. Man musste sich immer im Voraus für eine Woche seinen Menüplan für die Woche zusammenstellen. Laptops waren verboten, Handys durften nicht innerhalb des Gebäudes benutzt werden.

Ich war anfangs über meinen Therapieplan etwas verwundert weil ich nicht so Dinge wie Tanztherapie, Musiktherapie, Reittherapie, Singtherapie und so erwartet hatte. Aber gerade diese Therapien haben mir sehr viel gebracht und ich habe auch gelernt, dass es darauf ankommt was einem Spaß macht. Ich bin wahrhaftig kein guter Tänzer und garantiert nicht der Typ dem die Frauen in der Disko beim Tanzen mit Begeisterung zuschauen würden, aber in der Therapie habe ich gemerkt dass sowas auch Spaß machen kann und gerade wenn man dann in einer Gruppe versucht irgendwelche Choreographien oder sonstige Formationstänze zu veranstalten.

Das selbe bei der Reittherapie. Ich unsportlicher Typ noch nie auf nem Pferd gesessen, aber dann als ich einem oben drauf war: "Hey das macht ja auch Spaß hier oben" Ich sollte dann aber auch auf dem laufenden Pferd "Turnübungen" machen, teilweise freihändig. Man wurde zwar zu nix gezwungen aber es hat mir halt dazu gedient teilweise meinen inneren Schweinehund zu überwinden bzw. meine Grenzen genauer kennenzulernen. Jetzt nicht die Grenzen was körperlich geht, sondern eher die dessen was ich mir so zutrauen würde.

Es gab natürlich auch die Gruppen- und Einzelgespräche, welche in meinen Augen aber mehr dazu dienten sich noch mal einen Überblick über den Fortschritt der Therapie zu machen. Ich hatte aber zum Glück nicht so eine herumbohrende immer tiefer bohrende Therapeutin und konnte mich mit Ihr von daher recht gut unterhalten und sie hat mir auch stets gute Tipps und Vorschläge gemacht.

Ich muss allerdings auch dazusagen, dass wir gerade zu meiner Anfangszeit dort ein sehr gut funktionierendes Patiententeam auf der Station waren ich dadurch auch recht schnell einen Anschluss an einige Mitpatienten gefunden habe. Man hat dann Abends zusammen Karten oder sonstiges gespielt, die "Hausfrauenfraktion" zog sich meistens mit Strickzeug zu Klatsch und Tratsch zurück, in einer anderen Ecke fand ne heiße Diskussionsrunde statt.

Man durfte sich außerhalb der Therapien auch völlig frei bewegen und nach vorheriger Abmeldung das Klinikgelände sogar bis zu einem Umkreis von 10km verlassen. Man sollte halt nur kurz vorher Bescheid geben wo man hin wollte und wann man in etwa plante zurück zu sein. Noch lieber wurde natürlich gesehen wenn man nicht alleine sondern mindestens zu zweit losgegangen ist.

Während meiner Zeit dort wurden natürlich immer mal wieder welche von den Mitpatienten entlassen und da ist der Abschied teilweise doch nicht so sehr leicht gefallen. Auch als ich dann nach 6 Wochen die Klinik verließ ging ich mit einem lachenden (endlich geschafft) und einem weinenden (will hier nicht weg) Auge.

Alles in allem war der Aufenthalt für mich ein voller Erfolg, nicht nur weil ich gelernt und vor allem verstanden habe mit Problemen, Enttäuschungen und Mißerfolgen besser umzugehen, sondern auch weil ich für mich eine gehörige Portion Selbstbewußtsein und Mut mitgenommen habe.

gruß

Philipp

K6etzRe+rixn


@ Troomp:

Hast du in der Klinik mal nach den (schriftlichen) Stationsregeln gefragt? Würde ich spätestens bei der Ankunft machen.

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ich war auch 12wochen in einer Klinik. davon 8 auf der geschlossenen

Also empfehlen kann ich dir

-Handtücher

-Unterwäsche

-Tshirts

-Hosen

-Pullover

-normale Schuhe

-Zahnbürste + Zahncreme

-Sportsachen (Jogginghose + Jacke)

-Hausschuhe

-vllt dein eigenes Kissen

-Bücher

-Musik (CD, MP3)

-Handy

-Shampoo + Duschgel

-Notizblock + Stifte (es könnte interessant sein die Therapie zu dokumentieren)

-Snacks (Schoki etc

-OHROPAX!!!! (gegen schnarchende Bettnachbarn -.-)

-elektronischer Rasierer

-Rätselhefte

-Spielkonsole (PSP, Nintendo DS etc)

-Gesellschaftsspiele

Sorry das ich es nicht in Kategorien unterteilt habe. Es kommt aber auch immer auf die Einrichtung an, weil jede andere Vorschriften hat z.B. darf man in X Plastiktüten besitzen und in Y ist das strengstens verboten.

Tbroomxp


Danke für eure Beiträge, konnte mir einige Sachen notieren was mir sicher helfen wird! :)^

Übermorgen ist es dann so weit, ich bin Aufgeregt wie ein kleines Schulkind. :)z

Wenn noch jemand etwas schreiben möchte, würde ich mich freuen. Bis morgen kann ich es noch lesen und verwerten. ;-D

*:)

K{etzer,in


Wirst du am Freitag da aufgenommen? ???

Bei meiner Klinik war das überwiegend ein Montag.

Ich drücke dir schon mal die Daumen für den Aufenthalt und die Therapie. :)^

KEetzerxin


Vielleicht kannst du dich ja dann hier auch mit einem Bericht "zurückmelden", wenn du wieder "'draußen" bist. Ich denke, du würdest damit auch anderen Betroffenen (weiter)helfen.

a]nt\hom


Hallo Ihr habt Ihr Erfahrungen mit AMBULANTEN Therapien wie weiß ich ob die Therapeutin/Therapeut passt möglichst bevor ich 9 Monate gewartet hab um einen Platz zu bekommen – lasst ihr euch in mehrere Listen aufnehmen......... ???

a nthxom


TROOMP – alles gute für DICH @:)

KNetzekrxin


@ anthom:

Ich würde besser dazu einen eigenen Faden eröffnen, hier geht's ja um den Klinikaufenhthalt.

Tlrolomp


Jap, normalerweise wäre ich auch anfang der Woche aufgenommen worden, ich musste allerdings noch ein paar Dinge regeln weswegen ich mehr Zeit bekommen habe, so das ich dann erst Morgen aufgenommen werde.

Ich werde mich aufjedenfall zurück melden, und eventuell zwischenmeldungen hier posten. Ich danke euch allen für euren zuspruch und eurer hilfe. :)^

HZasxerl


Nimm dir ausreichend Kleidung mit. T-shirts, Hosen, Unterwäsche. 2 Paar normale Schuhe, Sportschuhe, Hausschuhe. Vergiss einen Bademantel nicht. Was mir wichtig war waren Sachen mit denen man sich beschäftigen, ablenken kann. Ich war schon mal stationär in so einer Klinik und war masslos enttäuscht vom Program. Die meiste Zeit geschah gar nichts und man wurde von den Mitpatienten vollgequatscht und vollgequalmt. Insider meinten das es am Geldmangel der Klinik lag. Darum nimm dir Bücher und Zeitschriften mit. Einen Disc-Player, eventuell einen Game-Boy oder ähnliches. Einige auf unserer Station hatten sogar einen Laptop dabei. Erwarte dir also nicht das man sich dort non-stop mit dir beschäftigt.

Ich war auf der psychosomatischen Station des wiener AKH. Mit der Einzeltherapie war ich nicht zufrieden. Die Gruppentherapie war schon interessanter, mir wäre es lieber wenn ich statt der Einzeltherapie die Gruppentherapie häufiger hätte. Diese fand aber nur 1 Mal wöchentlich statt. Bei der Einzeltherapie merkte man so richtig das es eine Kassentherapie ist bei einem Therapeuten der seinen Job noch nicht lange macht.

Ich habe jetzt die Therapie bei einem sehr bekannten, guten Therapeuten und muss sagen das es ein Unterschied wie Himmel und Hölle ist. Aus meiner Sicht sollte man sich von einer stationären Therapie nicht all zu viel erwarten.

Kxetzrerin


"Jap, normalerweise wäre ich auch anfang der Woche aufgenommen worden, ich musste allerdings noch ein paar Dinge regeln weswegen ich mehr Zeit bekommen habe, so das ich dann erst Morgen aufgenommen werde."-

Ach so. Verstehe.

"Ich werde mich aufjedenfall zurück melden, und eventuell zwischenmeldungen hier posten."-

Ja, das klingt gut. :)^

sNuccix1


hei troomp @:)

wie ist es dir ergangen in der klinik?

ganz liebe grüsse :)*

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