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Du bist liebenswert

aDnvthofm hat die Diskussion gestartet


Wie bringt man das jemandem bei, der das selbst bei den Eltern nicht gelernt hat....... ":/

Antworten
H{eliBat x80


":/ Wird sehr sehr schwierig werden. Sprichst du von dir oder deiner Partnerin/Partner?

Ich habs auch nie gelernt. Und ich denke ich bin nicht liebenswert um meiner selbstwillen sondern ich kann/darf/werde nur geliebt für das was ich tue. Liebe muß ich mir verdienen. Bekommen ich keine Liebe, hab ich etwas falsch gemacht, bin ich schlecht und habe sie nicht verdient.

Ist zwar wohl eine falsche Denkweise von mir, und ich hab das auch schon kapiert das ich in der Hinsicht falsch ticke. Nur dieses alte Muster ablegen ist wirklich wirklich schwierig.

Habe heute Nacht lange über dieses Thema nachgegrübelt. Deswegen hat mich deine etwas knapp formulierte Frage gleich angesprochen. *:) *:)

a4ntdhxom


Dieses Muster – genau das ist es – und was ist beim Grübeln rausgekommen ???

H7eliax 80


Nun ja, nicht wirklich produktives. Im Schlafzimmer hatte es gefühlte 50 Grad.

Das ist halt ziemlich fest verwurzelt in meinem Denken, Fühlen und Handeln. Ich denke erstmal muß ich mich selber lieben bevor ich verstehen kann das auch jemand anders mich lieben kann. Solange ich selber mich gelegentlich hasse wie die Pest werde ich auch nie verstehen können wie es ist bedingungslos geliebt zu werden.

Auch geliebt zu werden wenn ich mal was falsches gesagt oder getan habe. Und ich rede hier nicht von wirklich gravierenden Dingen. Sondern von Kleinigkeiten des Alltags. Das ist bei mir im Moment ein ziemliches Wechselbad der Gefühle für mich und ich denke ich werde da mal mit meinem Freund drüber reden.

Wir haben schonmal über das Thema Liebe geredet und ich habe ihm dann gesagt das man (bzw. ich) mir Liebe und Zuneigung verdienen muß. Da war er richtig geschockt und hat nur den Kopf geschüttelt. Ich wollte dann aber nicht weiter drüber reden. ":/

UUnproYteNctxed


Viel mehr als ihm/ihr das immer wieder zu zeigen wirst du wohl nicht tun können, glaube ich... zeig ihm/ihr dass er/sie liebenswert ist, auch wenn er/sie mal etwas "falsch" gemacht hat oder nicht so gut, denn genau dann denkt diese Person, dass sie es nicht verdient hat. Wenn du ihm/ihr dann aber zeigst, dass du ihn/sie trotzdem magst, egal was er/sie tut. Es wird evtl. sehr lange dauern bis sich da überhaupt etwas verändert, ist wirklich schwierig... ich bin jetzt 2 Jahre mit meinem Freund zusammen und kann zwar akzeptieren, dass er mich so mag, wie ich bin, aber ich selbst habe daran immer wieder Zweifel. Da reicht ein Streit aus oder ein Wort das ich anders werte als er und ich bin der Meinung, dass ich es nicht wert bin von ihm geliebt zu werden, das vergesse ich dann sehr häufig. Umso überraschter bin ich dann, wenn er mir nach einem Streit sagt, dass er mich liebt. Das verwirrt mich immer etwas, weil das so gar nicht in mein Weltbild passt. Wieso liebt er mich wenn ich doch etwas falsch gemacht habe, wenn wir uns doch gestritten haben, wenn ich ihn doch verärgert habe? Aber es hat wohl schon einiges gebracht.

LG Unprotected

aknthxom


wißt Ihr, was bei euch die Ursache ist?

U`npro!te0cted


Gute Frage. Ich war glaube ich schon immer so, aber woran es liegt, weiß ich echt nicht... Mir kommt der Gedanke einfach irgendwie... absurd vor. Dass jemand auf mich sauer ist und mich trotzdem lieben kann. Auch wenn ich selbst versuche anderen andauernd zu zeigen dass sie etwas besonderes sind, vor allem dann, wenn sie sich schlecht fühlen oder denken etwas falsch gemacht zu haben oder so.

aynethoxm


...wie bist du mit deinen Eltern klargekommen?....

TNeur=es =Maultxier


Diese Frage beschäftigt mich auch die letzte Zeit, da mehrere Menschen die mir nahe stehen dieses Problem haben.

Ich möchte unbedingt helfen aber ich konnte bisher nicht. Ich komme einfach nicht auf einen Denkansatz nachdem sie sich selbst besser annehmen können. Alles wird so ausgelegt, dass sie selbst die Schuld tragen und Glück eigentlich nicht verdient haben, bla bla :|N

Hoffe, hier kommen ein paar interessante Ansätze zusammen *:)

H%elisa 8x0


Bei mir ist es wohl ein falsch erlerntes Muster aus meiner Kindheit. Offiziell heißt es bei mir Borderline.

Wenn ich als Kind etwas richtig gemacht habe und lieb war, war ich ein gutes Kind und wurde geliebt. Das kam aber nicht oft vor. Meist war ich das böse Kind und das Stück Dreck.

Ich erwische mich leider oft dabei wie ich um seine Zuneigung und Liebe bettle. Mit allen Mitteln. Mit Worten und Taten. Dann verachte ich mich meist selber und ziehe mich wieder in mich selber zurück. Das ist im Moment wohl die einzige Option die ich habe.

Noch dazu ist mein Freund nicht so der Typ der mir 5x am Tag sagt das er mich liebt usw..

Streit vermeide ich tunlichst. Damit könnte ich in einer Beziehung nicht umgehen. Ein harsches Wort von ihm im Streit käme für mich einem Fußtritt gleich.

Ausserdem schafft er es immer wieder in meine Abgründe zu schauen, meine Mauer aufzureissen und mir das was er sieht sagt er mir auch ins Gesicht. ":/

Im Moment denk ich halt viel über dieses Thema nach.

w=omeikyoujiiehunxle


ist bei mir auch so. woran es liegt, kann ich nur erahnen. ich habe schon immer gedacht, dass ich nur liebenswert bin, wenn ich eine bestimmte leistung erbringe, egal wo. wenn ich es nicht schaffe, dann werden ich die betreffenden personen nicht mehr leiden können, oder ich bin ihnen egal. dieses muster habe ich erst vor ein paar wochen erkannt, obwohl ich schon 26 bin. nun versuche ich mich so zu akzeptieren, vielleicht auch so zu lieben, wie ich nun mal bin.

seit kurzem stecke ich in einer beziehung. und auch da ist es so, dass ich das gefühl habe, wenn ich etwas tue/oder nicht tue, dann liebt mich meine freundin nicht mehr. oder wenn sie mal genervt wegen irgendwas, denke ich auch gleich es liegt an mir und sie mag nicht mehr mit mir zusammen sein.

daraus resultierend entstand über jahre eine sozialphobie. nun ja und jetzt sitze ich da und habe den salat.

die ursachen können nur in der kindheit liegen. ich denke bei mir war es so. ich war immer gut in der schule und im sport. und ich glaubte, wenn ich in einem fach absacke, dann sind meine eltern furchtbar enttäuscht von mir und wenden sich ab, vor allem mein vater. deshalb war ich immer getrieben gute noten zu schreiben...

kennt das noch jemand?

U1nprote"c"txed


Mir helfen so Dinge wie zum Beispiel eine Umarmung oder so wenn ichs am wenigsten erwarte. Ich denke mal so etwas hilft wirklich ganz gut. Kommt unerwartet weil man ja der Meinung ist man würde nicht gemocht werden. Wenn man immer nur verzweifelt versucht einem einzutrichtern dass "das ja nicht stimmt" dann kommt das trotzdem noch ziemlich... unglaubwürdig rüber. Dann denkt man "Das sagt er nur so...", so in etwa.

Mit meinen Eltern? Ich hab als Kind nie mit ihnen über meine Probleme oder so geredet, weil ich dachte, sie haben selbst genug Stress. Wollte ihnen halt nicht zur Last fallen und naja... ich hab mir immer gewünscht sie wären nicht so nett, weil ich dachte, das hätte ich doch gar nicht verdient.

Ich denke es ist auch wichtig, dass man denjenigen hilft, sich selbst mehr zu mögen. Das ist auch echt schwierig... ich hab mich selbst jahrelang damit beschäftigt um mich nicht mehr immer so furchtbar zu finden, das fand ich selbst auch ziemlich belastend. Hab mich hübsch gemacht, Bilder geschossen und mir Meinungen anderer eingeholt, doch im Endeffekt wusste ich zwar, wie andere auf mich reagieren, aber war selbst nicht mit mir zufrieden. Irgendwann kam dann mein Freund und zeigte mir immer und immer wieder, wie sehr er mich liebt, so wie ich bin. Auch, dass er nicht wollte, dass ich mich in irgendeiner Hinsicht verändere, hat mir ziemlich geholfen. Er zeigt mir auch heute noch wie froh er ist, dass er mich hat und dass ich für ihn die einzige bin. Wenn man das auch spürt, dann denke ich, ist das schon sehr viel wert :-)

MNolli'encnhxen


Die Ursache ist wohl, wenn einem als Kind vermittelt wurde, dass man nicht "per sé", also einfach dafür, dass man da ist, geliebt wird, sondern nur für das, was man tut oder lässt. Man hat gelernt, seinen eigenen Wert an Taten zu messen, und, was noch schlimmer ist, daran, ob man Dinge tut, die ANDERE gut finden (man selbst spielte dabei nie eine Rolle). Deshalb hat man kein Empfinden für sich selbst entwickelt (was will ich denn selbst?), weil alle Antennen nach außen gerichtet sind.

Ich denke, jemandem, der so denkt, helfen, kann man wohl am besten helfen, indem man ihm versichert und zeigt, dass man ihn immer liebt, egal, was er tut, und wenn man sauer ist, dann nicht auf ihn als Person sondern auf diese eine spezielle Handlung.

Leute ohne Selbstwertgefühl neigen ja dazu, zu verallgemeinern. "Ich habe was nicht hingekriegt – ein Beweis dafür, dass ich ein Komplettversager bin."

Und eben das stimmt nicht. JEDER macht ja mal was falsch. Und nicht JEDEN sieht man deswegen automatisch als Versager. Warum also sich selbst?

a!nthoxm


In diesem Fall ,wahr es glaub die Depressive grundeinstellung der Mutter und der dominanten Stellung des Vaters – meine... xyz ...hat schon als kleines Mädchen immer nur versucht alles Recht zu machen und es wahr einfach nie richtig genug für ihre Eltern – Sie hat einfach nie genügen können – sie ist Ihren eltern bis sie 37 wahr hinterher und hat versucht alles richtig zu machen , bis sie nicht mehr konnte und wartete was passiert – seither sind fast 5 Jahre vergangen nur ihre Eltern habens immer noch nicht gemerckt/vermißt......schlechte Beziehung mit Mißbrauch durch den Eheman an den eigenen Kindern....- und jetzt fehlt ein damals gerade Volljährig gewordenens Kind seit ca 1,5 Jahre und jetzt ist Psychisch natürlich alles im....und sie wartet "bis ein Kind nach dem anderen" sozusagen geht weil alles so dooooooof wahr............und sobald jemand sagt – hab dich Lieb laufen die Tränen mit fremden kommt sie gut zurecht – die wissen auch nichts aber wehe jemand frägt konkret oder eben zeigt gefühle......... wie durchbricht man sowas ":/

aanthoxm


Andere würde sie tatsächlich niemals so niedermachen, sondern immer motivieren ---- ja das sagt sie auch des öfteren, dass sie gar nicht weiß, was sie eigentlich selber möchte, dass sie sich in Beziehungen selber vergißt......und jetzt das fehlende Kind, .....mich können nicht mal die eigenen Kinder lieben ....statt den EGO der Tochter zu erkennen die wirklich total verwöhnt wurde, aber auch erzogen.......

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