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Tagebuch zur Bewältigung von Angst und Zwangsgedanken

MsCDa{mian hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

um mein Leben wieder in den Griff zu bekommen und meine Ängste sowie Zwangsgedanken zu besiegen,

habe ich mich entschieden dieses "Tagebuch" zuschreiben.

Seit Samstag, 17.07. nehme ich Fluoxitin 5 mg bis zum 19.07. Ab dem 20.07. 10 mg., ab 23.07. 15 mg und ab dem 27.07. 20 mg...

Am ersten Tag war ich nach der Einnahme gut drauf und es ging mir gut. Später am Tag bekamm ich Angstzustände und es wurde bissl schlimmer. Gestern am Abend war ich unruhig und angespannt und hatte im Kopf so ziehen und kribbeln was sich bis ins Gesicht gezogen hat.

Heute in der Früh war ich sehr nervös und habe um 08:35 Uhr eine Tablette genommen.

Wie ich merke, bin ich langsam etwas ruhiger um die Zeit, aber man soll den Tag ja nie vor dem Abend loben. Achja, sehr müde bin ich auch und mir ist irgendwie mehr oder weniger alles egal und das leichte ziehen im Gesicht, um die Nase und Augen habe ich immer noch ganz leicht...

Jetzt lasse ich mich vom Onkel meiner Freundin zur Gesprächsteraphie fahren. Habe angst alleine mit meinem Auto zu fahren, da das Medi, wie ich merke, mich leicht "deppert" macht.

Allgemien merke ich, dass sich meine Ängste verstärkt haben, aber dass sind ja bekanntlich die Nebenwirkungen...

Übrigens; an Arbeit ist zur Zeit nicht zu denken. Bin die Woche krankgeschrieben und werde es wohl noch ein wenig bleiben. Mein Arbeitgebenr weiss bescheid. Zur Zeit bin ich als Außendienstmitarbeiter beschäftigt, werde aber nach der Behandlung mit dem Medi aber in den Innendienst wechseln...

Bis später dann! Und, ihr könnt ruhig euere Erfahrungen hier posten!

Gruß, Damian

Antworten
K|etzeYrixn


:)D

Ich wünsche dir mit dem Medikament und der Gesprächstherapie alles Gute.

Im Gegensatz zu vielen anderen Betroffenen hast du diesen Schritt in die Therapie schon gemacht. :)^

GSlückbsqw=exib


Ich nehme auch Fluoxetin. Allerdings 60mg. Dank dieser Tabletten kann ich meine Gedanken unterbrechen und den sinnlosen Gedankenkreisslauf stoppen. Ich nehme sie wegen Depressionen. Anfangs hatte ich Hitzewallungen wie verrückt, nach 3 Wochen waren die weg und meine Leben wieder lebenswert!

Verbunden mit einer straff geführten Gesprächstherapie bin ich in der Lage einen Alltag mit seinen Freuden und Sorgen zu bewältigen!

Ich wünsche dir alles Gute!

MICDa#mxian


Vielen Dank an alle! Tut gut sowas zu hören!

Welche Erfahrungen hattet ihr eigentlich mit euerer Umgebung? Wie haben bei euch Freunde, Eltern, Verwandte und Arbeitgeber auf euere Krankheit reagiert?

Meine Eltern halten zu mir, aber irgendwie kann meine Freundin das nicht akzeptieren... Vorgestern sagt sie das wir das schon schaffen und es wieder wird und gestern macht sie mich runter, ich soll mich am Riehmen reissen und das geht doch nicht so weiter usw... Toll, und wir wollen nächstes Jahr ein Haus bauen...

So, zurück zum Tagebuch:

So, der 22.07. war ein doofer Tag. Meine Ängste und Nervösitet haben sich verschlechtert. Habe Angst mit dem Auto zu fahren und allgemein alleine zu sein. Und allgemein alles stört mich, Radio und Fernseher sind zu laut, bin bissl gereizt. Habe etwas über schizophrenie im Web gelesen und ta ta, bilde ich mir ein bzw. hatte ich Angst das ich so etwas auch habe und habe die Symptome vergliechen die mich mit der Angststörung begleiten. Das macht wohl diese Angsterkankung aus...

Des weiteren nervt mich, dass ich jedes Lied das ich höre, immer im Ohr habe, egal welches, es wiederholt sich ständig bis es von einem anderen abgelöst wird. Okay, wenn ich dem Aufmerksamkeit schenke ist es halt da, wenn ich nicht daran denke, ist es meistens weg oder oder ich bemerke es nicht...

Habe auch wie so Spannungen im Kopf, dass zieht sich bis ins Gesicht, keine Ahnung was das ist, auf jeden Fall fühle ich mich irgendwie überfordert...

Nun gut, heute am 23.07. werde ich zum ersten Mal 15 mg Fluoxitin nehmen, hoffe das die Nebenwirkungen bald verschwinden und eine Besserung eintritt.

Bis später oder morgen.

Gruß, Damian

MoCDa9mian


So, gestern gings mir mal gut und mal wieder schlecht. Einmal bin ich voll motiviert und die Ängste sind weg und später ist wieder alles beim alten. Bin innerlich angespannt und nervös. Heute ist der dritte Tag an dem ich 15 mg Fluoxitin genommen habe. Fühle mich leicht "deppert" bzw. nicht richtig fit. Könnte wieder mal schlafen...

Langsam müssten die Nebenwirkungen nachlassen, oder?!?

Ksetze:rin


"Toll, und wir wollen nächstes Jahr ein Haus bauen..."-

Das würde ich an Belastung bzw. Streß, der da auf euch zukommt nicht unterschätzen. Meine Eltern haben damals ein Haus gebaut und es war eine zeitlich lange, immense Belastung/Streß für alle, wirklich alle Familienmitglieder.

Ich würde erst mal sehen, daß du wieder ganz fit wirst und dann daß das wieder mit der Arbeit läuft und danach das mit dem Haus angehen.

MTCDami?an


Dankeschön für deinen Beitrag, werde ich auf jeden Fall machen.

G.l0ücksJwexib


Hmmmm, ich hatte bestimt 1,5 Monate diese Nebenwirkungen wie Hitzewallungen und leichte Unruhe :-/ Gib deinem Körper die Zeit sich an den Wirkstoff zu gewöhnen! Bei einigen geht es schnell, manche brauchen länger und einige kommen nie mit Fluo klar, weil es einfach nicht das richtige Medikament ist. Ich persönlich schwöre darauf! Es waren mein zweiten Medis und ein monate- oder jahrelanges ausprobieren ist mit zum Glück erspart geblieben.

Wie reagiert denn deine Familie?

MfCDa?m7iwaxn


Ich nahm vor genau zwei Jahren das gleiche Medikament und nach 9 Monaten habe ich es abgesetzt, da es mir wieder ganz normal ging und seit ca. 2 Monaten ist es wieder da... Ich habe diese schwere Zeit damals verdrängt und kann mich auch noch kaum daran erinnert, wie das mit den Nebenwirkungen damals war...

Meine Mum weiss davon, mein Dad nicht. Ich will auch meine Eltern damit nicht belasten und will ned das sie sich unnötig Sorgen machen.

Meine Freundin (bei der ich auch die ganze Zeit bin) weiss davon natürlich, sie kann es nicht verstehen und ist damit überfordert... Ich weiss nicht, sie meint ständig wie man sich so gehen lassen kann und ich soll mich zam reissen... Einmal sagte sie, dass wird schon wieder und das schaffen wir und am nächsten Tag war sie wieder total schlecht darauf zu sprechen. Meine Schwiegereltern wissen das glaube ich nicht, bis auf die Oma v. meiner Freundin, die weiss es auch.

Habe mich nun heute die zweite Woche krankgemeldet. Mein Arbeitgeber weiss was los ist und meinte dass wenn es nicht besser wird ich früher oder später in den Innendienst komme (bin jetzt Außendienstler). Ich soll mir Zeit lassen und wieder gesund werden.

Also von den Reaktionen her ist es ganz unterschiedlich. Ich würde mir halt nur wünschen, dass Menschen die mir nahe stehen das einfach aktzeptieren und mich mehr unterstützen.

Ich selber bin dabei zu lernen diese kurze Kriese in meinem Leben zu aktzeptieren und damit umzugehen. Ich weiss genau, dass in naher Zukunft also in den nächsten Wochen meine Angst und Zwangsgedanken verschwinden werden und ich wieder der ganz alte bin...

PS: viele sagen zu mir, vor was hast du Angst?! Ich sage immer: ich habe vor nichts Angst, werde auch bald einen Tandemsprung aus einem Flugzeug machen (Lebenstraum). Aber die Angst die Menschen mit dieser Angststörung haben, ist eine ganz andere. Ab und zu erwische ich mich mit dem Gedanken, dass ich es manchen Menschen, die es nicht verstehen, nur für einen Tag so geht wie mir... Dann würden sie es verstehen.

Bis bald, Gruß, Damian

l_ilo7x7


Hallo,

Aber die Angst die Menschen mit dieser Angststörung haben, ist eine ganz andere. Ab und zu erwische ich mich mit dem Gedanken, dass ich es manchen Menschen, die es nicht verstehen, nur für einen Tag so geht wie mir... Dann würden sie es verstehen.

Stimmt, für andere ist und bleibt es nicht nachvollziehbar. Erst wenn man es selbst erlebt und keinen willkürlichen Einfluß darauf hat und quasi "ausgeliefert" ist, kann man es nachvollziehen.

MxCDamiCan


Eben! Vor einigen Jahren habe ich mal davon gehört und dachte mir auch, was haben die für ein Problem? Vor was haben sie angst? Selbst als ich wieder vor zwei Jahren gesund war, dachte ich mir im nachhinein wo mein Problem war und was das sollte...

Aber wenn man das selbst hat, denkt man ganz anders....

Oft muss ich über mich selbst lachen, dass ich das irgendwie nicht in den Griff bekomme oder bzw. nur teilweise... Auch bei meiner Gesprächstherapie muss ich, wenn ich die Probleme meiner Therapeutin verzähle, lächeln bzw. schüttle ich den Kopf, aber ich denke, wenn man darüber selbst lachen kann, man auf dem Weg der Besserung ist :)^

K\e[tzer:ixn


Vielleicht würde es helfen oder besser verständlich, wenn deine Freundin mal mit zu einer Sitzung der Gesprächstherapie gehen würde. In Kliniken zum Beispiel sind Paar- oder auch Angehörigengespräche durchaus üblich.

KLetzAerin


"Auch bei meiner Gesprächstherapie muss ich, wenn ich die Probleme meiner Therapeutin verzähle, lächeln bzw. schüttle ich den Kopf,"-

Vielleicht ist das in dem Moment auch eine Reaktion der Unsicherheit...

M:CDa4m0ixan


Habe ich ihr schon X-Mal angeboten... keine Chance! Sie will da nicht mit...

Heute werde ich mit Schweigen bestraft, da ich diese Woche nicht arbeiten kann...

Aber ich tu, was mir gut tut und wenn es nicht geht, dann geht es nicht!

K(etzeBrixn


"Habe ich ihr schon X-Mal angeboten... keine Chance! Sie will da nicht mit..."-

Na dann kannst du nichts machen. Aber ich würde ihr schon auch sagen, daß sie sich damit eine Möglichkeit der Information etc. verbaut.

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