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Weg vom Fluoxetin

nuornexn hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr lieben :-)

aaalso ich bin neu hier und wollte euch gleich mal was fragen............

Wegen einer Angststörung habe ich vor ca. 1 monat angefangen AD's zu nehmen. War bei meiner Hausärztin und die hat mir dann Cipralex 10mg verschrieben. Hab das ganze erst mal 5 Tage mit 5mg eingeschlichen und bin dann rauf auf 10mg. Während der ersten 5 tage gings mir wirklich richtig dreckig, Ängste verschlimmerten sich, mir war kotzübel und ich konnte nicht aus dem Bett.......

am 6. Tag, also mit dem Beginn der Einnahme von 10mg, bin ich dann zu einem Psychiater gegangen um mich zu informieren ob das alles so passt. Tja, leider wurde ich dorten sehr schlecht beraten (der Arzt stempelte mich als magersüchtig ab aber das ist eine andere geschichte) und ich bekam dann Flux hexal Tabs 40mg. Ich sollte gleich am nächsten Tag eine ganze Tablette nehmen, also 40mg, war zuerst sehr verunsichert, doch man vertraut dem Arzt ja dann doch irgendwie. Nun gut, die ersten drei Tage gings ganz gut doch dann bekam ich schlimme Angstzustände, war total zittrig und unruhig und wusste nicht was los war. Ich fuhr dann ins Krankenhaus auf die Psychiatrische Ambulanz und dort wurde mir dann gesagt, dass die dosis von 40mg viel zu hoch für mich sei und ich ab jetzt nur mehr 20mg nehmen sollte. Zusätzlich bekam ich Xanor(Alprazolam) welches ich gegen die Unruhe und Angst( 2 mal täglich 0,25mg) nehmen sollte. Dann verbesserte sich die Unruhe ein wenig, doch durch das Xanor fühlte ich mich so gehemmt und niedergedrückt, dass ich nach 4 Tagen wieder damit aufhörte. Außerdem hatte es trotzdem nicht wirklich den gewünschten Effekt, dass ich viel ruhiger werde, diese innere Unruhe blieb nämlich. Vorigen Dienstag ging ich dann zu einem neuen Psychiater dem ich meine ganze Geschichte schilderte. Der war auch total nett und er meinte eben ich soll es jetzt noch eine Zeit mit 20mg versuchen und wenn sich nichts ändert bekomme ich ein anderes Medikament. Leider wurde es mit der Unruhe wieder schlimmer und ich war jeden morgen so extrem zittrig. Vorigen Donnerstag habe ich ihn dann nochmals angerufen und gesagt dass es mir eben überhaupt nicht gut geht und irgendwas getan werden muss. Daraufhin beschlossen wir, dass ich das Flux ausschleichen sollte um zu schaun, ob es dann besser wird. Ich nehme jetzt eben seit vorigen Donnerstag nur mehr 10mg und habe auch bald eine deutliche verbesserung gemerkt. Das zittern wurde deutlich weniger, auch war ich nicht mehr so unruhig.

Eigentlich hätte ich ab heute nur mehr jeden 2. Tag 10mg nehmen sollen, aber ich habe zur sicherheit nochmals mit meinem Arzt geredet und er hat gemeint ich sollte noch eine woche 10mg nehmen da er nächste woche nicht da ist und er nichts überstürzen möchte. Das hat mich ziemlich fertig gemacht da ich mich schon so darauf gefreut habe das ich das Medikament bald los bin aber was solls.

Seit gestern allerdings verspüre ich wieder vermehrt unruhe und ich bin auch wieder nervöser. Auch ist mir so komisch schwindelig, also es dreht sich nicht aber es ist so eigenartig irgendwie.

Ich bin mir jetzt eben nicht sicher ob dieser Schwindel, die Unruhe und die Nervosität daher kommen, dass ich das Flux reduziert habe oder ob es noch immer zu hoch dosiert ist und ich weiter ausschleichen sollte. Wollte euch mal fragen was ihr dazu sagt....da mein Arzt seit gestern nicht mehr da ist kann ich ihn leider nicht fragen.

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen und sorry dass es so lang geworden ist |-o

Glg Claudia

Antworten
Z@wack4x4


Hallo nornen, als langjähriger AD-Konsument wundere ich mich ein bißchen darüber, wie man mit Dir umgeht. Ich habe mehr als 20 ADs probiert und bei Medikamentwechsel jeweils vom einen Tag auf den anderen das AD gewechselt - ohne Probleme. Man kann also offenbar bei Medikamentenwechsel auf das Ausschleichen verzichten. Ich glaube, Du provozierst damit nur unnötig einen Rückfall in Deine alten Beschwerden. Dass 10 mg Fluoxetin für Dich zuviel sind, kann ich mir nicht vorstellen, weil 10 mg anscheinend die Einstiegsdosis, aber nicht die Erhaltungsdosis ist. An Deiner Stelle würde ich jetzt die 10 mg weiternehnmen, bis Dein Arzt wieder zurück ist, und ihn dann sofort um ein anderes AD bitten. Anscheinend verträgst Du Fluoxetin einfach nicht.

fvirefilghterS80


@ Liebe Claudia,

dein Problem mit Fluoxetin kann ich wirklich gut nachvollziehen. Ich selber habe es über ein Jahr lang genommen und auch bei mir hatte es Nebenwirkungen, die nicht nachgelassen haben. Mir war total schwindlig, ich war benommen, meine Konzentration war so löchrig wie ein Sieb, ich habe furchtbar geschwitzt und konnte sehr schlecht einschlafen. Das Problem war, dass ich dachte, diese Nebenwirkungen kommen von der Krankheit und nicht vom AD. Irgendwann wollte ich es dann aber ausprobieren und hab ganz langsam das Fluoxetin ausgeschlichen. Von 20, über 10 bis 5mg. Mit jeder Dosisreduzierung gings mir ein paar Tage schlechter und dann aber deutlich besser da die Nebenwirkungen weniger wurden. Leider kam es dann ziemlich schnell zu einem Rückfall der Depressionen. Zusammen mit meinem Arzt haben wir uns dann für ein anderes Mittel entschieden – Fluvoxamin, weil das bei meiner Mutter (die ebenfalls unter Depris leidet) sehr gut angeschlagen hat. Leider waren die Nebenwirkungen fast noch krasser als bei Fluoxetin. Vor allem meine Muskulatur hat sich total versteift. Drei Monate später haben wir also wieder gewechselt und seit fast fünf Wochen nehme ich nun Citalopram 20mg. Wir haben Fluvoxamin aber nicht ausgeschlichen, sondern wie zwack44 schreibt einfach von heute auf morgen durch Citalopram ersetzt. Klar gings mir ein paar Tage nicht so gut. Ich hab z.B. die erste Zeit keinen Alkohol vertragen, weil mir total schwindlig wurde und ich wurde unruhig. Aber das hat sich in der Zwischenzeit gelegt. Das Medikament hilft mir gut durch den Tag und ich kann wieder Dinge anpacken, die vor kurzem noch unmöglich gewesen wären.

Unterm Strich denke ich halt, dass du Fluoxetin nicht verträgst. Das bedeutet aber nicht, dass bei dir Serotonin-Wiederaufnahmehemmer gar nicht helfen. Du brauchst halt einfach nur ein anderes Medikament. Da hilft aber nur probieren. Nimm bitte weiterhin Fluoxetin bis der Arzt wieder da ist, da du sonst einen Rückfall bekommen könntest und sprich mit ihm nach seiner Rückkehr darüber, dass du das Medi wechseln willst – und zwar einfach in dem du das alte gegen das neue AD austauscht ohne lange auszuschleichen.

Wäre schön bald mal wieder von dir zu hören.

Viel Erfolg dabei!!!

lIeox73


Hallo,

ich selbst nehme seit langem Fluox, allerdings 10mg, und das ohne Probleme. Ich habe mir allerdings Kapseln verschreiben lassen, die halte ich für magenverträglicher, von den normalen Tabletten ist mir auch das ein oder andere mal übel geworden.

Ich glaub aber ehrlich gesagt nicht, dass ein Absetzen des Medis oder ein umstellen auf ein anderes große Probleme mit sich bringt, dafür nimmst du sie noch nicht lange genug. Die Dinger haben eine ziemlich lange "Vorlaufzeit" und auch eine zieml. lange Nachwirkzeit.

Nur ganz nebenbei – sind Antidepressiva denn das Richtige für Dich, wenn Du eine Angststörung hast? Oder hast du beides, Depri und Angststörung?

Ich selbst habe auch beides, und als Bedarfsmedi noch Tavor hier zu Hause, was ich aber nur im allerhöchsten Notfall anwende.

LG

nmornxen


Hey !!! erstmal danke für eure Antworten :)

Also eine Depression habe ich nicht, und mir wurde auch gesagt, dass es nicht sicher ist, dass AD's bei Angststörungen wirken. Ich muss auch sagen, dass ich mich eigentlich dazu entschlossen habe es ohne Medikament zu probieren, da sich mein Zustand seit ich diese Medikamente nehme wirklich verschlechtert hat.

Dieses ständige Angstgefühl macht mich einfach so fertig. Ich habe einfach dauernd Angst dass es schlimmer werden könnte durch dieses Flux. Meine Gedanken kreisen einfach den Ganzen Tag um dieses Thema. Warum ich dieses Medi überhaupt neheme: also ich leide an Emetophobie (Angst vorm Erbrechen) und mir ist eben rund um die Uhr übel. Leider hat sich das durch dieses Medikament überhaupt nicht verbessert. Eben kommt jetzt noch diese Angst vorm Medikament und vor seinen Nebenwirkungen dazu. Kann nur mehr an das alles denken und deswegen denke ich wäre es besser wenn ich es ohne AD versuche. Denn ich traue mich auch fast nicht mehr aus dem Haus. Ich habe Angst dass mir so schwindlig wird dass ich umfalle oder eben dass mir so schlecht wird, dass ich mich übergeben muss. Ich bin einfach so unsicher und weiß nicht wie ich mir am besten helfen soll.......

Natürlich werde ich das Flux jetzt nicht auf eigene Faust absetzen aber ich hoffe, dass ich bald eine passende Lösung für mich finde.

l/eQo73


Kurze Nachfrage, wird Dir schwindelig und du fällst um, oder hast du "nur" Angst davor umzufallen, weil Dir schwindelig ist? Und beim erbrechen auch – hast du "nur" Angst davor oder musst du es tatsächlich tun?

n?ornexn


Nein ich fall nicht um.....es ist auch kein drehschwindel sondern eher so ein gefühl als ob man zu viel getrunken hat :)

und erbrechen musste ich auch noch nie......

lpe8o73


Genau wie bei mir.

Habe ich ganz oft, ohne das jemals das, was man befürchtet, eingetreten ist.

Deutet ziemlich stark auf eine Angststörung hin.

Du hast schon einen wichtigen Punkt selbst angesprochen, deine Gedanken kreisen den ganzen Tag um diese Angst, d.h., du rechnest – oder besser gesagt – erwartest jederzeit einen neuen Schub. Und wenn er dann da ist, fühlst du dich bestätigt. Wenn das bei dir (auch) so ist, ist das ein typischer Kreislauf, Teufelskreis. Die Angst vor der Angst verstärkt sich weil man jederzeit damit rechnet/rechnen muss.

Und die Befürchtungen bestätigen sich jedes Mal aufs Neue.

Vielelicht hilft Dir folgendes: Das nächste Mal, wenn es richtig schlimm wird, führe Dir ganz eindringlich und fest entschlossen vor Augen, dass das "nur" ein Gefühl ist. Sonst nichts. Es passiert Dir nichts, rein gar nichts. Dieses Gefühl kommt, und dieses Gefühl geht wieder. Ganz sicher. Und ohne dass auch nur das geringste passiert. Versuche dabei entweder, dich zu entspannen, ruhig und tief zu atmen und dir das immer wieder zu sagen "es passiert mir nichts".

Oder: lenke Dich ab. Fang an zu putzen, dreh die Musik auf, löse Rechenaufgaben im Kopf oder räum deinen Bücherschrank auf. Egal was, hauptsache du bist konzentriert bei einer anderen Sache.

Es geht im Wesentlichen darum, eine Strategie zu finden, die dich gut durch diese Situation bringt. Und zwar so lange, bis man merkt "Hey, mir passiert ja wirklich nichts". Das ist ein Erfolgserlebnis und die Angst vor dem nächsten Mal nimmt bedeutend ab.

Ich selbst fange meistens dann an, zu bügeln. ;-) (...wir haben kaum noch was zu bügeln im Haus in letzter Zeit.. ;-)....). Oder ich schmeiß mir ne DVD in den Player oder ein Hörbuch auf die Ohren. Oder ich mische das ganze. Ich habe zwar für solche Fälle auch Tavor hier, aber das kann für mich nur die ultima ratio sein.

Jeder muss da eine Strategie für sich selbst finden.

Probiere es mal aus, auch zwei- oder dreimal, wenns beim ersten Mal nicht gleich funktioniert. Und gib mal Bescheid, wenns geklappt hat (oder auch, wenn nicht).

LG

Leo *:) :)^

f4iUrefig#hterx80


Ich finde, dass an dem was leo73 hier schreibt sehr viel Wahres dran ist. Auch ich hab ab und zu einen solchen Unruhezustand. Dann dreht sich alles im Kopf - ich kann mich kaum konzentrieren und fange zu zittern an - teilweise ziemlich stark. Oft hatte ich diese Phasen gleich morgens wenn ich aufgewacht bin und noch im Bett lag.

Wenn ich dann am Wochenende Zeit hatte und noch nicht sofort aufstehen musste konnte ich die Unruhe sehr effektiv und schnell beseitigen in dem ich bewußt tief ein und ausgeatmet habe und meinen Körper so weit es geht zu entspannen versucht habe. In der Regel ist es davon auch wieder weggegangen. Klar ist das tagsüber in der Arbeit oder sonst wo nicht so leicht wie zu Hause aber es funktioniert. Man lernt dadurch auch, dass einem wirklich nichts passiert, und dieser Lerneffekt widerum trägt dazu bei, dass das Unwohlsein beim nächsten Mal wenn man in der gleichen Situation steckt nicht mehr so stark ist. Von Mal zu Mal wirds somit auch besser.

LG

SZasc{ha_xS


Cipralex hatte ich im November 2009 auch bekommen. Gesagt wurde mir nichts. Nur, das sie gut 14 Tage brauchen, bis die Nebenwirkungen weg sind. Welche Nebenwirkungen, davon wurde nichts gesagt. Ich nahm sie 10 Tage und es waren die schlimmsten 10 Tage in meinem Leben! Unvorstellbare Panikattacken über Stunden. An einem Tag musste ich zu einem Gutachter (Psychiater) und bin von Berlin Spandau bis Friedrichstrasse mit dem DB Regio gefahren. Im Zug dachte ich, ich sterbe, wollte die Notbremse ziehen (kein Witz). Beim Gutachter kam ich dann so zitternd an, konnte kaum laufen und er meinte dann: "Ist aber toll, sie sind hier, andere wären umgekehrt." Toll!

Mir wurde dann gesagt, die Cipralex können die ersten 2-3 Wochen die Symptome verschlimmern und da müsse man durch, es lohnt sich. Für mich unzumutbar und dann bekam ich auch noch Nesselsucht und erst da wurde gesagt, sofort weglassen. Nie wieder ein SSRI!

Einer Bekannten ging es mit Trevilor ähnlich. Sie bekam im Auto plötzlich übelste Panik, was sie sonst nicht hatte. Sie hätte fast einen Unfall verursacht. Die Ärzte sagten vorher auch nichts.

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