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Wie mit Schuld umgehen?

lea_Ppaz hat die Diskussion gestartet


Hallo,

schon jetzt vielen Dank fürs Lesen. Auch wenn ich sicherlich mit bösen Kommentaren und Vorwürfen zu rechnen habe, denn ich habe mich wirklich schuldig gemacht und mehreren Menschen großes Unrecht zugefügt (was einige von denen noch nicht einmal wissen)... Ob ich imstande bin alles auf einmal erzählen, weiß ich nicht, würde ich zu sehr ins Detail gehen, wäre die Gefahr sehr groß, erkannt zu werden. Denn ich möchte die schlimme Situation aktiv lösen...

Grob gesagt, hab ich einerseits aus tiefempfundener Liebe, andererseits aus reinem Egoismus, mehreren Menschen, die z.T. davon gar nichts wissen, größtes Leid zugefügt. Von außen betrachtet würde es wohl so aussehen, als hätte ich mit ihren Gefühlen gespielt. Für mich fühlt es sich anders an, aber das zählt im Endeffekt nicht...

Immer mehr habe ich mich darin verstrickt und ich weiß nicht, wie ich jemals aus dieser Schuld entkommen kann.

Mir wurde von fast allen Seiten unfassbares Vertrauen, Güte, Loyalität und Liebenswürdigkeit entgegengebracht...

Antworten
U7roboOrosxlive


waren es menschen, die du sehr gerne hast?

m}nb


Von außen betrachtet würde es wohl so aussehen, als hätte ich mit ihren Gefühlen gespielt. Für mich fühlt es sich anders an, aber das zählt im Endeffekt nicht...

Wie fühlt es sich für dich an? Dein eigenes, subjektives Empfinden spielt eine große Rolle. Möchtest du antworten? Mir geht es nicht darum, dein Empfinden zu widerlegen oder zu verurteilen, ich versuche gerade nur die Situation noch etwas besser zu verstehen...

lAa_paaz


waren es menschen, die du sehr gerne hast?

Ja. Im Prinzip die Menschen, die mir im Leben am meisten bedeuten. Im Kern zwei Menschen, die mich im tiefsten Sinne des Wortes geliebt, wertgeschätzt und gut behandelt haben (bzw es noch tun) wie niemand sonst auf der Welt, und die mir -ungerechtfertigt- großes Vertrauen entgegengebracht haben... daneben auc meine Familie, deren Nächste, und auch Bekannte und Freunde...

Wie fühlt es sich für dich an? Dein eigenes, subjektives Empfinden spielt eine große Rolle. Möchtest du antworten? Mir geht es nicht darum, dein Empfinden zu widerlegen oder zu verurteilen, ich versuche gerade nur die Situation noch etwas besser zu verstehen...

Es ist mir ein Rätsel, wie positiv mich alle aufnehmen, so arglos... es schmerzt. Ich liebe all diese Menschen aufrichtig und ehrlich, wirklich aus tiefstem Herzen. Das empfinde ich. Das war für mich- ganz ehrlich- auch die Motivation zu all dem... doch ich weiß wie es "die Welt" beurteilen würde und das schmerzt. Niemand würde mir glauben... ich würde alles verlieren. Und gleichzeitig hab ich diese Möglichkeit immer "einkalkuliert". Jeder noch so kleine Moment des Glücks war es mir wert... Ich will nicht leugnen, dass – so krankhaft es klingt- auch Stolz und Konkurrenzdenken, Aufbessern des mürben Selbstbewusstseins und ein absolut verwerflicher Spass an der Manipulation reinspielte... ich schäme mich vor mir selbst, bin einfach ratlos wie das alles weitergehen soll...

mVnb


und die mir -ungerechtfertigt- großes Vertrauen entgegengebracht haben

Wenn sie sich entschieden haben, dir (blind) zu vertrauen, dann liegt es doch auch in ihrer Verantwortung wenn sie sich nicht irren... ich kann ja auch nicht einfach hergehen und jemandem einfach so vertrauen und mich hinterher beschweren, wenn er etwas tut, das mir nicht passt.

Echtes Vertrauen baut auf Vertrautheit auf... darauf, dass man jemanden kennengelernt hat und nachempfinden kann wie er fühlt, was in ihm vorgeht... und wie er in einer gewissen Situation wohl reagieren würde. Und wenn man sich geirrt hat (oder den Anderen nicht gut genug kennengelernt hat), dann ist man immer selbst dafür verantwortlich.

Es ist auch nicht deine Aufgabe, andere Menschen zu beschützen (außer du hast Kinder, die sich nicht selbst schützen können). Jeder Mensch hat die Aufgabe, sich selbst zu schützen, vor Dingen die ihnen nicht gut tun. Mal ein ganz blödes Beispiel: Ein Mädchen geht eine Beziehung ein und vertraut ihrem Freund. Der betrügt sie aber nach kurzer Zeit und es stellt sich heraus, dass er nur mit ihr ins Bett wollte. Die meisten würden nun sagen, der Freund ist ein Idiot und ihm die ganze "Schuld" geben. Aber in Wirklichkeit ist das Mädchen selbst an ihrem Schicksal schuld, weil sie ihm blind vertraut hatte, weil sie ihn nicht besser kennengelernt hatte. So finde ich jeder sollte selbst die Verantwortung für sein Leben und seine Entscheidungen übernehmen. Und die Probleme der Anderen bei denen lassen. So kommt man aus der passiven Opferrolle heraus, und so stellt sich am Ende auch in vielen Fällen keine "Schuldfrage" mehr...

Im Übrigen ist es meist auch etwas Gegenseitiges...

lva/_paz


Es ist auch nicht deine Aufgabe, andere Menschen zu beschützen (außer du hast Kinder, die sich nicht selbst schützen können).

Nein es sind keine Kinder beteiligt (habe gar keine), alle Beteiligten sind längst über 20 Jahre alt. Es stimmt in gewisser Weise möchte ich die Beteiligten nicht verletzen und sie beschützen. Da ist aber auch die egozentrische Komponente – ich will auf all das nicht verzichten, der Ist-Zustand ist zu schön... vielleicht zu schön um wahr zu sein, um länger zu bestehen.

Wenn sie sich entschieden haben, dir (blind) zu vertrauen, dann liegt es doch auch in ihrer Verantwortung wenn sie sich nicht irren... ich kann ja auch nicht einfach hergehen und jemandem einfach so vertrauen und mich hinterher beschweren, wenn er etwas tut, das mir nicht passt.

Die Sache ist die, dass ich zu manchen Menschen scheinbar einen sehr guten Draht entwickeln kann, sie irgendwie "für mich einnehmen". Mit besagten Hauptpersonen verstehe ich mich in so gut wie jederlei Beziehung wahnsinnig gut. Sie haben mir viel anvertraut, und ich ihnen genauso. Sie haben mir wahnsinnig geholfen und mich menschlich unterstützt. Sie sind meine besten Freunde. Falls es jemanden gibt, den ich als Seelenverwandten bezeichnen würde, dann sie. Mit niemandem kann ich so gut reden. Nur über die eine Sache nicht, das einzige dass ich beiden und auch sonst keinem Menschen in meinem Umfeld nicht mitteilen kann... es wäre ein riesiger Knall.

Manche würden wohl sagen, ich verarsche mein gesamtes Umfeld nach Strich und Faden...

Im Übrigen ist es meist auch etwas Gegenseitiges...

Das mag sein. Und ist einer der Gründe, warum ich bisher noch keinen klaren Tisch gemacht habe. Aus "Angst", der Verlierer im Spiel zu sein... obschon mir objektive Tatsachen zeigen, dass es eher unwahrscheinlich ist.

Schlimm ist auch, was sich aus der Situation ergeben hat... jemand "Unschuldigem" wurde sehr weh getan, für nichts. Derjenige empfindet vielleicht sein Leben als verpfuscht, und auch wenn das übertrieben ist, musste er unnötigerweise sehr leiden wegen mir. Das macht mir zu schaffen, den derjenige ist in gewisser Weise auch nach der obigen Definition ein Opfer...

l_a;_pa,z


Echtes Vertrauen baut auf Vertrautheit auf... darauf, dass man jemanden kennengelernt hat und nachempfinden kann wie er fühlt, was in ihm vorgeht... und wie er in einer gewissen Situation wohl reagieren würde. Und wenn man sich geirrt hat (oder den Anderen nicht gut genug kennengelernt hat), dann ist man immer selbst dafür verantwortlich.

Mich kann wohl niemand so gut kennenlernen, irgendetwas in mir lässt das nicht zu. So weit ich es zulassen kann, kennen mich besagte Personen in-und auswendig. Ich sie sowieso... ich kann ihr Verhalten gut analysieren, kann sehr gut nachfühlen was in ihnen vorgeht, ich denke ich habe ein gutes empathisches Gespür... und das hab ich ausgenutzt. Dafür schäme ich mich so sehr...

svcEhnatteXrguscxhe


doch ich weiß wie es "die Welt" beurteilen würde und das schmerzt.

Die Frage ist wie Du es beurteilst.

Wir haben immer mindestens zwei Möglichkeiten der Entscheidung. Oft sehen wir nur eine Möglichkeit. Und manchmal gar keine. Wenn Du für Dich erkennen kannst, warum Du welche Entscheidungen getroffen hast, dann wird es auch leichter, aus ihrer Summe den Weg zu verstehen, den Du gegangen bist.

Daraus lassen sich oft Muster ableiten. Schaffst Du es, alte Muster abzulegen? Das würde es Dir erleichtern, neue Wege zu gehen. Die anderen Personen haben dadurch eine bessere Chance, Dir den oder die Fehler zu vergeben. Allerdings geht das nur, wenn Du sie darum bittest. Das wird es Dir auch erleichtern, Dir selbst zu vergeben.

Niemand würde mir glauben... ich würde alles verlieren. Und gleichzeitig hab ich diese Möglichkeit immer "einkalkuliert". Jeder noch so kleine Moment des Glücks war es mir wert...

War... Ist es Dir das immer noch wert? Bist Du tatsächlich glücklich damit? Da zählt nur die Gegenwart.

Wenn Dich die Schuld so sehr drückt, dann wirst Du auch bereit werden, etwas zu verlieren. Besser gesagt etwas aufzugeben, um wieder Glück empfinden zu können. Denn das wird unterm Strich das wichtigste Ziel sein.

lJa_+paxz


Schaffst Du es, alte Muster abzulegen?

Das ist die große Frage...

Alte, zum Teil anerzogene Muster spielen definitiv mit rein in die ganze Sache: Nicht anecken, niemanden vor den Kopf stossen, lieber lügen als schmerzhafte Wahrheiten aussprechen, keine Eklats, es allen Recht machen, riesige Entscheidungsschwierigkeiten, Angst vor "Endgültigkeit", Angst vor Ablehnung, Verlustsorgen... und noch so einiges mehr. Diese Dinge kehrten in meinem Leben schon oft mit verschiedenen Gesichtern wieder.

War... Ist es Dir das immer noch wert? Bist Du tatsächlich glücklich damit?

Schwierig. Ich möchte keinen einzigen Menschen aus meinem Umfeld aufgeben oder verlieren. Es sind so aufrichtige, wunderbare Leute. Mir geht es mit ihnen gut, und – da sie einiges nicht wissen – geht es ihnen mit mir auch gut, denn ich behandle sie ja nicht schlecht. Ganz im Gegenteil. Nur wenn sie die Wahrheit wüssten, würde das ihr ganzes Weltbild wohl zutiefst erschüttern. Ich weiß, das versetzt mich in eine "Machtposition", gibt mir einen Wissensvorsprung etc... das ist nicht richtig und darum ging es mir auch nie. Ich "geile mich" daran nicht auf, wie man vermuten könnte. Nein, das nagt regelrecht an mir. Ich möchte eigentlich nur dass alle glücklich sind.

Sorgen macht mir die Zukunft. Ist es besser, wenn manches ungesagt bleibt? Die Frage, ob es immer so weiter gehen kann oder ob mal jemand dahinter kommt und was dann passiert... es könnte eine Katastrophe sein.

s{chnatzterg$uschxe


Alte, zum Teil anerzogene Muster spielen definitiv mit rein in die ganze Sache: Nicht anecken, niemanden vor den Kopf stossen, lieber lügen als schmerzhafte Wahrheiten aussprechen, keine Eklats, es allen Recht machen, riesige Entscheidungsschwierigkeiten, Angst vor "Endgültigkeit", Angst vor Ablehnung, Verlustsorgen... und noch so einiges mehr. Diese Dinge kehrten in meinem Leben schon oft mit verschiedenen Gesichtern wieder.

Du lädtst diese ganze Palette übernommener Ängste dazu ein, so lange Du nicht Dein Leben lebst, sondern das der anderen.

Ich möchte keinen einzigen Menschen aus meinem Umfeld aufgeben oder verlieren. Es sind so aufrichtige, wunderbare Leute. Mir geht es mit ihnen gut, und – da sie einiges nicht wissen – geht es ihnen mit mir auch gut, denn ich behandle sie ja nicht schlecht. Ganz im Gegenteil. Nur wenn sie die Wahrheit wüssten, würde das ihr ganzes Weltbild wohl zutiefst erschüttern.

Je näher uns ein anderer Mensch steht, um so wichtiger ist für ihn die Wahrheit. Er hat einen absoluten Anspruch darauf! Denn jeder muß wissen dürfen, mit wem er es zu tun hat. Jeder andere genau so wie Du.

Wenn Dein Umfeld nur zu Dir stehen kann, so lange es die Wahrheit nicht kennt, sitzt Du auf einem Pulverfaß. Du lebst zwangsläufig in einer ständigen Angst, daß es rauskommen könnte. Du machst Dich erpreßbar und damit angreifbar. Vor allem machst Du Dich mißtrauisch anderen gegenüber und baust ein Leben im Dauerkonflikt auf. Darauf wird Dein Körper über kurz oder lang entsprechend reagieren. Auf diese Weise hast Du Stoffwechselerkrankungen regelrecht vorprogrammiert.

Wenn Du es schaffst, diesen Egoismus abzulegen, daß Du keinen verlieren möchtest, und durch ein ehrliches Bekenntnis mit vollem Schuldeingeständnis diesen für Dich so wertvollen Menschen das Recht zugestehst, sich selbst zu entscheiden, wirst Du eine interessante Erfahrung machen. Es wird ihnen sehr viel leichter fallen, Dir zu vergeben. Die Bindung zwischen Euch wird noch stärker werden als sie bisher ist. Denn Du hättest dann eine sehr große Stärke gezeigt. Die Stärke, auch zu den eigenen Schwächen stehen zu können.

lba_paxz


Diese Ausführungen treffen so genau den Kern meines Problems...

Ich habe auch schon die Erfahrung machen dürfen, dass bestimmte Personen viel verständnisvoller reagieren, als ich es für möglich halten würde, eben genau deswegen:

Vor allem machst Du Dich mißtrauisch anderen gegenüber und baust ein Leben im Dauerkonflikt auf.

Andere leben nicht so von Angst beherrscht und sind offener, doch das scheint mir nicht zu gelingen.

Das fehlt mir nämlich in meinem Leben:

Die Stärke, auch zu den eigenen Schwächen stehen zu können.

Immer habe ich das Gefühl, perfekt sein zu müssen um nicht verachtet, abgelehnt zu werden. Dazu habe ich mittlerweile diese regelrechte Scheinwelt erschaffen...

Hinzu kommt noch, dass die Personen um die es geht, mir genau das geben, was ich erträume. Es würde mir so schwer fallen darauf zu verzichten. Außerdem haben auch sie diverse Probleme, bei denen ich ihnen zur Seite stehe ("unabhängig" von den vielen Lügen etc) und da ich weiß wie sensibel die Beteiligten sind, fürchte ich jetzt schon den Moment, wenn sie die ganze Wahrheit -bestenfalls durch mich selbst – erfahren müssen...

Wie kann ich diesen Brocken nur so verantwortungsbewusst wie´s nach allem überhaupt noch möglich ist, angehen?

s9chn}atterg5usLche


Die Ängste, die uns beherrschen, sind hausgemacht.

Ängste sind Reaktionen darauf, daß die Gedanken nicht mit der Realität übereinstimmen. Unbewußt spüren wir das, können aber den Grund nicht bewußt erkennen. Diese Abweichung nehmen wir als Angst wahr.

Ängste beziehen sich auf Zukünftiges, Unbekanntes. Niemand hat Angst vor der Gegenwart, die er gerade erlebt. Auch vor der Vergangenheit nicht. Höchstens davor, daß sie sich in der Zukunft wiederholen könnte. Wir malen uns Situationen aus, die es in der Realität gar nicht gibt. Es handelt sich um reine Fantasieprodukte, einen Film in unserem Kopf.

Deshalb kann man auch geeignete Denkmuster lernen, um Ängste immer weniger und irgendwann vielleicht gar nicht mehr entstehen zu lassen, ohne daß die Aufmerksamkeit für Gefahren sinkt. Da steht ganz vorn, die Dinge in Vergangenheit und Gegenwart so anzunehmen wie sie sind. Ohne Beschönigungen, Ausreden, Rechtfertigungen, nach Möglichkeit ohne jede Bewertung. Nur die reinen Tatsachen.

Das fehlt mir nämlich in meinem Leben:

Die Stärke, auch zu den eigenen Schwächen stehen zu können.

Immer habe ich das Gefühl, perfekt sein zu müssen um nicht verachtet, abgelehnt zu werden. Dazu habe ich mittlerweile diese regelrechte Scheinwelt erschaffen...

Ich vermisse in Deiner Beschreibung ein ganz bestimmtes Wort. Nämlich das, worum es dabei tatsächlich geht: Liebe

In Deiner Wahrnehmung bekommst Du zu wenig Liebe und möchtest sie Dir erkaufen. Sie ist aber keine Handelsware. Du meinst, der Preis für die Liebe der anderen Menschen wäre, ihnen gefallen zu müssen. Du versuchst nicht wirklich perfekt zu sein, sondern möchtest so sein wie Du glaubst, in ihren Augen perfekt zu sein. Jeder Mensch hat aber davon seine ganz eigenen Vorstellungen. Der Versuch, ihnen allen gerecht zu werden, wird Dich innerlich zerreißen. Vor allem fühlst Du Dich dabei schwach und findest keinen Halt. Normalerweise findet man den in sich selbst. Aber dieses Selbst versuchst Du ja aufzugeben, versuchst ein anderer, vermeintlich perfekter und idealer Mensch zu sein.

Diese Vorstellung von Liebe ist genau so seltsam wie häufig. Du stehst da nicht allein. Es sei dahingestellt, ob sie wirklich der kirchlichen Lehre entstammt, nach der Gott, also die Liebe, im Außen gesucht werden soll. Liebe ist aber ein Gefühl, das wir in uns selbst tragen. Wir können sie im Überfluß haben, wenn wir sie nur zulassen. Wer verstanden hat, daß sie nichts ist, das wir einfordern müssen, sondern etwas, das wir in uns selbst erzeugen und das von anderen reflektiert wird, wird das als Befreiung erfahren.

Und Liebe fängt bei jedem selbst an. Niemand kann einen anderen Menschen mehr lieben als sich selbst. Wer das versucht, und sich für andere aufopfert, ohne sich wenigstens uneingeschränkt darüber freuen zu können (und wer kann das?), erzeugt damit in sich schon wieder eine Art von Ängsten. Nämlich Verlustängste. Sie entstehen aus der Vorstellung, diesen anderen Menschen zu verlieren, und damit die ganze Aufopferung als sinnlos erkennen zu müssen.

Wie kann ich diesen Brocken nur so verantwortungsbewusst wie´s nach allem überhaupt noch möglich ist, angehen?

Durch das, was diese Menschen am meisten verdienen: Deine Liebe, Deine Ehrlichkeit, Deine Offenheit. Es wird für Dich sicher ein schwerer Schritt. Vor allem wenn Du auch noch Verantwortung für andere Probleme dieser Menschen übernehmen willst. Aber Du kannst Dir dafür Unterstützung suchen. Jemanden, der sich mit Euch gemeinsam an den Tisch setzt und vermitteln kann.

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