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Krach mit Nachbarn treibt mich in den Wahnsinn

HHa\ki hat die Diskussion gestartet


Ich bin mir nicht sicher, ob mein Problem in den psychologischen Bereich gehört, aber nachdem ich inzwischen kurz vor dem Druchdrehen bin, versuche ich hier mein Glück.

Seit über 20 Jahren liege ich mit meinen Nachbarn im Clinch, weil sie sich auf meine Kosten immer mehr ausbreiteten. Es würde hier zu weit führen, alle Details des Konfliktes auszuführen. Deshalb beschränke ich mich auf das aktuelle Geschehen. Die Villa auf der gegenüberliegenden Strassenseite ist vom ebenfalls dort wohnenden Besitzer zu einem 3-Familien Haus umgebaut worden. Es brauchte einen jahrelangen Kampf, dass sie wenigstens zu einem Parkplatz pro Wohnung verpflichtet haben werden können. Bis zu diesem Zeitpunkt haben alle Autos der Mieter auf der Strasse und vorzugsweise direkt unter meinem Schlafzimmerfenster parkiert. Dies obwohl sie hätten näher bei deren Haus hätten parkieren können, aber der Vermieter wollte keinerlei Beeinträchtigung durch parkierte Autos – die schob er alle zu uns ab. Dieses Problem hat sich mit der Erstellung von 2 Parkplätzen, zu denen sie durch die Gemeinde ultimativ verpflichtet wurden, erheblich gebessert.

Ein weiteres Problem ist, dass sowohl Mieter als auch deren Besucher häufig meine grosszügig angelegte Garagenzufahrt als Kehrplatz benutzen. Habe ich dies zu Beginn dem Frieden zu Liebe geduldet, toleriere ich das seit einer Vorladung auf den Polizeiposten wegen angeblicher Beschädigung eines Autos (die ich nicht begangen habe) nicht mehr. Ich habe das Vermieter und der etwa im Jahresrythmus wechselnden Mieterschaft anständig und schriftlich mitgeteilt. Trotzdem wird dies immer wieder vorsätzlich, das heisst durch Leute, die von meinem Verbot wissen, missachtet. Machte ich bis jetzt nur die Faust im Sack, habe ich gestern Abend einen Besucher gestellt. Der sagte zwar, dass er das nicht mehr machen würde, aber er beschimpfte mich in unflätigster Weise. Ich habe darauf hin der Mieterschaft erneut einen Brief geschrieben und angedroht, künftig jedes Befahren meiner Garageneinfahrt zur Anzeige zu bringen – quasi als letzte Warnung. Mein Partner und Rechtsanwalt hat mir bestätigt, dass es sich hier um Hausfriedensbruch handelt und ich auch ohne Vorwarnung berechtigt bin, dagegen vorzugehen. So weit zum Streit.

Das alles belastet mich aber schwer. Ich kann kaum mehr schlafen, nehme seit Jahren Medikamente gegen Bluthochdruck (den ich erst mit den zunehmenden Problemen bekommen habe) und nahm auch schon zwei Mal psychiatrische Hilfe in Anspruch. Bei akuten Problemen nehme ich ein zusätzliches Medikament, das mich beruhigt. Ich habe Angst, dass ich vollends durchdrehe und mich nicht mehr im Griff habe. Meine Gedanken gehen nur noch in Richtung Vernichtung und Schädigung der Nachbarn. Das erschreckt mich und ich weiss einfach nicht mehr weiter. Natürlich, die künftigen Anzeigen werden eine Wirkung haben, aber mir selber geht es dabei nicht besser. Ich habe mir auch schon überlegt, die Garagenzufahrt mit einer Sperre zu versehen. Aber erstens ist das optisch unschön, zweitens kostet eine elektrisch betriebene Sperre viel Geld und drittens behindere ich mich damit selber. Deshalb ist das nur mein allerletzter Ausweg.

Wie kann ich erreichen, dass ich die Probleme cooler nehme und als Peanuts betrachte?

Antworten
drieNaIna<01


Hast du die Wohnung gekauft?

Denn ich würde einfach ausziehen.

Ansonsten würde ich ev. ein Schild aufstellen: Betreten und Befahren auf eigene Gefahr... ich denke dann wärst du aus der Nummer raus, wenn es ev. zu Schäden kommt... genau sagen kann ich das allerdings nicht... aber das weiss hier sicher jemand...

d"ieNDanax01


Also ich kann aus Erfahrung leider sagen, das es der einfachste Weg ist zu gehen...

Ich hab hier auch schon seit 1 Jahr mit meinem Untendrunternachbar Stress, das geht einfach an die Substanz weil man ja einfach nur seine Ruhe haben möchte...

Mal ganz ehrlich... wie hält man sowas über 20 Jahre aus??

Unser "Untendrunter" ist sowas von niveaulos, selbst das ist noch zuviel... Schikanen den ganzen Tag, Kinderhasser, usw....

Vorallem den Kindern gegenüber wird er jetzt handgreiflich. Im August haben wir einen Termin beim Vermieter, weil er uns ständig anschwärzt für Sachen für die wir gar nicht verantwortlich sind. Lässt sich dann keine Lösung finden, zieh ich hier wieder aus... sollen sich andere mit dem rumärgern!

Und genauso würd ich das auch an deiner Stelle machen, Ruhe wirst du dort keine finden... die Frage ist, ob es eine ETW ist oder nicht...

a-damexv


Bei uns in der Gemeinde gibt es bestellte Schlichter! Vielleicht gibt es sowas bei euch auch? Der kann euch wahrscheinlich weiterhelfen und einen Kompromiss o.ä. finden. Ich denke nach 20 Jahren ist jeder in seiner Meinung sehr eingefahren und sieht manchmal gar nicht mehr die Lösung, obwohl sie vielleicht so nah ist! Hoffe ihr bekommt einen Weg hin, der für beide Parteien erträglich ist. @:)

M|rs.B#ain%bridxge


Die Frage ist, ob der TE in einer neuen Umgebung nicht wieder ähnliche Probleme bekommt.

Ich denke es geht eher um die Bewertung der Ereignisse. In meinen Augen ist ein Parken auf einer öffentlichen Straße (zufällig unter dem Schlafzimmer) oder das Wenden in einer Einfahrt kein Vergehen.

H0aaki


Danke für die Antworten. Natürlich ist das parkieren auf öffentlichen Strassen generell erlaubt. Zumindest in unserer Gemeinde gibt es aber die Vorschrift, dass Einwohner einen Parkplatz nachweisen und diesen auch benützen müssen, d.h. sie dürfen nur vorübergehend woanders parkieren. Das Parkierproblem hat sich so weit auch erledigt, als die Mieter jetzt wenigsten zu 90 Prozent auf den ihnen zugewiesenen Plätzen parkieren. Sie wissen, dass ich sie bei der Gemeinde verzeigen könnte, würden sie sich nicht an die Verordnung halten.

In der Schweiz haben wir die Institution des Friedensrichters, der bei Konflikten vermitteln kann. Mein Freund und Rechtsanwalt hält den Friedensrichter hier aber für die falsche Person, weil es sich beim Befahren meiner Garageneinfahrt eindeutig um ein strafrechtlich relevantes Delikt (Hausfriedensbruch) handelt – ich also jederzeit Strafanzeige machen kann. Dessen bin ich mir auch bewusst, aber es belastet mich in meiner Psyche – Tag und Nacht! Natürlich könnte ich einfach – um mich zu schonen – gar nicht hinsehen/hinhören und die einfach machen lassen, aber das geht mir total nicht runter, da die physische Grenzverletzung für mich auch eine psychische ist.

Gestern kam es erneut zum Eklat. Ich war zufälligerweise in der Garage, als die eine Mieterin meinen Brief, in dem ich sie auf den erneuten Hausfriedensbruch aufmerksam und sie auf den rechtlichen Tatbestand aufmerksam machte, aus dem Briefkasten holte. Die Vermieter waren ebenfalls draussen und sie zeigte ihnen meinen (anständigen) Brief. Der Vermieter rastete total aus und schrie herum, dass sie gar nicht auf mich hören solle und ich sei sowieso das grösste Arschloch, das herumlaufe. Das war dann für mich der Anlass, aus der Garage zu kommen und ihn für diese Aussage zur Rede zu stellen. Da wollte er sich gleich auf mich los stürzen und konnte nur mühsam von seiner Frau zurückgehalten werden. Ein Wort folgte dem anderen, bis sie ihn endlich im Haus hatte. Sie meinte dann noch, dass sie mit mir nichts zu tun hätte und ich antwortete ihr, dass das mir recht sei und sie sich auch daran halten solle. Dann war die Tür zu und ich musste mich mit Tropfen wieder beruhigen. Die hassen mich ebenso wie ich sie. Während ich die in Gedanken zwar auch am liebsten aus dem Weg räumen möchte, es aber sicher nicht machen werde, bin ich mir da bei den anderen nicht so sicher.

Verkaufen will ich mein alleinstehendes Einfamilienhaus nicht. Ich wohne inzwischen 24 Jahre hier, habe mit allen anderen Nachbarn ein herzliches Verhältnis und ich will nicht, nur weil mir Unrecht geschieht, klein beigeben. Und wie jemand auch schrieb, an einem anderen Ort kann es auch Konflikte geben. Mieter haben es da schon leichter, sofern sie eine Wohnung finden.

Meine Befürchtung ist auch die, dass es an einem öffentlichen Anlass zu einem Eklat kommen könnte, also etwa an unserem Quartierfest, das wir in den letzten Jahren gemieden haben, oder am 1. August-Fest.

a/damxev


Mein Freund und Rechtsanwalt hält den Friedensrichter hier aber für die falsche Person, weil es sich beim Befahren meiner Garageneinfahrt eindeutig um ein strafrechtlich relevantes Delikt (Hausfriedensbruch) handelt – ich also jederzeit Strafanzeige machen kann.

Hm, also ich finde die Aussage deines Freundes/Anwalt ein wenig komisch? Es ist doch einfach ein Versuch sich irgendwie gütlich zu einigen. Ich denke, wenn du den Weg über die Anzeigen gehst, dann wirst du noch mehr Stress uns psychische Belastung haben. Das ist jetzt meine persönliche Meinung! An deiner Stelle würde ich mich malbei der zuständigen Stelle mit dem Friedensrichter mich einfach mal unverbindlich erkundigen.

F^all:enAxngel4u


sag mal, warum machst du nicht eine kette vor deine einfahrt, oder diese metallpfosten, die nur umgelegt werden können, wenn man einen schlüssel hat?

dann ist das problem doch beseitigt.

reg dich nicht über diese menschen auf. es schadet deiner gesundheit und das ist es nicht wert.

sicher dein grundstück ab, das ist der einfachste und effektivste weg!

Hrakxi


@adamev Ich sehe es eigentlich genau so wie du, also dass ich eine Art Vermittler brauche. Vielleicht wende ich mich halt doch an den Friedensrichter, auch wenn der nicht zuständig ist. Die Sache ist eben auch rechtlich insofern komplex, als ich eben die Vermieter und Mieter nicht selber belangen kann – also immer nur die, die meine Grenze überfahren. Das macht es natürlich schwierig, weil ich so praktisch den ganzen Tag auf- und abpassen müsste, weil ich ja dann für eine Anzeige einen Beweis haben muss (Photo). Es sieht vielleicht etwas kleinlich meinerseits aus, aber wenn ich ein Auto höre, das auf meinen Platz fährt, meine ich immer, dass jemand zu Besuch kommt und stehe auf – zu 99 Prozent vergeblich.

@FallenAngel4u Das mit dem Absperren habe ich mir auch schon überlegt. Ich würde es aber vorziehen, wenn ich erreichen könnte, dass sich niemand mehr traut, meine Garageneinfahrt als Kehrplatz zu nutzen. Die Systeme, die ich im Internet gefunden habe, haben eben alle ihre Nachteile. Am liebsten wäre mir ein Poller, aber meine Einfahrt ist so breit, dass ich davon 2 bräuchte und die sind mega teuer. Beim Kettensystem müsste man immer über die Kette fahren und zudem müsste ich es so anbringen, dass man auch zum Briefkasten kommt. Der Briefträger springt nicht über eine Kette :-) Auch dieses System ist sehr teuer, da man da auch Elektrizität zuführen muss. Ein umlegbarer Pfosten wäre zwar billig, aber würde mich sehr behindern. Zudem müsste ich ihn jeweils überfahren, weil weit ausholen muss, damit ich nicht in die vor meiner Einfahrt parkierten Besucherautos fahre. In den USA habe ich mal ein System gesehen, das es unmöglich macht, zurückzufahren. Es ist so etwas wie eine lange Eisenplatte mit vielen Spitzen. Man kann in eine Richtung drüber fahren, aber nicht zurück. Für meine Zwecke müsste das also auch einfahbar sein. Ich denke aber, dass das rechtlich hierzulande nicht erlaubt ist (Nötigung). Glaube mir, wenn ich eine kostengünstige und leicht bedienbare Absperrung finde, wird sie installiert.

A2nto<n SomWmxer


Hallo Haki,

es gibt da ein Sprichwort: Wie Du mir, so ich Dir !

So ein Auto ist doch nur ein Blechgehäuse. Auch Dein Auto steht auf der Straße so gut wie in der Garage.

1. Wenn es Dich stört, daß die fremden Autos vor Deinem Haus statt vor ihrem, auf ihrer Seite drüben, parken, dann park halt Du auch auf der "fremden Seite", also gegenüber. Red mit dem Hausbesitzer, ob er das so will. Vll. kannst Dich doch mit ihm einigen.

2. Das Wenden von PKWs auf Deiner Garagenzufahrt hält Deine Zufahrt sicher 100 bis mehrere hundert Jahre lang aus. Das kann Dich doch echt kühl lassen.

Wenn Du es aber definitiv nicht ertragen kannst, dann mach einen versperrbaren Pflock rein, daß diese fremden Leute eben Deine Zufahrt nicht mehr zum Wenden benutzen können. Dazu hast Du ein Recht, das Dir niemand nehmen kann.

Ich täts nicht und ich würde mir denken "Ihr könnt mir doch mal ....im Mondschein....begegnen".

Schade, daß ich Dich nicht direkt sprechen kann. Wir beide, jeder eine halbe Bier und 1 Std. gemütliches Ratschen miteinander – und Dein Problem wäre "Ex und hopp" !

Darfst mir gerne eine PN senden.

Gruß Toni :-D

t+esax10


Hallo,

ich möchte Dir nicht zu nahe treten, hast Du schon mal darüber nachgedacht mit einem Therapeuten über diese Situation zu sprechen? Vielleicht könnte das Deinen Blickwinkel verändern bzw. Dir Erleichterung bringen...

d>ieNa7na0x1


Mach doch einfach 2 Pflöcke rein, eine Kette dran, nix wo man Strom braucht, ganz simpel... dann müssten sie die Kette abreissen um umwenden zu können... das macht ja kein Normaler... zumindest nicht mit dem PKW... und wenn doch wird es nicht so teuer es wieder zu ersetzen...

Einzigster Nachteil wäre, das du dann aussteigen musst wenn du auf dein Grundstück willst. Aber dann hättest du mit viel Glück deine Ruhe...

Ich frag mich nur warum dein Freund und Anwalt es nicht erst einmal mit einem Schlichter probiert?

Die sind nämlich kostengünstiger als ein Prozess...

S"P20


Ich weiß zwar nicht, was noch alles passiert ist, aber solange niemand sich versöhnlich zeigt, wird es wohl immer so bleiben, das der eine dem Anderen was zu Fleiß machen will!

Die Zwei Probleme die du schilderst würden mich auch eher kalt lassen, kann zwar ärgerlich sein, aber na ja sooo schlimm ist es jetzt auch wieder nicht!

Ich hätte versucht mit den Mietern und dem Vermieter im anderen Haus nett über deine Anliegen zu reden, aber das ist wahrscheinlich ohne Hilfe nicht mehr möglich!

Ich würde mir auch einen Vermittler suchen, wie die anderen schreiben!

Und deiner Gesundheit zuliebe würde ich versuchen das ganze lockerer zu sehen!

Ich glaube kaum, dass es je besser werden wird, wenn man immer härtere Bandagen auffährt!

Dann läuft es eben ab wie nach dem Motto "Wie du mir, so ich dir" und das führt zu nichts, außer zu Frust und Stress und noch mehr Streit.

Psychologische Unterstützung für dich wäre nicht schlecht! @:)

R9atlo sx23


Jetzt mal ernsthaft: du machst einen riesen Aufstand weil deine Nachbarn auf einer ÖFFENTLICHEN Straße vor deinem Haus parken und du dann mal 3 m laufen mußt?? Und weil sie in deiner Einfahrt wenden?

Ich würde mir das Geld für den Anwalt sparen und das in eine ordentliche Therapie stecken, gegebenenfalls mal ein Hobby suchen... manche Leute haben einfach zu viel Zeit sich über jeden Sch* aufzuregen...

P%exddi


Der Themenstarter schrieb doch, dass er schon zwei mal in therapeutischer Behandlung war.

Das alles belastet mich aber schwer. Ich kann kaum mehr schlafen, nehme seit Jahren Medikamente gegen Bluthochdruck (den ich erst mit den zunehmenden Problemen bekommen habe) und nahm auch schon zwei Mal psychiatrische Hilfe in Anspruch. Bei akuten Problemen nehme ich ein zusätzliches Medikament, das mich beruhigt.

Und er schrieb auch, dass das Problem mit dem Fremdparken gelöst scheint.

Für ihn ist das kein Scheiß, sondern ein Problem, das ihn belastet. Er schreibt sich hier die Sorgen weg, und ich kann ihn verstehen. Also, vielleicht nicht sein Problem nachvollziehen, aber wenn man so Ärger hat, das ist blöd.

Eine Lösung weiß ich leider nicht, aber vielleicht den Rat, sich mit den Leuten zusammenzusetzten, auf neutralem Boden (Kaffehaus, Kirche, Gemeindehaus) am besten mit neutraler Person

GLG

Peddi

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