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Wie mache ich mich interessant?

s+chexueWVi"ldhkatze hat die Diskussion gestartet


Hallo, mich plagt in letzter Zeit dann und wann der Gedanke, dass ich ein uninteressanter Mensch bin, dass ich für mein Umfeld einfach nur 'da' bin, der dann und wann gebraucht wird und auch genau so schnell wieder vergessen wird, wenn er mal nicht mehr gebraucht wird.

Ich bin schon lange zu der Schlussfolgerung gekommen, dass ich selbst daran Schuld bin. Ich selbst halte mich als Mensch meist im Hintergrund auf. Ich fühle mich meistens unwohl, wenn ich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehe. Wenn ich etwas mit Leuten unternehme, dann richte ich mich und füge mich meistens dem Willen des anderen. Selbst meine Meinung tu ich nicht kund, ich glaube, ich habe sie schon irgendwie verloren. Ich weiß nicht genau, was ICH will, ich höre nicht auf das, was ICH will und mein ICH geht völlig unter im Beisammensein mit anderen Menschen. Ich habe mich eigentlich schon daran gewöhnt. Die Rolle hatte ich schon immer. Wenn man das so liest könnte man denken, ja gut, sie ist ein bescheidener, zurückhaltender Mensch.

Leider ist dem nicht so. Ich bin in dieser Rolle, wenn ich reflektiere, völlig unzufrieden. Ich bin unzufrieden, weil ich allmählich merke, dass ich mein Leben oft nicht so gestalte, wie ich es gern hätte. Ich unternehme oft Dinge, auf die ich im Grunde keine Lust habe. Ich unternehme etwas mit Leuten, die ich mir nicht ausgesucht haben, sondern die sich mich ausgesucht haben und die behandle ich genau so gleichberechtigt (im Sinne der Verschenkung meiner Freizeit) wie Leute, die mir vielleicht wirklich etwas bedeuten. Ich würde im Grunde sehr gerne mal im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, sei es auch dadurch, dass mir etwas Schlimmes widerfährt (ich weiß, hört sich bekloppt an)...

Eigentlich würde ich ja gerne etwas daran ändern, aber es fällt mir so schwer. Mein neue Rolle wäre eine 180° Kehrtwende. Es müsste sogar so weit gehen, dass ich bestehende Beziehungen zu Leuten beenden müsste.Der Grund, warum es nicht geht ist, dass ich mir immer Gedanken mache, was andere von mir denken könnten... ich habe da unbegründte so viel Angst davor, dass mir mein eigenes Leben scheinbar egal wird. Ich meine, gut, ich könnte zum Eigenbrötler werden und Menschen aus dem Weg gehen, aber das will ich ja nicht. Ich bin nunmal ein geselliger Mensch. Aber ich mein, ich treff mich mit Leuten, obwohl ich keine Lust auf ihre Gesellschaft habe, nur weil ich denke, sie könnten schlecht von mir denken.

Naja, und dies alles führt dazu, uim mal zu meinem eigentlichen Thema zu kommen, dass ich ein sehr uninteressanter Mensch bin. Und das bedrückt mich gerade. Meine Persönlichkeit kommt nicht zum Vorschein, einfach, weil ich mir immer nur Gedanken mache, was die anderen dann von mir denken könnten.

Ich könnte vor Leuten einfach so anfangen zu singen - hey, das würde mich interessant machen. Aber die anderen könnten sich denken: was drängt die sich in den Mittelpunkt?Und außerdem würden die so komisch gucken dann.

Ich könnte einem von meinem Leben erzählen. - Interssiert ihn das überhaupt?

Ich könnte meine Meinung über die Partei XY äußern - mein Gegenüber könnte mich für meine Meinung aber verachten und überhaupt, hab ich eigentlich eine Meinung? Vielleicht hat meine Gegenüber (nach Äußerung meinerseits) ja doch recht?

Ich könnte vorschlagen, dass wir den Tag wandern gehen - oh Gott, ich werde den anedren bestimmt langweilen, also entweder packe ich es, den gesamten Tag gute Miene und meine Entertainerqualitäten aufrechtzuerhalten oder aber ich lass es bleiben...

Es ist manchmal echt schlimm und , wie gesagt, das was ICH eigentlich will, das weiß ich schon lange nicht mehr...

um ein wenig mein unverständliches Verhalten zu erklären, sollte ich mal in den Kindheitserinnerungen kramen... also icht hatte als Kind eben aufgrund autoritärer Erziehung keine Meinung zu haben, d.h. ich wurde nie nach meiner Meinung gefragt. Punkt. Aus. Hinzu kam natürlich noch ein Selbstverständnis dessen, dass man kein Eigentum hat, also als Geschwister sollte alles geteilt werden. Hinzu kam auch eine laangjährige Jugendfreundin, die meine Meinung mit großem Erfolg zu unterdrücken vermochte -> die eigentloich nicht mochte, aber wie konnte ich denn ihr entfliehen, ohne dass sie mir böse wird? Und wen hatte ich als ansprechpartner für solche Probleme? (natürlich nicht meine wortkargen Eltern)

Und dann war da selbstverständlich noch das große Vorbild, wieder meine Eltern... die auch nicht gerade mit großer eigenständiger Lebensgestaltung durch ihr Leben stapfen....

Ja, und nun noch etwas dazu., wie mir das grad alles hochkam... mhh... einfach dadurch, dass mir (und sorry an dieser stelle für sich wiederholendeAussagen) klar wurde, dass sich niemand für mich wirklich interesseirt und auch nicht wirklich interesseieren kann... weil ich von meiner Pesrönlichkeit viel zu wenig Preis gebe.... aus Angst ich könnte den anderen langeweilen, nerven, enttäuschen...

Oh ja Enttäuschung ist auhc noch so ne Sache. Da kommt doch glatt ein hübsches , gut gekleidetes Mädl daher und bei näherem Hinsehen merkt das Gegenüber... ach die ist ja völlig uninteressant. Gerade bei Jungs geht es mir da so...

naja und eine sache noch... ein weiterer Grund, warum das alles hochkam, ist, weil ich einen Typen sehr toll finde und ich ihn gerne nach einem Date fragen würde, ich aber eben Angst habe, dass er mich beim Date uninteressant finden wird ...

oh gott, kann mir jemand vielleicht nen tipp geben oder ist jemand auch so drauf, der das alles irgendwie schon bewältigt hat? ich will echt was dran ändern!!! doch wie zum henker ???

leibe grüße und danke fürs durchlesen!!!

Antworten
sUcheueWilIdkatxze


ad- etwas überspitzt: zur Zustandsbeschreibung:

Ich (öffentlich): "Ich finde, die Moderatorin hatte recht mit ihrer Äußerung!"

Ich (für mich): "Oder vielleicht nicht? Was denken die Leute, wenn ich das jetzt behaupte? Sind sie anderer Meinung? Die halten mich für doof, oder sie halten mich für einen bösen Menschen! Jetzt könnten sie auch noch anfangen, etwas hineinzuinterpretieren, wodurch sich auf meine Persönlichkeit schließen ließe..."

Mhh.......

L0i\ssinxa


Hey!

Ich verstehe dein Problem und deine Sorgen, dass dich die Leute hassen könnten, wenn du einmal nicht mehr nett bist und nur tust, was sie dir sagen. Aber die Leute hassen einen nicht, nur weil man mal etwas zornig wird. Deshalb kannst du auch etwas egoistischer sein und deine Meinung durchsetzen. Sie würden dann eher Respekt vor dir kriegen, als dich zu verachten. Du wirst sehen, es tut gut, wenn man bestimmt seine Meinung sagt und es einem egal ist, was andere von einem halten und denken. Deine Angst, dass du dich von Leuten trennen musst kann ich auch verstehen, aber wenn sie dir nicht gut tun oder dich nicht weiterbringen, dann kannst du es doch ruhig machen. Dann suchst du dir eben Freunde, die dich wirklich mögen und mit denen DU Spaß hast.

Außerdem musst du dir keine Gedanken darüber machen, ob jemand deine Geschichten spannend findet oder nicht, denn das müssen sie auch nicht. Das ist dann nicht dein Problem, sondern deren Problem. Du findest deren geschichten vielleicht auch total langweilig. Was du an dir als uninteressant ansiehst, findet jemand anderes wohlmöglich total interessant. Du wirst merken, wenn du etwas "böser" werden würdest, dann würden die Leute nämlich DIR hinterherlaufen und nicht umgekehrt, weil die angeblich "coolen" leute sind in Wirklichkeit Mitläufer.

Du musst nicht zum Eigenbrödler werden, aber du kannst offen DEINE Meinung vertreten und auf die Kommentare anderer schei?en und einfach tun, was dir Spaß macht.

Probier es einmal aus, dass du mal nicht mehr ganz so nett bist und jemandem (wenn er es verdient hat) einmal so richtig überzeugt deine Meinung sagst. Da wird dich die person nicht sofort hassen, sondern Respekt entwickeln, wie ich schon gesagt habe. ;-)

Und zu dem Date mit dem Typen: Falls er dich uninteressant findet, dann überleg dir, ob du wirklich mit so einem zusammen sein willst. Dann könntest du dir lieber einen besseren suchen, der dich sehr interessant findet.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen und dir sind die Meinungen anderer Leute ab jetzt egal, denn die sind selber verunsichert von sich selbst! :-)

l1eo7x3


Hi,

also zunächst mal finde ich, dass Du Deine Gefühlslage sehr sehr gut auf den Punkt bringst. Und das ganze an sich finde ich schon höchst interessant. Soviel dazu.

Sei Dir gewiß, das diese Form von Selbstzweifeln jeden Menschen in unterschiedlicher Form von Zeit zu Zeit ergreifen, vielleicht mit Ausnahme von Menschen mit übersteigertem Selbstbild.

Nun scheinst Du tatsächlich bereits die Ursache selbst zu kennen, die "anerlernte" Passivität, dem Konflikt aus dem Weg zu gehen, oder auch der Weg des geringsten Widerstandes. Und das wird mit der Zeit langweilig, das kann ich gut nachvollziehen. Viele Dinge handhaben wir so wie sie sind, aus reiner Gewohnheit, weil wir gelernt haben, damit umzugehen, weil wir die Reaktionen kennen und weil uns das deswegen keine Angst bereitet. Neue Wege bringen neue Risiken und vielleicht Konflikte.

Ich glaube, Du solltest nicht zuviel auf einmal zu verändern versuchen. Vielleicht etwas kleines zunächst einmal, um zu sehen, das etwas Neues nicht automatisch etwas Schlechtes bedeuted. Fang doch zB an, Dich für irgendetwas Neues zu interessieren, mach Dir Gedanken darüber, was Dir Spaß machen könnte und setz Dich einfach mal hin und überlege, wie Du es umsetzen könntest. Z.B. eine neue Sportart, inlinern, walken, schwimmen, Rad fahren, ins Fitness-Studio gehen oder sowas. Wenn es nichts sportliches sein soll, dann vielleicht etwas soziales? Frage doch mal bei Freiwilligenverbänden nach, ob Deine Hilfe benötigt würde, oder bei den Kirchengemeinden. Wenn es das auch nicht ist, vielleicht etwas kreatives oder musisches, hast du vielleicht Interesse am Malen, Musik oder am Schreiben?

Alle Dinge haben etwas gemeinsam. Du lernst dort Menschen mit gleichen Interessen kennen, du kannst dich ein Stück selbst verwirklichen, du lenkst Dich ab und ganz nebenbei stärkst Du dein Selbstbewußtsein durch eine sinnvolle und befriedigende Tätigkeit.

Und was "zwischenmenschliche" Dinge angeht,...versuchs doch auch hier mal, irgendetwas an Dir zu verändern, auch wenns nur eine "Kleinigkeit" ist. Vielleicht eine neue Frisur, ein Paar neue Klamotten (vielleicht mal etwas, was Du sonst nie kaufen würdest, in denen Du Dich wohl fühlst und die nach deiner jetzigen Meinung zu gewagt wären oder mit denen du im Mittelpunkt ständest). Vielleicht fühlst Du Dich ja ganz wohl dabei wenn Du ein paar bewundernde Blicke erntest.

Übrigens, Selbstvertrauen kommt von "sich-selbst-vertrauen". Wenn Du Dir nicht selbst vertraust, wer sollte es dann? Ach ja, was das Date angeht – ich bin der Meinung, dass es für Frauen das Beste ist, wenn sie nach dem Leitsatz "Mach Dich rar und Du bist der Star" handeln. Um herauszufinden, ob dieser Mann sich auch für Dich interessiert, versuche es einfach mal mit einem Lächeln, einem vielsagenden Blick, und Du wirst schneller nach einem Treffen gefragt, als du vielleicht glaubst.

Viel Erfolg! *:)

RAokeUsch


@ scheues Kätzchen:

Du machst dir viel zu viel Gedanken um Andere. Ist es denn so wichtig ständig wissen zu wollen, was Andere von einem denken? Ist es wichtig, das du deine Persönlichkeit versteckst? Warum?

Sei einfach du selbst und du wirst sehen, das du automatisch interessant bist.

Im Übrigen finde ich "mach dich rar und du bist ein Star" nicht förderlich. Wer sich rar macht, provoziert, das einem Andere hinterher laufen solen. ich persönlich hätte auf solche Kleinmädchenspiele keine Lust. Eine Frau, die mir direkt sagt, das sie mich interessant findet, ist mir da viel lieber als ein scheues Kätzchen, welches sich ängstlich versteckt und nur hofft, das sie den Kater bekommt aber ansonsten passiv ist ":/

J"ane-C2laxude


Du machst dir viel zu viel Gedanken um Andere. Ist es denn so wichtig ständig wissen zu wollen, was Andere von einem denken? Ist es wichtig, das du deine Persönlichkeit versteckst? Warum?

Sei einfach du selbst und du wirst sehen, das du automatisch interessant bist.

Im Übrigen finde ich "mach dich rar und du bist ein Star" nicht förderlich. Wer sich rar macht, provoziert, das einem Andere hinterher laufen solen. ich persönlich hätte auf solche Kleinmädchenspiele keine Lust. Eine Frau, die mir direkt sagt, das sie mich interessant findet, ist mir da viel lieber als ein scheues Kätzchen, welches sich ängstlich versteckt und nur hofft, das sie den Kater bekommt aber ansonsten passiv ist

Hier spricht ein Mann ... :)z :)^ ;-)

KJlexio


scheueWildkatze

Es ist manchmal echt schlimm und , wie gesagt, das was ICH eigentlich will, das weiß ich schon lange nicht mehr...

Willst Du denn an Deinem Selbstbewusstsein etwas ändern? Du wirst für andere nicht interessant werden, so lange Du Dich selbst nicht für interessant hälst.

um ein wenig mein unverständliches Verhalten zu erklären, sollte ich mal in den Kindheitserinnerungen kramen...

Ich verstehe das sehr gut – ich war auch mal so, sprich, auch ich hatte mal mangelndes Selbstbewusstsein. Das kann man ändern, vorausgesetzt, man will es.

sJcheufezWild7katzxe


@ Lissina:

Ich finde deine Aussagen klingen alle sehr plausibel, und danke für deine Antwort!

Deine Angst, dass du dich von Leuten trennen musst kann ich auch verstehen, aber wenn sie dir nicht gut tun oder dich nicht weiterbringen, dann kannst du es doch ruhig machen.

Mein Problem ist, dass ich manchen meiner Freunde somehow ewig etwas vorgespielt habe, etwas, das ich selbst als normal hielt, das aber nicht wirklich ICH war. Dazu gehörte die ewig Fürsorgliche spielen, oder dem Gegenüber fast immer in seiner Meinung bestätigen usw. Dadurch wurde ich so etwas wie eine Seelsorgerin, die sich aber nur aus genannten Günden zur Seelsorgerin machte... und nicht aus wahrer Zuneigung oder Verständnis :( dafür schäme ich mich manchmal. Jetzt studiere ich aber woanders und es hat sich ein wenig gelegt mit der Näheund ich bin irgendwie froh darüber. Bei meinen Neuen Kontakten achte ich auch wirklich darauf, mich nicht allzusehr auf gewisse Leute einzulassen, was mir aber manchmal nicht so gelingt. Das liegt wohl an meiner Person, ich selbst brauche auch erstmal Vertrauen. Vertrauen schafft Nähe, allerdings ist es manchmal nicht so, dass diejenigen, zu denen ich schnell Vertrauen aufbaue, auch wirklich Leute sind, die ich wirklich gern mag...

@ leo73:

auch danke für die antwort!

Ich glaube, Du solltest nicht zuviel auf einmal zu verändern versuchen.

Hmm, wäre die Frage nach einem Date wohl schon zu viel? Ich weiß, das kann ja nur ich beantworten, aber wenn du jetzt subjektiv mal drüber nachdenkst?!

Du lernst dort Menschen mit gleichen Interessen kennen, du kannst dich ein Stück selbst verwirklichen, du lenkst Dich ab und ganz nebenbei stärkst Du dein Selbstbewußtsein durch eine sinnvolle und befriedigende Tätigkeit.

Das finde ich einen guten Ansatz. Ich habe echt einige Interessen, vor allem im künstlerisch/kreativen Bereich. Zum Beispiel singe ich gern, ich bin auch in einem Chor. Die Sache ist, dass ich eigentlich gerne andere an meinem "Schaffen" teilhaben ließe. Doch dann plagen mich wieder die Zweifel: Wo ist meine Legitimiation, zu tun, was ich gerade tue... interessiert das jemanden?... und vor allem: wenn ich zu sehr einer Sache nachgehe, werde ich dann als Crack angeschaut oder: darf ich das? ich kanns gard nicht so gut erklären, aber da ist immer etwas in mir, dass sozusagen eine Legitimation für mein Tun erwartet... deshalb habe ich auch oft so Gedanken wie: Wie cool wäre es, wenn mich mir ein Typ ne Knarre an Kopf hält und sagt: Sing... dann dürfte ich endlich "einfach so" singen.... FREAKY hört sich das an, ich weiß!!

Und da lässt sich auhc gleich an den bewundernden Blicken anknüpfen: Ich mag eiegntlich bewundernde Blicke, passoert mir auch manchmal... v.a. wg. meines Äußeren. Aber mal aktiv etwas dafür zu tun, d.h. mal offentsichtlich etwas tun, um bewundert zu werden, das trau ich mich nicht, wiel ja die Leute denken könnten: Die ist voll die ANgeberin... hmmm...

Ich versiuchs nommal mit nem halben Erklärungsansatz(für mich, für euch...): Meine eine Freundin hat es gehasst, wenn ich in irgendetwas besser war als sie und hat auch gleich immer alles von mir runter und nichtig gemacht. Ich hab es zwar nie so selbst geglaubt, aber um sie zufrieden zu stellen, es öfters mal zu unterdrücken versucht. z.B. wenn ich eine bessere Note hatte, habe ich mich dann echt geschämt ihr meine Note zu gestehen... Eine Maxime meines Vaters war: Selbstlob stinkt. Des Weiteren gingen meine Eltern äußerst sparsam mit Lob um, denn das könnte ja verweichlichen... oder nein, sie selbst können mit sowas wie Gefühlen nicht umgehen...

@ Rokesch und Kleio:

Auch euch vielen Dank. Es ist mir klar, dass mein Verhalten von außen betrachtet unbegründet ist. Ich hoffe, ich schaffe es auch irgendwie, die äußere Position einzunehmen, und die alten Geister und Hirngespinste endlich mal ziehen zu lassen :) @ Kleio: Wie hast du es geschafft, dich aus dem Gefängnis zu befreien?

l|eo7x3


Das mit der Legitimation finde ich gut beschrieben.

Aber meinst Du nicht, du hättest diese möglicherweise "Erklärungsnot" eigentlich immer, bei allem was du tätest?

Mal ein Beispiel, angenommen, Du würdest Dich für die nobelste Sache der Welt einsetzen, meinetwegen für den Umweltschutz, gegen Tierquälerei, oder Kleider und Lebensmittel für Afrika sammeln. Jeder normaldenkende Mensch könnte da beim besten Willen keine Kritik äußern können, weil es wichtig, richtig oder caritativ ist. Kein Mensch könnte da etwas gegen haben, sollte man meinen.

Jetzt könnte es da aber auch so Spezialisten geben, die das total doof finden, die das als Zeit- und Energieverschwendung ansehen, denen das ganze nicht so wichtig wäre wie Dir, die dich als naive und weltfremde Person sehen, weil das eh nur ein Tropfen auf dem heißen Stein wäre, vielleicht sogar Leute, die dir unterstellen, du tätest das nur aus schlechtem Gewissen oder um deine soziale Verantwortung nach außen demonstrieren zu wollen, um in der Öffentlichkeit besser dazustehen.

Gut, sowas würden wohl wirklich nur Schwachköpfe denken, aber auf Dich hätte es dann möglicherweise dennoch Wirkung – "ach, ok, wenn die das doof finden, dann lass ich das wieder".

Was das mit den bewundernden Blicken angeht – also wem gefällt das nicht? Klar gibts dann auch möglicherweise Leute, die sich denken, "man ist die aufgebrezelt", "was glaubt die, wer sie ist", "so würde ich nie rumlaufen" oder was weiß ich. Genausogut kann es aber auch sein, das manche (Frauen und Männer) denken, "Wow, lecko mio, was für eine Erscheinung", "die Frisur steht ihr aber super", "man sieht die toll aus". Vielleicht wird man sogar neidisch sein, vielleicht kommen dir 10 Leute auf der Straße entgegen, wovon 5 etwas positives denken und 5 etwas negatives. Das ist einfach so, wo Licht ist, ist auch Schatten. Ich würds einfach mal probieren, mehr als schiefgehen kann es nicht. Und wer weiß, vielleicht entdeckst du ja ganz neue Seiten an Dir?

Raokoexsch


Doch dann plagen mich wieder die Zweifel: Wo ist meine Legitimiation, zu tun, was ich gerade tue... interessiert das jemanden?

Falscher Ansatz :-)! Wenn du etwas tust, dann tu es in erster Linie für dich. Sei egoistisch :)z . Sei kein Schwein – aber vergiss nie, das nur du für dein Glück verantwortlich bist :)_ ! Und tu dir den Gefallen, das du deine Eltern nicht für alles verantwortlich machst. Wir sind zwar das Produkt der Erziehung unserer Eltern – aber irgendwann müssen wir selbst auf eigen Füßen stehen und können nur uns selbst für den Mist, den wir verzapfen, verantwortlich machen ;-D .

H&ardxrieg


@ scheue Wildkatze

Ich habe deinen text gelesen und kann mich in (fast) allen Punkten wiederfinden.

Leider habe ich auch keine Ahnung wie ich aus mir selbst ausbrechen kann....

sKch-eue]Wil{dkatzxe


So, nun... hmmm. Zuerstmal will ich nochmal allen hier für ihre freundlichen Beiträgen danken.

In mir hat gerade eben so etwas wie eine Veränderung stattgefunden und ich hoffe, das ist kein temporärer Zustand!!!! Ich habe mich nämlich verliebt und naja, konnte meine Gefühle aber keineswegs offenbaren und hab deshalb eigentlich alles nur Erdenkliche falsch angepackt, aber immerhin es geschafft, mit der Person irgendwie Kontakt zu halten. Nunja, habe ihn nach einer Verabredung gefragt. Er hat es sich überlegt und mir an dem Tag des Date sozusagen mitgeteilt, dass er keine Zeit hat. Naja, hab natürlich geweint und alles... jetzt aber, durch diesen Schritt hat sich irgendwas in mir verändert. Ich hab mal etwas gewagt und gemerkt, dass... ich kanns eigentlich grad nicht beschreiben, aber dieses von selbst etwas tun, das mich weiterbringen kann und wo ich mein Leben sozusagen selbst in die Hand nehme... da hab ich plötzlich Verantwortung mir gegenüber übernommen. Und mir gehts gut...

und was auch gut ist, dass ich jetzt IHM gegenüber nicht mehr wie das aufgescheuchte Reh gegenübertreten muss, weil ich meine Empfindungen plötzlich als legitim erachte;) Aber wie gesagt, ich weiß grad auch nicht, ob das nur temporär ist.

Ich habe z.B. einfach mal Bitten meiner Familie abgeschlagen OHNE DANACH ein schlechtes Gewissen zu haben und Freundinnen zugeheult, ohne zu denken, dass ich ihnen auf die Nerven gehen könnte...

Wo ich mir denken könnte, dass es mir auch half, war, hier in das Forum zu posten. Es war schon eine Art Überwindung. Ich dachte mir, wen interessiert das eigentlich und auch die anfänglichen Antworten, da dachte ich mir... oh Gott, so viel Aufmerksamkeit. Ich hab aber mir trotzdem einfach mal gedacht, du tust es jetzt. Und voila, es ist nix passiert :)

Ich denke, 'unsereiner' (an diejenigen, die sich angesprochen fühlen) sollten aufhören zu denken, dass die Menschen einem Böses wollen und einfach mal Vertrauen fassen.

Ach übrigens:

Einer schrieb hier: Selbstvertrauen kommt von sich selbst vertrauen. Ich finde diesen 'Spruch' wirklich hilfreich, wenn man sich einmal etwas Gedanken darüber macht. Ich muss mir vertrauen, dass ich es schaffen werde und wenn man etwas geschafft hat, dann bringt das einen nur weiter. Vielleicht sollte man einfach echte Extreme anpacken.

D7olfxin


@ scheueWildkatze

oberflächlich würde ich sagen, du hast den falschen Freundeskreis.Du schreibst aber auch, das es "immer schon so war".

Es geht offenbar für dich darum, dich selbst so anzunehmen, wie du wirklich bist. Es gibt sicher auch einige Sparten, in denen du ganz gut punkten kannst, und was von der Umwelt auch so gesehen wird.

Fühle dich geschmeichelt, wenn jemand an dich herantritt, aber schaue bitte genau hin, wenn z.B. jemand plant, ein Buch über dich schreiben zu wollen :-)

Hinzu kam natürlich noch ein Selbstverständnis dessen, dass man kein Eigentum hat, also als Geschwister sollte alles geteilt werden.

Wie ist das Verhältnis zu deinen Geschwistern? Ich erlebte das "Teilen" eher als eine Bereicherung. Vielleicht war das, was durch Geschenke zu deinem Eigentum wurde, für dich von hoher Bedeutung. Standst du da für den Schenkenden nicht im Mittelpunkt ???

a1n%thom


.....zeig Interresse an deinem gegenüber...frag auch mal was....und hör auch mal zu...... :)_

lHe)o7x3


Einer schrieb hier: Selbstvertrauen kommt von sich selbst vertrauen

das war ich. ;-D ;-) ;-)

Und – hast du schon neue "Extreme" angepackt?

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