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Angst zu zittern

k4lei3ne10x00 hat die Diskussion gestartet


Hallo Panik und Angstgeplackte, ich habe die angst zu zittern, d.h. ich kann vor anderen Personen schlecht essen oder schreiben. Es fing vor 3 Jahren an, ich hatte schon früher mit Panikattacken zu kämpfen und war auch schon in Behandlung, jedoch nicht in diesem Ausmaß. Also, vor 3 Jahren, mir gings gut, ging ich ahnungslos in meine Bank, ich musste wegen einer Neuanlage eines Sparkontos unterschreiben. Wie aus dem nichts bekam ich eine Panikattacke, ich zitterte, so das ich das Formular nur schwer unterschreiben konnte. Danach ging es einen Monat gut, bis zur nächsten Situation. Mittlerweile habe ich Angst in gegenwart anderer zu schreiben oder zu Essen. Geburtstage werden abgesagt, Behördengänge aufgeschoben. Ich versuche so gut es geht rauszugehen. Mittlerweile habe ich es geschafft wenigstens zu Grillparties bei Freunden zu gehen (Würstchen isst man oft mit der Hand nicht mit messer und Gabel) jedoch sind Familienfeiern in einem Lokal der Horror, ich habe Angst zu zittern wenn ich das Besteck aufnehme. Behördengänge (wenn sie spontan geschehen, da hab ich es im Griff) wenn ich weiß morgen hab ich einen Termin überstehe ich nur mit Beruhigungsmitteln und selbst dann zittere ich noch. Beruflich habe ich es so gelegt, das ich von zuhause aus arbeiten kann. Mittlerweile habe ich jedoch nur noch selten Aufträge, mein Arbeitgeber meinte er bräuchte eine Arbeitskraft im Hause, die auch vor Kunden repräsentiert. Ich möchte so gerne unter Leute arbeiten aber die Angst ist zu groß. Nun hat mir ein Bekannter ein Angebot gemacht. Er hat einen gutgehenden Kiosk in einem Freizeitgebiet übernommen und bietet mir an ihm zu helfen. Dies war schon immer mein Traum, aber, ich würde tagtäglich mit meiner Angst konfrontiert, ich müsste Lieferungen quittieren usw. ich kann mich selbst nicht mehr leiden, denn das wäre meine Chance aus meiner Isolation rauszukommen aber die Angst vor meiner Panik ist größer. Schon wenn ich dran denke einen Arbeitsvertrag vor anderen unterschreiben zu müssen bekomme ich Panik. Vor allem sieht man es wenn ich zittere, es ist wie ein zusammenbruch. Was soll ich tun?

Antworten
k(lei6ne1x000


ich weiß, viele würden zu einer Therapie raten, aber das hab ich schon hinter mir, mit nur bedingtem Erfolg, d.h. ich zittere nicht mehr bei ALLEN Gelegenheiten, aber die Angst vor so banalen Dingen, wie wichtige Behördengänge besteht immer noch, die Angst vor dem Einkaufen hab ich inzwischen vollständig abgelegt.

sLchn-at~terVgu7sxche


Dann hatte nicht die Therapie nur bedingten Erfolg, sondern sie ist noch nicht abgeschlossen. Die ersten Erfolge hast Du doch schon. Niemand kann ein Ziel erreichen, wenn er auf halbem Wege stehenbliebt. Viel Erfolg! @:) :)*

k`l|eineK10k00


Aber wie soll ich ein Ziel weiterverfolgen, wenn ich mich jetzt schon für etwas entscheiden muss. Wie gesagt, mein Bekannter möchte von mir eine Entscheidung, ich kann jedoch nicht so weiterleben, das ich immer Angst haben muss wenn so was banales ansteht wie irgendein Formular auszufüllen. Mein Leben wird dadurch zur Qual. Zum Beispiel habe ich letztens alles gemacht wie es mir in der Therapie empfohlen wurde, also ich musste zum Notar, eine belanglose Sache, den Termin habe ich aufgeschoben, dann kam der Tag, ich hatte schon am Abend vorher Schlafmittel benötigt. Am anderen Tag war kribbelte mich überall, die berühmte Panik trat auf. Vor dem Termin kaufte ich sinnlos ein nur um mich abzulenken, beim Notar musste ich warten, vollgepumpt mit Beruhigungsmitteln versuchte ich ruhig zu atmen und ganz entspannt zu sein. Als ich das Formular unterschreiben musste brachte ich nur ein zittriges Gekraksel hin aber es ging,er (der Notar) hat anscheinend nichts bemerkt. Trotzdem bleibt die Angst, und ich bin es satt mit dieser Angst vor banalen Dingen zu leben.Den ich Quäle mich, es ist jedesmal so als ob ich einen Todesmarsch ablegen muss.

klleineP1'00x0


Vor allem habe ich Angst meiner Familie davon zu erzählen, denn sie würden dies nicht verstehen. Ich kann mich noch an eine Situation erinnern, denn meine Tante hatte das gleiche Problem. Sie ging nie auf Familientreffen und als sie einmal dort war(es ist schon 15 Jahre her, damals hatte ICH dieses Prroblem noch nicht) zitterte sie so sehr das sie in Gesellschaft ihre Suppe nicht essen konnte, alle dachten sie hätte ein Alkoholproblem. Ein Jahr später besuchte sie meine Eltern und hat gesagt das sie eine Angststörung hätte sie haben ihr nicht geglaubt, als sie gegangen war sagten meine Eltern das diese Tante wohl von ihrem Alkoholproblem ablenken wollte und sie mit ihr nichts zu tun haben wollen.

sCchnat8teJrgusNche


Natürlich kannst nur Du entscheiden, ob Du diese Arbeit schaffen könntest. So lange Du Angst davor hast, wird genau diese Angst Dich auch blockieren. Es kommt also darauf an, wie stark sie ist – und wie stark Du bist. Sonst mußt Du Dich nicht entscheiden, denn es wäre bereits entschieden.

Und auch sonst im Leben würde diese Angst Dich ständig behindern. Denn die Angst vor der Angst ist die schlimmste. Deshalb würde ich zuerst mit der Therapie weitermachen. Vielleicht parallel zum Job im Kiosk. Sprich mit Deinem bekannten ganz offen über diese Ängste. Je genauer er sie einschätzen kann, um so besser kann er Dir helfen.

sxchnat~tker}guzs;che


Ach so... Und mach Dir nicht neue Angst vor der Familie! Ob sie Dich verstehen oder nicht spielt in diesem Fall keine Rolle. Wenn sie kein Verständnis aufbringen, können sie Dir nicht helfen. Wenn sie nichts davon wissen, können sie Dir auch nicht helfen. Du hättest also wenigstens eine 50:50-Chance, wenn Du es ihnen erzählst.

kdleinze1x000


Das ist es ja, ich habe eine Blockade über diese Angst zu sprechen. Ich sitze daheim und male es mir so schön aus wie es ist mit Menschen zu arbeiten und ich habe keine Angst aber wenn es darauf ankommt verspüre ich ein Taubheitsgefühl in den Armen, dann in den Händen und dann fängt das zittern an. Auf jeden Fall müsste ich einen Arbeitsvertrag unterschreiben,das kann ich nicht, psychisch, weil ich davor Angst habe.

sIchnaQttAerguxsche


Dann bleibt Dir nur, den ersten Schritt vor dem zweiten zu machen. Du warst ja schon in Therapie. Geh wieder hin und setz sie fort. Daß Du hier im Forum über Dich schreiben kannst, ist auch ein gutes Zeichen. So wird es Schritt für Schritt vorangehen. Und dann kannst Du einen Arbeitsvertrag unterschreiben und wieder mehr unter Menschen kommen. Vielleicht auch anfangs durch einen geschützten Arbeitsplatz, an dem Du Hilfe bekommst, wenn es allein nicht mehr weitergeht.

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