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Nach dem Burn Out

c!ora5zonx81


@ KaliARHP

ich hoffe, du behältst diesen Job und er macht dir auch Spass.

Das hoffe ich auch. :-)

Ich mach nur noch Jobs ohne Schichtarbeit, Nachtbereitschaft und den Zwang ständiger Erreichbarkeit.

So schauts bei mir auch aus. Egal wieviel Geld mir dafür geboten wird, das ist es nicht wert und das weiß ich jetzt.

mNalgudcknx31


Ich hatte auch schon so Phasen, weil ich auch einen Job hatte, der ständige Erreichbarkeit und viele Überstunden. Doch irgendwann reicht es einem, ich habe mir dann Grenzen gesetzt (z.B. freitags um 15:00 Uhr gehen, keine Erreichbarkeit ausserhalb der Bürozeiten, private Termine (z.B. Behördengänge) nicht immer auf nach Feierabend zu legen, sondern auch mal später kommen oder eben von zuhause aus arbeiten.

Urlaube sind absolut heilig, da wird gar nichts mit Geschäft gemacht. Hobbies werden auch wahrgenommen und Ausreden ala das muss noch fertig gemacht werden, zählen für mich nur dann, wenn es wirklich stimmt.

In Ausnahmefällen länger arbeiten gehört dazu, aber viele Chefs bzw. Arbeitgeber verlangen das auf Dauer. Da einen Riegel davor schieben.

Warum?

Die Leute, die immer länger arbeiten, sind nicht gut angesehen, weil entweder packen sie ihre Arbeit nicht oder es ist schon normal für den Chef.

Wenn man dann sagt, heute gehe ich früher, wie du gehst schon?

Wenn jemand nie länger arbeitet sondern pünktlich geht und es dann viel Arbeit ist, er dann sagt, heute bleibe ich länger, dann bedankt sich der Chef bei ihm. Ist so meine Erfahrung!

foiirefizghtxer80


@ Hallo liebe Mitleidende,

auch ich hatte vor knapp 2,5 Jahren einen klassischen Burn-out. Bei mir kams dazu, weil ich täglich 13 Stunden lang für einen sehr stressigen Job unterwegs war, nebenbei zu studieren begonnen habe und auch sehr engagiert im Verein war. Dazu konnte ich zu niemanden mal "NEIN" sagen. Ich habe versucht es allen recht zu machen. Irgendwann kam es dann zum knall. Ich kann mich mit einigen Schilderungen hier in diesem Thread sehr gut identifizieren. Mir ging es anfangs eingentlich nur körperlich sehr schlecht. Bauch- und Magenschmerzen, starke Verspannungen, Unruhe, Zittern, usw... Es folgte eine Ärzteodyssee wo mir immer gesagt wurde, dass ich im Endeffekt kerngesund sei. Ich fühlte mich aber kurz vorm abtreten und es wurde immer schlimmer. Bis ich dann an einen Neurologen kam, der mich vor die Diagnose "Burn-out" gestellt hat. Leider wollte ich das lange Zeit nicht einsehen und war nur zwei Wochen zu Hause, was im Nachhinein vielleicht ein großer Fehler war. Ich bekam verschiedene ADs, die bei mir entweder gar nicht oder nur in Verbindung mit starken Nebenwirkungen wirkten. Erst seit drei Monaten etwa nehme ich ein Medikament, das mir die nach dem Burn-out aufgekommene Depression ohne nennenswerte Nebenwirkungen vom Hals hält. Ich komme damit mittlerweile gut zurecht und merke auch, dass jetzt wirklich der Heilungsprozess begonnen hat - natürlich hauptsächlich durch das Medikament. Aber trotzdem - plötzlich ist der Himmel wieder blau und die Wiese grün. Wenn man krank ist, ist man nur noch mit sich selber beschäftigt und hat keinen Blick mehr für die Umwelt. Ich weiß dass es noch ein langer Weg bis zur völligen Genesung sein wird (wenn diese überhaupt irgendwann mal eintritt) aber ich bin positiv eingestimmt und glaube fest daran. Ein Arzt hat mal gesagt, dass so ein Burn-out nicht von heute auf morgen kommt, sondern das staut sich über Jahre auf. Und ebenso lang dauert es einfach auch wieder bis es verschwindet... Also - nicht aufgeben und immer dran glauben dass alles wieder gut wird :)^

KOaliAxRHP


@ cat

Angst immer eingeschränkt zu bleiben

... hm, was ist eingeschränkt?

also ich seh das so:

Jeder Mensch kan nsich bis zu einem bestimmten Grad belasten.

Ist der erreicht, brauchts eine Pause.

wird er überschritten, kommt früher oder später ein Burnout.

Ich selber bin nicht mehr so belastbar wie früher, seit dem Burnout, das nennt man "seelischen Verschleiss".

Eingeschränkt hab ich mich nur in den Zeiten gefühlt, als ich meine Grenzen noch nicht so genau kannte wie jetzt. Da habe ich deswegen öfter Angst gekriegt, ob es wieder losgeht mit den fiesen Zuständen.

Angst davor ist eine Einschränkung.

Keine Angst mehr zu haben, kann aber bedeuten, gradewegs wieder da hineinzugeraten.

Man muss also einen Modus damit finden, angstfrei leben zu können, ohne sich zu überlasten. Ich selber nehme dafür einiges in Kauf. Ich bin auch jetzt grad mal wieer arbeitslos, aber ich mach diese Runden im Hamsterrad nicht mehr mit und stehe ganz offen dazu.

Es nimmt von sich aus nie ein Ende, das muss man selber bestimmen. Dein Chef tut es jedenfalls nicht.

Die Kundschaft auch nicht.

Da ist man selber an der Reihe, und das tut verdammt gut :)^ ;-D

*:) @:)

cBat;78


Hallo ihr Lieben ich finde es gut hier doch einige Betroffene gefunden zu haben!

Ich habe als Altenpflegerin gearbeitet. Für mich bedeutet eingeschränkt, dass ich immer Angst haben muß alles nicht zu schaffen. Ich sag mir auch immer selbst ey man nicht denken, machen! Aber manchmal hilft es nicht. Ich überlege und zweifele aber ich arbeite an und mit mir!

Meine Therapie ist erst seit 3 Wochen zu Ende und eigentlich bin ich froh und stolz das ich es geschafft habe! Aber mit dem NEIN sagen hab ich manchmal immer noch Probleme!

c[at7x8


Also mit dem Tipps geben ist schwierig. Ich hab mir immer gesagt wenn ich selber nichts verändere wer dann? Einer Freundin würde ich in dieser Situation einfach damit zu helfen für sie da zu sein mit ihr zu reden einfach auch ein bißchen helfen das man sich aufrafft. Spaziergänge taten mir immer sehr gut auch wenn ich dachte das ich jeden Moment umfalle aber meine Freundin war da gab mir Mut und Sicherheit!

K:alimARHP


Hi Cat,

du musst nicht alles schaffen.

Die welt dreht sich auch weiter, wenn du mal was liegen lässt.

Es ist wichtig zu lernen, dass man Prioritäten setzt und dazu steht.

Das fällt mir auch schwer, ich seh immer alles mit gleichem Auge, (so nenn ichs für mich ;-) )

und das Differenzieren muss man üben, üben, üben.

Die Parole "nicht denken, machen!"

zündet nur dann, wenn man vorher bereits beschlossen hat, etwas zu tun, und dann aber mitmal doch ins Trudeln kommt und da hockt und nix passiert.

Beschliess, eine Sache zu machen und zieh es durch. Dann lobst du dich dafür ordentlich selbst ;-D und gehst die nächste Sache an, eine nach der anderen. dabei lass den Tag rumgehen, einfach nur diesen Tag. Klar, das Telefon klingelt, verschiedene Summer gehn, aber du kannst doch eh immer nur eine Sache machen und nicht drei gleichzeitig.

Auch wenn gleich 1000 Leute hier und jetzt und alles auf einmal wollen!

Wenn dich das ganztags wieder in die Bredouille bringt, ists das Beste, mit den Stunden runterzugehen, sofern möglich.

Deine Therapie ist erst seit kurzen vorbei.

Da hast du jetzt das grundsätzliche Rüstzeug bekommen, um erstmal ohne Therapie weiterzumachen.

Die richtige Therapie geht erst nach der Therapie los, wenn du das Gelernte auf "freier Wildbahn ;-) " anwendest.

Mach viel Pausen und über denk jeden Tag, was gut gelaufen ist.

Den Rest vergisst du am besten gleich ;-D

:)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)*

Du hasts ja bis jetzt schon mal gepackt.

astrein!

Das wird wieder, hab Geduld mit dir selber.

*:) *:) @:) @:)

c6at7x8


Dankeschön! Jaha Geduld haben müsste ich auch noch üben ;-D

mMontZy pyxthon


Auch ich oute mich hier als ehemaliger BURN-OUTLER...

Geschichte dazu folgt aber später..

prhoTe!bxe


hallo,

auch ich hatte das burn out- war alleinerziehend mit drei kindern (alles jungs) und habe dann noch als hospize gearbeitet.. es war der horror..es kam jeden tag etwas anderes..und durch viele fehlverhalten meinerseits..wurden meine kinder auch immer schlimmer -in der schule hörte ich auch nichts dolles mehr ..obwohl die beiden letzten bis dato die besten in der klasse waren ..wurden sie schlechter und schlechter..und ich moserte immer mehr rum..und fing an alles liegen zu lassen..vorher...hatte ich eine staubkornphobie ;-D wie ich es heute nenne...es durfte nicht ein staubkörnchen am boden liegen..dann musste ich es aufheben..meine wohnung war immer top -meine arbeit wurde nur exakt ausgeführt..notfalls arbeitete ich auch noch am wochenende..die kinder habe ich unermüdlich von einem fleckchen der stadt zum anderen fleckchen gefahren ..nur, damit sie hier alles kennernlernten und ich ihnen auf diese art und weise etwas heimatkunde beibringen wollte..dabei wurde dann mathe und alles andere verbal mit eingeflochten..kurz und knapp -ich wollte alles nicht 100prozentig machen ..sondern tausendprozentig..alles andere war nicht gut genug.

eines tages musste ich zur schule -dort sagte man mir ..das mein jüngster ein egozentriker sei ..und es wurde kein gutes haar an ihm gelassen..ich bekam dort einen nervenzusammenbruch -und ab da ging alles noch mehr den bach runter..

ich hatte für nichts mehr interesse..konnte keinen finger mehr heben ...es war alles sehr sehr schwer und ich dache, sogar das liegen wäre zu mühsam für mich..kurz und gut..ich hatte keinerlei lebenssaft mehr in mir.

ich fuhr daraufhin mit meinen kindern in eine mutter-kind-kur. auf psychotherapeutischer und körperorientierter basis sollten wir lernen wieder am leben teil zu nehmen..

nagut ..die schmerzen hatte ich nicht verloren..bin aber gut eingestellt -habe das sekundäre fibromyalgiesyndrom -und viele andere schmerzerkrankungen.

auf dauer ..habe ich gelernt ..mir zeit zu nehmen für mich...die schönheiten der natur wahrzunehmen. habe einen garten ..nd achte darauf, dass ich dort auch entspanne..

dann das allerwichtigste -ich habe mir einen hund zugelegt..der hat mich gezwungen zum rausgehen..dort genieße ich diese stunde ganz alleine für mich ..ich genieße die natur -und sammel dort wiede kraft.

ich weiß die symptome zu deuten ..wenn es mir wieder schlechter geht..und steuere dann ein wenig den ruhekurs an ..

all das ...war unglaublich schwer für mich -aber es klappt..und es klappt immer besser. unfehlbar..bin ich dennoch nicht..weil, wenn ich an irgendwas interesse habe..dann mache ich das immer noch bis zum abwinken ..aber -danach kann ich mich wenigstens erholen..

hoffe ich habe euch nicht zu viel zugesülzt.. :-p 8-)

p!hoeb)e


ach ja...was mir schon lange aufgefallen ist..

meist sind diese burn-outler..in helferberufen anzutreffen..es gibt da ein buch -das heißt "hilflose helfer" von schmidtbauer -das ist total wichtig mal da reinzuschnuppern..ich habe das interessanterweise mal geschenkt bekommen..von einem arbeitgeber..ob das schon ein hinweis war.. ;-D ich weiß es nicht. :=o

tdequ3ilXafloxh


hallo cat78

ich hatte 2004 mein burn out mit schweren depressionen. festgestellt wurde es bei mir erst, als ich versucht habe mich umzubringen.

ab da war ich in therapie und mußte antidepressiva nehmen. ohne ging gar nichts mehr. mitte 2007 habe ich wieder angefangen zu arbeiten. leider konnte ich aber nur 4 stunden am tag arbeiten. ich habe einen harten weg hinter mir, der mir aber das leben gerettet hat. ich habe alles aus meinem leben verbannt, was zu diesem zusammenbruch führte. manche sachen muß man machen und da muß man selber immer die bremse ziehen. du darfst nicht mehr denken: schaff ich das alles noch? sondern man muß lernen zu denken: wow, haste aber doch viel geschafft.

das ist verdammt schwer und an manchen tagen falle ich wieder in mein altes muster. mein arzt sagte mir, das mich dies mein leben lang jetzt begleiten wird. :-/

cXat7x8


Erstmal freue ich mich ganz doll über eure Beiträge!!! Schön zu lesen das man nicht alleine da steht!

KKaligARpHP


Hi cat,

ne du stehst weiss Gott nicht alleine da.

Phoebe hat gelesen, dass in Helferberufen die burnout-ler am häufigsten anzutreffen sind.

Da gibts aber auch die heftigsten Arbeitsbedigungen, und es wird absolut mit dem Hilfswillen der Leute gepokert.

schnel lmal Kollegen entlassen oder ausgelaufene verträgen icht mehr neu besetzen?

Das werden die andern schon richten, die armen alten Leute oder snostige bedürftige Kundschaft wird nicht alleine gelassen.

Hey! davon hab ich die Faxen absolut dicke. Es ist grad umgekehrt:

wir sind alle ersetzbar, für uns stehen 10 Neue vor der Tür. STOPP ;-D ! Nicht gruseln!

Nicht erschrecken!

Es kann nämlich eine unglaubliche Beruhigung und Erleichterung sein, wenn man so an der Orgel dreht, dass man nicht mehr weiss, wo vorne und hinten ist!

Jmd. anders kann den Job auch machen.

Da muss man doch gar nicht wie ein Feuerwehrgaul in den Startlöchern stehen.

Gell :)^

*:) *:) @:) @:)

KdaliALRHP


Hi cat,

ne du stehst weiss Gott nicht alleine da.

Phoebe hat gelesen, dass in Helferberufen die burnout-ler am häufigsten anzutreffen sind.

Da gibts aber auch die heftigsten Arbeitsbedigungen, und es wird absolut mit dem Hilfswillen der Leute gepokert.

schnel lmal Kollegen entlassen oder ausgelaufene verträgen icht mehr neu besetzen?

Das werden die andern schon richten, die armen alten Leute oder snostige bedürftige Kundschaft wird nicht alleine gelassen.

Hey! davon hab ich die Faxen absolut dicke. Es ist grad umgekehrt:

wir sind alle ersetzbar, für uns stehen 10 Neue vor der Tür. STOPP ;-D ! Nicht gruseln!

Nicht erschrecken!

Es kann nämlich eine unglaubliche Beruhigung und Erleichterung sein, wenn man so an der Orgel dreht, dass man nicht mehr weiss, wo vorne und hinten ist!

Jmd. anders kann den Job auch machen.

Da muss man doch gar nicht wie ein Feuerwehrgaul in den Startlöchern stehen.

Gell :)^

*:) *:) @:) @:)

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