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Massive Schlafstörungen...schlimme Depression oder organisch???

G-oQonixe hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

habe zur Zeit ein rießiges Problem mit dem Schlafen. Ich hatte schon immer Probleme mit dem Einschlafen, aber seit ca. 4 Wochen kann ich gar nicht mehr schlafen.NAch ein paar Tagen konnte ich einfach nicht mehr und habe vom Arzt Zolpidem (oder so ähnlich) bekommen. Damit ging es einigermaßen. AUßerdem hat er festgestellt, daß ich unter schlimmen Verspannungen im Nacken und Halsbereich leide und ich habe Massagen verschriebn bekommen, die aber nichts helfen. Ich bin so verzweifelt, da meine Nerven langsam durchdrehen, ich überhaupt nicht mehr aktiv am Leben teilnehme und mir immer nur schwindlich ist und ich serh gereizt bin. Da ich sonst immer recht fröhlich und positiv bin, kann ich mir gar nicht erklären, was los ist. Habe jetzt vor einigen Tagenein MRT machen lassen. Dabei wurde mir gesagt "alles ok, außersehr stark entzündeten Nasennebenhöhlen, Stirnbeinhöhle und Keilbeinhöhle". Kann das wirklich der Grund für meine Schlaftsörung, meinen jetzt schlechten Nerven (aufgrund Angst vor dem Nichteinschlafen-Können) sein? Ich nehm seit einigen Tagen Sinupret dagegen, aber hilft nix. Morgen HNO Termin. Habe einfach Angst bald durchzudrehen, wenn das so weitergeht. Arbeit leidet sehr darunter und meine Partnerin hat sich sehr zurückgezogen, was mich auch sehr unglücklich macht. Heute Trimiparim (oder so ähnlich genommen) zum Runterkommen, ging total daneben...total unruhig, nervös. Ich habe wirklich Angst, abhängig von Schlafmitteln zu sein.

Antworten
s.türmcxhen


Hallo Goonie,

habe manchmal Einschlafprobleme, bin mir aber nicht sicher, ob ich dir hilfreiche Antwort geben kann, aber da du noch gar keine Antwort auf deine Frage bekommen hast, will ich es trotzdem versuchen.

Ich kann mir vorstellen, dass sich das Problem schon ganz schön verselbstständigt hat, denn wenn man mit dem gefühl ins Bett geht: "oh Gott, hoffentlich liege ich nicht wieder bis morgen früh wach" ist an einschlafen erst recht nicht zu denken.

Das Einzige was mir dann hilft ist folgendes. Ich muss mich zwingen meine Gedanken in meinen Körper zu kriegen. Im Atemrhythmus sage ich mir im Geiste immer wieder die selben worte vor:

"ich bin völlig ruhig und gelassen."

Ich achte dabei nur auf meine Atmung. Wenn meine Gedanken abschweifen, hole ich sie sanft wieder zu meinem Mantra zurück. Nach einer Weile, wenn mein Atem ruhig und gelichmäßig geworden ist sage ich mir:

" mein rechter Arm ist ganz schwer"

dabei konzentriere ich mich im Geiste nur auf meinen rechten Arm. Es ist egal ob er tatsächlich schwer wird. Hauptsache ich denke an nichts anderes als an den Arm. Wenn ich an was anderes denke, ist es nicth schlimm, dann hole ich meine Gedanken einfach immer wieder zu meinem Arm und meinem Mantra.

Dann kommt der linke Arm dran und dann das rechte Bein und dann das linke Bein. Wenn ich es bis zum linken Bein schaffe und nicht vorher eingeschlafen bin. Wenn ich alles durch hab und noch nicht schlafe, genieße ich einfach die Ruhe in meinem Körper und versuche mit meinen Gedanken bei mir zu bleiben. Dann schlafe ich immer ein. Das ist autogenes Training.

Ein Freund von mir hat einen anderen Trick, er hört die drei Fragezeichen um einzuschlafen. Bei beiden geht es darum das Kopfkino auszuschalten.

ich hoffe du kannst etwas damit anfangen und wünsche dir weiterhin alles Gute,

Gioonxie


Hallo stürmchen,

erst mal vielen Dank für deine nette Antwort. Ja, leider hat sich das "Problem" wirklich sehr verselbständigt. Die letzten 4 Wochen habe ich jeden Tag eine Schlaftablette genommen, weil ich nach einigen Stunden erfolglosem Rumliegens Panik bekommen habe, daß ich überhaupt keinen Schlaf mehr bekomme. Das komische ist, daß ich seit einigen Jahren schon autogenes Training mache und öfters auch Meditationen, die mir sehr geholfen haben. War immer im Reinen mit mir und habe mich nicht von außen beinflussen oder aus der Ruhe bringen lassen. Dieses Mal ist es aber irgendwie anders. Ich gelange immer in den Zustand der absoluten Ruhe, so wie eine Art schweben, lasse alle Sorgen los und spüre mich. Doch jedes Mal bevor ich in einen "Traumzustand" übergleite, wache ich auf mit wahnsinnigem Herzrasen und mein ganzer Körper bebt. Habe es auch mit Muskelentspannung nach Jacobsen probiert, aber da passiert kurz vor träumen das gleiche. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher wieso meine "Nerven" aus dem Ruder sind. Ob es an den Schlafmitteln liegt oder an etwas psychischem. Beim HNO habe ich heute nur Antibiotika bekommen, aber das ist nicht die Lösung, das spüre ich. Leider habe ich erst am 28.09. einen Termin beim Neurologen bekommen. ABer ich versuche heute ohne Tabletten auszukommen, auch wenn ich die ganze Nacht wach sein sollte, denn die Dinger machen mich echt nur kaputt. Fühle mich immer schlapp, schwindlig gereizt und irgendwie immer "neben" meinem Körper. Ich versuche einfach zu lesen und chillige Musik zu hören. Vielleicht hilft es ja. schöne GRüße. Goonie

swtürmQchexn


Oha, das hört sich an wie ein anderes Problem, dass ich auch mal hatte. Panikattaken. Es fing damit an, dass ich immer in dem Moment wo ich in den Schlaf gesackt bin, dachte ich höre auf zu atmen und mit einem riesen Schreck wieder hellwach war. Sehr unangenehm. Panikattacken zeigen sich ja mit der äußerst fiesen Eigenschaft, dass sie genau dann auftreten, wenn man total entspannt ist.

Ich finde deinen Entschluss sehr tapfer, dich nicht von Tabletten abhängig machen zu wollen. Falls deine Probleme nicht im somatischen Bereich liegen, sondern im psychosomatischen musst du selbst auf Ursachenforschung gehen. Was hat sich in deinem Leben verändert? Was ist passiert?

Etwas Anderes in deinem ersten Bericht hat mich auch noch sehr stutzig gemacht. Du schreibst es wurde eine sehr starke Nebenhöhlenentzündung diagnostiziert. Hast du das nicht gemerkt? Als ich eine Nebenhöhlenentzündung hatte, bin ich fast durchgedreht vor Schmerzen. Hm. Das ist schon komisch. Übrigens ist Sinupret ein ziemlich sanftes Mittel, versuche es mal mit Geloyrtol. Das hat mir toll geholfen.

Es ist echt sch... dass man teilweise so lange Wartezeiten bei Ärzten hinnehmen muss.

Versuche doch mal deine Angst/ Sympomatik mit ein bisschen Abstand zu betrachten. Mit einem Forscherinteresse. Wenn die Angst kommt zu sagen: "aha, da bist du ja wieder. Dann setz dich mal einen Augenblick zu mir und sage mir warum du da bist. Was willst du mir sagen? Wie kannst du mir helfen und mich weiterbringen?"

Ich wünsche dir eine ruhige Nacht. Liebe Grüße,

fcr^eund u;nd febinxd


Je mehr sich die Gedanken um das Thema Schlaf drehen, desto weniger erholsamen Schlaf wirst du im Endeffekt auch finden. Wenn der Schlaf immer verbunden wird mit etwas, das man tun muss und dahinter der Druck steht, wie du sagst, "nicht verrückt zu werden" ist es meines Erachtens logisch, dass sich keine Besserung einstellt. Fakt ist, du musst beim Thema Schlaf unbedingt mal den Stecker ziehen: Statt mit Angst darauf zu reagieren, dass du nie mehr durchschläfst und dein ganzes Privatleben davon abhängt (-> Partnerinverweis) musst du eine andere Einstellung dazu kriegen, vor allem eine lockerere:

- Versuch einfach zu akzeptieren, dass du im Moment nicht optimal schläfst. Es ist übrigens nicht richtig, dass man nur dann entspannt, wenn man vernünftig durchschläft. Auch wenn du nur daliegst und ruhst, kann dein Körper sich regenerieren. Ist also keine Katastrophe, wenn du nicht direkt durchschläfst.

- Bevor du verrückt werden würdest, würde dein Körper sowieso unter massivem Schlafverlust zusammenbrechen. Dass das bisher nicht der Fall ist, zeigt ja, dass irgendeine Erholung deinem Körper wirklich hilft. Siehe Punkt über diesem.

- Was genau heißt "Gar nicht mehr schlafen"? Schläfst du 0 Stunden in der Nacht oder doch eher so 2-4?

- Hast du es schonmal mit konventionellen Mitteln versucht: Neue Matratze, neues Kissen, Lavendelbad, Baldrian und Hopfen vor dem Einschlafen, belastende Gedanken aufschreiben, Schlaftee, sich wiederholende Rituale, Schlafzeiten ändern?

G=ooni1e


Hallo stürmchen & freund und feind,

danke für eure Zuschriften. Wenigstens wird man hier verstanden :-) In der Arbeit/Bekanntenkreis heisst es immer nur, mei leg dich halt einfach hin und schlaf. :-)

@ stürmchen:

Ja, das sind wirklich so etwas wie Panikattacken. Ich verstehe nur nicht ganz welche Bedeutung sie haben. Es scheint fast so zu sein, als hätte ich"unterbewusst" Panik davor einzuschlafen. Total widersprüchlich!! Ich hatte so eine ähnliche Phase vor ca. einem halben Jahr, als ich eine Trennung durchlebt habe. Da war mir klar wieso ich diese Probleme hatte, ich musste einfach noch Dinge verarbeiten. Diesesmal aber ging es mir eigentlich sehr gut, harmonische Beziehung, etwas unterfordert im Job, aber nichts Außergewöhnliches. War zwar nach der Arbeit immer ziemlich platt, aber habe sehr gut geschlafen. Von einem auf den anderen Tag ging aber schlaftechnisch einfach nichts mehr. Ich wollte keine Chemie schlucken, also dachte ich es geht auch ohne. Aber nach knapp 5 TAgen, bin ich dann zum Arzt, weil der Schädel sich so anfühlte als würde er platzen. Eine TAblette genommen und schwupss einige Stunden geschlafen, am nächtsen Tag wieder ohne Tabletten probiert..wieder die ganze Nacht wach :-( Ich versuche täglich in mich hineinzuhören, was der Grund sein könnte, was mich abhält, welche Sorgen etc. das sein könnten, finde aber im Moment absolut gar nichts was der Grund sein könnte, also psychisch gesehen. Das mit den Nasennebenhöhlen habe ich leider schon seit meiner Jugend,schiefe Nasenwand, immer wieder Probleme mit den "Höhlen", hab mich irgendwie dran gewöhnt.

@ freund und feind:

Das mit dem Abstand und der lockereren Sichtweise ist mir heute echt bewusst geworden. NAchdem ich gestern zur Beruhigung eine Tablette genommen habe und es mir so dreckig ging, habe ich mir echt gedacht..nee!!! bevor es mir wieder so dreckig geht, schläfst wenns k...e läuft gar net, aber wenigstens net vollgedröhnt mit irgendso nem Chemie-Klump. Habe mir wegen den Nackenverspannungen ein neues Kissen zugelegt, ergonomisch...absolut keine Besserung. Na ja, ich versuchs jetzt einfach mal mit beruhigendem Tee und weniger Rauchen (schlechtes Gewissen). Also ohne Tabletten waren es jetzt so 3 manchmal 4 Stunden, manchmal aber auch wirklich gar nicht. Da bekomme ich dann ab 3 uhr morgens schon Ängste wegen der Arbeit / Partnerin etc. Ich weiss, das das falsch ist und versuche mich autogen etc. zu entspannen aber klappt leider nicht so ganz. Der Tag läuft dann meistens ziemlich schlecht und unternehmen kann ich meistens abends aufgrund der müdigkeit auch nichts mehr ...und dann startet irgendsoein Teufelskreis....tag leif schlecht...Kopfweh....Freundin ettäuscht...also wen ich heute net schlaf...bis zum Wochenende muss ich das hinkriegen, weil soviel geplant ist mit familie...usw...usw....das Ganze macht mir eigentlich auch nie zu schaffen, wenn ich nur einmal gut schlafen würde, aber so macht man sich halt selber einfach nur fertig, schätz ich

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