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Depressive Verstimmung und sexuelle Unlust – Teufelskreis?

r^otwxd hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich bin männlich, 19 Jahre alt. Es fing wohl damit an (sicher bin ich mir nicht), dass ein Familienmitglied auf Grund von Krankheit ins Krankenhaus musste. Auf Grund dessen fühlte ich mich innerlich bedrückt (was ja normal und verständlich ist). Doch dieses Gefühl wurde nicht besser, es wurde schlimmer – und das, obwohl die Familie bereits wieder vollständig war und es hier keinen Grund mehr gab, schlechte Laune zu haben.

Nun sieht es so aus: seit mehr als einer Woche habe ich täglich meine Phasen, die i.d.R. 3-4 Stunden andauern. In dieser Phase fühle ich mich wirklich depressiv. Das heißt: antriebslos, unruhig und einfach mies gelaunt... Wenn ich morgens aufstehe, ist alles in Ordnung. Besonders empfindlich, so habe ich das Gefühl, reagiere ich auf Langeweile: da sackt meine Laune wieder direkt in den Keller. Aber auch als ich mit Freunden in der Kneipe saß, auf einer Feier eingeladen wurde, bekam ich diese Art Verstimmung meist sehr plötzlich. Diese sind nicht mehr so schlimm wie am Anfang, aber sie sind bedrücken und nerven. Ich versuche sie dann zu ignorieren und mich nicht ins Bett zu legen, um zu schlafen. Ich habe mich bereits informiert: wenn kein konkreter Grund dafür vorliegt, hilft auch ein Gang zum Psychologn nicht. Wo nichts ist, kann auch nichts besprochen werden. Ich war deshalb bereits beim Arzt. Dieser meinte, das würde wieder verschwinden, aber das Einnehmen von Johanniskraut nicht verteufelt.

Diese Umstände bringen folgende Probleme mit sich: ich habe keine Lust mehr auf Sex bzw. auf sexuelle Handlungen. "Früher" (liegt logischerweise noch gar nicht so lang zurück) sah das anders aus: ich war froh. wenn ich allein war, um meinen Phantasien freien lauf zu lassen. ;-) Ganz normal also. Mittlerweile "geilt" mich nichts mehr so schnell auf. Das hat zur Folge, dass weder beim Sex mit der Freundin das beste Stück, so recht steif werden will, noch bei dem leichten Willen, sich selbst zu befriedigen. Auch bei leichter (!) Erregung: richtig Steif wird er nicht. Uns es scheint ein Teufelskreis: depressive Verstimmung –> keine Lust auf Sex bzw. keine Erektion –> Angst vor Impotenz.

Kann es sein, dass man innerhalb von einer Woche sowas wie körperliche (() oder psychische ()) Impotenz entwickelt? Über den Gang zum Urologen habe ich natürlich schon nachgedacht, oder übertreibe ich da im Moment? Wie sähe da eine Untersuchung aus, was wird genau Untersucht? Hat jemand Erfahrung?

Danke für die Antwort! *:)

Antworten
rpo>tw{d


Zur Klärung... das ist vielleicht nicht ganz klar. Der Arzt meinte, es wäre zwar noch nicht nötig, Johannniskraut einzunehmen, hat es mir aber als einziges, pflanziliches Mittel empfohlen. Habe heute die erste Tablettte genommen, die Wirkung lässt natürlich Wochen auf sich warten. Viel mehr habe ich Angst davor, dass sie Sache mit der Sexualität auf längere Basis vorbestimmt ist. :°(

BAirnbauXm87


Ich bin keine Psychologin, aber ich glaube, dass du dir erst mal keine übermäßigen Sorgen machen musst. Es ist verständlich, dass der Krankenhausaufenthalt eines Familienmitglieds etwas in der Psyche verändern und einen Menschen durcheinander bringen kann. Ich finde es sehr gut, dass du damit so mutig zum Arzt gegangen bist, auch wenn er dir vielleicht nicht so helfen konnte, wie du es dir gewünscht hast. Vielleicht hilft dir das Johanniskraut ja? Ich fand es recht hilfreich, denn ich hatte das Gefühl, dass ich meine depressiven Gefühle angehe. Vielleicht hast du ja einen Menschen, mit dem du offen darüber reden kannst. Deine Freundin hat ja sicher schon gemerkt, dass etwas mit dir anders ist als vorher. Ich denke, dass es dir gut tun könnte, mit ihr darüber zu sprechen, auch dass du im Moment wenig Lust hast, mit ihr zu schlafen, weil es dir nicht so gut geht. Ich hoffe, ich konnte dir wenigstens ein bisschen helfen. Alles Gute für dich.

Birnbaum87

s3chnnuff0i8x9


Also eins ist doch wohl mal klar: Beides hängt miteinander zusammen! Es ist ein psychologisches Problem. Und ein Urologe kann dir da nicht helfen (da es kein urologisches Problem ist, und "Lust" ist nicht medizinisch). Ich weiß nicht, wie und wo du dich "informiert" hast, aber es kommt nur ein Psychologe in Frage. Den "konkreten Grund" herauszufinden, ist deren klassisches Aufgabengebiet...wenn man den "konkreten Grund" immer vorher wüßte, bräuchte man sie wohl kaum...Er kann und wird es mit dir erarbeiten, was der Grund der depressiven Verstimmung ist oder eine richtige Depression vorliegt (und Unlust ist u.a. ein typisches Merkmal und eine Folge dessen). Dass ein Gang zum Psychologen nichts bringt, wenn man keinen genauen Grund kennt bzw keinen erkennbaren "Anlaß für Traurigkeit" gegeben hat, ist jedenfalls Quatsch. Eine Depression kann z.B. durch einen Stoffwechselfehler ausgelöst werden....

r!otwxd


Danke für eure Antworten bisher!! :)=

Problematisch ist wirklich, dass ich selbst merke, dass ich nicht mehr (ausreichend) Lust habe und wenn doch, dieser Zustand nicht lange hält und ich mir mühe geben muss, mein "bestes Stück" im passenden Zustand zu behalten. Die Angst darum macht das natürlich noch schlimmer. Dieses "mangelnde Sexualempfinden" wird im Übrigen auf einigen Seiten als Symptom der Impotenz aufgelistet... ich kann nur hoffen, dass diese Phase schnellstmöglich ein Ende findet. |-o

B>irnb`aumx87


Ich kann mir vorstellen, dass es dir Angst macht, impotent zu werden. Ich glaube weniger, dass bei dir tatsächlich ein medizinisches Problem vorliegt. Ich finde es nicht besorgniserregend, wenn man mal eine Phase im Leben hat, wo man eben keine Lust auf Sex hat. Der psychologische Druck, den du dir aber vielleicht aufbaust, weil du jetzt denkst, dass könnte für immer so bleiben, ist wahrscheinlich das belastendste. Ich denke, du solltest nicht versuchen, dich zu etwas zu zwingen. Lass dir Zeit, bis du mit deinen depressiven Verstimmungen besser umgehen kannst und du dich wieder etwas besser fühlst. Ich glaube, dass bei dir alles wieder ins Lot kommt. Und dass braucht Geduld und Zeit.

Viele Grüße,

Birnbaum87

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