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Psychotherapieschaden

Luöc9kchenx1 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen

ich bin ich einer Psychotherapie bei einem Analytiker schwer traumatisiert worden. Das ganze ist jetzt schon 3 Jahre her und es verfolgt mich immer noch.

Weis jemand Rat?

Antworten
mrarie_Jchrisxtin


könntest du etwas detaillierter sagen, worum es geht? :-/

LröckcVhenx1


Hi Marie-christin

ich bin sehr blauäugig in die Psychotherapie gegangen. Habe geglaubt, das sich der Psychotherapeut an Absprachen hält, so wie jeder andere Mensch es in seinem Beruf tun würde. Zudem habe ich damals fast nichts über tiefenpsychologische Arbeit gewust. Sonst hätte ich mich dem niemals ausgesetzt.

Ich hatte gehofft durch die Psychotherapie zu lernen was ich tun muss um nicht wieder depressiv zu werden. Hatte zuvor 2 probatorisce Sitzungen bei einem anderen Psychotherapeuten, der mir mitteilte, das die Psychotherapie dazu da wäre, sich kennen zu lernen. Auf meinen psychischen Zustand hätte die Psychotherapie keinen Einfluss. Ich lehnte die Psychotherapie bei diesem Pschotherapeuten dankend ab, denn einen Selbsterfahrungskurs kann ich auch bei der Volkshochschule belegen, an Selbsterfahrung hatte/habe ich kein Interesse.

Von diesem Erlebniss erzählte ich auch dem Analytiker bei dem ich dann die Psychotherapie machte. Er sagte damals das, er das anders sehe. Als Grund für die Psychotherapie gab ich auch hier an, lernen zu wollen nicht wie ich meine Situation selber beeinflussen kann, um nicht mehr depressiv zu werden. Er stimmte dem zu und so wurde er mein Psychotherapeut.

Das erste 3/4 Jahr war auch vollkommen in Ordnung, die Komunikation war wechselseitig und freundlich, er erkläre mir auch einiges. Sagte z.B. das ich mich für meine Mann verantwortlich fühlte und deshalb depressiv geworden war weil es mir nicht gelang die gesundheitliche Situation meines Mannes zu beeinflussen. Ich baute sehr starkes Vertauen zu diesem Therapeuten auf so, das ich mich entschloss mein Kindheitstrauma zu thematisieren und durchzuarbeiten.

Aber ab da änderte sich das Verhalten meines Therapeuten. Er sprach immer weniger, erkärte rein garnichts mehr. Stelle stattdessen dauernd Fragen, die sich nach Diagnostik anhörten. Ich beantworte all seine Fragen und wollte nun meinerseits wissen worauf er hinaus wollte. Was er denn nun festgestellt hatte. Ich bekam keinerlei Antwort. Das machte mich sehr mißtrauisch. Dieses Vorgehen setzte er jede Sitzung fort. Ich beschloss das Thema bis zum Ende durchzuarbeiten und damit die Psychotherapie zu beenden. Ein Arzt oder Psychotherapeut der mir nicht seine Kenntnisse mitteilt, ist mein Arzt oder Therapeut gewesen. Mein Selbstbestimmungsrecht, zu wissen was mit meiner Gesundheit ist, ist mir sehr wichtig.

So teilte ich dem Psychotherapeuten mit die Psychotherapie beenden zu wollen. Mein Psychotherapeut ging nicht darauf ein. In den nächsten Sitzungen fing er an Material für den Verlängerungsantrag zu sammeln, und meinte ich könne die therapie bei ihm auf unbestimmte Zeit fortsetzen wenn es ein beenden nicht geht. Mein gedanke darauf war, lieber heute als morgen die Psychotherapie beenden zu wollen. Das letzte Thema lies sich nicht mehr zu ende bearbeiten und so beschloss ich, das es erledigt ist. Mein Therapeut teilte mir mit, das noch etwas zu bearbeiten wäre und ich deshalb die Antrag unterschreiben sollte. Ich dachte mir, vielleicht erfahre ich ja dann was er diagnostiziert hat und abbrechen kann ich ja immer noch. Ich unterschrieb. An einem Fortsetzen der psychotherapeutischen Arbeit war mir allerdings nicht mehr gelegen.

Es dauerte fast 3 Monate bis ich die Bewilligung für die Psychotherapieverlängerung erhielt. In der ersten Sitzung teilte ich meinem Psychotherapeuten mit, die Psychotherapie wie sie bisher lief, auf keine Fall fortsetzen zu wollen. Das ich mich abhängig von ihm fühle und das mir das überhaupt nicht gefalle. Ich wolle in eine Verhaltenstherapie wechseln um endlich zu lernen wie ich meine Situation beeinflussen kann. Mein Therapeut fragte mich, ob ich schon etwas in die Wege geleitet hätte. Ich teilte ihm warheitsgemäß mit, das ich auf Wartelisten bei sämmtlichen Verhaltenstherapeuten in der reichbaren Umgebung stehe.

Zu dem teilte ich ihm mit ,den Verlängerungsantrag lesen zu wollen, damit ich endlich erfahre welche Diagnose ich habe. Der Therapeut antwortet Dysthymie, aber es höhrte sich nicht so an als, wenn das alles ist. Sein übliche Fragerunde bleib bestehn. Ich war nicht begeistert.

Ich bestand auch in den nächsten Sitzungen darauf den Verlängerungsantrag lesen zu wollen und drohte mit Abbruch. Als er nicht darauf einging, brach ich tatsächlich die Psychotherapie ab.

In den darauffolgen Wochen leidete ich wie ein Kind ohne Mutter, fühlte mich verlassen, lebensunfähig. Es war tatsächlich die Sehnsucht des Kindes nach seiner beschützende Mutter. Ich war schwer abbängig von meinem Analytiker.

Ich hielt es nicht mehr aus, schrieb eine E-Mail an den Therapeuten, ob die Situation zu klären wäre. Er antwortet mit JA.

Vor dem ersten Gespräch nach der Pause war ich sehr nervös. Wie würde er reagieren?

Während der Sitzung wurde mir aufmal sehr kalt, ich war unfähig mich zu bewegen, konnte fast nicht sprechen. Was war das? Ich verstand das nicht. Schrieb 2 Tage später dem Therapeute wie ich mich in der Sitzung gefühlt hatte und frage ,was mir mir los wäre. Als Antwort erhielt ich, "Das ist normal". Das ist alles.

Ich war maßlos enttäuscht von meinem Therapeuten. Somit machte ich mich selber schlau und stellte fest einen Todstellrefelx gehabt zu haben.

In der nächsten Sitzung teile ich meinem Therapeuten meine Feststellung mit und somit war das Thema erledigt. Weiterhin bestand ich darauf den Antrag lesen zu wollen und er willigte ein, er wolle aber noch über das WIE nachdenken.

Die nächste Sitzungen plätscherten so dahin. Ich teilte meinem Therapeuten mit kein Ziel für die Psychotherapie zu haben. Der Therapeut meinte, es sei nicht wichtig ein Ziel in einer Psychotherapie zu haben. Also machte ich jetzt ziellose Psychotherapie ohne Sinn und Zweck. Ich fand das ganze ziehmlich überflüssig.

Mein Therapeut meinte dann ihrgendwann das jetzt der richtige Zeit zum gemeinsamen lesen das Psychotherapieverlängerungsantrages wäre. Und wir lasen ihn gemeinsam.

Ich verstand nicht, warum er mir diesen nicht schon beim ersten mal ausgehängigt hat.

Die nächste Frage meinerseits war, was mache ich mit dieser Psychotherapie, ich kann sie nicht beenden, weil ich abhängig bin, aber es gibt kein Thema mehr, das ich bearbeiten möchte. So erzähle ich was in der Woche passiert ist z.B. das ich mich mit Arbeitsamt und medizinischen Dienst rumschlug für die Finanzierung einer Ausbildung, aber ob ich ihm das erzählte oder nicht war einerlei.

Ich frage ich meinen Psychotherapeuten, was ich denn noch bearbeiten könnte. Er meinte, das meine Ehe ein Thema wäre. Über meine Ehe hatte ich aber bereits ausführlichst gesprochen und es gab auch nichts neues. Wenn schon Psychotherapie, dann sollte es um mich gehen. Da mir diese Psychotherapie aber vollkommen sinnlos erschien, versuchte ich herrauszufinden wie andere Therapeuten einer Psychotherapie einen Sinn gaben. Ich las Rainer Sachse klärungsorientierte Psychotherapie. Dort wurde tatsächlich in der Psychotherapie gearbeitet. Es ging um Themen des Patienten, um alles was den Patienten in seinem bisherigen Leben belastet hatte. Es ging um Veränderungen. Nicht darum Termine abzusitzen und in Abhängigkeit zu verharren.

Und so überlegte ich mir genau so therapeutisch vorzugehen. Wann hatte ich Gefühle die mich belasteten. Was fühlte ich dann genau, ich spürte hinein. Wann hatte ich dieses Gefühl in der Vergangenheit und wann zum ersten Mal in meinem Leben. Und so kamm ich auf ein Verlassenheitsgefühl das mich ich bei meiner Hobbyausübung überkam und belastete. Ich kannte es von Reisen in für mich fremde Gegenden. Ich hatte es das erste mal im Krankenhaus als 1,5 jährige Kleinkind auf der Kinderstation mit Verbrennungen 3. Grades des re. Arms und Oberkörpers durch kochendes Wasser. Dort war ich Monate lang, ohne das mich meine Eltern/Mutter besuchen durfte. Ich war verlassssen, fixiert in einem zu kleinen Bett und verweigerte die Nahrung. Als mich meine Eltern bei der Entlassung aus dem Krankenhaus abholten, habe ich sie nicht mehr erkannt. Das waren nicht meine Eltern, es waren Fremde für mich. Mein Gefühl der Verlassenheit allein in fremder Umgebung trat ab da nicht mehr auf.

Zwischenzeitlich hatte die Finanzierung meiner Ausbildung über die Hausbank geregelt und den Ausbildungsvertrag unterschrieben. Meine Terapeuten hatte darüber informiert. Jetzt stand der Ausbildungsbeginn unmittelbar vor der Tür. Die Reaktion meines Therapeuten darauf war, mir die Ausbildung zu verbieten. Es gab eine harten Streit und ich gab nicht nach.

Ich wollte ein weiteres Thema nach dem Prinzip des Rainer Sachse bearbeiten, hatte mir das Vorgehen grob überlegt. Informierte meinen Psychotherapeuten darüber und er lenhnte ab. es gehn i der Psychotherapie nicht um Symptome sondern um konflikte lies er mich wissen.

Ich versuchte noch 3 Sitzungen lang über das für mich extem wichtige Thema Reaktionen andere Menschen auf mich (mein Verhalten) zu sprech und jedesmal blockte der Therapeut ab.

Jetzt hatte die Psychotherapie für mich jeden Sinn verloren, ich wollte einfach so nicht weiter machen. Ich war schwer verletzt. War abhängig, aber so ging es nicht weiter. Ich brach die Psychotherapie ab und leide bis heute unter dem was geschehe ist.

AIlexminxa


Löckchen, ich danke dir erstmal für den Tip mit Rainer Sachse, kannte ich noch nicht und weiß jetzt, was ich beim nächsten Bibliotheksbesuch hole. ;-) Genau das wäre doch vielleicht eine Idee. Du hast den Eindruck, sein Ansatz könnte hilfreich für dich sein. Kannst du nicht versuchen, jemanden zu finden, der so arbeitet? Du hast doch selbst das Gefühl, daß dir das mehr entsprechen würde. Dort könntest du einmal das tun, was du wirklich vorhattest mit einer Psychotherapie, zum anderen könntest du auch fragen, ob man dort den Schaden der schiefgelaufenen "Therapie" bearbeiten kann.

d4ie_ynase3wePise


Hallo Löckchen,

das hört sich so an, als ob nicht nur du abhängig von ihm gewesen bist, sondern auch umgekehrt. Außerdem warst du für ihn leicht verdientes Geld.

Ich würde mir überlegen, ob du dich bei der Kammer über ihn beschweren kannst. Gründe sind seine Ablehnung, die Therapie zu beenden, ohne dass es ein Therapieziel gab.

Abgesehen davon hatte er dich ja ganz schön im Griff. Wieso hätte er dir verbieten können, deine Ausbildung zu machen? Er kann abraten, aber verbieten ist doch lächerlich. Wieso hast du dir diesen Schuh angezogen? Wieso hast du den Antrag unterschrieben, ohne ihn lesen zu können?

Diese Fragen würde ich mir an deiner Stelle fragen, um persönlich weiterzukommen und die Sache zu verarbeiten. Er hat Schwachpunkte bei dir ausgenutzt und gibt dir damit Gelegenheit, an deinen Schwachpunkten zu arbeiten.

Liebe Grüße

Susanne

LUöckchxen1


Hi Alexina

schau dir mal diesen Link an: [[http://www.ipp-bochum.de/]]

Geh auf Downloads, dort findest Du unter Folien KOP das gesammte Ausbildungsmaterial dieser Methode in ausführlichen Anleitungen. Lies es dir mal in der angegebenen Reihenfolge durch.

Dort könntest du einmal das tun, was du wirklich vorhattest mit einer Psychotherapie, zum anderen könntest du auch fragen, ob man dort den Schaden der schiefgelaufenen "Therapie" bearbeiten kann.

Ich wohne sehr ländlich, die Psychotherapeuten hier haben mittlerweile 2 Jahre Wartezeiten. Ein Auswahlmöglichkeit nach Methode ist nicht gegeben.

Aber du hast recht, diese Methode entspricht mir und ich sollte versuchen die mißlunge Therapie / der Gund warum mich das so verletzt hat nach der Sachse-Methode aufzuarbeiten. Also muss ich versuchen einen tiefenpsychologisch fundierten Therapeuten zu finden der mir erstmal freie Hand läßt therapetisch zu arbeiten.

Eine Tiefenpsychologische/Analytische Psychotherapie will ich jedenfalls nie mehr machen. Ich möchte nie wieder von einem Psychotherapeuten derart in meinen Bedürfnissen ignoriert weerden. Ich möchte nie wieder erleben, das ein Therapeut versucht bei mir Übertragungen auszulösen.

L7öckmchen1


Hi Susanne

das hört sich so an, als ob nicht nur du abhängig von ihm gewesen bist, sondern auch umgekehrt. Außerdem warst du für ihn leicht verdientes Geld.

Ich denke, er wollte auf biegen und brechen mit seiner Methode Erfolg haben.

Ich würde mir überlegen, ob du dich bei der Kammer über ihn beschweren kannst. Gründe sind seine Ablehnung, die Therapie zu beenden, ohne dass es ein Therapieziel gab.

Was soll den dabei rauskommen?

Abgesehen davon hatte er dich ja ganz schön im Griff.

Ja, ich war abhängig. Das ist in einer analytisch orientierten Psychotherapie gewollt/teil der Methode.

Wieso hätte er dir verbieten können, deine Ausbildung zu machen?

Wieso er das versucht hat, hat er mir nicht gesagt. Erfolg hatte er jedefalls nicht damit.

Wieso hast du den Antrag unterschrieben, ohne ihn lesen zu können? Ich habe das Antragsformular unterschrieben. Den Bericht an den Gutachter bekommen Patienten nie zu sehen. In diesem Bericht sind die Psychischen Zusammenhänge und Struktur des Patienten genau beschrieben.

Er hat Schwachpunkte bei dir ausgenutzt und gibt dir damit Gelegenheit, an deinen Schwachpunkten zu arbeiten.

Er hat Schwachpunkte bei mir in der Übertragung offengelegt. Schwachpunkte die bis zu dem Zeitpunkt keinerlei Rolle in meinem Leben gespielt haben.

Ich werde die Gefühle die diese Psychotherapie bei mir hervorrief bearbeiten müssen, denn sonst werde ich bis an mein Lebensende unter dieser Psychotherapie leiden.

Er hat Schwachpunkte bei dir ausgenutzt und gibt dir damit Gelegenheit, an deinen Schwachpunkten zu arbeiten.

Diese Psychotherapie hat mir psychisch schwerst geschadet, ich hätte liebend gerne auf eine Bewustmachung meiner Schwachstellen verzichtet. Es äre besser gewesen, wenn ich diese Psychotherapie nie begonnen hätte.

Liebe Grüße

Lgö{ckichexn1


Das Bewußtmachen des unbewußten Konfliktes geschieht in der Psychoanalyse nach neuerer Auffassung, indem

* eine enge Beziehung zum Therapeuten aufgebaut wird, wodurch es zu

* neuen emotionalen Erfahrungen kommt, die

* Deutung und Einsicht in alte Beziehungsmuster und zwischenmenschlicher Erlebnisse und das

* Wiedererleben früher, kindlicher Beziehungen mit Abhängigkeitscharakter ermöglichen

* begünstigt durch Nicht-Erfüllen von Wünschen, Schweigen, Nicht-Beantworten von Fragen des Patienten durch den Analytiker.

[[http://www.verhaltenswissenschaft.de/Psychotherapie/Psychoanalyse/psychoanalyse.htm]]

KEe'tzerixn


Ich stimme Susanne/die_naseweise zu, ich würde mir das mit dem Zu-der-Kammer-Gehen auch überlegen. Wer weiß wie er sonst noch mit anderen Patienten arbeitet... Und das alles zu der Therapie bei ihm hört sich für mich sehr, sehr komisch an.

A*lYexixna


Hallo Löckchen,

nochmal danke, habe mir alles gespeichert und falle dann mal in Ruhe darüber her. Was ich so an Buchtiteln von ihm gesehen habe, läßt mich grinsen. "Wie ruiniere ich mein Leben – und zwar systematisch", "Wie ruiniere ich meine Beziehung – aber endgültig" – jaaa, das hat was. Genau das mag ich an guten Therapien, das ist kreativ, warmherzig, voller Humor, nicht so ein retraumatisierender Schnulli, der einen nur fertigmacht. Ich bin wie du an dem Punkt, Übertragungsspielchen zu hassen. Mir ist mal sowas ähnliches passiert wie dir, aber lange nicht so drastisch. (Mir hat's trotzdem gereicht.) In einem würde ich dich gern trösten: Es wird besser. Ich war auch erschrocken, wie lange dieser Mist nachwirkt, aber man hat damit nicht lebenslänglich. Es fühlt sich nur jetzt so übermächtig an. Selbst, wenn du keinen geeigneten Therapeuten findest, um alles aufzuarbeiten, wirken Selbstheilungskräfte. Ich saß irgendwann mal da und stellte fest: 'An die Sache mit der Soundso hast du ja ewig nicht mehr gedacht.' Und früher hatte ich so eine Angst gehabt, da nie mehr rauszukommen.

LYöcskcyhen1


Und das alles zu der Therapie bei ihm hört sich für mich sehr, sehr komisch an.

Hi Ketzerin, alles was ich ihm vorwerfen kann ist, das er die Psychotherapie gegen meien Willen durchgeführt hat. Aber genau das kann ich nicht beweisen, denn ich habe die Anträge unterschrieben und bin hingegangen. Ich hätte ja auch weg bleiben können, wird jeder Richter einwenden. Nur war mir das Aufgrund der Abhängigkeit nicht möglich.

Das Vorgehen das er anwante ist ganz normal klassisch, das Vorgehen in einer analytisch orientierten Psychotherapie. Nichts besonderes.

LzöckSchyenx1


Ich saß irgendwann mal da und stellte fest: 'An die Sache mit der Soundso hast du ja ewig nicht mehr gedacht.' Und früher hatte ich so eine Angst gehabt, da nie mehr rauszukommen.

Hi Alexia, wie lange hat das bei dir gedauert, bis die Therapie dich nicht mehr so emotional belastet hat?

AcleHxinxa


So ganz genau kann ich das gar nicht mehr sagen. Zwei bis drei Jahre, so ungefähr. Wobei das auch so eine Phasensache war, mal ging's aufwärts, dann holte mich das wieder ein, wobei mich jedesmal sehr gequält und enttäuscht hat, daß es mich wieder eingeholt hatte, aber dann war es eben weg. Es waren einfach andere Dinge im Leben wichtig. Ich muß heute nur aufpassen, mit gewissen Sachen nicht so dolle in Berührung zu kommen. Ich würde auch nie wieder so eine Therapie machen. Das Perfide ist ja, daß man zwar, wie du erzählt hast, unterschreibt und hingeht usw., und ich bin auch gefragt worden, warum ich nicht früher gegangen bin, aber das ist nicht so einfach. Man hat wirklich nicht all seine erwachsenen Kräfte zur Verfügung. Diese Regression ist ja gewollt, aber dann soll man wieder verantwortlich sein. Da ist eindeutig der Therapeut in der Verantwortung. Du und ich sind schließlich Laien, auch wenn wir ganz viele Materialien und Bücher zum Thema lesen. ;-) Mir haben unter anderem auch Bücher geholfen. Und Schreiben.

Lyöackcxhen1


Ja, liebe Alexina, auch ich erlebe immer wieder diese Einholen der Gefühle aus dieser Psychotherapie für Wochen und dann ist es bestenfalls für Monate wieder weg.

Ich hoffe das ich das ganze bald komplett überwunden habe.

Akle?xi9na


Du machst ja schon was dafür. Hier zu schreiben zum Beispiel. Ich habe mich früher (zwangsweise, eben weil es nicht einfach so aufhörte) total reingekniet in das Thema. Ich weiß heute nicht mehr, wieviele Seiten ich nur dazu vollgeschrieben habe. Ich habe anfangs innerlich noch mit der Frau diskutiert. Dann ging es eher um die Auseinandersetzung mit der Therapieform. Argumente dafür, Argumente dagegen. Mit einer guten Freundin ohne jede Therapieerfahrung (und ohne die vielen gelesenen "Psycho"bücher) habe ich sehr ernsthaft darüber sprechen können. (Nicht mal lange, zwei, drei intensive Gespräche.) Ich wollte dann das, was die Therapeutin da mit Übertragungen mit mir durchspielen wollte, diese in dieser Therapieform wohl erwarteten neuen emotionalen Erfahrungen, lieber mit richtigen Menschen im echten Leben machen. Hat geklappt. :)z Die schlechten Erfahrungen der Therapie und die Auseinandersetzung damit nutzten sich regelrecht ab. Es war einfach genug. Nicht mehr aktuell. Vorbei. Geschichte. Erreichte mich nicht mehr. Ich bin sicher, daß das bei dir auch so sein wird.

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