» »

Zwänge: nachgeben oder ankämpfen?!

iZtsmKe2x3 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Habe folgendes Problem: Manchmal plagen mich verschiedenste Zwänge z.B. wenn ich irgendeinen Gegenstand in der Hand gehabt habe und ihn ablege, dann muss ich ihn passend zur Umgebung ausrichten oder einfach noch öfter angreifen, nachdem ich ihn schon weggelegt habe.

Weiters auch manchmal verschiedenste Bewegungen mit den Fingern oder Zehen ausführen.

Ansonsten diverse Handlungen (sinnloserweise) wiederholt ausführen.

Oder auch bestimmte Zahlen beim Lautstärkeregler beim Radio meiden...solche Sachen halt.

Klingt für aussenstehende vielleicht verrückt und absurd aber mich beschäftigt das halt – zwangsweise.

Jetzt meine Frage: Hat jemand ähnliche Zwänge oder weiss jemand ob man diese zulassen soll oder dagegen ankämpfen soll?

Erwähnt sei noch, dass die Gedanken so sind: "Wenn du das jetzt nicht nochmal machst; – diese oder jene Zahl bei der Lautstärke einstellst; – > dann wird das und das passieren.

Schöne Grüße und mit der Bitte um Antworten,

itsme23

Antworten
ejiau`fst,ricxh


Hallo itsme23!

Bist du in medizinischer/psychiatrischer Behandlung?

Zwangserkrankungen sind in nämlich behandelbar und du bist ihnen nicht auf Gedeih und Verderben ausgesetzt. Hab selber keine Zwänge und kann von daher nicht einschätzen, ob es mehr Sinn macht, sie zuzulassen, oder zu unterdrücken. Hast du schon mal versucht, einen Zwang zu unterdrücken? Ist es dir gelungen?

Ich denke, dass du, sobald der Leidensdruck zu groß und dein Alltag aufgrund der Zwangshandlungen mehr und mehr eingeschränkt wird, auf jeden Fall ärztlichen Rat einholen solltest.

i:tsme82x3


Danke für deine Antwort.

Ich hab das in der Form eigentlich erst seit kurzem, aber ich merke wie es zunehmend mehr wird. Versucht zu unterdrücken hab ichs schon, nur macht sich da ganz schnell eine innere Unruhe breit und ich krieg Angst, dass was schlimmes passieren wird, weil ich dem Zwang nicht nachgekommen bin.

Mit "behandelbar" meinst du Medikamente? Naja eingeschränkt ist mein Alltag noch nicht so sehr, aber es nervt halt schon tierisch, viele Sachen doppelt und mehrfach auszuführen. Dinge immer wieder anzugreifen und und und...

SAignalWfarbe


Ich hatte eine Weile auch zwanghafte Tendenzen, die mich aber nicht in meinem Alltag eingeschränkt haben. Sie kosteten lediglich ein wenig Zeit. Bei mir war es ein Kontrollzwang. Ich bin halt mind. 3x zum Schrank gelaufen um zu kontrollieren ob er abgeschlossen ist. Ich wusste genau dass ich ihn schon beim ersten Mal abgeschlossen hatte, musste aber dorthin um mich zu vergewissern. Kaum war ich aus dem Zimmer, wollte ich eigentlich gerne schon wieder umdrehen um nachzusehen ob alles ok ist.

Bei mir verschwand der Zwang aber wieder. Ich hab eigentlich wenig dagegen getan. Hatte aber noch andere psychische Beschwerden (Depressionen etc...) die behandelt wurden. Ich schätze irgendwie wurde der Zwang wohl mitbehandelt, auch wenn er nie offen zur Sprache kam. Jedenfalls war er irgendwann wieder verschwunden.

Natürlich weiß man nicht wie sich sowas "entwickelt"... Ich denke aber auch: Stört es dich und schränkt dich zu sehr ein, wirst du aktiv nach einer Lösung suchen!

Swheexp


Versucht zu unterdrücken hab ichs schon, nur macht sich da ganz schnell eine innere Unruhe breit und ich krieg Angst, dass was schlimmes passieren wird, weil ich dem Zwang nicht nachgekommen bin.

Die innere Unruhe und die Angst, dass was passieren könnte musst du dann eben versuchen zu ertragen. Ich weiß aus eigeneer Erfahrung, dass das schwer ist, aber nur so bin ich auch meine Zwänge los geworden. Es dauert aber auch sehr lange. Geht natürlich nicht von heute auf morgen. Aber, wenn man ein Ziel vor Augen hat und den nötigen willen dazu, dann funktioniert das auch :)*

Wenn du ein halbes bis ein Jahr deinen Zwängen nicht nachkommst oder nur sehr selten (ausrutscher dürfen schon erlaubt sein) dann denkst du atomatisch auch nicht mehr daran, dass du jetzt dies und jenes tun musst.

eMi&aufVsptricxh


Mit "behandeln" meine ich erster Linie psychotherapeutische Maßnahmen, ich glaube Verhaltenstherapie kann in diesem Fall z.B. ganz hilfreich sein. Ich denke, es gibt vielleicht auch Medikamente, die unterstützend wirken können, aber da solltest du wohl eher mit einer/m PsychiaterIn reden...

Du schreibst, dass dein Leidensdruck noch nicht soo groß ist - ich finde, wenn du Angst- und Unruhegefühle bekommst, wenn du den Zwängen nicht nachgibst, du teilweise recht lang brauchst, um deine Dinge erledigen zu können und wenn du dich sogar schon nach außen (=das Forum hier) wendest, weil du dich damit evtl. etwas überfordert fühlst, dann wird da schon ein gewisser Leidensdruck da sein - aber das ist nur meine Einschätzung, das kannst du sicher besser beurteilen. Ich glaube, es kann dir auf jeden Fall nicht schaden, mal mit jemandem drüber zu reden - vielleicht deiner/m HausärztIn, die/der dich dann bei Bedarf weiterverweist?

K^roko>dilmGauxs


Also ich bin/war selbst seit vielen Jahren betroffen und kann Dich nur zu gut verstehen.

Mein Tipp: Auf jeden Fall dagegen ankämpfen und den Zwang nicht zulassen! Die Unruhue, die sich dann in Dir breit macht, musst Du erst mal aushalten und sie wird mit der Zeit auch wieder abnehmen.

An Deiner Stelle würde ich dennoch bald einen Psychologen aufsuchen. Denn je eher Du das Problem in Angriff nimmst, desto leichter wirst Du es auch wieder los. Unter Umständen genügt eine Kurzzeittherapie über ein paar Monate. Aber je länger Du damit wartest, desto schwerer wirst Du die Zwänge auch wieder los.

Alles Gute und dem Zwang nicht nachgeben! :)* @:)

iits>me2]3


Okay zwischendurch mal ein herzliches Dankeschön für eure Antworten :)*

Also anzukämpfen scheint die einzig wahre Maßnahme gegen die Zwänge zu sein. Ich werd das schön langsam versuchen hinzubekommen. Vielleicht nicht gleich von heute auf morgen aber ich versuch es soweit es geht weniger werden zu lassen. Irgendwie hab ich Angst davor wenn ich sie "zu stark" unterdrücke, dass sie sich einen anderen Weg bahnen und dann in irgendeiner Form von verschiedensten anderenen Zwängen stärker wiederkehren. Vielleicht auch nur eine Einbildung von mir, aber gut. Termin beim Therapeuten hab ich bereits ausgemacht, ist aber noch länger hin bis der Zeit für mich hat. Übrigens schön zu hören, dass viele die Zwänge wieder losgeworden sind, das stimmt mich positiv :-)

l|eo{nie5anVgel


Hab das gleiche problem. momentan versuche ich einfach nicht nachzugeben aber es ist nicht so

eifach. meistens schaffe ich es dann eine weile und dann übernimmt die angst wieder überhand.

ich würd gerne zu einer psychologin gehen aber ich weis nicht wie ich der das sagen soll. die haltet mich doch für nicht ganz dicht. |-o

Srheexp


ich würd gerne zu einer psychologin gehen aber ich weis nicht wie ich der das sagen soll. die haltet mich doch für nicht ganz dicht. |-o

Psychologen sind doch dafür da um so Verrückte wie uns zu behandeln ;-D

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH