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Studium schmeißen wegen Panikattacke/ Angst vor Reaktion

kwleine &PEalmxe210


Smili2: Ja, sicher. Also ich bin 89 geboren und hab von dem alten System damals nicht wirklich viel mitbekommen. ich glaub früher war das auch sozialer im Osten. Die hatten ne gute Planwirtschaft. Wenn die studiert haben, haben sie nur so viele aufgenommen wie auch im Wohnheim Platz war. Heute ist es (laut meiner Erfahrung so) dass die da wo ich mich beworben habe alle aufnehmen, obwohl längst kein Wohnraum mehr frei ist. Früher war das zusammenhängend. Ein Studienplatz hieß automatisch ein sicherer Platz im Wohnheim.

Und wenn die Kinder krank waren konnte man als Frau zu Hause bleiben und dir betreuen ohne dass man Angst hatte, dass der Arbeitsplatz weg ist. Das ist ja heute (im Osten und Westen) gar nicht mehr so. Am besten keine Kinder 24 Stunden arbeiten und keinen Urlaub. Und es gab im Osten Kindergartenplätze, wo man sein Kind den ganzen tag gut betreut wusste und nicht mittags abholen musste, weil die Kigas da zu machen. Es gab sicher auch viele Nachteile aber es war auch nicht alles schlecht und sehr sozial.

Nur nach der Wiedervereinigung hat sich das natürlich stark verändert. Und die Ärzte sind damit auch abgewandert was eine schlechtere Versorgung bedeutet. Wenn es nur 2 Neurologen in einem Ort gibt ist klar das man 4 Monate auf nen Termin wartet oder nur 2 Augenärzte.

@ scullie:

Vom gesundheitssystem ist das schon so. ich wäre für die einigung, dass alle ärzte ein stipendium kriegen sich aber verpflichten mindestens 5 Jahre auch verteilt im osten zu bleiben. Aber Gesundheitswesen ist hier meiner Meinung nach nicht so gut ausgebaut. Ich war mal in Berlin auch zum Arzt., Das ist ein Traum. Maximal ne halbe Stunde Wartezeit und schon war ich dran. Nicht 4 Stunden wie hier.

Svmillix2


Ich kann ja echt kaum glauben, was ich hier lese. Unglaublich! :|N

ssc{ullxie


Aerzte mit Suizidversuchen kenne ich auch.Viele Aerzte hatten auch keine leichte Kindheit.

In der DDR konnten nur politisch erwuensche Leute studieren,dass waren nicht viele.

Die Planwirtschaft fand ich schlecht,die Arbeitsbedingungen waren sehr hart ,die Armut gross,die Bezahlung sehr schlecht,Frauen konnten deshalb oft nicht zuhause bleiben.Im Westen schon eher.

Aber Westberlin war frueher auch reicher (vor 2003) und die Arbeitsbedingungen besser als jetzt

Aber ich kam aus dem Westen,schreibe nur das, was ich hier mitbekomme.

Es gab auch viel positives in der DDR.Einen Arbeitsplatz hatte jeder.Die Leute fuehlten sich allgemein sicherer,wenn sie die DDR mochten.

Viele Leute hier trauern der alten DDR nach..sagten,dass es ihnen damals besser ging.

Nur wenn man ueber die Grenze wollte,es versuchte,wurde man erschossen(wenn man Pech hatte) .Wenn man Glueck hatte wurde man nur gefangen,kam in das Gefaengnis,wurde vom Westen frei gekauft .In Westberlin bekamen wir dies oefter mit.

Viele Leute von hier moegen keine Leute aus dem Westen.Viele laestern ueber die Wessies.Auslaender werden hier auch nicht gemocht.

Es gibt hier herzliche,freundliche ,sehr genuegsame ,fleissige,hilfsbereite Leute.....aber auch Leute,welche recht militaerisch drauf sind..und extrem auf Diziplin,Ordnung,Struktur,Sauberkeit,Essen machen,Kuchen backen, und Fleiss und frueh morgens aufstehen achten.Viele sind hier sehr konservativ,es erinnert mich an die Deutschen in den 50 iger Jahren....bevor es im Westen die 68iger Revoution gab...Damals gab es in Deutschland auch kaum Therapeuten und diese Werte ,die ich aufzaehlte ..waren die Gleichen

In Geschaeften versuchen hier im Osten viele Leute sehr billig und erstaunlich ehrlich ihre Ware zu verkaufen,in Westen wird man in Bezug auf Geld eher "betrogen"....d.h viele Dinge werden teilweise viel zu teuer verkauft,selbst,wenn es Schrott ist.Auch bei Dienstleistungen und Reparaturen,Tierarztrechnungen faellt mir dieser Unterschied auf.

Aber in Berlin gehen wir oft einkaufen,hier gibt es nur eine geringe Auswahl...(ausser bei Lebensmitteln)...wie gesagt...das sind alles meine Erfahrungen mit Ost und West.

cDom[py>frexak


Klar, es war nicht alles schlecht.

Aber um einen von dir so hochgelobten Studienplatz im Osten zu bekommen (und den damit evtl. verbundenen Wohnheimplatz ;-D ) hat es eben nicht gereicht, in der Schule gute Leistungen zu zeigen, wie das heute der Fall ist.

Nö, da musste man einfach nur politisch auf der richtigen Linie sein (und sollte wohl auch noch 'was auf dem Kasten haben). Wenn man aber z.B. die Stasi nicht so toll fand, oder die "Wahlen" kritisierte, konnte es schnell gehen – und dann hatte man eben weder einen Studienplatz noch einen Wohnheimplatz.

Klar, heute ist nicht alles gut und damals war nicht alles schlecht. Aber bitte rück' mal deine Sicht ein wenig zurecht – ich denke, die meisten von uns können froh sein, nicht in einem undemokratischen System – wie die DDR es eben durchweg war – zu leben.

P6rotexst


Die hatten ne gute Planwirtschaft.

Wenn es sö wäre, würde es sie heute noch geben *:)

k{leinxe !Palme2x10


@ Protest:

@compyfreak: Ich weiß nicht wie und wo ihr aufgewachsen seid, aber es ist sicher klar dass wir da sicher verschiedene Ansichtsweisen haben.

Menschen die nicht mit diesen Werten vollziehen das vielleicht auch anders nach.

Fakt bleibt dass ich der gleichen Ansicht bin, dass man ein Land nicht einfach auseinander reißen sollte. Soweit hätte es gar nicht kommen dürfen. Das ist aber eine andere Sache.

Auf meiner Sicht mit der Planwirtschaft beharre ich dennoch.

Die Planwirtschaft mit dem Mauerfall in Zusammenhang zu bringen läuft hier aber etwas in die falsche Richtung.

Es gibt immer positive und negative Seiten. In der BRD war auch nicht alles 1A. Es gibt überall Vor und Nachteile.

Was am Osten eben positiv blieb war: Dass es keine Bettler gab, keine Arbeitslosen und man wusste seine Kinder gut aufgehoben. Niemand musste unter der Brücke schlafen. Die Frau war ziemlich emanzipiert. Konnte arbeiten und hat nebenbei noch den Haushalt geschmissen.

Klar gab es auch negative Aspekte wie eingeschränkte Reisefreiheit, Meinungsfreiheit in bestimmten Bereichen usw.

Es war aber auch nicht alles schlecht.

Zu der Studienplatzwahl: Sicher man musste in der Partei engagiert sein. Nur wenn man einen Studienplatz hatte (den sehr viele bekamen) ergatterte man für läppische 10 Mark einen Platz im Studentenwohnheim. Und musste sich nicht für 400 Euro irgendwo eune Einraumwohnung und ein Zimmer nehmen. Und es gab nur so viele Studienplätze wie Wohnungen im Studentenwohnheim. Ich hatte 2 Städte in denen ich gern studiert hätte und für die ich eine Zusage bekam. Ich fand aber keinen Wohnraum.

Und sein wir heute mal ganz ehrlich: Welche Kinder aus Hartz 4 Familien machen heute noch Abiur? Ist das nicht noch mehr Einschränkung? Bildung wird heute mit dem Stand der Eltern gleichgesetzt. Wir leben in einem Land, in dem Bildung Geld kostet. Leider.

In der DDR hatten Bildungsmäßig alle die gleichen Vorraussetzungen wenn wir das ganze Drumherum mit Marx, Engels und Lenin raus lassen.

Wobei ich am Ende sagen möchte, dass es in meinem Thread um meine Panikattacken geht und nicht um das politische System von BRD und DDR. Ich denke wir sind da leicht ausgeschweift.

Auch wenn ich es interessant finde, wie sich mein thread von meiner Angststörung über diverse Systeme entwickelt hat.

sscudll6ie


Dass die Kinder immer so gut aufgehoben waren in der DDR bezweifel ich schon,wenn es Kindern psychisch schlecht ging... wurde kaum darauf geachtet,die Gehorsamkeit und Diziplin war sehr wichtig.

Kindern, denen es psychisch schlecht ging ....bekamen zum Teil auch im Westen nicht viel Hilfe.

Aber es gab mehr Meinungsfreiheit und Widerspruch war erlaubt.Eltern wurden kritischer betrachtet.

Im Westen gab es mehr Strassenkinder und Drogenabhaengige...in der DDR gab es wie im Westen auch viele Alkies.

Durch die Not hielten viele Ossies mehr zusammen.

Auf jeden Fall ging es den sozial schwachen Menschen in der DDR viel besser,jetzt fallen sie einfach durch das Netz.Diese Menschen trauern der DDR nach.

Die Armut ist hier stark.Viele arbeiten hier fuer 6 Euro die Stunde,sind froh ueberhaupt Arbeit gefunden zu haben.

Aber nun genug zum Thema.

Ich hoffe,dass wir hier auch mal ueber deine Veraenderungen und Verbesserungen deines psychischen Zustandes schreiben koennen und uns nicht mehr wieder im Kreise drehen..

s`cullixe


Psychotherapie gab es in der DDR so viel ich weiss nicht.(Fuer meinen Ost-Mann und seiner Familie war das Thema Psychologie neu.)

...Daher ist das Angebot im Westen

aus meiner Sicht...auch jetzt noch wesentlich besser...

k\leiRne Pahlme21x0


Ich glaube dass es im Osten so war, dass man sowas stark unter den Tisch hat fallen lassen. Wenn nicht musste man sich eben zusammen reißen. Und wer zum nervenarzt ging, hatte grundsätzlich einen an der klatsche.

So sind auch meine Großeltern und zum Teil noch meine Mutter erzogen.

Lassen wir das aber lieber.

Ich wollte nochmal etwas fragen und wissen, wie ihr darüber denkt.

Wenn so eine Situation kommt wie im Hörsaal oder auf der Straße.

Situation wechseln und weg rennen oder aushalten ??? ?

Und wie denkt ihr ist ein guter Therapeut?

Ist einer der mit einem langsam alle Situationen zur Konfrontation aufsucht besser, als einer der nur labert und alles mit einem bespricht?

Pnrotexst


Die Planwirtschaft mit dem Mauerfall in Zusammenhang zu bringen läuft hier aber etwas in die falsche Richtung.

Natürlich, weil ein wirtschaftlich marodes Land natürlich soooo was von super läuft und alle "Hurra"schreien.

In der Planwirtschaft kommt es zwangsweise zu Engpässen, da die Kalkulationen langfristig sind, der Markt sich aber schnell verändern kann und neue Güter auftauchen oder anders nachgefragt werden als kalkuliert.

Bedürfnisse werden nicht gedeckt -> unzufriedenheit

(hier kann man noch einiges weiter einfügen, z.B. die Preissetzung. Stichwort: Brotpreis und Tierfutter, desweiteren die Löhne was gravierend war für die DDR, da die Elite, die sie hatten dadurch unproduktiver waren)

Was am Osten eben positiv blieb war: Dass es keine Bettler gab, keine Arbeitslosen und man wusste seine Kinder gut aufgehoben.

Och, werden nicht von Zeit zu Zeit die Penner aus den Städten getrieben, wenn irgendwelche Volksfeste sind o.ä? gibts doch immer wieder mal Skandale.

Im übrigen ist das auch ein Punkt, warum die Produktivität litt.

Schön wenn es keine Arbeitslosen gibt (wobei....ein bisschen ist gesund) aber es ist nich produktiv, wenn dann jeder für zwei Stunden arbeitet und dann wieder abgelöst wird. Da sind zuviele Unterbrechungen drin usw.usf.

Sicher man musste in der Partei engagiert sein. Nur wenn man einen Studienplatz hatte (den sehr viele bekamen) ergatterte man für läppische 10 Mark einen Platz im Studentenwohnheim. Und musste sich nicht für 400 Euro irgendwo eune Einraumwohnung und ein Zimmer nehmen. Und es gab nur so viele Studienplätze wie Wohnungen im Studentenwohnheim. Ich hatte 2 Städte in denen ich gern studiert hätte und für die ich eine Zusage bekam. Ich fand aber keinen Wohnraum.

Verpflichte dich bei der Bundeswehr, bekommste auch einen Wohnraum gestellt und wirst dafür bezahlt.

das "Ich fand keinen Wohnraum" lasse ich nicht durchgehen....wenn man etwas will, dann wird sich früher oder später etwas finden, auch wenn man sonst temporär mal in den sauren Apfel beißen muss. Es lässt sich immer irgendwas finden.

Und sein wir heute mal ganz ehrlich: Welche Kinder aus Hartz 4 Familien machen heute noch Abiur?

In meinem Jahrgang ganze 4 Leute.....und wenn wir noch die dazu nehmen, die sozialleistungen bekamen, weil die Mutter alleinerziehend ist o.ä. sind wir bei gut und gerne 15 Leuten (bei denen ich es zumindestens weiß)

Das ist schon gut 20% meines Abijahrganges.

Bildung wird heute mit dem Stand der Eltern gleichgesetzt. Wir leben in einem Land, in dem Bildung Geld kostet. Leider.

Weniger als früher.

Heute hat JEDE/R die Möglichkeit Abitur zu machen und zu studieren.

Alleine wie viele Leute heute schon Abitur machen....da müssen wir ja schon eine verdammt reiche Gesellschaft sein. (sind wir ja auch)

Geld ist wenn eine Ausrede, wenn man es nicht macht.

Ich bezahle auch gerne für meine Bildung und bezahle gerne Studiengebühren (und ich muss sie selber bezahlen, meine Eltern über nehmen das nicht)

In der DDR hatten Bildungsmäßig alle die gleichen Vorraussetzungen wenn wir das ganze Drumherum mit Marx, Engels und Lenin raus lassen.

Ich glaube das hast du heut zutage in der BRD mehr als damals.

Entweder du bringst die Leistung oder du bringst sie nicht.

Die Eltern schicken heute ihre Kinder auf die Schulen und nicht die Lehrer.

Ebenso hattest du in der DDR schlechte Karten wenn deine Eltern unangenehm waren, egal ob du gut warst oder nicht.

S7mil7lix2


Würde auch sage, zurück zum Thema. Sorry, ich habe das wohl mit dem Abschweifen ein wenig angezettelt...

SITUATION AUSHALTEN!!!! Unbedingt! Musst du morgen eigentlich wieder zur FH?

Also bei mir war's so, dass nur reden rein gar nichts gebracht hätte. Ist zwar auch ganz nett, hilft mir aber nicht groß weiter. Bei mir war es einfach gut, dass wir zusammen aus dem Haus gegangen sind und uns meiner Ängste gestellt haben. Es ist natürlich schon wichtig, dass man vorher einige Dinge bespricht. Eben – was ist zu tun, wenn die Angst kommt. Ich finde solche Therapeuten gut, die auch etwas auf Zack sind und eben sagen "So, das machen wir jetzt!" Da gibt es dann keine Widerrede. Weil sind wir mal ehrlich: Wenn sie auf uns warten würden, bis WIR das auch wollen, nämlich genau dort hingehen, wo wir Angst haben, dann können sie lange warten. Daher ist einer gut, der einen antreibt. Also nichts mit "langsam", sondern schön mittenrein ;-)

s.cul#lie


es wurde vieles unter den Teppich gekehrt..Nervenarzt war etwas schlimmes..... :)z :)z

zurueck zum Thema ..

Ich glaube bei dir geht es nicht um Konfrontation.

Wenn jemand eine Mutter hat,welche sich penetrant in alles einmischt und weniger auf deine Gefuehle und Selbstaendigkeit und Selbstwertgefuehl geachtet hat....kann dies auch sehr

Angstzustaende durch einen jahrzehntelangen Prozess foerdern.

Ich vermute,wenn du deine Probleme in einer Therapie bearbeiten kannst und du ehrlich bist,dich deiner Mutter gegenueber mal distanzierst ......und zur Wehr setzen kannst....

und du selbstbewusster wirst und mit deinen inneren Gefuehlen und Grenzen besser umgehen kannst...(du besser in dich hineinhorchen kannst)

verschwinden deine Angstzustaende von ganz alleine

s5cull8ije


protest : zu genau diesem Thema gibt es hier einen anderen guten Faden (da wurde heute viel geschrieben)...ich weiss nicht genau wie der Faden heisst...die DDR nach dem Mauerfall oder so aehnlich....schreiben wir lieber dort ueber das Thema weiter.

Somi}llix2


Sorry, noch mal OT, aber dann geht's weiter:

@ Protest

Die Politik hätte das ganz gerne, bzw wird es immer so dargestellt, als könnten tatsächlich alle studieren, die es wollen.

Fakt aber ist, dass es viele nicht tun, weil es zu teuer ist. Bachelorstudiengänge, lächerliche Bafögbeträge und nebenher noch ein Studium finanzieren. Es wird immer gesagt, dass das alles klappt und jeder unterstützt wird. Ich habe aber andere Erfahrungen gemacht und mehrere Studien belegen, dass es eben nicht so ist.

Und nein: Ich zahle die Studiengebühren NICHT gerne! Und ich finanziere mein Leben auch komplett alleine....

Tut mir Leid, zurück zum Thema....

s~culhlie


protest :Jetzt habe ich es ...Der Faden heisst :Das war der Anfang vom Ende der DDR.

...dann konzentrieren wir uns jetzt wieder auf Palmes Thema in ihrem Faden..

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