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Studium schmeißen wegen Panikattacke/ Angst vor Reaktion

S3m~illxi2


scullie, es gibt ja für Panikattacken oftmals etwas, das dahinter steckt. War bei mir genauso. Nur war das Problem, dass ich das, was da dahintersteckt, nicht wirklich beseitigen kann. Deswegen musste ich schauen, dass ich das eben in den Griff bekomme, bis endlich Zeiten kommen, in denen auch die Rahmenbedingungen geändert werden können.

s{cullxie


Ich denke Panikattacken ist.. wie wenn Kinder bettnaessen oder Katzen im Zimmer pinkeln.

Es zeigt ein Symptom,dass fuer etwas anderes steht.

Die Ursachen fuer Angstzustaende bei Menschen zu erkennen ist oft nicht kompliziert... fuer gute Therapeuten.

Viele Therapeuten haben sich auf Angstzustaende spezialisiert.So einen braeuchte kleine Palme..

s`culxlie


Zu diesem Thema gibt es gute Buecher und Informationen im Internet.

Angstzustaende ist weit verbreitet,betrifft viele Menschen.

Skmiil|lix2


scullie, da hast du vollkommen recht!

Meine Therapeutin meinte, dass Angstzustände sehr sehr gut therapiebar sind. Fast alle, die mit Angstzuständen zu ihr kamen, waren diese danach los.

s5c}uvllie


das denke ich auch....schlepp mal kleine Palme mit zu deiner Therapeutin... ;-D

SCmilIli2


Gute Idee!

Leider wäre das wirklich eine lange Anreise....

k=leOinOe Palmxe210


Ich sage an der Stelle auch Stopp!!!!!!!!!

Mein thread geht um meine Panikattacken und nicht um die Planwirtschaft der DDR.

@ Protest:

Auch wenn ich deine Ansichtweisen überhaupt nicht nachempfinden kann. Du hast da nicht gelebt (wenn ich das richtig gelesen habe) und beziehst dich nicht auf eigene Erfahrungen.

Versuch in Jena mal momentan ne Einraumwohnung oder ne WG zu bekommen. Und das ist auch im osten. Wenn du das schaffst, ziehe ich den Hut vor dir, Ich suche seit Juni. Sorry, aber an meinem Gymnasium gab es vielleicht einen Hartz 4 Empfänger in meiner Klasse. Überleg mal wenn du Elternteil wärst und Hartz 4 empfängst. Würdest du dann nicht eher wollen, dass dein Kind nach der 10 Klasse ne Lehrstelle macht, wenn du eh knapp bei Kasse bist, als dass du es noch 2 Jahre durchziehst? Als dass es dir noch 2 Jahre auf der Tasche hängt. Und wie geht es dann weiter? Angenommen ein Kind aus Hartz 4 Empfänger Familien schafft das Abi, Klar, es kann Bafög beantragen. Aber bleiben wir realistisch. Das ist auch so etwas wie ein Kredit, der irgendwann zurück gezahlt werden muss. Umsonst ist nicht mal der Tod. Alle Leute, die ich kenne und deren Eltern gesagt haben " Okay. Ich hab nen Job mit dem ich mich grad si über Wasser halten kann" haben eine Lehrstelle angefangen. Studieren tun wirklich nur die meisten, deren Eltern ein halbwegs beruflich geregeltes Einkommen haben ;-) Geh mal die Familien durch, in denen Kinder studieren, in denen die Eltern Hartz 4 Empfänger sind.

Wo bitte haben denn heute alle die Vorraussetzungen bildungsmäßig'? In der DDR gingen alle bis zur 10. in eine Klasse. Und die sind alle gleich gefördert wurden. Da gabs sogar Lernpatenschaften. Die Leistungsstarken haben den Leistungsschwachen geholfen. Wenn du ne alleinerziehende Mutter hast, die 2 Kinder durchboxen muss und abends spät von >Arbeit kommt, hat die heute keine Zeit mit den Kindern Hausaufgaben zu machen. Und was gibts da noch den Schulhort? Toll. 2 Hortnerinnen auf 60 Kinder. Da werden aber alle individuell gefördert auf jeden Fall. Ich hab schon Praktika in der Grundschule absolviert. Ich kann dir sagen was da abgeht. Es ist kein geld da um fachkräfte einzustellen. Und hinzu kommt vielleicht noch, dass die Mutter nicht die intellektuellen Vorraussetzungen hat. Das Kind kommt nach der 4. Klasse erstmals in die Mittelschule und dann in die Hauptschule. Hat es halt pech, wenn es niemanden hatte, von dem es gefördert wurde und eine Mutter die sozialschwach ist. Das ist dann eben so. Aber alle haben die gleichen Vorraussetzungen zum Lernen. Alles klar.

Die Eltern einer Bekannten kamen damals aus einer Arbeiterfamilie. Sie hat studiert. Das wäre heute so niemals drinne gewesen. Klar, man kann wunderbar zig Kredite aufnehmen. Nur der Weg erstmal dahin zu kommen ist in einer Hartz 4 Empfänger Familie defintiv beschwerlicher, als in einer wo die Eltern Ärzte sind und dem Kind Nachhilfe usw zukommen lassen. Und deshalb haben heute eben nicht alle die gleichen Bildungschancen!!

k;leine7 Paxlme210


Jetzt aber bitte wieder zurpck zu meinem Thema:

@ scullie @similie:

ich glaub zu der Therapeutin müsste ich auch.

Ja aushalten ist glaube ganz gut. Nein, ich muss morgen nicht hin. Bin momentan krank. Husten, Schnupfen, Fieber. Vielleicht hing das auch mit meinem schwindel zusammen.

So eine Therapeutin die mit mir in die Situationen geht ist doch auf alle Fälle besser, als eine die nur drum herum redet?

Hat sie sich mit dir echt an alle Orte begeben?

STmilKlxi2


Nein, nicht an alle Orte. Fliegen war etwas schwierig ;-)

Es geht ja eigentlich auch nur darum, zu lernen, wie ich mit den Situationen umgehen kann.

Manche "Orte" konnten wir auch nicht abhaken, weil die Angstattacken nicht an spezifische Orte gebunden waren, sondern so ganz plötzlich kamen.

Wir haben aber an "bekannten Angstorten" alles geübt. Das war bei mir zB Tiefgarage, Aufzug, Tunnel.

Danach wusste ich (auch an andere Orten) wie ich mich beruhigen kann und was zu tun ist.

s]culxlie


Der erste hilfreiche Schritt in meiner Therapie gegen Angstzustaende war :

Wie geht denn meine Mutter eigentlich tatsaechlich mit mir um....(das sollte mir bewusster gemacht werden)

und wie lerne ich es mich vor ihr besser zu schuetzen,abzugrenzen,zu behaupten und zu distanzieren....auch emotional...unabhaengiger zu werden

und auch keine Schuldgefuehle zu haben und mich nicht mehr von ihr be- und ausnutzen lassen.

Ich sollte es auch aushalten koennen..mit ihr Konfrontationen zu haben..und mich nicht mehr als ihren Butler benutzen zu lassen..

Meiner Mutter sollte ich nix mehr recht machen..sondern in erster Linie auf mich und meine Gefuehle ,Beduerfnisse achten....mich darauf zu konzentieren.

Meine Mutter hatte mir auch viel Muell eingeredet,ich liess mich dann von ihr nicht mehr so beeinflussen,nahm sie nicht mehr so ernst.

Fuer mich war sie psychisch so schwierig,wegen ihrer eigenen schwierigen Mutterbeziehung/Eltenbeziehung.

Viele Verhaltensweisen hatten sich ueber Fanmiliengenerationen immer wiederholt.

Ich sollte lernen mich von ihr nicht mehr unterdruecken und unter Druck setzen zu lassen..das klappte auch,meine Aengste waren weg..

Fuer mich war es wichtig zu lernen mehr auf meine Abwehrhaltungen, und Wuensche zu achten.

Ich sollte einen gesunden Egoismus entwickeln und mit mir selber besser,liebevoller und vorsichtiger umgehen lernen.

Wenn ich innerlich eine Grenze spuere,sollte ich sie sofort beachten,sie ernst nehmen,einen Gang zurueck schalten.. und sie nicht mehr verdraengen und ueberspringen..usw

echte Liebe konnte mir meine Mutter nicht geben...sie klammerte mehr an mir,weil sie mich fuer sich selber und ihre Zwecke brauchte.

Auf meine Gefuehle hatte sie nicht geachtet,z.B.wenn ich als Kind depressiv war,sterben wollte.

Das uebersah sie....sie wollte nicht als Mutter kritisiert werden.

Bei meiner Mutter drehte sich alles um sie selber,sie war sehr egozentrisch.

S>mill'ix2


scullie :°_ da hast du ja auch einiges hinter dich gebracht.

So dramatisch war das alles bei mir nicht. Ich habe mir meine Probleme selber gemacht. %-|

sHcurllixe


Meine Mutter war auch oft sehr verletzend....mein Selbstwertgefuehl war am Boden

Dadurch dass ich mich von ihr raeumlich und emotional distanzierte ,lernte mich zur Wehr zu setzen ,mich vor ihr zu schuetzen....wurde sie erstmal wuetend...der Kontakt brach zu ihr ab..

Sie verstand es nicht,dass ich mir ihre Gemeinheiten nicht mehr bieten liess.

Spaeter wurde sie dann vorsichtiger und respektvoller und freundlicher...

s=cu"llxie


Mein Stiefvater,mit dem sie lange verheiratet war,war aehnlich..leider schaffte es mein kleiner Halbbruder nicht sich zu distanzieren....er brachte sich um..

S}m)illxi2


Äh, wie bitte? Das ist ja furchtbar!!!! :-o

Du meine Güte! Es ist gut, dass du die Notbremse gezogen und dir Hilfe gesucht hast.

Wie können Menschen nur so grausam sein....

s_cu2llie


Danke.....fuer dein mitfuehlendes Herz... @:)

Leider wollte er keine therapeutische Hilfe,es wurde ihm von meinem Stiefvater ausgeredet.

Leider konnte ich ihm nicht helfen,ich hatte mich viele Jahre von der Familie distanziert,meine Mutter trennte sich vom Stiefvater...sie war dann mit mir alleine.

Der kleine Halbbruder war so ein schoener,kluger und sehr lieber Junge,ich mochte ihn....

Von meinem Stiefvater bekam er mehr Liebe bekam als ich.....wie schlecht es ihm innerlich ging und wie unverstanden er sich fuehlte..sah ihm keiner an..

Mein Stiefvater machte ihm mit der Schule zu viel extremen Druck,achtete nicht auf seine Gefuehle..

Ich schreibe dies alles um der kleinen Palme zu verdeutlich wie wichtig die Distanz,Unabhaengigkeit und Abgrenzung zur Mutter,die Staerkung des Selbstwertgefuehls,die Faehigkeit sich zu schuetzen,sich zur Wehr setzen zu koennen und eine gute Therapie ist...

Ich kenne Faelle,welche nicht den Absprung von ihren schwierigen Eltern und eine gute Therapie schafften...

sie kamen dann spaeter immer wieder in die Psychiatrie..mit ihren Angstzustaenden..

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