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wie gehe ich mit der Depression meines Partners um?

lZila_p}inxk hat die Diskussion gestartet


Wahrscheinlich gibt es dieses Thema schon häufig hier drin. Ich bin neu, und brauche ein paar Tipps und Ratschläge.

Mein Partner leidet an einer Depression. Er ist nicht depressiv, er leidet wirklich an einer Depression. Hat bereits Therapien und weiteres hinter sich.

Ich komme mir als seine Freundin mittlerweile hilflos vor. Ich weiss einfach nicht mehr, wie weiter. Was ich tun soll, was nicht?

Ich versuche ihn zu motivieren, sich nochmal einen Therapieplatz zu suchen, denn meiner Meinung nach braucht er dringend Hilfe.

Seine Antriebslosigkeit, seine Null-Bock-auf-Alles-Laune, bringen mich an manchen Tagen fast um den Verstand.

Es gab jetzt schon öfters Momente, da wollte ich ihn nicht mehr in meiner Wohnung haben, weil mir sein Rumhängen so dermassen auf die Nerven ging, dass ich nur noch zickig war.

Ich würde ihm gerne helfen, ihn unterstützen. Denn ich liebe ihn, und will nicht, dass diese Beziehung den Bach ab geht. Aber ich bin mit meinem Latein am Ende und merke, dass es immer mehr Momente gibt, in denen ich einfach keine Lust mehr habe, ihn nur rumhängen zu sehen.

Ich würde gerne was unternehmen. Gerne aktiver sein.

Gibt es hier Frauen oder Männer, die mit ihrem Partner ein ähnliches Problem haben?

Wie geht ihr vor?

Wie kann ich ihm helfen?

Kann ich ihm überhaupt helfen?

Ich bitte um Ratschläge.... Dankeschön!

Antworten
JBu!lVey


Er ist nicht depressiv, er leidet wirklich an einer Depression.

Er leidet also an einer Depression ohne depressiv zu sein? %:| ]:D

lDilao_pinxk


so meinte ich das nicht.

aber es gibt unterschiede ob jemand "nur" depressiv ist, oder ob die depressivität bereits zu einer depression geworden ist.

J<u{lGexy


Ähm nein. Man kann die Depression in verschiedene Schweregrade einteilen, das ja (von leichter depressiver Episode bis schwere depressive Episode) aber "depressiv" ist lediglich das Adjektiv zu "Depression".

lrilaQ_pinxk


nun gut.

darum ging es mir aber nicht.

aber danke trotzdem für die zurechtweisung....

J-ulexy


Sorry, es war nur einfach etwas verwirrend ;-)

Ich kann dich gut verstehen, sowas ist extrem schwer, aber wenn du bei ihm nicht weiterkommst wird ihm wohl nichts anderes übrigbleiben, also nochmal eine Therapie zu machen... Du hast ja schon richtig erkannt, dass er dringend Hilfe braucht. Ist er den ganzen Tag zuhause oder geht er einer Tätigkeit nach?

l8ila\_pixnk


kein thema ;-)

hmm... rein theoretisch ist er an einer vorbereitungsschule um das studium nächstes jahr zu beginnen.

das lässt er aber durch seine antriebslosigkeit alles total schleifen und geht halt einfach nicht hin.

und das ist halt der springende punkt. dieses "ist mir doch alles egal" fängt an, mich total zu nerven. Auch wenn ich das nicht will. Und auch wenn ich weiss, dass die Depression eine Krankheit ist.

Klarkommen tue ich nicht damit.

JKulexy


Besucht er denn regelmäßig die Schule? Hat er die Motivation für das Studium oder ist ihm das auch egal?

Wie schon gesagt, das ist eine schwierige Situation, auch für dich, und auch eine Therapie wird nur dann was bringen, wenn er auch wirklich will und die Einsicht hat...

Hast du ihm denn mal gesagt, dass es dich nervt? Wichtig: direkt deine Gefühle ansprechen, also was sein Verhalten bei dir auslöst, und das aber ohne ihm Vorwürfe zu machen, denn er macht das ja nicht absichtlich um dich zu ärgern oder so, aber das weißt du ja sicher @:)

l-il{a_pixnk


er geht eher unregelmässig hin, als regelmässig.

motivation für das studium.... puh schwierige frage.

er möchte am liebsten alles schon erreicht haben, ohne etwas dafür zu tun.

er sieht sich halt schon als erfolgreich selbständig arbeitender, sieht aber nicht

dass da noch 4 jahre schule/studium von nöten sind. oder besser gesagt, er sieht es. aber wenn er seine antriebslosen tage hat, dann ist ihm ALLES scheissegal auf gut deutsch gesagt.

und ja, ich hab ihm gesagt, dass es mich nervt. ich hab ihm versucht zu erklären, dass nicht ER mich nervt wenn er mehrere Tage bei mir ist, sondern die Tatsache, dass er nur rumhängt und ich gleichzeitig den kompletten Haushalt mache, mein leben leben muss, meien Termine habe.

Das alles wäre kein Thema, wenn ich sehen würde, dass er sich wenigstens bemüht darum, etwas zu verändern.

WEnn ich versuche mit ihm zu reden, dann heisst es, er fühlt von mir keinen Rückhalt, weil ich ihn wegschicke (siehe erklärung oben...), er denkt es wär besser wenn wir uns erst mal nicht mehr sehen, er will mich und meine tochter nicht verletzen und enttäuschen. auf der anderen seite, sagt er mir, er fühle sich bei mir unerwünscht, gleichzeitig will er alles tun, damit es ihm besser geht. wenn ich ihn dann frage, was GENAU er tun will, kommt wieder die antwort, dass er es nicht so wirklich weiss.

sorry, dass das so chaotisch geschrieben ist, aber es wühlt mich total auf... und ich hab echt langsam keinen plan mehr, wie ich damit umgehen soll.

reden kann ich nicht. er sieht immer direkt alles als vorwurf, fühlt sich dann als looser, als versager (obwohl ich das NIE gesagt habe.. ich versuch ihn nur zu mo tivieren....). reden will er nicht. er flüchtet lieber.

pöh.. ich bin am ende....

J+ulexy


Oh je... :°_ Ich habe leider gerade auch nicht den passenden Tip parat.... Was sagt er denn zu dem Vorschlag, nochmal eine Therapie zu machen? Vielleicht genügt ja eine ambulante Therapie, evtl. Medikamentenunterstützt... (nimmt er ADs?) Ein guter Freund von mir war auch schwer depressiv, ist nicht mehr arbeiten gegangen, irgendwann ist er nicht mal mehr zum Arzt um sich Krankmeldungen zu holen, weswegen er gekündigt wurde usw... besser wurde es erst nachdem er eine (stationäre) Therapie gemacht hat und danach wieder eine Aufgabe hatte... Ich hatte auch Depressionen (bzw habe sie teilweise immer noch laut meinen Ärzten, bin aber anderer Meinung ]:D ) aber ich denke ich komme ganz gut klar damit, aus der schlimmsten Phase habe ich mich damals selbst rausgeholt. Ach Mensch, wenn ich euch nur helfen könnte... ":/

l;ila_p?ixnk


AD's nimmt er. ich mag mir nicht ausmalen wie er manchmal drauf wäre, ohne die dinger.

er findet den vorschlag mit der therapie einerseits gut, hat angst davor. was ich auch verstehen kann, irgendwie. es hapert halt auch da wieder an der organisation. er müsste sich halt um eine therapie kümmern, da kommt ihm seine lethargie aber wieder in den weg.

och mensch... das ist doch alles doof... :(

J#ulexy


Darf ich fragen welche ADs er nimmt?

Hmm du könntest ihn doch unterstützen auf der Therapeutensuche... ihm Telefonnummern raussuchen z.B. oder dich nach geeigneten Therapeuten erkundigen... vielleicht könnte ihm das helfen?

JwulNey


Ach ja und bzgl. der ADs ist er doch sicher bei einem Psychiater in Behandlung (oder wo bekommt er die her?), die können doch auch evtl helfen bei der Therapeuten-/Therapieplatzsuche... oder allgemein Tips geben was er am besten tun sollte...

lhilaa_pHink


die rezepte dafür kriegt er bei seinem arzt. soviel ich weiss.

da ist er aber nicht in therapie.

ich hab ihm jetzt witzigerweise einfach mal 10 telefonnummern oder links geschickt.

mit der bitte, da wenigstens mal einen anfang zu machen...

danke danke danke für deine antworten.....!!!

l|ilax_pink


ach ja.. nein. ich weiss leider nicht welche AD's er nimmt. da muss ich mich – wenn wir uns das nächste mal sehen – mal schlau machen...

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