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Depression: Wo ist der Ausgang, wenn man am Ende ist?

G,netcxhen


Liebe Nele,

das was du geschrieben hast trifft zu 100% auf mich zu... ich hatte im Oktober 2007 nach meiner Trennung erste Tendenzen zur Depression, habe sie aber damals mit Cymbalta in den Griff bekommen. Und jetzt seit ca. 5 Wochen ist es wieder da... diese Antriebslosigkeit, das Gefühl völlig nutzlos zu sein, absolute Ermüdung und trotzdem totale Anspannung und das Gefühl nie zur Ruhe zu kommen. Selbstzweifel bis hin zu Selbsthass, weil ich es nicht schaffe, alleine aus dem Loch herauszufinden, obwohl ich doch eigentlich eine starke Person bin und zufrieden sein sollte.

Tausend Fragen die einem im Kopf herumwandern und nicht beantwortet werden. Ich für mich habe im Moment das Gefühl auf der Suche zu sein... ich suche nach mir und nach meiner inneren Zufriedenheit. Ich habe tolle Freunde, eine Familie, die gut auf mich aufpasst, einen festen Job und trotzdem fehlt mir irgendwas.... Ich möchte nicht über alle Maßen glücklich sein, sondern ganz unten anfangen – mit etwas Glück, aber es dorthin zu schaffen erscheint mir gerade absolut unmöglich :°( Ich sehe null Perspektive... nicht mal ich bin mir momentan wichtig. Das einzige, was mir wichtig ist, ist meine Katze und das wars |-o

Und wenn ich dann nochmal nachlese, was ich geschrieben habe, finde ich mich noch mehr armselig und jammernd... und trotzdem finde ich keinen Antrieb, was zu ändern... %-|

nFele:2`stertn


@ gnetchen

Liebe Gnetchen!

"Ich möchte nicht über alle Maßen glücklich sein, sondern ganz unten anfangen – mit etwas Glück, aber es dorthin zu schaffen erscheint mir gerade absolut unmöglich"

Ich denke das wünschen wir uns alle am meisten, aber was sich da total banal für jedermann anhört verschliesst sich uns.

Wir wissen nicht mehr wie das geht, wie kommt man da hin?

Ich würde Dir gerne einen Rat geben, aber wie soll ich?

Das einzige was ich sagen kann aus eigener Erfahrung ist nicht unten anfangen sondern klein, in kleinen Schritten.

Versuchen negatives Vokabular zu meiden zB. habe ich gute und schlechte Tage in Ying und Yang umgetauft.

Ausserdem sage ich mir immer wieder alles besteht aus zwei Seiten Tag&Nacht, Schwarz&Weiß, Sommer&Winter, etc., Glück und Trauer!

Wenn es also keine Trauer gäbe dann gäbe es wohl auch kein Glück, also hoffe ich, dass nach dieser Phase irgendwann zum Ausgleich das Glück wieder kommen muß!

Bis dahin versuche ich mit mir geduldig zu bleiben, was mir sehr schwer fällt und nur im Heute und max. Morgen zu leben.

Und was für mich sehr wichtig ist sind meine Kinder! Wenn es ganz finster ist dann sag ich mir ich darf nicht aufgeben weil sie mich brauchen und man für sie da sein muß und eine Mutter sollte ihre Kinder nie im Stich lassen.

Ich wünsche Dir auch etwas was Dich hält, weil ich weiß wie schwer es ist sich manchmal selbst zu überwinden.

Ich wünscvhe Dir alles Liebe

:)* :)*

ppho!ebe


hallo nele,

zuerst möchte ich sagen..das jedes ad anders wirkt bei versch. menschen.

ich habe jede menge ausprobieren müssen..und habe dann das allerbeste genommen..bzw. zwei verschiedene sorten, die perfekt auf mich abgestimmt sind.

dann muss ich dir auch sagen, dass ich ziemlich viele therapeuten verschlissen habe..bis das ich DEN oder DIE therapeutin gefunden habe.

ich hatte drei kinder, die alles von mir forderten..ich war auch fertig..hatte keinen lebensmut mehr ..war ohne gefühle..und total am ende.

Jemand empfahl mit die [[www.inntalklinik.de]] und ich muss sagen, es war für mich wie eine geburt..ich konnte meine kinder mitnehmen, die dort auch teilweise therapiert wurden..einer ging zur schule und einer wurde therapiert.

die kinder haben ja auch schon viel mitgemacht ..und deshalb war es günstig...gerade für den jüngsten, denn der

hat alles auf seine schultern genommen. ihm wurde dort auch ein großer rucksack abgenommen..und so fühlte ich mich auch muss ich ehrlich sagen..nachdem ich dort fertig war...fühlte ich mich wie neugeboren..

soll aber nicht heißen das ich nie wieder depressionen habe..doch, was ich dort lernte...ich kann jetzt mit einer depression leben..weiß, das sie vorbeigeht..und das alles wieder gut wird.

damals dachte ich ..jeder wäre besser für meine kinder als ich ..was für ein trugschluss..denn niemand ist für die kinder mehr wert als eine richtige mutter.

ich wünsche dir ganz viel kraft für die richtigen wege..ganz viel erfolg..und ganz viel zuversicht! :)* :)* :)- :)-

hör niemals auf zu kämpfen..und suche weiter, wenn etwas nicht richtig für dich erscheint.

:)- :)- :)- :)- :)- :)- :)- :)- :)- :)- :)- :)* :)* :)*

G'rasw[achse_nhör


@ gnetchen

Jammern ist ok und wenn man unter Stichwort "Depression Symptome" googelt findet man schnell sein Spiegelbild - jammern ist eines der Symptome. Akzeptanz hilft. Wenn jemand Migräne hat braucht er sich auch nicht zu rechtfertigen und niemand sagt "reiss dich einfach zusammen". Ich nehm momentan (nebst anderem) auch Cymbalta, sogar das Eineinhalbfache der Tagesdosis. Sonst käme ich gar nicht mehr in die Gänge und schon das Aussuchen der Kleidung morgens wäre ein Problem. Mein Arzt meinte mal die Gefühle lägen im Bauch und ich solle sie zeichnen...Hab ich dann getan: Bauch einfach eine grosse Leere, ein Loch, dafür die Gedanken entweder eine Waschmaschine im Schleudergang bei der das Programm nicht anzuhalten ist oder ein Netz aus klebrigem Kaugummi. Nachdem ich mein Inneres gezeichnet hatte ging es dann etwas besser, seltsam nicht? - - -Vielleicht ist es halt einfach wieder Zeit für eine vorübergehende Krücke (Medikamente)? Dann solltest Du nicht zulange warten, wünsche dir viel Licht im grauen Tag.

G-ra7swacShsenhöxr


@ nele

und nie vergessen: auch wenn Du mal Fehler machst oder nicht soviel Geduld hast oder mal laut wirst mit den Kids - Kinder lieben ihre Mutter immer, das ist ein Naturgesetz. Auch wenn man Fehler macht oder nicht die perfekte Mutter ist wie sie uns das Fernsehen so gern vorgaukelt. Kinder spüren aber auch die Depression der Mutter und machen sich zuviel Sorgen (stirbt Mami, hat sie Krebs?) - also lieber mal erklären und zugeben, dass auch eine Mutterseele mal eine Auszeit braucht. Alles Gute für dich.

ZlwackH44


Nele, es gibt auch Depressionen, für die sich keine Ursache finden läßt. Da bringt einen dann das Grübeln nicht weiter. Mein Psycho-Doc meint, bei mir sei es eine reine Hirnstoffwechselstörung. Sprich: AD nehmen und sich des Lebens freuen. Mir ist es übrigens auch schon passiert, dass ein AD im Laufe der Zeit seine Wirkung verloren hat. Wenn man am Ball bleibt, ist das kein Problem: Man bekommt eben ein anderes. Im Augenblick bin ich mit 60 mg Cymbalta ganz glücklich.

n!elae2stOern


@ all

War heute Morgen beim Arzt.

Er sagte auch das es ein neuer depressiver Schub sei und einen sowas einfach überrollt auch ohne sichtbaren Auslöser und das es Hirnorganisch sei und wiedereinmal das man nichts für die Krankheit kann und die eigene Rationalität da am Ende ist und man numal auf Hilfe angewiesen ist.

Er hat mir ein anderes Medikament verschrieben VALDOXAN 25mg, Kennt das jemand und welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht, besonders inpunkto Nebenwirkungen?

LG Nele

Vielen Dank für Eure Beiträge und lieben Worte das tut wirklich gut :)_

*In der Mitte der Nacht liegt immer der Beginn eines neuen Tages*

n0ele2s'teprn


@ phoebe

Habe mir die Seite von der Klinik angeschaut, spricht mich sehr an das Gesamtkonzept.

Da mein Arzt heute meinte das wir uns die Option stationäre Therapie doch noch mal überlegen sollten, wäre das dann ja vieleicht ein guter Anlaufpunkt.

Vielen Dank für Deine Info :)_

LG

G*neztcKhexn


@ grasenwachsenhör

Ich versuche mich im Moment über Wasser zu halten... mehr oder weniger und nehme Opipram 100mg. Ohne die könnte ich auch überhaupt nichts. Ich ertappe mich manchmal dabei, wie ich einfach nur da sitze und aus dem Fenster starre, versunken in Gedanken. Manchmal ist mir, wie Du schon geschrieben hast, selbst anziehen – überhaupt aufstehen schon zu viel. Am schlimmsten ist es bei mir abends und nachts. Ich kann kaum schlafen und mein Kopf hört einfach nicht auf. Wie gerne hätte ich einen Resetknopf...

Glücklicherweise bin ich seit heute auf einer Warteliste für einen Teilzeitklinikaufenthalt und hoffe, ich bekomme schnell einen Platz. Die Wartezeit liegt allerdings bei min. 8 Wochen... ich weiß garnicht, wie ich das schaffen soll :-( Aber immerhin ist das mal ein Lichtblick, denn ich merke einfach, dass ich ohne professionelle Hilfe überhaupt nicht weiterkomme. Das Loch ist zu groß und zu schwarz. Hinzu kommt noch Liebeskummer und das macht es nicht wirklich einfacher :°(

Ich wünsche Dir, Nele und allen anderen ganz viel Kraft... :)*

GJnetochexn


Oh Nele, da haben sich unsere Beiträge überschnitten :-)

Für mich kommt ein Vollzeitaufenthalt nicht in Frage, weil mir der Gedanke, weit weg von zuhause zu sein so sehr Angst macht, dass mich das wieder unter Druck setzt. Deswegen werde ich diesen Teilzeitaufenthalt machen. D.h. ich bin den ganzen Tag in der Klinik und kann aber abends nach Hause und in meinem Bett schlafen :)z

Der Gedanke, überhaupt sowas in Anspruch zu nehmen, musste ersteinmal reifen, denn ich dachte bisher immer, ich schaffe es alleine. Aber wenn ich in den Spiegel sehe und den Haufen Elend angucke, denke ich, dass es der richtige Weg ist.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Glück! :)_

n elue2s!tern


@ Gnetchen

Ich habe das auch lange von mir geschoben schon alleine wegen meiner Kinder, aber jetzt sehe ich das doch ein wenig differenzierter.

Ich habe auch Angst davor so weit und auch lange von zu Hause weg zu sein ob ich das überhaupt aushalte, aber ich sehe da auch eine Chance gerade auch in Bezug um unklare Beziehungen auf Abstand zu bringen und in einem ganz anderen Umfeld abschalten zu können und andere Wege zu finden.

Ich war noch nie in den Bergen immer nur am Meer.

Also alles neu, rein ins kalte Wasser wenns sein muß.

je mehr ich darüber schreibe umso besser wird der Gedanke, na mal schauen was jetzt mit der neuen Med. passiert.

Dir alles Erdenklich gute und ganz viel Erfolg mit Deiner neuen Therapie, vieleicht sehen wir uns hier bis dahin noch das eine oder andere Mal hier und können uns austauschen.

Drück Dich mal ganz Fest :)_ :)_ :)_ :)* :)* :)* Biba

nyel|e2st erxn


@ Gnetchen

Ich habe das auch lange von mir geschoben schon alleine wegen meiner Kinder, aber jetzt sehe ich das doch ein wenig differenzierter.

Ich habe auch Angst davor so weit und auch lange von zu Hause weg zu sein ob ich das überhaupt aushalte, aber ich sehe da auch eine Chance gerade auch in Bezug um unklare Beziehungen auf Abstand zu bringen und in einem ganz anderen Umfeld abschalten zu können und andere Wege zu finden.

Ich war noch nie in den Bergen immer nur am Meer.

Also alles neu, rein ins kalte Wasser wenns sein muß.

je mehr ich darüber schreibe umso besser wird der Gedanke, na mal schauen was jetzt mit der neuen Med. passiert.

Dir alles Erdenklich gute und ganz viel Erfolg mit Deiner neuen Therapie, vieleicht sehen wir uns hier bis dahin noch das eine oder andere Mal hier und können uns austauschen.

Drück Dich mal ganz Fest :)_ :)_ :)_ :)* :)* :)* Biba

Gune^tchxen


Hast du denn vielleicht die Möglichkeit, deine Kinder mitnehmen zu können? Es gibt doch so Mutter-Kind-Kuren, bei denen die Kinder schulisch betreut werden, während Du die Therapie machst.

Mein Satz

für mich kommt ein Vollzeitaufenthalt nicht in Frage, weil mir der Gedanke, weit weg von zuhause zu sein so sehr Angst macht, dass mich das wieder unter Druck setzt.

war etwas falsch formuliert.

Bei mir ist es so, dass die Klinik nur 15 km von meinem Heimatort entfernt ist und sich daher dieses Teilzeitmodell anbietet. Wenn ich dort stationär wäre und wüsste, ich bräuchte nur den nächsten Bus nehmen und wäre in 1h Stunde zuhause, wäre der Effekt gleich 0 :-( hätte man mir eine Therapie so richtig weit weg angeboten, wäre es vielleicht anders gewesen, würde aber nicht darüber hinweg täuschen, dass ich auch mit 30 noch teilweise unter Heimweh leide, wenn ich niemanden Bekannten an meiner Seite habe. "Weit weg" daher eher im Sinne von emotional weit weg.

Sollte diese Form der Therapie allerdings nicht den Erfolg bringen, habe ich immer noch die Möglichkeit zu sagen, dass ich stationär behandelt werden möchte.

Ich hoffe, das war nicht zu verwirrend :-/

Ich würde mich sehr freuen, auch weiterhin von Dir und deinem "Werdegang" zu hören. Es tut gut, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Alles Liebe für Dich :)_ :)* @:)

n5eqle23stern


Guten Morgen!

Meine erste Nacht mit VALDOXAN war gruselig, bin ständig wach geworden und hatte total verworrene Träume, viel extremer als sonst, fühle mich jetzt total gerädert und wie durch Watte.

Wird das besser?

Wer hat da Erfahrungswerte?

.

@ Gnetchen

Habe die Kinder schon zwei mal mitgenommen und noch mal wird nicht genehmigt, wenn dann ich alleine aber sie wären bei meinen Eltern sehr gut versorgt.

Wünsche Dir einen sorgenfreieren, schönen Tag. @:) biba

ZbwaTckx44


Hallo nele2stern,

meine Valdoxan-Erfahrungen: anfangs Durchfall, recht schnell mit mir zufriedener, aber Alpträume und offenbar Neigung zu starken, schlecht heilenden Ekzemen (Kopf, Hals) - daher nach 2 Wochen wieder abgesetzt und reumütig zu Cymbalta zurückgekehrt (Ich bin bei Hautproblemen sehr empfindlich - werden sie im BPZ aufgeführt, bekomme ich sie meistens auch.

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