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Mein Vater ist pädophil

T_räne;ntaulcherin


Ich glaube hier hast Du Sven mißverstanden (zumindest hab ich es anders aufgenommen)

Stimmt.

Also an Seven: entschuldige, da habe ich dich wohl wirklich falsch verstanden.

Ich bin hier auch erstmal raus, komme aber wieder. Mich kostet das hier wie shojo auch ziemlich viel Kraft.

tZequKilxafloh


@ tränentaucherin

entschuldige, aber ich glaube nicht an den perfekten menschen. sei mir nicht böse, aber du erinnerst mich an meine oma. ;-)

mein opa hatte diese neigung auch. er hat nie ein kind angefasst, nicht seine tochter, nicht die freundinen seiner tochter. meine oma hat im blind vertraut. 35 jahre hatte er "nur" diese neigung. tja, mich muß er wohl am meisten "geliebt" haben. da hat auch nicht die theraphie geholfen.

meine oma hat ihm so vertraut, das sie noch heute an die unschuld meines opas glaubt. sie kannte ihn ja in und auswendig und er hat sich immer unter kontrolle und die richter haben ein fehlurteil gesprochen. mir sagt sie heute noch (mein opa ist tot) er hat dich sehr geliebt!!!

du wächst mit einem völlig verzehrten bild von liebe auf und leidest ein leben lang. das mußt du ja wissen.

das ist der grund, warum ich mit so menschen nicht umgehen kann. und ja, es ist für mich ein grund, eine freundschaft zu kündigen. mein sohn soll sowas nicht erleben.

mein motto: sag niemals nie. auch du kennst keinen menschen in und auswendig. das ist ein trugschluß.

S}hoj.o


Pädophile müssen immer in Distanz bleiben, sich laufend reflektieren und ihre Gefühle überprüfen, das ist umunstritten

Öh - gleich aber Pause. ;-) Also: ich glaube, genau da liegt das Problem. Um als Pädophiler vertrauenswürdig zu sein, muss man sehr viel mehr fertigbringen, als dem durchschnittlichen menschen in seinem Leben abverlangt wird. Man muss auf das Ausleben der eigenen Sexualität in einem unvorstellbar hohen Maß verzichten, man muss sein eigenes verhalten dauernd reflektieren und schonungslos ehrlich sich selbst ausbremsen, man muss bereits kleine Anzeichen von Selbsttäuschung als solche erkennen und rechtzeitig entgegenwirken. Und wenn man diesen fast unmenschlich hohen Anforderungen auch nur einmal nicht genügt, kann Schaden entstehen, und zwar bei jemandem, der noch jung und sehr verletzlich ist. Dass es so schwer ist, einem Pädophilen zu vertrauen, liegt vermutlich genau daran - dass man nicht weiß, ob man in seiner Lage dazu imstande wäre. Oder: Man weiß, man wäre es nicht. Tausend kleine Selbsttäuschungen, die im Normalfall bewirken, dass man sich für klüger hält, als man ist, dass man sich selbst beruhigen kann, dass der Chef und die Kollegen dumm sind und nicht etwa man selbst im Unrecht, dass Freunde nur neidisch sind, aber nicht etwa das eigene Leben gerade schwer in Unordnung ... all diese kleinen Lügen, die man sich selbst so gern erzählt, weil man dann besser schläft, die darf sich ein Pädosexueller nicht erlauben, wenn es um Kinder geht. Das ein Leben lang durchzuhalten, so ein ungeheures Level an Selbstreflexion überhaupt erst zu entwickeln, dazu gehört unendlich viel, und die allermeisten von uns wissen im tiefsten Innern, dass sie selbst diesen Anforderungen nicht gewachsen wären.

tGeIquila fxloh


@ shojo

:)=

du sprichst mir aus der seele.

genau das hat mich dazu bewogen, im sinne meines sohnes, diese freundschaft zu kündigen.

Tvrän6entaducherxin


Das ein Leben lang durchzuhalten, so ein ungeheures Level an Selbstreflexion überhaupt erst zu entwickeln, dazu gehört unendlich viel, und die allermeisten von uns wissen im tiefsten Innern, dass sie selbst diesen Anforderungen nicht gewachsen wären.

Den, den man liebt, tut man nicht weh. Dieses Ideal leben die meisten nicht. Warum? Weil ihnen das nötige Einfühlungsvermögen fehlt und auch das Begreifen der Konsequenz.

Jemand, der pädophil ist und auf seine Sexualität verzichtet, weiss das umso mehr.

Ganz davon abgesehen: kommt endlich mal von diesem "Sextrip" runter. Es geht doch auch um etwas ganz Anderes.

Ewig wird Pädophilie nur mit Sex assoziert. Keiner würde das bei einem Hetero machen.

...

Ihr denkt zuviel in Schubladen.

Es gibt Pädophile, bei denen das Emotionale absolut im Vordergrund steht- das wiederrum scheint für viele nicht Pädophilen nicht verständlich zu sein. :|N

Ich bin jetzt weg.

TdräneSntauchQer~in


@ tequilafloh

du weisst nicht, ob dein opa pädophil war.

NICHT JEDER PÄDOPHILE MISSBRAUCHT KINDER

NICHT JEDER MISSBRAUCHSTÄTER IST PÄDOPHIL

Wahrscheinlich warst du eher eine "Objektbefriedigung", was gerade bei Inzest (den ich auch erlebte) oft der Fall ist.

Du weisst nicht, ob er pädophil war/ist!

tXequiklaflxoh


@ tränentaucherin

doch, das weiß ich, glaub mir.

er war 35 jahre so ein pädophiler, wie dein marco.

oder paßt das jetzt nicht in dein bild ???

TwräneWnt;aucnherxin


@ tequilafloh

Ich würde dich bitten nicht dermassen abwertend und respektlos zu werden, sonst ist diese Diskussion für mich schnell beendet.

Ich denke eher, dass es nicht in DEIN Bild passt, was ich verstehen kann. Menschen wie du und auch ich brauchen oft Subblimierungen, nur, dass man deswegen nicht die Tatsachen verdrehen darf.

Du weisst nicht, ob er pädophil war. Und bestimmt war/ist er nicht wie Marco, denn wäre er so, hätte er dich bestimmt nicht missbraucht.

Von weiteren Beleidigungen und Vergleichen mit einem Missbrauchstäter bitte ich dich Abstand zu nehmen, das ist unverschämt.

JWestHem


Man muss auf das Ausleben der eigenen Sexualität in einem unvorstellbar hohen Maß verzichten

Tja, ob das auch so UNVORSTELBAR hoher Maß ist?! Viele (nicht Pädophile) machen das mehr oder weniger auch freiwillig.

t.e}quila?floxh


@ tränentaucherin

wenn du es als beleidigung aufgefasst hast, tut es mir sehr leid und war nicht meine absicht. ich wollte damit nur sagen, das auch mein opa ständig an sich gearbeitet hat.

ich hingegen finde es eine frechheit, mir zu unterstellen, das ich nicht weiß, ob mein opa pädophil war.

ICH kenne die gerichtsakten und seine theraphieberichte und habe es selber erlebt. mein opa hatte seid seiner jugend diese neigung und hat, mit hilfe von ärzten versucht, diese in den griff zu bekommen. er hat es geschafft, seine neigung jahrelang zu unterdrücken und ist schwach geworden. dies hatte nichts mit inzest zutuen.

und genau das ist der punkt. man kann keinen menschen so gut kennen, selbst wenn man sie noch so gut meint zu kennen.

a)nthxom


:°( :°_ %-|

H<amilxa


@ Tränentaucherin Ich habe den Eindruck,

dass du fast zu sehr für die Sache im Sinne von Marco kämpfst und deswegen einen Teil der Möglichkeiten der Realität nicht sehen willst.

Es kann schlicht und ergreifend passieren, dass sich jemand plötzlich doch nicht unter Kontrolle hat. Das kann auch Homosexuellen passieren. Sogar Heten. Und eben auch Pädosexuellen.

Welchen Stellenwert Sex für nen Pädophilen hat, ist für mich schnurz. Es geht schlicht und ergreifend darum, worauf sich seine Sexualität richtet. Die Stärke und Frequenz ist dabei nicht so wichtig. Das wirklich problematische ist die Art. Und darum gehts ja auch in diesem Thread. Nicht um das Interesse Bücher zu lesen und Schuhe zu tragen. Sondern das sexuelle Verlangen nach Kindern. Es geht hier nun mal um den sexuellen Aspekt. Nicht darum, dass Leute Kindern Sympathie entgegen bringen.

Gedankensprung:

Was ich interessant finde und was hier in der Diskussion ausgeblendet wird: Wir kennen sicher alle irgendwie nen Pädophilen. Der Arbeitskollege, der Nachbar, Apotheker, beste Freund, der Turnlehrer. Wissen wirs denn? Der Anteil, der sich überhaupt anvertraut ist sicher sehr gering. Und mit nem Anstecker "Ich bin pädo, aber unterdrücks" rennt jaauch keiner rum.

H_amixla


Ein einziger Fehltritt (bzw wiederholte) wie von Tequilafloh genannt reicht ja, damit es für einen anderen Menschen fatal wird.

L(ichtKIris2talxlxX


@ Tränentaucherin

Auch ich habe mich hier in diesem Faden sehr aktiv beteiligt. Ich war glaube ich in eine der Rollen,der hetzerischen Mutter,die keine Grauzonen zulässt (so ähnlich hatte es Shojo glaube ich formuliert) und ich habe jetzt nochmal seit meinem letzten Beitrag nachgelesen.

Erstmal finde ich es sehr mutig,wie Du hier schreibst. Über Deine Erfahrungen,über Marco etc.

Die Seite von Marco habe ich nach eigener Suche im Internet auch schon gefunden und sie hier am Anfang des Fadens auch verlinkt. Leider war daraufhin keine grosse Resonanz zu verzeichnen.

Auch ich muss vielleicht etwas mehr Grauzone zulassen,als dass ich das anfangs getan habe und ich finde es bemerkenswert,wie Marco mit seiner Neigung umgeht.

Allerdings fragtest Du auch,ob ich mein Kind meinem Besten Freund anvertrauen würde,auch wenn er mir irgendwann eröffnet,dass er pädophil ist...

..meine Antwort wäre ganz klar "Nein!" .

Ich denke,es gibt hier keine Einigung zwischen Kopf und Herz. Es gibt sie einfach nicht.

Denn das :

Ein einziger Fehltritt (bzw wiederholte) wie von Tequilafloh genannt reicht ja, damit es für einen anderen Menschen fatal wird.

sagt schon alles aus.

Mal eine Frage : Würdest Du,Tränentaucherin,Deine Hand für Marco ins Feuer legen,dass er nie,nie,niemals einen Fehltritt begeht?

S]hojxo


Tja, ob das auch so UNVORSTELBAR hoher Maß ist?! Viele (nicht Pädophile) machen das mehr oder weniger auch freiwillig.

Gut, das ist wahr, da bin ich selbst in die Projektionsfalle gerannt. ;-) Allerdings geht es ja nicht nur um Sex, sondern überhaupt um die Empfindung einer ganz bestimmten Nähe, die man sich versagen muss. Und ich muss gestehen, dass es für mich persönlich ausgesprochen schwierig wäre.

Ihr denkt zuviel in Schubladen

Tequilafloh hat die Erfahrung gemacht, dass jemand ein Kind missbraucht hat, obwohl die eigene Lebensgefährtin ihm hundertprozentig vertraut hat und er sich bewusst war, dass es nicht in Ordnung ist, einem Kind auf eine bestimmte Art zu nah zu kommen. Da sehe ich in dem Moment bei ihr kein Schubladendenken, wenn sie sagt: Sicher sein kann man sich halt nie. Ich selbst habe auch schon Dinge getan, auf die ich überhaupt nicht stolz bin - und deren Konsequenzen ich für den Moment so vollkommen verdrängt habe, dass ich es im Nachhinein selbst nicht fassen konnte. Ich glaube, dass Du Marco sehr vertraust, und ich glaube nach dem, was Du gelesen hast, auch, dass er es verdient hat. Trotzdem muss und darf jeder für sich abwägen, ob er einem pädophilen Freund traut oder ob es für ihn das Ende der Freundschaft bedeutet, so schmerzhaft, scheußlich und im Endeffekt sogar kontraproduktiv das sein mag.

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