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Wie jemanden dazu bringen prof. Hilfe aufzusuchen?

Jyuagn76 hat die Diskussion gestartet


Wie bringe ich einen anderen Menschen dazu, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen?

Konkret geht’s um meine Mutter. Sie hat die Scheidung von meinem Vater vor 30 Jahren immernoch nicht überwunden. Sie ist seit Jahren totunglücklich, träumt von einem reichen Mann, der einfach nicht kommen will und von einem Leben in Luxus. Jetzt ist sie 67 und realisiert langsam, dass ihre Wünsche nicht mehr in Erfüllung gehen werden. Das und die Tatsache, dass sie niemand mehr hat, stürzt sie in tiefe Depressionen. Aus ihrer Sicht sind immer alle anderen Schuld an ihrem Unglück….vorallem natürlich mein Vater. Aber auch alle ihre Verwandten, ehem. Freunde und sogar mein Bruder und ich....Sie hat Streit mit allen, wegen Nichtigkeiten, jedoch verbietet es ihr Stolz sich zu versöhnen. Sie weigert sich strikt mit Männern Kontakt aufzunehmen und liebt es geradezu über ihre Einsamkeit zu jammern. Sie hat versucht sich an ihre Kinder zu klammern und merkt erst jetzt, da auch mein Bruder ausgezogen ist, dass sie nun niemand mehr hat. Dies führt dazu, dass sie uns ständig anruft und uns über ihr Unglück stets von neuem in Kenntnis setzt. Sie appelliert immerwieder an unsere Mitleid, doch sind die Probleme immer die Gleichen und ich kann sie nicht mehr hören. Rat nimmt sie von mir nicht an, da sie der Überzeugung ist, das ich die Dinge nicht richtig sehe. Leider ist es jedoch so, dass sie in einer völligen Fantasiewelt lebt, in der sich Hund und Katze gute Nacht sagen. Wenn sie kritisiert wird, fällt sie sofort in die Opferrolle. Sie wird häufig jähzornig und kann sich ab kleinen Sachen tagelang ärgern. Sie macht häufig aus Mücken Elefanten und versteht gewisse Äusserungen von Menschen völlig falsch und auf sich bezogen, obwohl sie nicht so gemeint waren. Sie legt enorm viel Wert auf all diese äusseren Nichtigkeiten, welche zur Kategorie Schönheitswahl gezählt werden und das mit 67! Alles Dinge, die ich nicht verstehen kann und mich ärgern. Am liebsten hätte ich eigentlich gar keinen Kontakt mehr mit ihr, aber trotzdem….sie ist meine Mutter…im Moment scheint sie gerade mit ihrem Leben abzuschliessen und schickt mir und meinem Bruder so kleine Fotoheftchen, mit Fotos aus besseren Tagen. Dazu traurige Texte wie….unsere letztes gemeinsames Bild vor der Scheidung….etc. Ich kann es manchmal nicht mehr ertragen sie so zu sehen und denke mir, jemand muss ihre helfen…helfen endlich die Augen zu öffnen, zu vergeben und zu vergessen. Jemand der ihr sagt, wie man das Leben nach den Kindern lebt und das Hunde und Katzen sich eigentlich hassen….aber wie bringe ich sie dazu, jemanden aufzusuchen? Beim Thema Therapie fühlt sie sich sofort wieder in der Opferrolle und meint, man wolle ihr etwas böses. Für sie ist das gleichbedeutend, wie zuzugeben, dass sie nicht ganz richtig im Kopf ist, doch da ja alle anderen Schuld sind an ihrer Misere, kann es ja nicht sein, dass sie das nötig hat. Für sie bedeutet dieser Schritt eine völlig Niederlage und ist ihr wohl peinlich…was kann man tun?

Antworten
Ktetzferqixn


Du kannst sie nirgendwo hinzwingen. Du könntest ihr einen Selbsthilferatgeber z.B. zum Thema "Depressionen" schenken, aber auch hier ist die Frage, ob sie die Ratschläge dort annimmt.

Für dich kannst du nur weiter auf Abstand gehen, wenn es dich sehr belastet.

Wenn sie alles immer nur ablehnt, muß sie mit den Konsequenzen rechnen.

K{lecixo


Juan76

Jetzt ist sie 67 und realisiert langsam, dass ihre Wünsche nicht mehr in Erfüllung gehen werden. Das und die Tatsache, dass sie niemand mehr hat, stürzt sie in tiefe Depressionen. Aus ihrer Sicht sind immer alle anderen Schuld an ihrem Unglück….vorallem natürlich mein Vater.

Uj, da wäre ich aber sehr vorsichtig. ":/

Rat nimmt sie von mir nicht an, da sie der Überzeugung ist, das ich die Dinge nicht richtig sehe. Leider ist es jedoch so, dass sie in einer völligen Fantasiewelt lebt, in der sich Hund und Katze gute Nacht sagen.

Sind denn Deine Ratschläge für sie brauchbar oder sind es solche, wie Du es machen würdest bzw. wie Du es am vernünftigsten siehst?

Wenn sie kritisiert wird, fällt sie sofort in die Opferrolle. Sie wird häufig jähzornig und kann sich ab kleinen Sachen tagelang ärgern. Sie macht häufig aus Mücken Elefanten und versteht gewisse Äusserungen von Menschen völlig falsch und auf sich bezogen, obwohl sie nicht so gemeint waren. Sie legt enorm viel Wert auf all diese äusseren Nichtigkeiten, welche zur Kategorie Schönheitswahl gezählt werden und das mit 67!

Du kennst sie sehr gut, also weißt Du ja auch, wie sie auf welchen Vorschlag reagieren würde, oder?

Alles Dinge, die ich nicht verstehen kann und mich ärgern. Am liebsten hätte ich eigentlich gar keinen Kontakt mehr mit ihr, aber trotzdem….sie ist meine Mutter…

Das könntest Du doch ändern, oder? Ich bin auch sicher, dass Du nicht alles nicht verstehen kannst und das, was Dir noch an Verständnis fehlt, kannst Du ja erfragen.

Ich kann es manchmal nicht mehr ertragen sie so zu sehen und denke mir, jemand muss ihre helfen…helfen endlich die Augen zu öffnen, zu vergeben und zu vergessen. Jemand der ihr sagt, wie man das Leben nach den Kindern lebt und das Hunde und Katzen sich eigentlich hassen….aber wie bringe ich sie dazu, jemanden aufzusuchen?

Hier noch einmal ujj! Bist Du Dir wirklich sicher, dass sie dieses Augenöffnen auch verkraften würde? Besteht absolut kein Zweifel, dass sie diese Deine Wahrheit ertragen würde und für sich einen besseren Inhalte als das Jammern und Träumen finden würde? Ich kenne diese Wünsche, die Du hast, nur zu gut und kann sie sehr gut nachvollziehen. Mein Vater war auch ein Mann, der in sehr vielen Träumen gelebt hat, sein halbes Leben versoffen hat und natürlich an vielem, wenn nicht an allem alle, nur nicht sich verantwortlich machte, aber ich war sicher, dass er diese Flucht als Selbsthilfe benötigt hat, denn alles andere hätte er niemals ertragen. Er hat sein Leben ja so schon kaum ertragen und hat so sehr darunter gelitten,wo er doch die Verantwortung allen anderen gegeben hat. Ab einem gewissen Alter sehe ich soweiso keinen Sinn mehr "Augen zu öffnen". Diese Menschen sind so, wie sie sind. Es war bei meinem Vater auf keinen Fall zu erwarten, dass er diese Dinge auch nur annähernd aufarbeitend angehen würde, erkennend, etc. Es hätte ihn nur zerstört.

Man kann andere nicht nur in jungen Jahren nicht ändern.

Beim Thema Therapie fühlt sie sich sofort wieder in der Opferrolle und meint, man wolle ihr etwas böses. Für sie ist das gleichbedeutend, wie zuzugeben, dass sie nicht ganz richtig im Kopf ist, doch da ja alle anderen Schuld sind an ihrer Misere, kann es ja nicht sein, dass sie das nötig hat. Für sie bedeutet dieser Schritt eine völlig Niederlage und ist ihr wohl peinlich…was kann man tun?

Eben, sie will Deine Art von Hilfe gar nicht. Glaubst Du denn, dass sie ihr gut tun würde (natürlich unter Berücksichtigung ihrer Einstellungen und Denkzusammenhänge und nicht Deiner)?

kZat>harinva82


Hallo,

zunächst mal: ich bin nicht so ganz Kleos Meinung.

Ab einem gewissen Alter sehe ich soweiso keinen Sinn mehr "Augen zu öffnen". Diese Menschen sind so, wie sie sind.

Das sehe ich nicht so. Die Frau ist 67, sie hat noch geschätzte 10-20 Jahre vor sich. Wäre doch schön, wenn sie da mal aus ihrem bisherigem Verhaltensmuster, mit dem sie Juan und andere belastet und selbst unglücklich ist, herauskommt. Allerdings denke ich auch, dass es schwierig ist.

Ratgeber zu "Depression" weiß ich nicht. Den würde ich mir zumindest vorher mal genau anschauen, ob sie sich von dem vielleicht angesprochen fühlen wird. Ich weiß nicht, ob sie depressiv ist, in dem Fall aber neurotisch, d.h. in negativen Verhaltensmustern gefangen. An sich finde ich die Idee, ihr in Ratgeberbuch zu geben, aber gut, es muss nur inhaltlich möglichst gut passen. Es könnte auch eines über Scheidung und Trennung sein, ich weiß nicht genau, was da das richtige wäre.

Sind denn Deine Ratschläge für sie brauchbar oder sind es solche, wie Du es machen würdest bzw. wie Du es am vernünftigsten siehst?

Das könntest Du doch ändern, oder? Ich bin auch sicher, dass Du nicht alles nicht verstehen kannst und das, was Dir noch an Verständnis fehlt, kannst Du ja erfragen.

Klingt beides für mich ein bisschen wie: Streng du dich NOCH mehr an, sie wird sich ja eh nicht mehr ändern. Ganz ehrlich, ich denke nicht, dass das Problem darin liegt, dass Juan seine Mutter nicht genug versteht oder "falsche" Ratschläge gibt.

Juan, du sagst ja, du würdest am liebsten den Kontakt abbrechen. Ich kann das ganz ehrlich verstehen. Ich glaube auch,indem sie sich so auf ihre Kinder stützt, nehmen die ihr einen Teil der "Last" ab und sie muss ich weiterhin nicht ändern. Vielleicht kannst du ja wirklich auf Abstand gehen, auf sich wiederholende Jammereinen würde ich nicht mehr eingehen, sonst bleibt sie weiterhin in ihrem Trott. Vielleicht kannst du ihr auch klar machen, dass du gerne Kontakt zu ihr hättest, wenn sie sich professionell helfen lässt, dass es aber so viel zu belastend für dich ist. Sie kann ja vielleicht auch erstmal ein Beratungsangebot aufsuchen, das ist niedrigschwelliger und wird von ihr vielleicht nicht sofort mit "Verrücktsein" assoziiert. Vielleicht suchst du für sie etwas passendes heraus, du kannst sie ja auch dahinbringen, aber so ist es doch nicht mehr auszuhalten!

Evtl kannst du dich ja auch nochmal mit deinem Bruder beraten.

LG, katharina

J7u:an@7l6


Für dich kannst du nur weiter auf Abstand gehen, wenn es dich sehr belastet.

Wenn sie alles immer nur ablehnt, muß sie mit den Konsequenzen rechnen.

Es belastet mich sehr....schon seit Jahren. Ich habe sie nie anders gekannt, sie war nie glücklich und hat immer gewartet bis ihr Glück an die Tür klopft. Ich würde gerne noch mehr auf Abstand gehen, nur kann ich den Gedanken nicht ertragen, dass sie immer allein ist, niemanden hat zum reden und so ihrem Lebensabend entgegen geht. Ich möchte, dass sie glücklich ist und mich nicht dazu braucht. Ich für mich habe längst erkannt, dass sie nunmal eine Person ist, mit der ich mich nicht verstehe...man kann sich die Verwandten nicht aussuchen und kann nicht immer mit allen gleich gut auskommen, auch wenn es die eigenen Eltern sind. Für sie sind ihre Kinder aber alles im Leben. Darauf hat sie sich immer verlassen und brauchte keinen anderen Leute, ohne zu bedenken, dass wir dann mal ein eigenes Leben haben werden. Klar ist sie selbstschuld und trotzdem...ich kann sie nicht einfach so lassen...

Sind denn Deine Ratschläge für sie brauchbar oder sind es solche, wie Du es machen würdest bzw. wie Du es am vernünftigsten siehst?

Ich versuche ihr Ratschläge ensprechend ihrer Sicht zu geben. Ist schon klar, dass ich ihr nicht rate in eine Disco zu gehen, um einen Mann kennenzulernen. Ich hab mir ihr einige Sachen unternommen, wie z. B. Kino. Sie wurde dort auch von einem Mann angesprochen, sie wollte aber nicht mit ihm reden. Sie meint dann immer, dass sie Angst hat nochmal verletzt zu werden, wie damals von meinem Vater (das ist 30 Jahre her!). Trotzdem jammert sie im nächsten Atemzug wieder über ihre Einsamkeit und wie schön es doch wäre einen reichen Mann zu haben. Eine Situation die für mich zu Haareraufen ist und es mir beinahe verunmöglicht mit ihr Zeit zu verbringen. Sie möchte am liebsten, dass ich und mein Bruder wieder klein sind und wieder mit ihr zusammenleben. Wenn ich ihr den kleinen Finger reiche, zieht sie gleich am ganzen Arm, versucht mir ein schlechtes Gewissen einzureden, dass ich dann habe, obwohl ich weis, dass ich am ganzen nicht Schuld bin. Ich habe meinen eigenen Probleme und kann und will mich nicht ständig um sie kümmern.

Hier noch einmal ujj! Bist Du Dir wirklich sicher, dass sie dieses Augenöffnen auch verkraften würde?

Ich denke schon...dies würde sie womöglich dazu bewegen, wieder auf die Leute zu zugehen. Dann hätte sie zumindest wiedermal Freunde und würde es sich vielleicht zweimal überlegen, wieder mit jemandem Streit anzufangen, da sie dann weis, dass sie diejenige ist, die ihn verursacht.

Eben, sie will Deine Art von Hilfe gar nicht. Glaubst Du denn, dass sie ihr gut tun würde.

Ich bin kein Psychologe, aber wenn ich schon seit 30 Jahren höre, was ihr zum glücklich sein fehlt und sie jetzt merken würde, dass man auch anders glücklich sein kann, würde dies ihr vielleicht neue Möglichkeiten eröffnen, an die sie bislang aus lauter Fantasiewelt noch nie gedacht hat.

Wenn ich ihr etwas sage, dann glaubt sie mir nicht, da unser Verhältnis seit ich 15 war, massiv gestört ist. Wir hatten damals über etwa 3 Jahre täglich heftigen Streit, der damit endete, dass ich auszog. Der Streit war eine Folge ihrer extremen Naivität und gestörten Weltanschauung. Doch sie hat das nie begriffen und denkt immernoch, dass das meine Schuld war. Sie schleppte mich damals sogar zum Familienpsychologen, der am Ende mir Recht gab....sie meinte anschl. nur, dass die beiden Psychologen schlecht gearbeitet haben, da aus ihrer Sicht es einfach klar war, dass ich der Böse bin, punkt! Meinem Bruder glaubt sie eher, jedoch will mein Bruder nicht mit ihr darüber reden obwohl er mir Recht gibt. Er wohnte nach mir noch 10 Jahre bei ihr (er ist 3 Jahre älter!), hat sich von ihr manipulieren lassen bis er begriff, dass sie ihm sein Leben zerstört mit der Klammerei. Er will jetzt nur noch sein Leben leben und hat seine Schuldigkeit ihr gegenüber vorläufig mehr als beglichen (wohnte 32 Jahre mit ihr). Ich habe ihr vor dem Auszug gesagt, dass sie etwas tun muss, sonst wird sie vereinsamen...ich ärgere mich darüber, dass es jetzt tatsächlich soweit gekommen ist und sie nicht auf mich hören wollte, doch von Einsicht, keine Spur...

Ach ja...bevor ich noch weiter rede...vielen Dank für die Antworten...ich muss wohl irgendwie lernen, das irgendwie so zu akzeptieren und keine Gedanken mehr daran zu verschwenden und vorallem kein schlechtes Gewissen zu haben.

k0atsharin%a82


und vorallem kein schlechtes Gewissen zu haben.

:)^ :)= Ja, das brauchst du wirklich nicht! Ich würde das sogar als emotionalen Missbruach bezeichnen, was sie betreibt! Sie ist in erster Linie für sich selbst verantwortlich!

K}etzMerixn


Sie muß sich auch eigene Kontakte, außerhalb euch Kindern aufbauen.

Es ist auch sehr verständlich, daß dein Bruder sehr auf Abstand geht.

Vielleicht hört sie ja eventuell auf ihren Hausarzt, wenn der ihr "Feedback" geben würde?

K]etzeVrin


Zum Thema "Selbsthilferatgeber":

In dem Thread "Buchempfehlungen" oben findest du viele Bücher zum Thema Depressionen etc., eines ist z.B.

- Gudrun Görlitz, "Selbsthilfe bei Depressionen", Klett-Cotta Verlag, 1. Auflage Januar 2010.

J8ua,n76


Zum Thema "Selbsthilferatgeber":

In dem Thread "Buchempfehlungen" oben findest du viele Bücher zum Thema Depressionen etc., eines ist z.B.

- Gudrun Görlitz, "Selbsthilfe bei Depressionen", Klett-Cotta Verlag, 1. Auflage Januar 2010.

Ich werde ihr ein solches Buch kaufen. Ich kann mir zwar vorstellen, dass sie es beleidigt in die Ecke wirft, jedoch gräbt sie es dann vielleicht mal aus, wenn die Depressionen überhand gewinnen. Ein Versuch ist es wert. Vielen Dank. :-)

KMet#zerixn


Bitte.

Ja genau, du kannst dir selbst dann sagen, du hast es versucht.

K6leixo


Juan76

Es belastet mich sehr....schon seit Jahren. Ich habe sie nie anders gekannt, sie war nie glücklich und hat immer gewartet bis ihr Glück an die Tür klopft. Ich würde gerne noch mehr auf Abstand gehen, nur kann ich den Gedanken nicht ertragen, dass sie immer allein ist, niemanden hat zum reden und so ihrem Lebensabend entgegen geht. Ich möchte, dass sie glücklich ist und mich nicht dazu braucht.

Es ist völlig nachvollziehbar, dass Du das Deiner Mutter wünschst, aber mehr kannst Du nicht tun. Du bist nicht für ihr Wohlbefinden verantwortlich. Du bist für Dein Wohlbefinden verantwortlich und es macht keinen großen Sinn diesen vom Befinden Deiner Mutter abhängig zu machen (auch sonst von niemandem). Insofern kannst Du nur darauf achten, dass Du Grenzen setzt. Je persönlicher Du es nimmst, umso schwerer wirde es Dir fallen sie zu akzeptieren. Wo steht denn geschrieben, dass Menschen glücklich sein müssen? Manche sind nun einmal unglücklich.

Ich für mich habe längst erkannt, dass sie nunmal eine Person ist, mit der ich mich nicht verstehe...

Wie kommst das? Ich hatte das aber schon gefragt.

man kann sich die Verwandten nicht aussuchen und kann nicht immer mit allen gleich gut auskommen, auch wenn es die eigenen Eltern sind. Für sie sind ihre Kinder aber alles im Leben. Darauf hat sie sich immer verlassen und brauchte keinen anderen Leute, ohne zu bedenken, dass wir dann mal ein eigenes Leben haben werden. Klar ist sie selbstschuld und trotzdem...ich kann sie nicht einfach so lassen...

Wenn Du das nicht willst, kannst Du Dich nur fragen, was Du machen kannst, damit die Beziehung möglich ist, ohne dass sie Dich zerstört?

Ich versuche ihr Ratschläge ensprechend ihrer Sicht zu geben. Ist schon klar, dass ich ihr nicht rate in eine Disco zu gehen, um einen Mann kennenzulernen. Ich hab mir ihr einige Sachen unternommen, wie z. B. Kino.

Aber das: "Ich werde ihr ein solches Buch kaufen. Ich kann mir zwar vorstellen, dass sie es beleidigt in die Ecke wirft, jedoch gräbt sie es dann vielleicht mal aus, wenn die Depressionen überhand gewinnen. Ein Versuch ist es wert. Vielen Dank. :-)" ist doch schon auch von vorne herein klar, dass es überhaupt nicht nach ihrer Denkweise ist. Ich sehe da jetzt nicht unbedingt das Einfühlsvermögen, das ihrer Denkweise entsrpicht.

Sie möchte am liebsten, dass ich und mein Bruder wieder klein sind und wieder mit ihr zusammenleben. Wenn ich ihr den kleinen Finger reiche, zieht sie gleich am ganzen Arm, versucht mir ein schlechtes Gewissen einzureden, dass ich dann habe, obwohl ich weis, dass ich am ganzen nicht Schuld bin. Ich habe meinen eigenen Probleme und kann und will mich nicht ständig um sie kümmern.

Das ist doch auch völlig in Ordnung. Es heißt aber nicht unbedingt, dass sie sich ändern will. Du hättest es gerne, aber das müsste von ihr kommen. Das einzige, woran Du etwas ändern kannst, ist Deine eigene Situation. Du kannst sie anfangen anzunehmen, wie sie ist, Dich selbsst abgrenzen und eine entsprechende Beziehung pflegen, so dass sie Dir nicht schadet.

Wenn ich ihr etwas sage, dann glaubt sie mir nicht, da unser Verhältnis seit ich 15 war, massiv gestört ist. Wir hatten damals über etwa 3 Jahre täglich heftigen Streit, der damit endete, dass ich auszog. Der Streit war eine Folge ihrer extremen Naivität und gestörten Weltanschauung. Doch sie hat das nie begriffen und denkt immernoch, dass das meine Schuld war. Sie schleppte mich damals sogar zum Familienpsychologen, der am Ende mir Recht gab....sie meinte anschl. nur, dass die beiden Psychologen schlecht gearbeitet haben, da aus ihrer Sicht es einfach klar war, dass ich der Böse bin, punkt! Meinem Bruder glaubt sie eher, jedoch will mein Bruder nicht mit ihr darüber reden obwohl er mir Recht gibt. Er wohnte nach mir noch 10 Jahre bei ihr (er ist 3 Jahre älter!), hat sich von ihr manipulieren lassen bis er begriff, dass sie ihm sein Leben zerstört mit der Klammerei. Er will jetzt nur noch sein Leben leben und hat seine Schuldigkeit ihr gegenüber vorläufig mehr als beglichen (wohnte 32 Jahre mit ihr). Ich habe ihr vor dem Auszug gesagt, dass sie etwas tun muss, sonst wird sie vereinsamen...ich ärgere mich darüber, dass es jetzt tatsächlich soweit gekommen ist und sie nicht auf mich hören wollte, doch von Einsicht, keine Spur...

Ich weiß nicht, wo Du da Sinn dahinter siehst, sie beeinflussen zu können, aber wenn es Dir damit besser geht, kannst Du ihr ja die Hand reichen. Nur sollte Dir bewusst sein, dass es genauso legitim ist, wenn sie dies nicht als Hilfe empfindet und ablehnt.

Wie helfe ich richtig?

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/134511/]]

ich muss wohl irgendwie lernen, das irgendwie so zu akzeptieren und keine Gedanken mehr daran zu verschwenden und vorallem kein schlechtes Gewissen zu haben.

:)z :)^

sXcul_leixe


Wenn sie keine Therapie will,kannst du nix machen.

aber du koenntest dich mehr vor ihr schuetzen,mehr Abstand und Distanz zu ihr halten,dich um dein Leben kuemmern.

Ein schlechtes Gewissen brauchst du nicht zu haben

JLuanx76


Es ist völlig nachvollziehbar, dass Du das Deiner Mutter wünschst, aber mehr kannst Du nicht tun. Du bist nicht für ihr Wohlbefinden verantwortlich. Du bist für Dein Wohlbefinden verantwortlich und es macht keinen großen Sinn diesen vom Befinden Deiner Mutter abhängig zu machen (auch sonst von niemandem). Insofern kannst Du nur darauf achten, dass Du Grenzen setzt. Je persönlicher Du es nimmst, umso schwerer wirde es Dir fallen sie zu akzeptieren. Wo steht denn geschrieben, dass Menschen glücklich sein müssen? Manche sind nun einmal unglücklich.

Ich fürchte mich vor dem Tag an dem sie stirbt....ich habe Angst, dass ihr unglückliches Leben mich verfolgt und ich mir sagen muss, dass ich mich zuwenig um sie gekümmert habe, obwohl sie eigentlich selber Schuld war. Ich kann bereits heute manchmal nicht einschlafen, weil ich mir vorstelle, wie es für sie sein muss, tagein tagaus allein sein zu müssen. Diese Gedanken machen micht fertig und versuche mir dann immer selbst zu begründen, wieso es nunmal so ist und wieso ich nichts tun kann.

Wie kommst das? Ich hatte das aber schon gefragt.

Ich kann nicht mir ihr reden und verstehe sie nicht. Was sie sagt und wie sie sich verhält, ergibt für mich keinen Sinn. Ihr ist wichtig, was andere Leute sagen...alles richtet sich immer nach den "Anderen"...das ist etwas, dass ich nicht nachvollziehen kann und meide in der Regel solche Leute.

Das Schlimmst aber, und was sie für mich zu einer Fremden gemacht hat war, dass sie Mittel gegen mich eingesetzt hat, die sie zuvor gegen meinen Vater bei der Scheidung einsetzte. Z. B. ging sie zum Arzt, zeigte ihm blaue Flecken und behauptete sie wären von mir...damals war ich etwa 17 und rebellierte gegen ihre Fantasiewelt, in die sie mich reinzwingen wollte. Ich hörte nicht mehr darauf, was sie mir befahl, da ich keinen vernünftigen Sinn darin erkennen konnte. Sie griff zu jedem Mittel, um mich zu kontrollieren begleitet von unsäglichem Jähzorn. Schmiss persönliche Dinge von mir Weg, wenn ich nicht zuhause war, schrie mich dauernd an. Rief die Polizei, wenn ich zurückschrie und behauptete, dass ich gewaltätig sei. Dabei habe ich sie nie angefasst, obwohl sie die einzige Person ist, die mich zum schäumen bringen konnte....sie musste aber irgendwie gegen mich gewinnen...um jeden Preis! Dadurch habe ich sie sehr gut kennengelernt und dabei gemerkt, dass ich mit dieser Person nichts anfangen kann. Da sie sich bis heute nicht geändert hat, musste ich mir eingestehen, dass meine Mutter und ich uns nie verstehen werden.

Ich sehe da jetzt nicht unbedingt das Einfühlsvermögen, das ihrer Denkweise entsrpicht.

Ich kann mich in ihre Denkensweise nicht einfühlen....ich verstehe sie nicht. Ich kenne sonst niemanden, der so ist und daher glaube ich, das müsste jemand tun, der sich damit auskennt. Daher glaube ich, bräuchte sie professionnelle Hilfe. Womöglich hast du aber recht und sie will gar keine Hilfe und bleibt lieber in diesem hoffnungslosen, bemitleidenswerten Zustand. Womöglich ist das Einzige, was ihr helfen könnte, wenn man die Zeit zurückdrehen würde.

Das ist doch auch völlig in Ordnung. Es heißt aber nicht unbedingt, dass sie sich ändern will. Du hättest es gerne, aber das müsste von ihr kommen. Das einzige, woran Du etwas ändern kannst, ist Deine eigene Situation. Du kannst sie anfangen anzunehmen, wie sie ist, Dich selbsst abgrenzen und eine entsprechende Beziehung pflegen, so dass sie Dir nicht schadet.

Das stimmt, aber das Problem ist nunmal schon alt. Ich habe geglaubt, dass sie dann irgendwann etwas finden wird, dass sie wieder glücklich machen wird, jedoch ist in 16 Jahren nichts geschehen. Solange mein Bruder noch zuhause wohnte, machte ich mir keine Gedanken, aber jetzt wo er auch weg ist, nimmt das ganze dramatische Zustände an und die schlimmsten Befürchtungen werden wahr. Aufgrund ihrer Fantasiewelt, denke ich, dass sie nicht sieht, dass sie Hilfe braucht und es vielleicht wollte, wenn sie realistisch denken würde.

Ich bin eigentlich etwas überrascht, dass ihr mir rated, noch mehr auf Abstand zu gehen und dass ich mich nicht um sie zu kümmern brauche. Von überall hört man immer, wie heilig eine Mutter ist und wie verwerflich es ist, wenn die Kinder sich nicht um sie kümmern. Ich muss gestehen, das erleichtert mein Gewissen ungemein.

K#lei:o


Juan76

Ich fürchte mich vor dem Tag an dem sie stirbt....ich habe Angst, dass ihr unglückliches Leben mich verfolgt und ich mir sagen muss, dass ich mich zuwenig um sie gekümmert habe, obwohl sie eigentlich selber Schuld war.

Da hat sie aber verdammt gute Arbeit geleistet und Dir gut einreden können, woran Du in ihrem Leben nicht schuld bist. Das ist etwas, woran Du etwas ändern kannst. Für Dich und Dein Wohlbefinden. Abstand alleine ist zwar schon ein Schritt, aber es geht grundsätzlich darum, dass Du Dir bewusst wirst, dass Du grundsätzlich nicht für sie verantwortlich bist. Dann kannst Du nämlich auch ganz anders mit ihr umgehen. Das ging mir auch so. Es ist ein ganz anderer Umgang mit den Eltern, wenn man glaubt, man wäre für ihr unglückliches Dasein Schuld oder wenn man ihnen begegnen kann, indem man ihr Dasein nicht mit dem eigenen verknüpft, weil es einfach nicht so ist. Sie haben sich die Kinder angeschafft - wir haben nicht darum gebeten. Umgekehrt ist es schon etwas anders.

Ich kann bereits heute manchmal nicht einschlafen, weil ich mir vorstelle, wie es für sie sein muss, tagein tagaus allein sein zu müssen. Diese Gedanken machen micht fertig und versuche mir dann immer selbst zu begründen, wieso es nunmal so ist und wieso ich nichts tun kann.

Zuerst hat sie Dich mit diesen Aussagenfertig gemacht und nun machst Du weiter. Vielleicht hörst Du langsam damit auf?

Ich kann nicht mir ihr reden und verstehe sie nicht. Was sie sagt und wie sie sich verhält, ergibt für mich keinen Sinn. Ihr ist wichtig, was andere Leute sagen...alles richtet sich immer nach den "Anderen"...das ist etwas, dass ich nicht nachvollziehen kann und meide in der Regel solche Leute.

Das ist ein Problem zwischen Euch. Ich glaube gar nicht, dass Du Dich nicht in sie eindenken oder einfühlen könntest, aber ich denke, da kannst Du zumindest im Moment nicht rüber (völlig nachvollziehbar und auch legitim), da schon im Vorfeld viel zu viel zwischen Euch passiert ist. Ohne Verständnis aber, macht es die gegenwärtige Beziehung auch sehr schwer.

Dadurch habe ich sie sehr gut kennengelernt und dabei gemerkt, dass ich mit dieser Person nichts anfangen kann. Da sie sich bis heute nicht geändert hat, musste ich mir eingestehen, dass meine Mutter und ich uns nie verstehen werden.

Ja, denn, das was sie Dir als noch Kind und auch später angetan hat, das steht zwischen Euch und das sind Dinge, die heftig und verletzend sind, wenn sie von einem Elternteil begangen werden. Du hälst immer noch an Deiner Verantwortung als Sohn fest, aber dass Deine Mutter ihre Verantwortung nicht nach gekommmen ist, sie Dich zutiefst verletzthat, dass kann so nicht aus dem Weg geräumt werden. Über diesen Berg musst Du jedes Mal, bevor Du ihr im Heute begegnest und heute ist sie ja auch nicht viel anders, somit bist Du in einer sehr schwierigen Situation.

Ich kann mich in ihre Denkensweise nicht einfühlen....ich verstehe sie nicht. Ich kenne sonst niemanden, der so ist und daher glaube ich, das müsste jemand tun, der sich damit auskennt. Daher glaube ich, bräuchte sie professionnelle Hilfe. Womöglich hast du aber recht und sie will gar keine Hilfe und bleibt lieber in diesem hoffnungslosen, bemitleidenswerten Zustand. Womöglich ist das Einzige, was ihr helfen könnte, wenn man die Zeit zurückdrehen würde.

Das macht es auch schwierig, denn auch wenn die ganze Welt so denkt, wie Du und sie anders, bedeutet es noch nicht unbedingt, dass sie "falschs" denkt. Es verhindert aber ein vorurteilsfreies auf einander Zugehen und damit ist ein Miteinander nicht möglich. Das aber hat ja auch sie Dir vorgelebt, denn sie akzeptiert Dich ja auch nicht, wie Du bist. So entsteht dann die Situation, in der ihr seid. Eine Lösung wäre aber nur möglich, wenn sie auch mitmacht, wenn sie auch etwas ändern wollen würde und da will sie nicht. Somit kannst Du nur etwas an Deinem Verhalten ändern, vor allem an Deinen Schuldgefühlen, nämlich sie abzubauen.

Das stimmt, aber das Problem ist nunmal schon alt. Ich habe geglaubt, dass sie dann irgendwann etwas finden wird, dass sie wieder glücklich machen wird, jedoch ist in 16 Jahren nichts geschehen. Solange mein Bruder noch zuhause wohnte, machte ich mir keine Gedanken, aber jetzt wo er auch weg ist, nimmt das ganze dramatische Zustände an und die schlimmsten Befürchtungen werden wahr. Aufgrund ihrer Fantasiewelt, denke ich, dass sie nicht sieht, dass sie Hilfe braucht und es vielleicht wollte, wenn sie realistisch denken würde.

Ich weiß nicht woher diese Erwartungshaltung kommt, diese Hoffnung, die eigentlich nicht da sein dürfte. Wenn ein Mensch 30, 40 und mehr Jahre immer dasselbe tut, dann gibt es absolut keine haltbaren Hinweise, dass er es jemals anders tun würde. Kinder solcher Eltern schaffen es aber immer wieder darauf zu hoffen, dass eines Tages doch die Wunscheltern aus ihnen werden. Ich weiß es, weil ich auch so war und auch immer noch bin. Ich kann mir immer wieder sagen, es ist absoluter Blödsinn, das zu erwarten, aber irgendwie ist diese Hoffnungsflamme am schwersten zu löschen. Es scheint Dir genauso zu gehen. Es wird Dir besser gehen, wenn Du sie akzeptierst, wie sie ist, und dazu gehört, dass Du akzeptierst, was sie Dir angetan hat und sie darin absolut nicht den geringsten Willen zeigt, sich zumindest zu entschuldigen. Aber Du müsstest Dich mit ihr (geitig) "versöhnen", damit Du Dein Seelenheil bekommst und nicht mehr an etwas festhälst, was nicht festzuhalten ist.

Ich bin eigentlich etwas überrascht, dass ihr mir rated, noch mehr auf Abstand zu gehen und dass ich mich nicht um sie zu kümmern brauche. Von überall hört man immer, wie heilig eine Mutter ist und wie verwerflich es ist, wenn die Kinder sich nicht um sie kümmern. Ich muss gestehen, das erleichtert mein Gewissen ungemein.

Das Kümmern kann nur das Ergebnis ihrer Erziehung sein - das ist leider für sie so und für Dich ist es absolut legitim den Umgang mit ihr in Grenzen zu halten. Wenn sie denn nicht hören will, dann muss sie auch die Konsequenzen tragen.

s$culWlxie


:)z :)^

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