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Burn Out...wie hilft man am Besten ??? :°(

HUerzsTchme?rz81 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich (29) habe / hatte einen Partner (29), bei dem ich vermute, dass er kurz vor dem Burn Out ist. Wir haben uns kennengelernt- da schien alles ok zu sein. Sonne, beide Urlaub gehabt, die Laune war gut. Alles hat gepasst bei uns. Doch nach und nach veränderte er sich. Er wurde immer lustloser, war nur noch am Schlafen. Gemeinsame Aktivitäten wurden meistens kurzfristig abgesagt. Er meinte, ich lebe in einer anderen Welt. Ich wär zufrieden, erfolgreich, würde gut verdienen- er wäre in "einem Loch". Zudem stünde er kurz vor der "30" und würde sich für vieles schämen, was er gemacht hat (Schulden) und was er nicht geschafft hat.

Dann mischte sich auch noch die Exfreundin ein und wollte ihn wiederhaben und dann ging es bei ihm los mit der Schwierigkeit, Entscheidungen zu treffen. Seine Schwankungen waren kaum auszuhalten, denn ich hing dauernd in der Luft. Er wusste, mit ihr wird das nicht mehr klappen. Er sagte auch, er würde mich wollen- und dennoch konnte er die Entscheidung nicht konsequent durchziehen. Einmal sagte er zwar, er hätte sich für mich entschieden und er wolle von mir lernen wie man mit Geld umgeht. Er wolle dafür sorgen, dass er sich besser fühlt und an seinem Selbstbewusstsein feilen.

Das ging ein paar Tage gut und dann meldete er sich kaum noch. Ans Telefon ging er auch nicht. Als ich schrieb, dass ich merke, dass etwas nicht stimmt, da kam als Antwort : er wüsste nicht, was mit ihm los ist. Er wäre nur noch müde, möchte nur noch allein sein- so würde es ihm am besten gehen. Er will mir nicht mehr wehtun. Er fühlt sich selbst als Last...

Er verschanzt sich völlig. Ich liebe diesen Mann- aber ich geh auch an ihn kaputt. Helfen lassen will er sich nicht oder ist noch nicht bereit dazu. Immer und immer wieder habe ich es versucht – ich bin ratlos, machtlos, traurig.

Zum Schluss hatte er den Kontakt zu seiner besten Freundin abgebrochen. War nur noch am Trinken. Sie und ich- wir kamen beide nicht mehr an ihn heran.

Das Ende vom Lied ist, dass ich den Kontakt abbrach. Ich musste mich hier auch schützen – allerdings hätte ich so gerne geholfen. Muss er erst richtig tief fallen, damit er was merkt ?

Kann er sich nur selber helfen – muss ich also hoffen, dass er es irgendwann erkennt, was mit ihm los ist ?

Ich denke, er hat Burn Out. Ich weiß nicht, wie ich helfen soll, ohne selber daran zugrunde zu gehen.

Vielleicht braucht er auch den konsequenten Kontaktabbruch, um endlich zu sehen, dass hier einiges schiefläuft ?

Ich will loslassen. Ich kann ja nicht mein Leben versperren in der Hoffnung, dass er sich irgendwann fängt. Aber ich hab auch Angst um ihn- und fühle mich machtlos, was das Helfen betrifft.

Kennt sich hier jemand aus ?

Danke

Antworten
Rpebeloution


Das Problem ist wohl, dass er sich nicht helfen lassen will und das Problem auch so groß ist, dass jemand Professionelles ran sollte. Ich möchte nicht sagen, dass du nichts machen und nur zusehen kannst (das ist meistens das schwerste), aber damit sich für ihn tatsächlich was ändert, muss er Hilfe zulassen.

Was du machen könntest, wäre, ihm immer wieder mitzuteilen, vielleicht durch nen Brief oder durch SMS, dass du der Meinung bist, dass er Hilfe braucht und du ihm deine Hilfe anbietest. Vielleicht kannst du ihm ja auch mal ne kleine Aufheiterung schicken (Schokolade hilft immer ;-) ).

Alles Gute!

H5erz\schmoerz8x1


@ Rebelution

Ich habe ihm gesagt, dass ich ihm Hilfe anbiete... Er sagt dann meist, dass er sich helfen lassen will, aber es kommt nie dazu, weil er sich vorher wieder verschanzt und mir nicht die Möglichkeit gibt, zu zeigen, wie es evtl besser werden kann.

Zum Beispiel fühlt er sich in seiner Wohnung unwohl. Ich wollte mit ihm im Baumarkt nach Farben schauen – aber er ließ mich sitzen.

Ich weiß auch nicht, wie ich mit der Situation noch umgehen soll. Er hat mir sehr wehgetan mit seinen Schwankungen. Ich wollte mich jetzt selbst schützen und brach den Kontakt ab. Wenn ich mich jetzt wieder melde – dann bin ich inkonsequent (...aber ich möchte ihn auch nicht in der Situation allein lassen) :°(

Rmebel_utRioxn


Das ist natürlich schon eine Entscheidung, die du klar für dich treffen solltest: ob du ihm nun helfen willst oder ob du dich zurückziehst. Er ist derjenige, dessen Existenz momentan ziemlich wackelt und er wird, wenn überhaupt nur Hilfe von jemandem annehmen, der sich irgendwie gefestigt zeigt und ihm ein bisschen sagt, wo's langgeht. Daher muss diese Entscheidung und damit verbunden noch einige andere für dich klar stehen.

Dass du dich jetzt zurückgezogen hast, sehe ich nicht weiter schlimm, denn du musst natürlich auch auf dich selbst achten, vielleicht auch wieder etwas Anlauf holen, um ihm helfen zu können.

Der beste Weg zu zeigen, dass man jemandem helfen will, ist tatsächlich konsequent dran bleiben und einfach mal anpacken, unabhängig davon, ob jede Maßnahme Erfolg hat. Wichtig ist, nicht gleich aufzugeben, oder so nach dem Motto "wenn du mich brauchst, du weißt, wo du mich findest" vorzugehen. Er sitzt bestimmt in so einem Loch, dass er selbst die schönen Seiten nicht mehr sieht – und von denen kannst du ihm viel erzählen, ohne, dass er das wirklich sieht. Du musst sie ihm zeigen, deswegen: er hat dich sitzen lassen, um Farbe für seine Wohnung zu kaufen – kauf doch einfach selbst Farbe, marschier nächstes Wochenende mit ein paar Freunden bei ihm ein und verwandel mal ein Zimmer in ein kleines Paradies. Auch wenn er dich dann vielleicht erstmal rausschmeißen will oder gar nicht damit einverstanden ist – lass dich nicht davon abbringen, aber versuch, immer freundlich zu reagieren und es nicht persönlich zu nehmen, wenn er dich abweist. Manchmal muss man einem Menschen wirklich zeigen, dass es ihm mit bisschen Hilfe einfach besser geht.

Und sonst: sei ein bisschen verrückt und kreativ, was Maßnahmen angeht, um ihm zu helfen und versuch, deine Ideen möglichst konsequent durchzuziehen. Er wird sich deinem Tatendrang nicht lange entziehen können.

HrerzsFchmesrz8x1


meine Freunde – zumindest die, denen ich soweit fast alles anvertraut habe, die sagen, ich soll mich von ihm fernhalten. Sie kennen ihn fast gar nicht – aber sie haben gemerkt, wie sehr mir alles an die Substanz ging. Daher trau ich mich auch kaum noch mit ihnen über ihn zu reden. Sie sagen, ich soll nicht so dumm sein und ihm hinterherrennen. Er will sich nicht helfen lassen und es wär sein Problem...

Ich jedoch habe selber ein Familienmitglied, dass an starken Depressionen litt und weiß, dass man sich in einer solchen Situation selber in den Hintern treten muss, damit es wieder besser wird. Ich weiß auch, dass eine starke Person helfen kann, die die betroffene Person immer wieder pusht...

Ich mach es dann ja im Grunde nicht anders- werfe ihm Schwankungen vor und selber schwanke ich zwischen Kontaktabbruch und dem "Augen zu und durch"-"Projekt" (einfach hinfahren und renovieren oder so).

Ich wüsste auch nicht, wen ich da mit hinnehmen sollte. Seine beste Freundin ist schwanger und ziemlich enttäuscht, dass er sich abschottet. Andere Freunde von ihm kenne ich nicht – weiß gar nicht, ob er welche hat.

g1wen[d0oxlynn


Ich jedoch habe selber ein Familienmitglied, dass an starken Depressionen litt und weiß, dass man sich in einer solchen Situation selber in den Hintern treten muss

Bei einer echten Depression hilft kein "sich selbst in den Hiintern treten" und die daran erkrankte Person ist auch gar nicht mehr fähig dazu. Eine Depression ist eine Erkrankung, die in fachärztliche Behandlung gehört und ggf. mit Medikamenten behandelt werden muss.

Mit einfach nur "sich selbst in den Hintern treten" ist es da ganz und gar nicht getan. Mich wundert, dass du davon überzeugt bist, wenn dein Familienmitglied selbst daran erkrankt war. ":/

H]erzscZhm0erz>861


was ich meinte mit "sich selbst in den Hintern treten" ist nicht, dass man alles allein macht – sondern dass man trotz mangelnder Motivation und Kraft versucht, welche aufzubringen. Wer richtig tief in der Depression steckt- ich denk der schafft das auch kaum. Ich denke, ich hab mich falsch ausgedrückt. Tut mir leid.

Ich hab keine Ahnung, was diese Krankheit betrifft. Ich habe nur mitbekommen, dass der Therapeut den Rat gab, sich Dinge zu suchen, die einem sonst Spaß gemacht haben... das man was für sich selber macht und schaut, dass die Freude wieder zurück ins Leben kommt. Das kriegt allerdings nur der hin, der wohl noch nicht ganz so tief drin steckt :(

Ich bin außenstehend und kann diese Krankheit gar nicht einschätzen. Wenn ich das könnte, würde ich doch gar nicht so hilflos fragen, wie ich helfen kann.

Versteht mich nicht falsch, bitte.

g[wendkolxynn


was ich meinte mit "sich selbst in den Hintern treten" ist nicht, dass man alles allein macht – sondern dass man trotz mangelnder Motivation und Kraft versucht, welche aufzubringen. Wer richtig tief in der Depression steckt- ich denk der schafft das auch kaum. Ich denke, ich hab mich falsch ausgedrückt. Tut mir leid.

Ok @:) Du hast es richtig erkannt, wer in einer Depression steckt, der kann keine Motivation und Kraft aufbringen, und daran ist er auch nicht selber schuld.

Allerdings weißt du ja nicht, was genau dein Freund jetzt hat. War er mal beim Arzt?

Ich denke, Rebulotion hat schon einige ganz nützliche Tipps gegeben, was du machen kannst.

Hgerzsczhmerzx81


Nein, war er nicht... ich hab den Drang mich zumelden und ihm zu raten, dass er zum Arzt gehen soll. Ich glaube aber auch, dass er das nicht tun würde. Der Arzt würde ihm sicher bestätigen, dass er krank ist (zumindest, wenn mein Freund ihm alles wahrheitsgemäß erzählen würde). Das würde aber auch bedeuten, dass er sicher ne Weile nicht arbeiten kann – und das will mein Freund vermeiden.

RZebeUlutxion


Tja, manchmal muss man im Leben auch einsame Entscheidungen treffen. So wie's aussieht, bist du auch jemand, der es sich im Leben nicht immer leicht gemacht hat und darüber auch recht froh ist und vor allem versucht, für Freunde auch wirklich das zu sein. Das ist schon was ganz großes. Von dem her verstehe ich deine Freunde schon – wenn sie da anders denken und nicht bereit sind, große Opfer für andere Menschen zu bringen, dass sie dich nun davon abbringen wollen. Aber damit du zufrieden sein kannst, musst du vielleicht auch ne Entscheidung treffen, die anderen nicht gefällt oder andere nicht verstehen. Ich bin auch jemand, der für Freunde lieber nichts unversucht lässt, als sich nachher irgendwelche Vorwürfe machen zu müssen.

Sag's bitte, bevor ich zu viel in deine Äußerungen interpretiere – du musst selbst wissen und fühlen, welche Entscheidung für dich die richtige ist und die Gefahr, auf beiden Seiten Freunde einzubüßen besteht natürlich.

Natürlich ist es sein Problem – aber wenn wir uns immer gegenseitig alleine lassen mit unseren Problemen und uns nur treffen, wenn es uns eh gerade gut geht – worin besteht dann der Sinn einer Freundschaft? A friend in need is a friend indeed.

Hierz~schvmer2z8x1


ich will helfen – egal ob mich andere belächeln oder mich für dumm halten. Ich glaube nicht, dass ich mich bei ihm irre. Ich glaube, er ist wirklich krank und er schafft es nicht allein.

Nur wenn ich helfe, dann richtig. Ich möchte nichts falsch machen. Da er nicht um die Ecke wohnt, wäre es natürlich nicht so toll, wenn ich auf Verdacht hinfahre, mit Putzzeugs, Renovierungskrams usw und dann steh ich vor verschlossener Tür.

Was könnte ich denn noch tun ? Seine Mutter litt auch unter Burn Out ... und er sieht die Anzeichen bei sich selber nicht...

R{ebel7ution


Er will's vielleicht auch nicht sehen, redet sich raus, lässt die Hilfe nicht zu, weil er nicht damit konfrontiert werden will (was nicht ganz untypisch Mann ist – was schon ein bisschen dafür spricht ist, dass er ja offenbar dir gegenüber einen Minderwertigkeitskomplex hat und sich u.a. deswegen nicht helfen lassen "kann") – in dem Sinne, ja, er braucht Hilfe, aber es bringt auch nichts, sie ihm aufzuzwängen. Das Problem ist, wenn du jetzt an ihn herantrittst mit der Erwartung, ihm nun den Weg aus seiner Misere zu ebnen, überforderst du ihn mit Sicherheit, er macht dicht und du erreichst auch für dich nichts zufriedenstellendes. In dem Sinne muss deine Erwartungshaltung und dein Auftreten ihm gegenüber klar und souverän sein – und deine Erwartung sollte erstmal nicht sein, dass du ihm helfen kannst, sondern lediglich, dass du ihm deine Hilfe anbietest – da kannst du nicht versagen und kannst souverän bleiben und ihm genau dein Hilfsangebot vermitteln.

Ein Beispiel: auch wenn die Gefahr besteht, vor verschlossenen Türen zu stehen, fahr mal zu ihm. Wenn er sich momentan ziemlich verkriecht, wird er wohl schon daheim sein und dir höchstens nicht aufmachen wollen. So gesehen rechnest du nicht damit, dass er sich wirklich auf dich einlässt. Aber alleine schon den Weg auf sich zu nehmen zeigt, dass du dein Angebot wirklich ernst meinst und auch ihn ernst nimmst. Und wenn er dann nicht aufmacht, lass das Putz- oder Malerzeug vor seiner Tür stehen, schreib nen Zettel dazu, dass du da warst, weil er dir wichtig ist, dass ein bisschen Farbe frischen Wind in sein Leben bringen kann und du später nochmal vorbeikommst. Dann nimm dir 2 Stunden Zeit, geh in ein Café und schau später nochmal vorbei.

Z@wacxk44


Hallo Herzschmerz, ich glaube eigentlich nicht ganz, dass die Wohnung für Deinen Freund ein schwerwiegendes Problem darstellt, und ich glaube auch nicht, dass Du ihn mit der vorgeschlagenen Maleraktion glücklich machst. Ich zähle mal ein paar Merkmale von Depression auf, wie ich sie erlebt habe: innere Leere, verminderte Belastbarkeit, Entscheidungsschwäche, "Wollen-aber-nicht-können", Unfähigkeit, sich zu freuen (oder überhaupt Gefühle zu empfinden), abrupte Stimmungswechsel, Introvertiertheit, Sozialphobie, Schlafstörungen, Libidoverlust, evtl. Suizidgedanken. Wenn man sich klar macht, dass der Patient wahrscheinlich aus blauem Himmel von seinem Zustand überfallen worden ist, dass er nicht weiß, wie er dazu gekommen ist, und deshalb auch nicht weiß, wie er wieder "der Alte" werden kann, erkennt man, dass die meisten Probleme, die andere mit ihm haben, gegen seine eigenen recht klein sind. Der Mann hat, wenn Du ihn richtig einschätzt, momentan den größten Teil seiner Fähigkeiten verloren, die ihn als Mensch ausgemacht haben. Er wird jeden Tag damit konfrontiert, dass ganz einfache Tätigkeiten einer ungeheuren Anstrengung bedürfen; er sieht Deine Hilfsversuche, kann sie aber im Moment (in dieser Form eventuell) gar nicht brauchen; sein Selbstwertgefühl ist weg und als quasi-Invalide weiß er, ohne darauf angesprochen zu werden, dass er im Augenblick für nahezu niemanden auf der Welt attraktiv ist. Er weiß nicht, ob er wieder arbeitsfähig wird, und er hat keine Ahnung, ob er nicht etwa doch durch unser soziales Netz fällt. Damit zerbröseln aber automatisch auch alle Vorstellungen, die er sich von seinem zukünftigen Leben gemacht hat. Das ist der Hintergrund, vor dem er sich mit den tausend kleinen Entscheidungen des Alltags herumzuschlagen hat.

Als ich meine erste schwere Depression bekam, war ich schon 15 Jahre verheiratet, hatte einen Sohn und einen sehr auskömmlichen Beruf. Das waren natürlich glücklichere Begleitumstände als sie bei Euch jetzt vorliegen: Wir kannten uns lange, und es war keine Frage, dass wir alle zusammen da durch müssen. Psychisch Kranke sind an ihrer Krankheit zwar nicht schuld, aber wenn man in einer Familie leben will, hat man dann auch die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, alles zu tun, um wieder gesund zu werden. Das hat mir die wunderbarste Frau der Welt liebevoll, aber nachdrücklich erklärt .... und ich habe mich behandeln lassen - auch mit staunendem Zögern, weil zu meiner damaligen Definition von Depression immer Weinkrämpfe gehörten (die ich aber nicht hatte).

Welches der richtige Weg für Dich ist, mußt Du selbst herausfinden, aber möglicherweise helfen Dir meine Worte ein bißchen bei der Entscheidungsfindung.

H}erzsAchmerz8x1


Hallo Ihr Lieben,

mein Problem in dem Fall ist auch, dass er mich jetzt nur noch als Freund möchte, weil er denkt, er würde mir als Partner nur Kummer machen. Er möchte keine Last sein. In letzter Zeit ist er sofort nach der Arbeit eingeschlafen, hat auf Anrufe nicht reagiert, SMS blieben unbeantwortet. Wenn er mal anruft, hat er getrunken :°( . Als ich dann sagte, dass ich nicht einfach auf Freundschaft umschalten kann, da meinte er, er würde sein Leben regeln und könnte sich dann ja wieder melden, wenn er wieder er selbst wäre.

Den Vorschlag fand ich ok- denn Hilfe annehmen will er nicht und irgendwo muss ich mich auch selber schützen.

Nur meldet er sich immer wieder. Ruft mich betrunken an, schickt SMS, er würde mich vermissen usw. Jetzt bin ich grad selber krank (aber nicht seelisch) und liege flach und muss Antibiotika nehmen. Plötzlich will er wieder vorbeikommen und mich pflegen usw.

Ich kann schwer damit umgehen, dass er nur noch Freundschaft will und ich irgendwo hilflos zugucken muss, was er so tut. Kontaktabbruch ist schwer- weil er es nicht akzeptiert und immer Wege findet.

Z*wac3k44


Ja, Herzschmerz, das ist alles sehr schwierig - für Dich in anderer Weise als für ihn. Die Symptome Unfähigkeit, sich zu freuen oder überhaupt Gefühle zu empfinden, Introvertiertheit und Libidoverlust stehen Deinen Wünschen natürlich entgegen, aber zunächst ist einmal wichtig zu erkennen, dass es Krankheitssymptome und nicht Anzeichen einer erkalteten Liebe sind. Wenn Du Dir das klar machst, kannst Du vielleicht besser damit umgehen. Mir selbst ist es auch passiert, dass ich das Abendessen unterbrechen mußte, um mich hinzulegen, oder dass ich bei der "Tagesschau" eingeschlafen bin. Angenommen, die Hypothese, Dein Freund leide unter Depressionen, wäre richtig: Sie ist höchstwahrscheinlich heilbar, aber natürlich nicht von heute auf morgen. Und es wird zwischendurch immer wieder Tiefs geben, die zu ertragen sind. Ihr beide könnt das aus meiner Sicht nur erfolgreich bestehen, wenn Ihr Euch wirklich liebt, viel Verständnis für einander aufbringt, ihr diese Schwierigkeiten wirklich auch ertragen könnt - und natürlich, wenn sich Dein Freund in Behandlung begibt. Seine Telefonate sind ein Zeichen dafür, dass Du für ihn eine Vertrauensperson - vielleicht die einzige - bist. Wenn er früher nicht auch schon viel getrunken hat, können die Anrufe in betrunkenem Zustand ein Zeichen des Abrutschens sein - da wäre schnelle Hilfe angesagt. Alles kein Zuckerschlecken.

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