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Medikament bei Redeangst / Sozialer Angst

s=tenkxa hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

seit einigen Jahren leide ich an heftiger Redeangst. Bei Vorträgen – selbst vor kleinen Auditorien – leide ich unter extremen Herzrasen und regelrechter Panik. Dies resultiert im – für das freie Reden unpraktische – Stottern. Ich kriege keinen vernünftigen Satz heraus, werde wie rasend und fühle mich, als würde ich sofort umkippen.

Gleiches gilt für Situationen, in denen ich aus einer Menschenmenge nicht entkommen kann. Da reicht es zum Beispiel schon, in der Kirche bei einer Hochzeit zu sitzen. Das Gefühl, Aufsehen zu erregen, wenn man jetzt aufsteht und an die frische Luft gehen muss, erzeugt bei mir extreme Nervosität und Übelkeit, die eben genau dazu führt, dass ich raus muss.

Das Ganze ist ein suggestives Problem, ich stelle mir das Scheitern quasi bildlich vor. Paradox ist, dass ich in allen anderen Lebenslagen die Souveränität in Person bin, niemand würde bei mir solche Probleme auch nur ansatzweise vermuten.

Ich bin deswegen beim Psychologen in Behandlung. Dieser weiß aber auch nicht viel mit mir anzufangen, da ich ausser den Problemen in diesen beiden Situationen eigentlich nichts habe.

Zunächst bekam ich Frisium 20mg, was aber nur leichte Verbesserung brachte. Das Medikament sollte ich etwa 1 Stunde vor Antritt (1 Tablette) z.B. eines Vortrages nehmen. Das Herzrasen blieb... und ohne Luft kann man schlecht sprechen.

Dazu gab es dann noch Metoprolol Ratiopharm 50mg, wovon ich auch eine ganze Tablette etwa eine Stunde vor einer solchen Situation nehmen sollte. Mit dieser Dosierung merkte ich eine leichte Verbesserung des Pulses in so einer Streßsituation.

Als Alternative zum Frisium bekam ich dann Alprazolam 1mg, Einnahme ebenfalls gleich wie bei Frisium (1 Tablette).

Der Effekt war deutlich besser als beim Frisium, allerdings brachte auch dieses Medikament in dieser Dosierung meine Ängste nicht auf ein erträgliches Niveau. Ich merke, dass ich super drauf bin, auf Menschen zugehen kann, etc, etc... aber das kann ich ohne Medis auch. Mit Alprazolam ist es einfach nur, als hätte ich einen sehr guten Tag erwischt.

In einer der fraglichen Situationen jedoch geht mir der Ar.... genau so auf Grundeis, wie zuvor.

Sind die Dosierungen für mich evtl. zu niedrig ? Sollte ich ein anderes Medikament ausprobieren ?

Ich sehe es zudem eigentlich nicht ein, dauerhaft ein Medikament zu nehmen, das sich nur auf Situationen auswirkt, die sich mir alle paar Monate mal stellen.

Ich habe auch schon diverse Redekurse besucht, auch mit psychologischem Ansatz. Immer das gleiche Ergebnis. Ich KANN Reden, ich KANN mich sogar sehr gut ausdrücken, aber ich halte nicht dem Druck eines Vortrages z.B. vor Professoren meiner Fachhochschule stand.

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