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Zwangsgedanken-wieder am Anfang, jetzt citalopram?

LHilaMstar8x5 hat die Diskussion gestartet


Hallo! Ich habe seit ca. 5 Jahren zwangsgedanken, in kurz: starke Verlustängste, dadurch Angst einen fehler zu machen und alles zu verlieren, sei es Job, Freunde.. Fuhr ständig im Kreis weil ich Angst hatte, jemanden überfahren zu haben bzw.nachher dachte ich sogar jemanden etwas angetan zu haben und musste das kontroliieren. Mache seit 2,5 Jahren eine Therapie. Dabei kam heraus dass ich völlig überfordert bin und aufgrund meines schlechten gewissens nichts absagen konnte ubd angst hatte Leute zu verlieren wenn ich mal nein sag oder meiner Wut Luft mache. Dies führte zu angetauten Gefühlen ubd Unzufriedenheit, welche sich eben durch diese zwangsgedanken äußern und dazu führen dass ich meine eigenen wahrnehmung nicht mehr traue. Hatte es recht gut wieder im griff, bis ich meinen derzeitigen freund kennen gelernt habe und Bluttests machen wollte zwecks Abklärung wegen HIV etc. Danach war ich wieder im kreislauf drin. Fing erst damit an dass ich Angst hatte mich irgendwie mir HIV zu infizieren dann andere krankheiten. Nur am googeln, hypochondrisch ohne Ende. Mittlerweile hab ich Angst vor allem, alles ist sofort was

schlimmes. Los ging es im Juni, seit zwei Monaten hab ich kopfshmerzen und mir ist übel und schwindlig. Brauche nur den Kopf bewegen und schon ist mir übel. Lasse mich jetzt massieren weil alles im Nacken total verspannt ist aber er meinte auch dass die Übelkeit eigentlich ncht so recht passt. Hab aber auch niedrigen Blutdruck so dass evtl doch alles zusammen hängen könnte. Hab jetzt Angst vor einem hirntumor, zudem hab

ich auch eine Wölbung an einer Rippe ubd irgenwas springt unter den rechten Rippenbogen. Sprich: Panik Panik Panik.. Hab zwischenzeitlich die Lust an allem verloren, wollte mich sogar von meinem Freund trennen.

War nun beim hausarzt, Blut untersucht, alles okay. Wird auf Stress und Psyche geschoben.. Glaube mittlerweile auch dran, so verrückt wie ich mich mache.. Bekomme nun citalopram. Lasse aber nochmal alles andere abklären, HNO, Orthopädie und Neurologe weil ich sonst eh keine Ruhe finde ;-)..

Soll erstmal 10 mg citalopram morgns nehmen. Wollte mal fragen was ihr für Erfahrungen damit gemacht hat ? Hatte ggf sogar jemand ähnliche Probleme wie ich?!

Ist es normal dass man in den ersten Tagen sich unruhig und hibbelig fühlt und daher auch mehr Angst hat weil man so ein nervöses bauchgefühl hat?!

Wann tritt dann die Wirkung ein? Hausarzt meinte nach 2 ca. 2 Wochen.

Wann sollte ich die Dosis steigern? Hausarzt meinte nur was von in den ersten Tagen 10 mg dann 20 mg..

Hoffe mir kann jemand weiterhelfen! Gerne auch per PN:)!

Antworten
Z wEackb44


Hallo Lilastar85, über Citalopram liest man in diesem Unterforum viel Positives. Allgemein gilt aber, dass Psychopharmaka bei jedem Patienten individuell wirken, d.h. was dem einen gut tut, kann für den anderen inakzeptabel sein. Wenn Dich die Statistik interessiert, google unter dem Wirkstoff und suche in dem Referat von sanego.de nach "Nebenwirkungen". Viele NW können nach einer Anfangsphase verschwinden, müssen aber nicht. Ich habe Erfahrung mit mehr als 20 ADs, 2-3 Wochen bis zum Wirkungseintritt können schon vorkommen. Wichtig ist es, engen Kontakt zum behandelnden Arzt zu halten. Sollte das AD nicht erwartungsgemäß wirken oder sollten die NW nicht akzeptabel sein, kann man einen Medikamentenwechsel ins Auge fassen. Die Palette der zur Verfügung stehenden Mittel ist so breit, dass für jeden Patienten das "richtige" AD zur Verfügung stehen sollte.

L/ilWastakr8x5


Danke schonmal für deine Antwort. In vier Wochen soll ich mich wieder vorstellen, nächste Woche bin ich auch bei meiner therapeutin. Ich wollte noch ein wenig abwarten, da auch in der packungsbeilage steht dass es am Anfang erstmal schlimmer werden kann. War bei meinem Aknemedikament auch so;). Mir ging's hauptsächlich um die frage, ob solche Nebenwirkungen quasi normal sind oder ob es schon per se dafür spricht dass ich es nicht vertrage.. Ich wollte nach 1 Woche nämlich auch die Dosis auf 20 mg steigern, meine Hausärztin meinte in den ersten Tagen 10mg.. Soll ich also ruhig nach ner Woche 20 mg nehmen, damit die Wirkung auch eintreten kann oder wartet man mit so eine Steigerung länger?!

Z@wa(ck44


Ich vermute, dass Dich Deine Psyche quält. Solche Patienten leiden zumindest am Anfang mehr als andere, weil die Angst mitspielt. Die von Dir geschilderten Symptome sind nicht untypisch, werden aber sicher wieder verschwinden. An Deiner Stelle würde ich nach einer Woche auf 20 mg steigern, denn das ist die niedrigste wirksame Dosis. Mit anderen Worten: Mit 10 mg kannst Du bis zum Sanktnimmerleinstag auf die erhoffte Wirkung warten. Wie relativ wenig 10 bzw. 20 mg sind, kannst Du abschätzen, wenn Du daran denkst, dass die Tageshöchstdosis bei 60 mg liegt.

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