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Hochintelligent ...

MxarkuxsH


Mein Neurologe gilt hier in meiner Stadt als einzigster Spezialist, was die Diagnostik von AD(H)S und anderem anbelangt, auch als ein ziemlich guter eigentlich.

Also a) die Diagnose nur eines Neurologen wäre mir bei sowas zu wenig b) ich hatte einmal 200 Euro zahlen müssen c) die zweite Meinung hatte ich mir in einer anderen Stadt geholt.

D*ie_jLxilith


Was könnte ich denn deiner Meinung nach derzeit an meiner Situation verbessern oder dazu beitragen, dass ich meine Schwierigkeiten besser verständlich rüber bringen könnte ?

Sorry, ich war ein paar Tage nicht daheim, deshalb die etwas späte Antwort. Ob und was man da machen kann, wird dir nur ein Therapeut sagen können. Allerdings streiten sich Forscher immer noch darum, ob man da im Nachhinein irgendwas machen kann, das ist die gute alte "gibt es Zeitfenster oder gibt es sie nicht?"-Diskussion. Woran es in deinem speziellen Fall liegt, wirst du aber erst nach ein paar Sitzungen bei einem hoffentlich guten Psychologen rausfinden, denn da spielen so viele Dinge eine Rolle – z.B. Lernen zu lernen – dass es darauf keine klare Antwort gibt. Es muss auch keine Persönlichkeitsstörung sein, es kann auch sein dass du einfach nur ein Problem damit hast freiwillig zu lernen und dich je nach Tagesform besser davon überzeugen kannst es trotzdem zu tun. Oder, oder, oder....

Wie gesagt, du wirst da um eine sorgfältige Analyse nicht rumkommen. Viel Glück dabei.

ZAaBcha ri7as xM


Danke Dir, für deine Antwort, Die_Lilith. *:)

Mein erneuter Termin beim Neurologen war übrigens die absolute Katastrophe.

Ausser, das er ALLES vom letzten Termin wiederholte, in einer Art, die einem eindeutig vermittelt "Warst Du das letzte Mal zu blöd ?" kam nichts bei rum.

Auf meine Fragen ist er nur sehr widerwillig eingegangen, weil er ja bereits eine Diagnose hat und die natürlich richtig ist.

Also, seiner Meinung nach, soll ich mich um eine tiefenpsychologische Analyse bemühen, da er überzeugt ist, dass meine "Probleme" eher einer strukturellen Persönlichkeitsstörung aus meiner Kindheit entspringen. Das ist aber absolut nicht meine Meinung und auch nicht mein Fall von Behandlung.

Ich werde mich also bei Gelegenheit an der Uniklinik unserer Nachbarsstadt noch einmal checken lassen, weil es dort eine Spezialambulanz gibt, welche sich auf das Thema AD(H)S spezialisiert hat und mir hoffentlich ein eindeutiges Ja oder eben Nein geben kann, nicht wie der Neurologe ein Jain und gut ist.

Ich fühle mich derzeti einfach etwas allein gelassen, weil irgendwie keiner der Ärzte, an welche ich mich bislang mit meinen Problemen gewendet habe, diese auch nur im Ansatz ernst genommen hat.

Es war immer etwas Anderes angeblich wichtiger, aber meine Schwierigkeiten wirklich mal mit mir zu besprechen, das hat keiner gemacht, wurde jedesmal auf Seite geschoben, denn entweder war ich Depressiv, Hochintelligent, einfach nur ein Faulpelz und jetzt halt seit Kindheit an verstört etc.

Bin ich denn der Einzige, der sich in Schilderungen von AD(H)S-Betroffenen wiederfinden kann ? Oder ist es wirklich so, dass die meisten Schwierigkeiten eben Allerweltssymptome sind ?

Der Neurologe meinte halt, das er bei mir keine spezifischen Symptome in den Schilderungen und Unterlagen zu meiner Kindheit hätte ausmachen können, wobei ich eindeutig erklärte, das ich seit Beginn meiner "Schullaufbahn", also auch schon in der Vorschulklasse, ernsthafte Probleme gehabt hätte, dem Schulstoff gerecht zu werden und lieber träumte oder brabbelte, anstatt den dann meistens auch noch falsch verstandenen Aufgaben nachzugehen.

Nicht, dass man jetzt denkt, ich möchte unbedingt ADS haben.

Es passt nur soviel davon und es würde meine Schwächen erklären, die ich seit Jeher habe.

Was kann ich denn noch in Erwägung ziehen, ausser eben AD(H)S ?

Etwas stimmt da nicht und das muss ich endlich für mich abklären können.

L5ewiaxn


Zacharias

Ich hatte ja vorher schon mal was ueber den grundsaetzlichen Wert (und Unwert) solcher Diagnosen geschrieben, und dass ich mir vorstelle, dass du evtl. mit einem Therapeuten besser bedient waerest.

Dein neuer Beitrag laesst mich auf folgenden aelteren Text zurueckkommen:

Meine bisherigen Erfahrungen allerdings lassen mich da nicht unbedingt mit Elan auf einen Termin hinarbeiten. Bis jetzt waren alle angegangenen Projekte in dieser Richtung ziemlich unproduktiv.

Magst du diese "Projekte" beschreiben und erklaeren, inwiefern sie unproduktiv waren?

Es passt nur soviel davon und es würde meine Schwächen erklären, die ich seit Jeher habe.

Was genau wuerde das an deinem Leben verbessern?

DCoriann D.p Da{rkblhoom


Wenn du dich im Symptomspektrum von AD(H)S wiederfindest, dann würde ich wirklich empfehlen sich Ärzte zu suchen, die sich in diese Richtung spezialisiert haben. Es hat sich noch nicht so sehr rumgesprochen, dass diese "Störung" sich meist nicht einfach mit der Pubertät auswächst (wie es bislang gängiges Paradigma war). Ein normaler Neurologe / Psychologe kann mit dem Bild dann oftmals nichts anfangen und wird die wildesten (und im Nachhinein verrücktesten) Hypothesen und Ratschläge aufstellen, dich z. B. zu Apologeten der Tiefenpsychologie schicken (Hände weg!).

Mit Autismus ist es ähnlich, man muss als Betroffener meist schon mit einer konkreten Ahnung zum Fachmann gehen, ansonsten zirkuliert man ewig durch die Praxen bis man irgendwann mal seine Diagnose bekommt.

Viel Glück! :-)

Llewiaxn


Dorian Darkbloom

dich z. B. zu Apologeten der Tiefenpsychologie schicken (Hände weg!).

Warum?

s<ensu%a9lity


Das würde mich auch mal interessieren??

Natürlich gibt es untalentierte Neurologen, das will ich gar nicht ausschließen.

Aber solange du seinen Rat nicht überprüft hast (-> Therapie) solltest du seine Fähigkeit auch nicht einfach so untern Tisch kehren.

Was bringts dir denn, wenn jemand die sagt, dass du ADS oder ähnliches hast.

Willst du mit Tabletten dann alles was dir im Leben Probleme macht wegzaubern??

Ich rate dir dringend zu einer Therapie!

Egal ob du hochbegabt bist oder nicht – du kommst mit dir, deinem Leben und den Menschen die dich beraten nicht zurecht – daran würde ich ansetzen...

viel erfolg!

Dtoria n D. D)arkxbloom


Was bringts dir denn, wenn jemand die sagt, dass du ADS oder ähnliches hast.

Willst du mit Tabletten dann alles was dir im Leben Probleme macht wegzaubern??

Exakt. Denn wenn er beispielsweise AD(H)S hätte, dann müsste er tatsächlich nichts anderes tun, als täglich die für ihn angemessene Dosis Ritalin zu nehmen. AD(H)S ist weniger eine psychische Erkrankung, als eine hirnphysiologische Stoffwechselstörung (eher: -andersartigkeit).

Er hat den konkreten Verdacht, wenn er sich bestätigt, ist das Problem gelöst. Wenn der Fachmann (und es ist wichtig, dass er zu einem geht, weil der durchschnittliche Psycho-Doc AD(H)S oft nicht als solches erkennt; das hat nichts mit Diletantentum zu tun, sondern mit der Trägheit wissenschaftlichen Fortschritts) sagt AD(H)S liegt nicht vor, kann man immer noch weiter schauen.

Es wäre einfach nur dumm, sich von einem Therapeuten erst 70 Therapiestunden lang Psychoanalytiker-Garn über kaputte Vaterbilder, Bindungsängste, unterbewusste Denkschranken oder was auch immer erzählen zu lassen bevor man kaputttherapiert den einfachen ADS-Test macht und erkennt dass man viel Zeit verschwendet hat.

Ich halte nicht viel von Tiefenpsychologie, das jetzt hier zu diskutieren ist nicht zielführend. Wenn jemand meint es hilft ihm: schön und gut. Aber es gibt Krankheitsbilder, bei denen es garantiert nicht hilft: Autismus, Schizophrenie, AD(H)S zum Beispiel. Deshalb sollte man das zuerst von ausgebildeten Medizinern abklären lassen, bevor man über Behandlung nachdenkt. Tiefenpsychologen werden selten überhaupt auf die oben genannten Diagnosen kommen (und wenn sie diese Diagnose von vornherein kennen und redlich sind, werden den Patienten nicht annehmen).

LEewixan


Dorian D. Darkbloom

Ich habe kein Spezielwissen ueber ADS, aber auf der entsprechenden Wikipedia-Seite heisst zur Behandlung u.a.:

Ziel der Behandlung ist es, das individuell unterschiedlich vorhandene Potential auszuschöpfen, die sozialen Fähigkeiten auszubauen und eventuelle Begleitstörungen zu behandeln. Die Behandlung sollte multimodal erfolgen, das heißt, es sollten parallel mehrere Behandlungsschritte durchgeführt werden (z. B. Psychotherapie, Psychosoziale Interventionen, Coaching, Pharmakotherapie). Die Wahl der Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Störung. Meist kann eine Therapie ambulant erfolgen. Eine teilstationäre Therapie in einer Tagesgruppe oder in einer Tagesklinik bzw. eine Heimunterbringung oder eine stationäre Therapie ist vor allem bei einer besonders schwer ausgeprägten Symptomatik, besonders schwer ausgeprägten komorbiden Störungen (bspw. Störung des Sozialverhaltens) sowie bei mangelnden Ressourcen in Kindergarten oder Schule oder besonders ungünstigen psychosozialen Bedingungen notwendig. Eine nicht genügend erfolgreiche ambulante Therapie kann stationär oder teilstationär in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie fortgeführt werden. Dort können die innerfamiliären Beziehungen wieder stabilisiert werden, dafür ist es zumeist notwendig, die Bezugspersonen in die Behandlung mit einzubeziehen.

Klingt nicht gerade nach "Schluck Ritalin und dann hat sich das Problem erledigt."

Ueber Tiefenpsychologie weiss ich ein bisschen mehr und bin sicher nicht mit allem einverstanden, aber die Art und Weise, wie du das hier abkanzelst und ueber einen Kamm scherst, erscheint mir nicht angemessen.

Hier...

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Psychotherapie-_und_Selbsterfahrungsmethoden]]

...sind 21 verschiedene tiefenpsychologische Methoden aufgelistet, und ich bin mir ziemlich sicher, dass das hier...

Es wäre einfach nur dumm, sich von einem Therapeuten erst 70 Therapiestunden lang Psychoanalytiker-Garn über kaputte Vaterbilder, Bindungsängste, unterbewusste Denkschranken oder was auch immer erzählen zu lassen

...nicht auch nur eine einzige dieser Methoden angemessen beschreibt. Therapie ist allgemein komplett anders als "sich was erzaehlen lassen".

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