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Ichdystone Sexualorientierung

W6in*dowxman hat die Diskussion gestartet


Hi, ich bin 17 Jahre alt – männlich – und ich befürchte ich habe in meiner Kindheit folgendes durchgemacht:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Ichdystone_Sexualorientierung]]

Ich habe mich schon in der Grundschule das erste Mal in einen Jungen verliebt. Ich habe dann immer versucht in dessen Nähe zu sein usw. habe mich dafür aber gehasst. Meine Eltern, insbesondere mein Vater, lehnten Homosexualität ab, was ich natürlich dann auch tat. Dabei verheimlichte ich dies, obwohl ich so jung war, meinen Eltern. Auch auf dem Gymnasium, dass ich danach besuchte, war ich dann in 2 Jungen verliebt.

Dann kam die Pubertät so ab der 7.Klasse und ich begann mit der Selbstbefriedigung und genauer über die Sexualität nachzudenken. Ich habe mir dann Nacktfotos angeschaut im Internet – ausschließlich von Frauen. Schon als kleines Kind sah ich zufällig einen Porno, weil ich absichtlich länger aufgeblieben bin. Und dann kamen meine Ängste, da ich sehr verwirrt war. Mir wurde erst da so wirklich bewusst, dass ich nicht 100%ig heterosexuell sein kann. Zwar erregte mich ein männlicher Körper überhaupt nicht, aber die Erinnerungen an die Gefühle, die ich mal zu Jungen hatte, machten mir Angst.

U.a. wegen diesen Ängsten begann ich dann eine Therapie ca. 1 Jahr später, denn ich hatte immer wieder so Phasen, wo es mir sehr schlecht ging. Und es besserte sich immer mehr und die Phasen wurden immer kürzer...

Ich habe nun folgende Fragen:

1. Können solche Erinnerungen/Ängste zu einem Trauma führen?

2. Kann es sein, dass ich Gefühle zu Jungen vollkommen verdrängt habe oder sich meine Sexualität in der Pubertät geändert hat?

Ich muss dazu noch sagen, dass ich mich mittlerweile schon öfter in Mädchen verliebt habe, aber so intensiv wie in einen Jungen wie früher bisher noch nicht. Die Angst evtl. deswegen homosexuell zu sein quält mich sehr.

Antworten
M{aGeQrad


Was wäre denn so schlimm daran, wenn du homosexuell wärest? ??? Das ist doch nichts wovor man Angst haben muss.

W)indxowman


Oh doch Angst vor Ablehnung. Außerdem könnte ich mir nicht vorstellen, als Homosexueller zu leben. Es entspricht einfach nicht meinen Vorstellungen. Aber ich bin ja nicht homosexuell, wenn dann vielleicht höchstens bisexuell, aber Männer erregen mich kaum. Mein Problem ist, dass ich als Kind eine Art Trauma erlitten habe, weil ich einerseits Gefühle zu Jungen hatte, andererseits aber diese gefühle total ablehnte und zu verdrängen versuchte. Ich hab mich im Internet schlau gemacht und herausgefunden, dass vor der Pubertät noch kein Unterschied zwischen Jungen und Mädchen gemacht wird im Bezug auf Sexualität. Bei mir hat sich ja die Sexualität anscheinend durch die Pubertät verändert, aber die schlechten Erinnerungen an die Gefühle, die ich als schlecht empfunden habe, sind manchmal noch da und verursachen die Ängste, unter denen ich zu leiden hatte/ ab und zu noch habe.

MPaeraxd


An Ängsten kann man arbeiten, da gibt es gute Therapien, die da helfen. Du hast Angst vor Ablehnung, die aber nicht besser wird, wenn du es selbst ablehnst. Es ist egal, ob du homo, hetero oder bi bist, Du bist du. Finde heraus, was du wirklich willst und wenn sich das nach einiger Zeit ändern sollte, dann steh auch dazu.

Ich erzähle dir von der Mutter meiner besten Freundin. Sie war lange mit ihrem Mann verheiratet, bekam die gemeinsame Tochter (eben die besagte Freundin) und stellte aber irgendwann mit Mitte 40 fest, dass das nicht alles war für sie. Sie fühlt sich immer mehr zu Frauen hingezogen.

Sie lebt heute seit bereits 16 Jahren glücklich mit ihrer Lebensgefährtin zusammen. Ihr Exmann und auch ihre Tochter haben ein gutes Verhältnis zu den beiden.

Du schreibst selber, dass du versuchtest die Gefühle zu verdrängen, weil du es ablehnst. Also sprich nicht davon, dass du Angst vor der Ablehnung anderer hast, Du selber stehst dir im Weg.

CAoo6kie2K009


also ich kenn mich da nicht wirklich aus, aber ich wage zu bezweifeln, dass die gefühle für den jungen wirklich ein trauma auslösen können... also na klar war das blöd, dass deine eltern so gegen homosexualität sind, aber um ein wirkliches kindheitstrauma auszulösen braucht es schon mehr... (glaube ICH)

MVaerxad


Ich denke, dass man das nicht verallgemeinern kann, jeder Mensch ist anders empfindsam. Er empfindet es als Trauma und deshalb will ich ihm das auch nicht absprechen. Punkt ist halt, dass er es meiner Meinung nach nur als Trauma einstuft, weil er selber so ablehnen gegenüber der Homosexualität ist. (das wird er von seinen intoleranten Eltern übernommen haben) Ich kann natürlich völlig daneben liegen, das ist auch klar. @:)

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