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Soziale Phobie oder nur total Schüchtern?

Shams8oxn90 hat die Diskussion gestartet


Huhu,

ich fass mich mal einfach kurz, versuch es wenigstens. Ich schätze, dass ich an einer sozialen Phobie leide.

Kurz zu mir, bin männlich und 20 Jahre alt.

Hab mich nun schon ein wenig Informiert, doch 100% überzeugt bin ich davon noch nicht.

Ich bin nur daheim oder auf der Arbeit selbstsicher. Denn daheim weiß ich, das ich nicht irgendwie beobachtet oder bewertet werde. Auf der Arbeit ist das ähnlich. Ich konnte bisher alle Probleme lösen, bin angesehen bei Mitarbeiter und bei der Geschäftsleitung, da ich einfach gute Arbeit leiste und nur ich bestimmte Problemfälle lösen kann, bzw Ahnung von der Technik habe. Klingt vielleicht ein wenig Überheblich ist aber so. Das gibt mir dort eben die Sicherheit kein Angst vor den anderen zu haben.

Wenn ich sonst außerhalb von Arbeitsstelle und Zuhause unterwegs bin ist mein ganzes Selbstbewustsein weg.

Bin selbst der Meinung das ich nicht schlecht aussehe, bis auf die eine Sache ads ich sehr dünn bin, bin ich mir mir zufrieden. Das ist doch schonmal nicht schlecht. Sollte in der großen Masse nicht durch irgendetwas auffallen.

Doch habe ich ständige Angst. Wenn ich Einkaufen gehe hab ich das Gefühl jeder schaut mich an. Jeder bewertet mich in irgendeiner Form. Bin deshlab meist nach 30min Einkaufen und hetzen durch die Läden schon wieder auf der heimfahrt.

Ähnlich ging es mir auch auf einem Kundentag eines Softwareherstellers, bis auf die Besonderheit, dass ich ein paar jahre jünger aussehe, sollte ich mich dort auch nicht bsonders abheben. Doch ich bin nach 1 Stunde wieder ehim gefahren. Ich hatte einfach Angst dort rum zu stehen. Ich war heilfroh, als ich wieder im Auto sas und die Stunde heimfahrt antrat.

zu anderen Veranstatltungen versuch ich mich auch immer zu Drücken. War vone inem guten Freund zu seiner kleinen Einweihungsfeier eingeladen. Da ich dort unter 10 Leuten der einzigste Single gewesen wäre und den Rest nicht besonders gut kenne, habe ich einfach eine Ausrede erfunden, wieso ich nicht kommen kann.

Wen ich mit freunden Weg bin steh ich auch nur irgendwo im Hintergrund und stelle mir vor, dass es daheim viel schöner wäre.

Heute bin ich wieder eingeladen zum Pizza essen im kleinen Kreise. Habe gemeint dass ich wieder keine Zeit habe aber mal schau ob ich es später schaffe. Nun sitz ich daheim, wäre gerne hingegangen aber alleine der Gedanke da zu sein weckt in mir irgendeine Panik. Das ist einfach kein gewohntes Umfeld, wo ich jetzt noch nicht weiß, das es irgendwie Sicher ist. Hört sich selbst beim Nachdenken und Schreiben saublöd an, aber so ist es. Werde gerade mit Anrufen und Facebook Messanegs überhäuft ob ich komme. Bin noch am ignorieren ":/

Morgen ist eine große Halloween Party, wo ich auch dabei bin. Eiegentlich freue ich mich drauf. Um so länger ich aber darüber nachdenke um so wenige Lust habe ich.

Es gibt noch soviele Beispiele mehr, die irgendwie nicht ganz normal sind. Über die ich mich immer selbst frage was daran so schlimm ist.

Entweder bin ich nur dermaßen Schüchtern gegenüber anderen Leuten oder ich habe eine soziale Phobie.

Habe mir vorgenommen Anfang nächsten Jahres auszuziehen um ein wenig selbstständiger zu werden. Dann kann ich auch "unbemerkt" von Familie einen Psychologen aufsuchen. Wenn ich mir das leiten kann, bzw mich traue einen zu kontaktieren...

Gruß Simon

Antworten
M~olliejnchen


Eigentlich weißt Du die Antwort doch schon... Siehe Deine Beiträge:

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/531893/14692983/]]

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/532984/14724483/]]

SSam0sonx90


Wenn ich mir nich noch unsicher wäre würde ich es nich schreiben... ":/

DSoria\n HD. Da&rkblyoom


Schüchternheit und soziale Phobie sind ein und das selbe. Letzteres ist nur die fachlich korrekte Bezeichnung und wird bei schwereren Fällen angewandt.

MRoll7ieEnchxen


Na ja, nicht so ganz dasselbe. Aber doch sehr ähnlich.

[[http://schuechtern.net/schuechternheit-vs-soziale-phobie/ Link]]

DporiaEn DL. VDarkbloxom


Ich will nicht übermäßig kleinlich sein, aaaaaaber... : was in dem Artikel als liebenswürdige Eigenschaft, die man anzunehmen lernen sollte, beschrieben wird ist nichts anderes als Introversion. Die ist nicht heilbar, Bedarf aber auch gar keiner Medizin. Viele mögen eine leichte Sozialphobie als persönlichkeitskohärent erleben, das ist auch okay, solange kein Leidensdruck entsteht. Trotzdem ist es eine prinzipiell therapierbare, milde Angststörung.

Die Eigenschaft eine offene Flanke für solche Neuröschen zu haben ist wiederum festgeschrieben.

[[http://en.wikipedia.org/wiki/Big_Five_personality_traits/ Big Five]]

MaollGienxchen


Eine "leichte" Sozialphobie ohne Leidensdruck ist für mich keine Sozialphobie, sondern eben wirklich nur Schüchternheit.

Trotzdem ist es eine prinzipiell therapierbare, milde Angststörung.

Schüchternheit ja.

Eine ausgewachsene Sozialphobie ist alles andere als mild. Ich spreche da aus eigener Erfahrung.

Wenn ich Deinen Link anklicke, lese ich Wikipedia does not have an article with this exact name...

DCorianJ D. DaRrkblxoom


Wikipedia ist schüchtern, so einfach ist das ;-) ....

[[http://en.wikipedia.org/wiki/Big_Five_personality_traits]]

Aber Schüchternheit und Sozialphobie sind doch lediglich die gleiche Sache in unterschiedlicher Schattierung: Angst mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Wer gar keine Angst hat, der hat auch keine Problem, wird ohne Hemmung jemanden anquatschen, wenn er will. Wer ein wenig schüchtern ist, hat anfangs (!) ein klein wenig Panik, errötet vielleicht, spricht zu leise, zu schnell, übernimmt nicht Initiative,.... obwohl er das gerne tun würde. Der Extremfall: ein Mensch, der alle sozialen Ereignisse schon komplett meidet, weil er die Angst (besser wilde Panik) nicht mehr überwinden kann, möglicherweise verursacht bei ihm alleine die Vorstellung seine Nachbarin auf der Treppe zu treffen schon Schweiß auf der Stirn.

Die Ursache ist gleich, nur die Ausprägung unterschiedlich. Deshalb sagt man auch: Schüchternheit ist milde Sozialphobie bzw. Sozialphobie ist schwere Schüchternheit (und Grau ist nur helles Schwarz bzw. Schwarz ist nur dunkles Grau).

S#amsion90


Würde es leider nicht als Introversion beschreiben. Hat glaub nichts mehr damit zu tun, wenn man es nicht schafft mi einer Person sich zu unterhalten, wenn man ihn nicht besser kennt. Solange ich jemand nicht kenne, schaff ich es nicht eine normale Konversation zu führen.

Alleine diese Sache bring mich immer dazu einfach irgendwo nicht hinzugehen. Dazu kommt noch die Angst andauert bewertet und beobachtet zu werden. Einerseits will man nicht alleine sein und hat Sehnsucht nach anderen Menschen. Andererseits hat man Angst sich mit ihnen zu treffen und etwas falsch zu machen. Und wenn man sie dann trifft hält man es nicht lange aus und sehnt sich wieder danach allein und in Sicherheit zu sein. :(v

Ich will es ja Ändern aber ich kann es mir in keinster Weiße vorstellen jemals ein Mädel anzusprechen. Es könnte ja sein, das ich ihr irgendwie gerade ungelegen komme, sie einen Freund hat, keine Zeit hat, schlecht drauf ist, oder einfach nicht mit mir reden will.

Teilweise macht mich das so Fertig, dass ich einfach an nichts anderes denken kann. Das führt dazu das ich eine miese Laune hab und alles kaputt hauen könnte, Nachts stundenlang Wach liege und mich hin und her wälze oder einfach Appetitlosigkeit. Ich schätze das meine Depression mit unter ein Grund ist, das ich so schlank bin. (184m, 56kg)

Gruß Simon %-|

DdorNian D_. Da/rkb8loxom


Alleine diese Sache bring mich immer dazu einfach irgendwo nicht hinzugehen. Dazu kommt noch die Angst andauert bewertet und beobachtet zu werden.

Teilweise macht mich das so Fertig, dass ich einfach an nichts anderes denken kann. Das führt dazu das ich eine miese Laune hab und alles kaputt hauen könnte, Nachts stundenlang Wach liege und mich hin und her wälze oder einfach Appetitlosigkeit. Ich schätze das meine Depression mit unter ein Grund ist, das ich so schlank bin.

Klassisch. Problem erkannt, Gefahr gebannt. Packe die Dinge an, früher oder später wirst du es ohnehin tun müssen.

[[http://www.neuropool.com/berichte/selbsthilfe/selbsthilfe-bei-depressiven-verstimmungen.html]]

[[http://www.neuropool.com/berichte/selbsthilfe/12-wege-schuechternheit-zu-ueberwinden.html]]

Du kannst ja einfach mal einen Psychologen konsultieren. Kostet dich nichts (und Gerüchten zu Folge sind die Jungs immer froh leicht therapierbare Schüchterne oder Depressive statt haufenweise manipulative Borderliner zu haben).

Das wird schon.

DNoriVan D. ZDarxkbloom


Ich bin mir übrigens der Ironie der Tatsache bewusst, auf eine Seite zu verlinken, deren Autoren mehrmals beweisen, dass sie Schüchternheit und Introversion nicht unterscheiden können. ;-)

MLol2lienc/hen


Du kannst ja einfach mal einen Psychologen konsultieren. Kostet dich nichts (und Gerüchten zu Folge sind die Jungs immer froh leicht therapierbare Schüchterne oder Depressive statt haufenweise manipulative Borderliner zu haben).

Wieso werde ich den Eindruck nicht los, dass Du diese Probleme (Schüchterne/Sozialphobie/Depression) ein bisschen ins Lächerliche ziehst...?

Dem Rat mit dem Psychologen würde ich mich allerdings anschließen wollen, nutze diese Möglichkeit schließlich selbst auch.

Dao'rian *D. DWark4bloxom


Wieso werde ich den Eindruck nicht los, dass Du diese Probleme (Schüchterne/Sozialphobie/Depression) ein bisschen ins Lächerliche ziehst...?

Keine Ahnung... weil du womöglich selbst betroffen bist? Menschen, die an dem zitierten Tripel leiden, neigen dazu ihre Probleme für außerordentlich schwer zu halten, man könnte sagen, es ist ein zentrales Symptom – indes: sie täuschen sich. All diese Dinge sind verhältnissmäßig leicht aus zu bügeln. Diese Nachricht findet man toll, wenn man an der Heilung interessiert ist, man fühlt sich hingegen ein wenig verblödelt, wenn man sein Leiden unterschwellig (!) nutzt, um Aufmerksamkeit zu erlangen; dieses "um sich selbst kreisen" ist typisch. Wenn hier zwei Leute dem Fragesteller raten, zum Fachmann zu gehen, der das alles viel genauer weiß, dann ist doch alles okay! Wozu mir maliziöse Intentionen unterstellen?

S}a}mso7nx90


@ Dorian D. Darkbloom:

Danke für die Links, doch sind nur wenige Tipps hilfreich.

Wenn ich meine Depressive Phase habe, hat das immer einen Grund bisher gehabt. z.B. das ich mir wirklich mal vorgenommen hab ein Mädel anzusprechen und sie dann nicht mehr da war oder ich online mit einem Mädel schreibe und sie Grundlos einmal die Konversation löscht. Wenn ich Paare auf der Straße sehe oder einfach von einer Gruppe ignoriert werde.

Da hilft es mir sicher nicht, wenn ich ein paar Stunden davor an der frischen Luft war oder mich in einem bunten Raum aufhalte.

Aber allgemein find ich es von dir nicht Fair etwas ins lächerliche zu ziehen, obwohl du dich nicht in die Lage reinversetzen kannst.

Was für deine Augen eine kleine Störung oder ein kleines Problem ist, ist für mich ein Grund zu denken, dass das Leben so nicht lebenswert erscheint. Wäre ich auch der Meinung, dass dies leicht zu überwinden ist, oder ich ganz einfach aus der Sache rauskomme, würde ich hier nicht schreiben oder mir überlegen ob ich mir professionelle Hilfe suche...

Werde mich morgen mal im Netz schlau machen, was es in meiner Nähe für Psychologen gibt.

Gruß Simon %-|

M?olGlie?nchexn


@ Dorian D. Darkbloom

Viele mögen eine leichte Sozialphobie als persönlichkeitskohärent erleben

Wozu mir maliziöse Intentionen unterstellen?

Hm, wieso immer die vielen Fremdworte...? Gibt so schöne deutsche Wörter dafür.

Ich kritisiere nicht den Inhalt dessen, was Du sagst, sondern die Formulierung. Meine Therapeutin hat auch zu mir gesagt, dass meine Beschwerden "therapierbar" sind und im Verhältnis zu anderen Störungen eher harmlos, aber bei ihr klang es nicht so wie "Lächerlich, stellen Sie sich nicht so an"... Im Gegenteil, da habe ich auch gedacht "na Gott sei Dank". Und so lächerlich kann es nicht sein wenn ich schon über die 60. Therapiestunde weg bin.

Ich find's jedenfalls immer irgendwie... na ja... etwas abgehoben, wenn man Probleme anderer abwinkt mit der Begründung, es gäbe ja noch soooo viiiiel schlimmere Sachen.

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