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Soziale Phobie oder nur total Schüchtern?

DWoriacn JD. DIarkb/looxm


Ich kritisiere nicht den Inhalt dessen, was Du sagst, sondern die Formulierung.

... denn ich habe ins Schwarze getroffen.

Mbolli!enchxen


Inhaltlich ja! Formulierungstechnisch bin und bleibe ich nicht einverstanden. Ein Problem das jemand hat abzuwerten hilft niemandem. Im Gegenteil. Da kriegt der Betroffene ja noch mehr das Gefühl, ein Schlaffi und Weichei und Versager zu sein.

Dagegen hilft, jemanden zu beruhigen, dass er Aussicht auf "Heilung" hat. Also, positiv formulieren.

Und nicht a la "na, die netten Herren und Damen Therapeuten freuen sich, zwischendurch mal so einen Larifari-Fall wie Dich zu haben..." Nee also echt.

DQo[rian sD. Dar&kbAl%ooxm


Inhaltlich ja! Formulierungstechnisch bin und bleibe ich nicht einverstanden.

Ich leugne nicht die Probleme, aber ich unterstütze nicht die subjektive, schwarz eingefärbte Sicht, dass es sich um außerordentlich schwere und überwindbare handelt. Dass er das im Moment nicht sehen kann, glaube ich, aber das würde sich recht schnell ändern, wenn er einen Willen zur Überwindung entwickelt, sich beispielsweise in Therapie begibt.

Ich kann mir schon denken, welche Formulierungstechniken hier von mir erwartet werden, aber möglicherweise schreibe ich hier nicht um mich abzureagieren (oder was auch immer), sondern weil ich seine Situation (inklusive dem Ausweg) aus eigener Erfahrung kenne und ihm frei Haus einen nützlichen Tipp gebe: raus aus dem Internet, ran an die Herausforderung, wenn nötig mit Therapie, es gibt Probleme – aber die sind überwindbar (auch wenn ein Hauptproblem ist, dass es nicht so scheint).

Es liegt in der Natur der Sache, dass Arschtritte an Wirkung verlieren, wenn man sie zu sensibel ausführt. Ich habe kein Helfersyndrom und brauche daher hier kein jammeriges, unkonstruktives, leidverhaftetes Gruppenkuscheln für Depressive und Angstpatienten zu inszenieren – so sorry!

Viel Erfolg auch dir. :)*

MEol#liencxhen


"Gruppenkuscheln" erwartet und will hier glaub ich auch keiner (von Ausnahmen abgesehen).

Unsensibel ausgeführte Arschtritte können allerdings auch das Gegenteil bewirken. Vor allem, wenn sie das Gefühl vermitteln, dass man sich "bloß anstellt". Meist resultiert eine soziale Phobie ja aus Minderwertigkeitskomplexen, und diese wiederum aus der Kindheit und dem Gefühl, nicht ernst genommen zu werden.

Wenn man das Problem dann endlich mal ausspricht und dann wieder nur abgewunken wird, kann das schon frustrieren.

Ich fand es schön, wie meine Therapeutin das gesagt hat: Mein Problem sei ein subjektiv empfunden schweres, aber anders als es sich anfühlt ein durchaus lösbares. Mit der Aussage hat sie mir Mut gemacht und mir dabei gleichzeitig verklickert, dass ich das Problem als schwerer empfinde als es tatsächlich ist. Und ich hatte nicht das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden.

Ich hoffe "Samson90" wird den richtigen Weg einschlagen.

Viel Erfolg auch dir. :)*

Danke. :-)

S-amso)n90


Hey :-)

Hatte die letzten Tage bisschen viel um die Ohren...

habe mich nun dazu durchgerungen im Internet nach Psychotherapeuten zu suchen und hab schon mal 3 Stück eine E-Mail geschrieben.

Dann beiß ich eben in den sauren Apfel und zahl dafür bisschen was aber hab jetzt eben gemerkt von nichts kommt nichts.

Hoffe nur das ich jemand finde der mein Problem ernst nimmt und mir helfen kann.

Hab nun schon öfters hier gelesen, dass deren Therapeuten nicht die besten waren.

Werde dann Berichten falls es was neues dazu gibt.

Gruß Simon %-|

M#ol(liwenchxen


Hallo Simon,

drücke die Daumen mit der Therapeutensuche. Man kann Glück haben und der erste ist gleich der Richtige, aber auch Pech und man muss weitersuchen. Ich hatte Glück.

Wende Dich an so viele wie möglich, die haben teilweise lange Wartezeiten.

Alles Gute! @:) *:)

S@ams$on9x0


Huhu,

habe nun schon 2 Antworten bekommen.

Einer ist voll ausgebucht die nächsten Monate. Der Andere hat mir kurzfristig am Donnerstag (11.11.) einen Termin zum Erstgespräch gegeben. Mir ist leider erst später aufgefallen, dass er kein Psychotherapeut sondern ein Psychologe ist.

Selbst das Erstgespräch lässt mich 50€ kosten ":/

Eine sitzung kostet zwischen 60-90€. Weiß nicht ob das der normale Satz ist, find ich aber nicht gerade günstig.

Ich such dennoch mal weiter. Hoffentlich finde ich noch ein anderes "Angebot".

Die Anzahl ist aber in meinem Raum recht begrenzt.

Gruß Simon %-|

Mcollikenchxen


Also ich krieg meine Therapie von der Krankenkasse bezahlt... ":/

S^amso8n90


Habe noch eine Antwort bekommen, das einer da einen Platz für mich zum Probegspräch frei hätte.

Den Terminvorschlag konnt ich aber nich annehmen, da ich dort schon verplant bin.

Probegespräch sowie jede weitere Sitzung kostet bei ihm auch 65€. Ist leider auch nur ein Psychologe.

Das es was kostet liegt daran:

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/256027/#p4590468]]

Ist es so schwer einen Psychotherapeut zu finden, der über die Kasse abrechnet, grr

Gruß Simon %-|

Mholl1i`enchexn


Du meinst:

Für die Krankenkassen ist entscheidend, dass eine psychische Störung mit "Krankheitswert" vorliegt.

Und Du hast für Dich schon entschieden, dass das nicht der Fall ist? Sollte das nicht eher ein Psychotherapeut bzw. Psychiater entscheiden?

Ich finde Du hast schon Anzeichen einer Sozialen Phobie (und jede Phobie ist eine Angsterkrankung), ich würde es auf jeden Fall über Kasse versuchen. Geld ausgeben kann man dann immer noch...!

S5ams_on9x0


Hey,

würde ich ja gerne machen, nur habe ich bisher keinen Psychotherapeuten gefunden, der das über die Kasse abrechnen kann.

Hätte ich da einen zur Hand, wäre das keine Frage ob ich etwas dafür zahle :)z

Gruß Simon

c5ompyfr7eak


Suche doch über deine kassenärztliche Vereinigung, die haben immer Listen aller zugelassenen Ärzte und Psychotherapeuten und das wird dann auch bezahlt.

Falls du privat versichert bist (habe den Eindruck, bei Sozialphobikern ist das oft der Fall – vielleicht schaffen es wohlhabende Eltern besser, das auszulösen ;-D ), muss keine Kassenzulassung bestehen, aber dann solltest du vorher mit deiner Versicherung abklären, was die übernehmen.

SRamsoAn90


Bedeutet also an meine Krankenkasse wenden?

Ne bin nur gesetzlich Versichert. Soviel Geld hab ich dann auch wieder nicht :-)

Habe nun noch 3 Antworten bekommen. Hab das Gefühl, dass alle die über die Kasse abrechnen können voll sind.

Einer hat erst freie Termine ab Mai 2011 und der andere ab September 2011. Solange möchte ich beim besten willen nich warten.

Der 3. hat 2 Praxen. Eine bei mir in der Nähe und die andere 95km weit weg. Hat mich da zu nem Erstgespräch eingeladen. Die Antworten können also nur noch besser werden. :-)

Ich schau mir das morgen mal an. Vielleicht sind soviele Sitzungen gar nicht nötig. Mal schauen was sich morgen ergibt. Bin total aufgeregt...

Gruß Simon

MWollieEnchexn


Und wie wars?

Ja, die Krankenkasse kann Dir eine Liste schicken von Therapeuten, die über Kasse abrechnen können.

Ich habe so eine Liste auch im Internet gefunden für meine Stadt.

Ich mache meine Therapie übrigens in einem Ausbildungszentrum für Psychotherapie. Das heißt da sitzen relativ frisch gebackene Diplom-Psychologen die an uns "üben". Nachteil: Die sind alle recht jung (wenn man damit ein Problem hat), haben ihr "Handwerk" aber voll drauf. Vorteil: Man wartet nicht so lange auf einen Therapieplatz. Ich habe nur 4 Monate warten müssen. Und bin mit meiner Therapeutin sehr zufrieden. :)z Ich glaube die gibt sich mit mir mehr Mühe als so mancher "Alteingesessener" es noch würde...

_/Naxthan^iwel_


Hey,

du weist, dass dir was fehlt um glücklich zu sein. Deine Schüchternheit ist wie eine unsichtbare Wand, die du nicht durchdringen kannst. Du kannst nur "du selbst sein" in Umgebungen die du kennst oder wo du dich auskennst.

Du gehst gewissen Situationen bewusst aus dem Weg oder flüchtest aus anderen. Dann geht es wieder mal besser, dann wieder schlechter. Du grübelst viel und denkst viel über dich nach.

Wahrscheinlich, da du ein kluger Junge zu sein scheinst, hast du dir schon einige Strategien überlegt, wie du gegen deine Schüchternheit ankämpfen kannst. Nur leider werden diese nicht aufgehen. Du wirst deinen Beruf weiter ausüben, aber privat wirst du dir deine Wünsche nicht erfüllen können.

Du kennst die Antwort auf deine Frage, es liegt an dir es sich einzugestehen und sich helfen zu lassen. Das ist absolut okay. Ich weis sehr gut wie schwer das ist, wenn ich dir irgendwie helfen kann, lass es mich wissen...

lieben Gruß

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